Fragen zum versteuern von Ferienarbeit...?

    • CosaNostra09
      CosaNostra09
      Bronze
      Dabei seit: 09.04.2007 Beiträge: 739
      Hallo,
      ich arbeite aktuell als ferien/studenten-arbeiter bei der post.

      da ich mir damit ein auslandsjahr finanzieren möchte, habe ich geplant das bis ende september zu tun, insgesamt 3 monate.

      leider kenn ich mich nicht genau aus wie das mit steuern und der gleichen ist, ab wann muss ich was versteuern?

      soweit ich weiß, fallen bis 7,5k keine steuern an, allerdings habe ich gehört, dass man dafür maximal 2 monate am stück arbeiten darf...?

      ich verdiene circa 420 euro pro woche, falls das wichtig ist.

      wäre wirklich sehr dankbar für hilfe...
  • 10 Antworten
    • HurzBurz
      HurzBurz
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2007 Beiträge: 358
      nur 2 monate am stück arbeiten ist quatsch.
      du arbeitest ganz normal und siehst zu, dass du unter der freigrenze bleibst. du musst halt steuern abführen, die bekommst du dann beim steuerausgleich am jahresende zurück (bzw nächstes jahr dann).

      greez
    • Chaos-I
      Chaos-I
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2005 Beiträge: 805
      So Quatsch ist das mit den 2 Monaten gar nicht...

      Wenn Du in einem Jahr nur maximal 2 Monate arbeitest, dann bist Du von Kranken, Renten und Arbeitslosenversicherung befreit.

      Wenn Du länger Arbeitest dann musst Du hier Beiträge abführen, welche Du auch NICHT mehr wieder bekommst.

      Steuerlich gesehen also Einkommen/Lohnsteuer ist es eigentlich Egal was Du machst, das wird dann mit dem Lohnsteuerjahresausgleich geregelt.
    • paraB
      paraB
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2008 Beiträge: 981
      Du darfst nich über 7,5 k verdienen und auch nicht über 50 Tage im Jahr arbeiten. Wird die Grenze überschritten, zahlst du erstmal Steuern wie Ottonormal Arbeitnehmer...
    • Cosler
      Cosler
      Bronze
      Dabei seit: 19.06.2006 Beiträge: 897
      Bei mehr als 50 Tagen Beschäftigung pro Jahr fallen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung an. Von KV/PV/AV bist Du als Student weiterhin befreit.

      Entrichtete Lohnsteuer bekommst Du vollständig über Lohnsteuerjahresausgleich wieder, wenn Du unter 7834 Euro (ca. 10k brutto) bleibst.
    • CosaNostra09
      CosaNostra09
      Bronze
      Dabei seit: 09.04.2007 Beiträge: 739
      Original von Cosler
      Bei mehr als 50 Tagen Beschäftigung pro Jahr fallen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung an. Von KV/PV/AV bist Du als Student weiterhin befreit.

      Entrichtete Lohnsteuer bekommst Du vollständig über Lohnsteuerjahresausgleich wieder, wenn Du unter 7834 Euro (ca. 10k brutto) bleibst.
      ah ok, heißt das, dass ich letztendlich doch keine abgaben habe?

      da gibts allerdings noch ne kleinigkeit, da ich erst dieses jahr mein abi gemacht habe bin ich also noch kein student, schüler aber ja auch nicht... und einschreiben werde ich mich erst fürs nächste jahr, nicht fürs kommende - gibts da was zu beachten oder zähl ich da steuerlich als schüler? danke
    • Cosler
      Cosler
      Bronze
      Dabei seit: 19.06.2006 Beiträge: 897
      Original von CosaNostra09
      Original von Cosler
      Bei mehr als 50 Tagen Beschäftigung pro Jahr fallen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung an. Von KV/PV/AV bist Du als Student weiterhin befreit.

      Entrichtete Lohnsteuer bekommst Du vollständig über Lohnsteuerjahresausgleich wieder, wenn Du unter 7834 Euro (ca. 10k brutto) bleibst.
      ah ok, heißt das, dass ich letztendlich doch keine abgaben habe?

      da gibts allerdings noch ne kleinigkeit, da ich erst dieses jahr mein abi gemacht habe bin ich also noch kein student, schüler aber ja auch nicht... und einschreiben werde ich mich erst fürs nächste jahr, nicht fürs kommende - gibts da was zu beachten oder zähl ich da steuerlich als schüler? danke
      Wenn Du kein Schüler oder kein Student bist, dann bist Du im vollem Umfang sozialversicherungspflichtig. Wärst Du jetzt Student oder Schüler, würdest Du 9,95%/Bruttomonatslohn Abgaben (Rentenversicherung) haben.

      Einkommenssteuertechnisch gibt es sowas wie Schüler oder Student eigentlich nicht. Zur Bemessung zählt erstmal nur deine Steuerklasse und dein jährliches Einkommen abzüglich zutreffender Freibeträge/Aufwendungen. Falls Du dabei unter den angesprochenen 7834,-- bleibst, wird keine Einkommenssteuer fällig bzw. entrichtete Einkommenssteuer wird zurückerstattet. Ab 7835,-- steigst Du mit 14% ein.
    • Lemeriel
      Lemeriel
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2008 Beiträge: 132
      Original von CosaNostra09

      ah ok, heißt das, dass ich letztendlich doch keine abgaben habe?

      da gibts allerdings noch ne kleinigkeit, da ich erst dieses jahr mein abi gemacht habe bin ich also noch kein student, schüler aber ja auch nicht... und einschreiben werde ich mich erst fürs nächste jahr, nicht fürs kommende - gibts da was zu beachten oder zähl ich da steuerlich als schüler? danke
      Sozialversicherungspflicht:


      Dann zählst Du als ganz normaler Arbeiter und zahlst in die Sozialversicherung in vollem Umfang rein.

