Wie viel Swing ist normal?

    • YoBaByYo
      YoBaByYo
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.040
      Ich hab noch nicht so besonders viel Erfahrung mit den Machenschaften der Varianz sammeln können. Dafür habe ich noch nicht genügend Hände gespielt, um Aussagen darüber treffen zu können womit man so rechnen muss.

      Mein Problem: Ich habe jetzt etwa 30k Hände NL10 SH auf Stars gespielt, und bin momentan (mal wieder) leicht im Minus. Das alleine ist jetzt noch nicht das Problem, ich finde in meinem Spiel sicher noch genug, was ich verbessern muss etc. Was mich eher wundert, wie swingig der Verlauf ist. Ich verliere/gewinne oft auf ein paar Tausend Händen mal easy 10 Stacks. Mein neuster Down hat mir über 4k Hände 8 Stacks down beschert.

      Jetzt wollte ich fragen, was "normal" ist? Klar gibts darauf keine allgemeingültige Antwort, und bitte verweist mich jetzt nicht einfach nur ins Handbewertungsforum, da treibe ich mich schon rum :) Es hängt natürlich auch vom Stil ab, wie man spielt. Aber was sind eure Erfahrungen? Was kommt euch so unter?

      MFG Marc
  • 13 Antworten
    • cobby
      cobby
      Silber
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 812
      Mein stärkstes down waren 15 stacks auf NL200
    • Ypsi
      Ypsi
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 2.721
      Es kann schon sehr swingig werden, mein grösster swing(NL50SH)


      Ich sage mal so: 10 stacks swings sind mehr oder weniger normal
    • ux23590
      ux23590
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2009 Beiträge: 275
      Sag mal wie hast du denn den Swing "hinbekommen" ?(

      Hast du wirklich so fett auf die Fresse bekommen oder war da der Tiltfaktor mit beteiligt?

      Ich mein, es sieht nur sehr krass aus innerhalb von rund 2,5 Händen so down zu gehen.
      Dass längere Zeit kontinuierlich die BR nach unten gehen können, weiß ich aus eigener Erfahrung (muss ich aber nicht unbedingt nochmal erleben) ;)
    • YoBaByYo
      YoBaByYo
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.040
      Ich habe jetzt gar nicht mal gemeint, was so im schlimmsten Fall passieren kann. Ich glaub schon, dass man echt mal derbe absucken kann, und einen 15-20 Stacks down erwischen kann.

      Wobei der 40er down im Pic schon echt übel ist ;)

      Was mich mehr interessiert, ob es normal ist, dass mein kompletter graph aus solchen Swings besteht. 3k Hände 10 Stacks up, dann mal wieder auf 5k Hände 10 down, und so weiter. Da ist halt mal sowas von überhaupt keine Kontinuität :) Aber der gepostete Graph schaut ja wirklich auch so aus, daher denke ich, mit solchen Swings bin ich nicht die Ausnahme.

      Danke für das Pic :)

      MFG Marc
    • Ypsi
      Ypsi
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 2.721
      Original von ux23590
      Sag mal wie hast du denn den Swing "hinbekommen" ?(

      Hast du wirklich so fett auf die Fresse bekommen oder war da der Tiltfaktor mit beteiligt?

      Ich mein, es sieht nur sehr krass aus innerhalb von rund 2,5 Händen so down zu gehen.
      Dass längere Zeit kontinuierlich die BR nach unten gehen können, weiß ich aus eigener Erfahrung (muss ich aber nicht unbedingt nochmal erleben) ;)
      Kann ich mich nimmer richtig erinnern, war im april, aber ich glaub, das war ein bisschen von beiden, ich weiss nur das ich damals innerhalb von 200-300 Händen 6 mal KK bekommen habe und dann 5 mal gegen Ax und ein mal gegen AA preflop allin verlohren.
      Hätte wohl absteigen müssen, aber gleichzeitig mit dem down 1,5k in einem Turnier gecasht, sa das ich die verluste gut verschmerzen konnte.
    • Blackdeath282
      Blackdeath282
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2009 Beiträge: 212
      Ich bin in den letzten 5k Händen 15 Stacks down auf NL 10 und so langsam am verzeifeln und vor allem zweifel ich an meiner eigenen Spielweise schon.

