Anfängerfragen...

    • Jassinho
      Jassinho
      Einsteiger
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 10
      Also zwei Sachen Ich weiß zwar was die Equity ist, aber ich versteh nicht für was man sie bracuht. Weil das Spiel aufm Flop/Turn ist doch Outs, Odd und Pott-odd abhängig. Also muss sie doch für den pre-Flop relevant sein... Aber Ich hab auch gehört, dass die Equity nicht (nur) für den Pre-flop genutzt wird. Ein Fallbeispiel wo mir die Equity weiterhilft wäre super! Das zweite, was sind States und wofür brauch ich das... Danke für eure Hilfe!
  • 6 Antworten
    • hwoarang84
      hwoarang84
      Black
      Dabei seit: 24.03.2006 Beiträge: 5.060
      Die Equity drückt die Gewinnwahrscheinlichkeit deiner Hand aus gegen die Hand deiner Gegner. Preflop bräuchtest du z.b. ohne die blinds eine Equity von >50% (sprich eine bessere Hand) um einen raiser 3-betten zu können. Das gesamte Preflopspiel basiert eigentlich auf dem Equityprinzip. Postflop hilft die Equity bei der Frage Call oder (Value)bet/raise, z.b. kannst du einen flushdraw am flop gegen 4 Gegner raisen weil deine Equity mit 35% deutlich über der Durchschnittsequity (100/5) liegt. Im Prinzip ist die Equity nur eine andere Darstellungsform als das Odds/Outs Prinzip...für manche Situationen ist es praktischer "in terms of" odds und outs zu rechnen und in anderen Situationen ist die Equity hilfreicher. Das zweite was du meinst sind (wahrscheinlich) "stats" also die Statistiken über deine Gegner, sprich: wieviele Hände spielt mein Gegner, wieviele raist er, wie aggressiv spielt er, etc... Diese Stats kannst du mit Pokertracker sammeln.
    • Jassinho
      Jassinho
      Einsteiger
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 10
      Ja vielesn Dank... denk mal auch, dass ich Stats meinte^^ Nochmal zur Equity, Postflop argumentier ich eigentlich bis jetzt nur mit outs , bzw. odds... wie du ja sagst kann ich das Beispiel (lushdraw 9outs*ca.4.2=ca 35% gegen 4 Gegner raisen. Köntest du mir mal ein beispiel geben wo ich ausschließlig ( wahrscheinlich Pre-Flop dann) mit der Equity argumentieren sollte?? Danke
    • Jassinho
      Jassinho
      Einsteiger
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 10
      boa hab ich die Rechtschreibung verkackt! also "vielen Dank,flushdraw und ausschließlich" sollte das heißen!
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.538
      Übersetze Equity einfach in Wahrscheinlichkeit dann tust du Dir vielleicht leichter. Odds&Out Rechnung ist nur eine weiterführende und genauere Form, weil man seiner Gewinnwarscheinlichkeit die Größe des Pottes entgegen setzt, denn eine 25% Wahrscheinlichkeit ist eben nur solange gut wie man weniger als 25% des Pottes investieren muss um weiter zu spielen. Oder man kann die Outs discounten um sich seiner wirklichen Gewinnwarscheinlichkeit anzunähern, denn nur weil du zB 10% Chance hast dein Top-Pair zu treffen heißt das ja dann auch nicht zwangsläufig, dass du damit gegen alle anderen vorne liegst. Solche Taktiken lassen sich Preflop leider noch nicht so gut anwenden und daher nimmt man lieber die Durchschnitttswarscheinlichkeit die bessere Hand zu haben. Wenn man viele Limper vor einem hat, kann man aber auch schon mit Potodds anfangen zu rechnen. Wenn du ne Made Hand hast also Dich nicht weiter verbessern musst hilft Dir die reine Equity-Rechnung, weil du dann abschätzen kannst wie hoch ist zB die Equity, dass meine Hand am Showdown vorne liegt und nicht zu vernachlässigen wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Gegner die Hand vorher wegwirft (Fold-Equity) ... aber das ist natürlich auch immer schwer zu sagen, man muss dafür den Gegner zumindest auf ne Handrange setzen können ehe man anfängt nach solchen Systemen zu rechnen und eigentlich auch nicht so relevant im Grunde sind Betsequenzen ein wichtigeres Indiz und wenn du glaubst vorne zu liegen bettest und raised du ... wenn du Zweifel hast callest du und nur wenns ganz kritisch ist und du darüber nachdenken musst die Hand zB am River wegzuwerfen hilft es Dir auszurechnen (anhand Pokerstove häufig) ob man nicht lieber doch noch callen sollte. Also der River wäre eben ein klassischer Fall in dem einem Outs natürlich garnichts mehr bringen und dann die Equity (wie gesagt Gewinnwarscheinlichkeit gegen eine gewisse Handrange) im Verhälltnis zum Pot eine Rolle spielen. Also warst zB mit TP/TK aggressiv in Position der Gegner hat immer schön runter gecalled und am River donkt er in die rein und dummerweise ist jetzt auch noch nen Str8draw angekommen. Gut in der Praxis wird man vermutlich eh immer callen, weil man so nen großen Pot wirklich ganz ganz selten noch aufgeben kann aber wie siehts dann zb mit 2-3 Gegnern aus und man hat 2 Pair aber auch nicht beiden höchsten und naja das kann man dann nicht mehr so einfach im Kopf ausrechnen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass irgendein Gegner ne Str8 oder Set oder höheres Two Pair hat und dann hilft genaues ausrechnen der Equity...
    • Jassinho
      Jassinho
      Einsteiger
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 10
      Okay danke, einiges hab ich verstanden einiges nicht so ganz... will dir auch nicht weiter auf die Nerven gehen, deswegen hast du nen tipp (Artikel/Link etc...) wo ich mir mal genaueres zur Equity durchlesen kann???? Oder (falls ichs mal hin bekommen sollte mir das runterzuladen) kann ich das an Pokerstove auch anchvollziehen?
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.538
      Hmm... also die Equity ist im Grunde Grundlage beinahe aller Artikel, die sich mit der Berwertung Deiner Handstärke, dem damit verbundenem Spiel und der Floptextur beschäftigen... Artikel zu verlinken wird Dir nichts helfen, da du noch keinen Zugriff auf die entsprechenden Bereiche hast. Aber für den Anfang reicht Dir das richtige anwenden der Starting Hand Chart, damit hast du immer einen Durchschnittlichen-Equity-Vorteil (sogar mehr noch als beim Open Raising Chart welches man später auch noch mit heran zieht) Pokerstove hilft in erster Linie dafür Dir im nachhinein Hände durchrechnen zu lassen, bei denen du Dir zB nicht sicher warst ob ein Downcall ab einer gewissen Stelle die richtige Entscheidung war und ein Gespühr zu entwickeln. Für den laufenden Spielbetrieb in den Microlimits halte ich es fast für zu umständlich, auch weil die Gegner beispielsweise zu unkonventionell spielen.