      Student ist man nur wenn man immatrikuliert ist und Schüler ja nur, wenn man noch zur Schule geht.

      Du wärst jetzt entweder arbeitssuchend oder arbeitend. :)


      Steuerpflicht:

      Ja, kriegst am Ende des Jahres die Steuern zurück, weil Du wahrscheinlich unter dem Steuerfreibetrag bleibst.


      Und die obigen Postings strotzen auch teilweise vor Halbwissen oder sind einfach falsch, aber darauf brauch ich durch Deinen geschilderten Fall ja nicht mehr eingehen. :)
    • HurzBurz
      HurzBurz
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2007 Beiträge: 358
      Hab grad noch mal in meinen Ordner geschaut.
      Im Jahr 06 habe ich Abi gemacht und dann gearbeitet, auch in den Sommerferien zwischen Abi und Studium. Aber die längste Arbeitszeit am Stück war 6 Wochen.
      Habe nirgendwo Krankenversicherung/Rentenversciherung/usw zahlen müssen, immer nur Lohnsteuer und Soli-Zuschlag, welche ich dann beim Steuerausgleich zurückbekommen hab.

      Die Aussage mit den 50 Tagen am Stück ... mhh ja da wissen die Vorredner mehr als ich, aber mein Halbwissen sagt, dass du, wenn du mehr als 50 Tage am Stück arbeitest als "Arbeiter" giltst und darum dann nicht mehr als Schüler/Student.

      Also sieh zu, dass du da nicht mehr als 50 Tage bist.

      Kleine Frage an die Leute mit Ahnung:
      Könnte man die Tätigkeit dann theoretisch unterbrechen und später wieder aufnehmen?
    • Lemeriel
      Lemeriel
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2008 Beiträge: 132
      Original von HurzBurz
      Hab grad noch mal in meinen Ordner geschaut.
      Im Jahr 06 habe ich Abi gemacht und dann gearbeitet, auch in den Sommerferien zwischen Abi und Studium. Aber die längste Arbeitszeit am Stück war 6 Wochen.
      Habe nirgendwo Krankenversicherung/Rentenversciherung/usw zahlen müssen, immer nur Lohnsteuer und Soli-Zuschlag, welche ich dann beim Steuerausgleich zurückbekommen hab.

      Bei Dir galt nicht die Berufsmäßigkeit.


      1.1. "Kurzfristige Beschäftigung"
      Kurzfristig ist eine Beschäftigung, wenn sie zeitlich - durch Vertrag oder nach ihrer Eigenart - auf zwei Monate oder insgesamt max. 50 Arbeitstage pro Kalenderjahr begrenzt ist. Die Höhe des Arbeitsentgelts spielt dabei keine Rolle. Häufig sind kurzfristige Verträge befristet. Die Befristung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich in den Vertrag aufgenommen wurde.

      * Begrenzung auf zwei Monate oder 50 Arbeitstage:
      Die Beschäftigung kann ihrer Eigenart nach begrenzt sein oder aufgrund einer vertraglichen Regelung (Beispiele: Aushilfe als Urlaubsvertretung, auf längstens ein Jahr befristeter Rahmenarbeitsvertrag).
      * Keine berufsmäßige Ausübung bei Arbeitsentgelt über 400 Euro:
      Selbst wenn der zeitliche Umfang 2 Monate bzw. 50 Tage nicht übersteigt, liegt keine sozialversicherungsfreie "kurzfristige Beschäftigung" vor, sofern die Tätigkeit berufsmäßig ausgeübt wird und das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung 400 Euro überschreitet (zum Beispiel Arbeit als Nachtschwester im Krankenhaus an vier Tagen pro Monat; zeitlicher Umfang: nur 48 Tage pro Jahr, aber berufsmäßig ausgeübt). Übersteigt das berufsmäßige Einkommen 400 Euro, liegt auch keine geringfügige Beschäftigung vor. Für Arbeitgeber gelten keine steuerrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Besonderheiten.

      Schüler die zwischen Abi und Studiumaufnahme eine kurzfristige Beschäftigung aufnehmen, gehen nach Auffassung der Krankenkassen keinen berufsmäßige Arbeit nach. Lag ja bei Dir vor und musstest bestimmt das in irgendeiner Form belegen, dass Du Dich zum September/Oktober eingeschrieben hast.



      Die Aussage mit den 50 Tagen am Stück ... mhh ja da wissen die Vorredner mehr als ich, aber mein Halbwissen sagt, dass du, wenn du mehr als 50 Tage am Stück arbeitest als "Arbeiter" giltst und darum dann nicht mehr als Schüler/Student.

      Also sieh zu, dass du da nicht mehr als 50 Tage bist.

      Kleine Frage an die Leute mit Ahnung:
      Könnte man die Tätigkeit dann theoretisch unterbrechen und später wieder aufnehmen?

      Die 50 Tage Regelung tritt nur bei zusammenhängenden Monaten in Kraft, wenn man 4 oder weniger Arbeitstage pro Woche hat.

      Ansonsten greift die 2 Monatsfrist, unabhängig ob es nun August+September oder Januar und August wäre.
    • RuthlessRabbit
      RuthlessRabbit
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 9.531
      Ja, also es ist besser 50 Arbeitstage zu arbeiten anstatt 2 Monate (40 Arbeitstage). Soweit ich mich erinnere könnt ihr praktisch 7 Wochen 5 Tage die Woche arbeiten und dann eine Woche mit nur 4 Tagen einstreuen und deswegen nochmal 11 Arbeitstage zusätzlich arbeiten.