      30k Hände kontinuierlich nach oben bzw. ab und zu mal -3 Stacks aber ne gute Tendenz in die EV+ Richtung

      Seit Anfang dieser Woche läuft nichst mehr.... Ich bin mir sicher das ich nicht fehlerfrei spiele und natürlich schiebt man viele Moneytrains auf Suckouts (welche man in dieser Phase besonders wahrnimmt allerdings wird das vermutlich so nen Psychoding sein)

      Ich versuchte es dann schon weniger Tische zu spielen; tighter zu spielen; aggressiver, nicht so aggressiv ich hab keine Ahnung woran es liegt (vieleicht liebt mich der Pokergott nicht mehr) :f_mad:

      Das einzigste positive oder unterschiedliche zum Spiel vorhher ist das meine "non Showdown Winnings" im + liegen was vorher nicht so war. (evtl. kann mir einer nen Tip geben ob eher gut oder doch schlecht sein könnte)

      Wie geht Ihr mit Solchen Phasen um ??? zumindestens hoffe ich das es ne Phase ist und nicht unvermögen.

      Wie sucht Ihr nach Fehlern in eurer Spielweise??? (ich benutze PT3)
      ich weiß nicht so recht wo ich im PT3 anfangen kann zu suchen ob ich optimal spiele (keine Vergleichswerte) außer die Handreplays mir reinzuziehen.

      Es wäre schön wenn mir jemand helfen könnte oder wenigstens jemand Antwortet der mir sagen kann " schau dir den und den Wert an der geht gar nicht um den zu verändern solltest du dies und das verändern" ich würde dafür meine Stats dann Posten oder per PM schicken.

      Ich dank Euch schon mal im Voraus
    • Metter3330
      Metter3330
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2007 Beiträge: 5.569
      Original von Blackdeath282
      Das einzigste positive oder unterschiedliche zum Spiel vorhher ist das meine "non Showdown Winnings" im + liegen was vorher nicht so war. (evtl. kann mir einer nen Tip geben ob eher gut oder doch schlecht sein könnte)
      Die meisten haben da eher negative oder sehr marginale non showdown winnings. Kommt halt auf deine Spielweise an. Insgesamt sind natürlich die gesamten winnings entscheidend, d.h. die Kombination aus non showdown und showdown winnings.

      Wenn du insgesamt im minus bist, dann kannst du dir ja mal überlegen wo du Geld verlieren könntest.

      2 Beispiele:

      a) Du hast preflop nen raise gecallt. Jetzt callst du die cbet am flop und spielst am turn raise/call.
      In dem Fall wird er auf deinen raise sicher häufiger folden (hohe non SD winnings). Wenns all in geht könntest du möglicherweise ne zu schwache range geraist haben, wodurch du am showdown noch größere Verluste machst.

      b) Du hast pf geraist und machst ne cbet. Dein gegen raist und du hast nen eher schwachen draw oder ein schwächeres TP, womit du aber 3bet/broke spielst. Das gibt auch wieder hohe non SD winnings und Verluste wenns zum showdown geht.

      Aber du hast natürlich ne sehr kleine samplesize, da könnte sowas auch noch Varianz sein. Bei 15stacks auf NL10 werden aber sicher auch einige leaks dabei sein. Also poste am besten Hände im Forum.
    • gregsamsa
      gregsamsa
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 416
      also zur ursprünglichen frage:

      bei mir (nl10bss) waren es bisher net so große swings: +/-4 Stacks

      dazu muss ich aber auch sagen, dass ich aufs jahr gesehen bisher relativ wenig, also <20k Hände, gespielt hab (bisher^^ --> Semesterferien :s_biggrin: )


      zu:
      Original von Blackdeath282

      Wie geht Ihr mit Solchen Phasen um ???

      Wie sucht Ihr nach Fehlern in eurer Spielweise???

      1) auszeiten nehmen/slow down: --> mal etwas weniger tische, dafür bewusster im spiel analysieren + bisserl theorie lesen, quizze (pluralis existum?) machen, videos ansehen..

      2) stats können dir zwar anhaltspunkte geben (vpip:pfr relativ nahe zusammen ca. 3:2 oder vpip als tag 10-15% und AF >1,5....) aber so findest du imo nur tendenzen in deinem spiel und keine konkreten fehler. klar, wenn du nen vpip von 25 und nen AF von <1 hast und taggy spielen willst hast du versagt ;)

      ich finde handbewertungen/-analysen recht hilfreich. ich mache zwar immer den fehler, dass ich mir v.a. die verlust-hände ansehe, aber da kommen dann auch oft genug die 'what was i thinking'-momente, an die man sich bei der nächsten session erinnert.

      MFG und danke für weitere anregungen
    • itsjustjost
      itsjustjost
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2008 Beiträge: 578
      find die Tips jetzt ok
      aber gerade NL10 SH finde ich sind solche Swings ja noch voll normal und alltäglich.
      da du jetzt auf 5k Hände nen paar stacks down ist, wäre der Graph mal interessant, vll bist du ja auch zu tight für SH und wirst zu oft rausgeblufft?
    • stylus20
      stylus20
      Black
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 9.020
      mein größter (down)swing in 350k hands sh von nl5-400 waren 13 stacks .. war aber ziemlich selbst verschuldet weil ich die tischzahl hochgeschraubt hab und dadurch meine nonSDwinnings ins bodenlose gedroppt sind ...
    • Ypsi
      Ypsi
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 2.721
      apopo swings, mich hat es mal wieder erwischt(spiele SH)
      erste 5000 hände 5 mal mit gefloppten Flush in das höhere reingelaufen usw, nachste 5000 Hände gehittet wie Weltmeister

    • PommesPapst
      PommesPapst
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2007 Beiträge: 11.609
      10 stacks kann öfters schonmal vorkommen in ein paar k händen, 20 stacks auch, manchmal sogar mehr.

      ich hab z.b. die letzten 10k hände nen won@SD von 38% und bin 10 stacks unterm all-in-EV und insgesamt 16 stacks down auf nl400. sowas passiert mal alle paar monate, also würde ich immer auf ein ordentliches BRM achten.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Je größer deine Edge (also dein Können) ist, desto unwahrscheinlicher werden Breakeven Phasen (Downswing -> normale Winrate, normale Winrate -> Downswing). Das kann man auch alles berechnen, aber im Prinzip ist das auch nicht so wichtig.

      Theoretisch ist jede unwahrscheinliche Ereignis möglich, allerdings kannst du davon ausgehen, dass du als guter Spieler niemals ein unwahrscheinliches Ereignis erleben wirst. Dementsprechen wird ein 5PTBB/100 Winningplayer niemals sein ganzes Leben lang von einem Downswing verfolgt werden. (das Ereignis 90 Jahre lang Downswing hat eine Eintrittswahrscheinlich die nahe bei 0 ist.)

      Varianz lässt sich nicht direkt beeinflussen, sondern resultiert dementsprechen direkt aus deinem Können. Kurzfristig bis du natürlich vollkommen dem Zufall des Decks überlassen, das einzige was du beeinflussen kannst ist der Einsatz unter "bekannter" Gewinnwahrscheinlichkeit.

      Also einfach dein Pokerkönnen weiterentwickeln, die Existenz von Varianz akzeptieren und sich aufs Spiel konzentrieren. Das Geld kommt, wenn du gut bist. Das Geld kommt nicht, weil du es haben willst.^^