Private oder gesetzliche Krankenversicherung?

    • TheOneAndOnlyMarkus
      TheOneAndOnlyMarkus
      Bronze
      Dabei seit: 20.02.2006 Beiträge: 3.784
      Hi leute,

      ich verdiene zu viel bei meinem Nebenjob und falle so aus der Familienversicherung raus. Jetzt hab ich aber leider keine Ahnung von Krankenversicherungen und die Infos im Inet scheinen mir nicht wirklich objektiv zu sein. Gibts denn sowas wie ein Standardtarif bei priv. KV's? Bei den ganzen verschiedenen Angeboten blickt ja kein Mensch durch. Oder isses evt. besser sich einfach gesetzlich zu versichern? Wie läuft das mit dem Vorschießen des Geldes im Krankheitsfall bei den Privaten? Ich meine wenn ich jetzt einen Unfall oder so hab und die Behandlung 50k kostet kann ich dass ja net ausm Hut zaubern. Wäre für alle Tipps und Hinweise dankbar :)

      cliffsnotes zu mir:
      - student
      - bin gerade 25 geworden
      - nebenjob mit > 360€ / monat
      - bin/war eigentlich nie krank
      - bald sind evt. mal die weißheitszähne fällig ^^
  • 9 Antworten
    • DerExec
      DerExec
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 12.530
      Du verdienst viel zu wenig für ne priv. KV ;)
    • adi4you
      adi4you
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2007 Beiträge: 197
      Angestellter mit mind. 48.000 Jahreseinkommen, Freiberufler oder Selbständiger musst du sein

      http://de.wikipedia.org/wiki/Private_Krankenversicherung


      lass dich gesetzlich versichern, die haben auch Studententarife
    • Praepman
      Praepman
      Bronze
      Dabei seit: 02.11.2006 Beiträge: 5.912
      Private KV kommt doch sowieso nur für Beamte, Selbstständige und Brutto > 50k€. Weiß nicht ob du in deinem Nebenjob selbstständig bist, aber ansonsten bleibt dir nur die gesetzliche.


      Größere Kosten muss natürlich auch ein privat Versicherter nicht vorstrecken. Die gehen über Rechnung und werden einfach bei der KV eingereicht und die Begleichen es dann.
    • JoSeN
      JoSeN
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2006 Beiträge: 556
      Nice wie hier wieder Halbwissen verbreitet wird.

      Es soll leute geben die sich mit sowas auskennen und sogar ihren Lebensunterhalt mit Versicherungsberatungen verdienen ;)

      Evtl lässt du dich mal von so jemandem beraten. Als Student sind die doch eh alle scharf auf dich und beraten dich gerne. Zudem sind die soweit ich weis bei Fehlberatung auch haftbar.

      Ich hab da son Futzi von der MLP und bisher keine negativen Erfahrungen gemacht obwohl ich bisher nur Beratungen beansprucht habe und nie was über ihn gebucht.

      Wenn ich mich recht erinnere ist es als Student auch offiziell gar nicht möglich von der gesetzlichen in die private KV zu wechseln und umgekehrt, irgendwas war da (das Einkommen war es sicher nicht). Ist aber zulange her als das ich es noch genau wüsste.
      Ich glaub du mußt irgendwie erreichen das dich die gesetzliche Kasse kündigt, dann biste ohne KV und die Private nimmt dich wieder. (afaIr gings so bei mir, (gesetzlich -> privat) hab damals glaub ne Rechnung wegen einer Selbstbeteiligung ewig nicht bezahlt)

      Viel Erfolg und evtl bald willkommen im Club derer die auch nen Arzttermin bekommen wenn sie dringend einen brauchen und nicht Monate warten müssen.
    • TheOneAndOnlyMarkus
      TheOneAndOnlyMarkus
      Bronze
      Dabei seit: 20.02.2006 Beiträge: 3.784
      Ja ich weiß net Beratern trau ich meistens net, ich will mich da wenigstens vorher en bissel informiern bevor ich da was aufgeschwatzt bekomm ^^
      Aber ich werd mal schauen was es da an Beratung so alles gibt :D

      Seid ihr sicher das man sich nicht privat versichern lassen kann? Wenn ich z.B. hier lese, scheint es als student doch zu gehen. Ich bin aber dazu auch noch selbständig, aber soweit ich das verstanden habe braucht man das nicht wenn man über 360€ verdient.
    • klys
      klys
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 2.922
      Gesetzlich. Wenn du krank bist, wirst du genau so gut und schnell behandelt, wie ein Privatpatient. Einzig eine private Zusatzversicherung fürs Krankenhaus macht Sinn, wenn man denn die Privatsphäre eines Einzelzimmers, Chefarztbehandlung etc. haben möchte. Das würde ich auch empfehlen, wenn du unterm Strich auch niemals einen Chefarzt im Krankenhaus sehen wirst, wenn du ihn nicht auch als gesetzlich versicherter Patient "bekommen" hättest.

      Es gibt auch Verträge mit den privaten Versicherungen, da wirst du beim Einstieg als komplett gesunder Mensch behandelt, kriegst also den niedrigsten Tarif, egal, ob du ein halbtoter Bluter mit Bulemie bist oder tatsächlich kerngesund. Frag mal nach, vielleicht hat dein Vater/Mutter so eine Klausel, bei meinem Vater war es so, kostet ihn jeden Monat nur drei, vier Euro extra.

      Wenn du ein bisschen hypochondrisch veranlagt bist, ganz besondere Krankheiten hast oder die Privatversicherung als Statussymbol siehst (was ungeheuer viele Menschen tun), dann ist die Sache was für dich.

      Achja, die Sache mit den schnellen Terminen und der langen Wartezeit als gesetzlich versicherter Patient, da ist natürlich was dran. Wenn du irgendwo anrufst, wenn du ein MRT brauchst, weil es dir manchmal in der Schulter zwickt, nachdem du beim Tennis vor zwei Monaten mal draufgefallen bist, wartest du als Kassenpatient natürlich Wochen. Der Arzt hätte zwar, wäre es wichtig, selber bei der Praxis angerufen und dir ein MRT am nächsten Tag geholt, aber wenn du dann trotzdem denkst, es ist wichtig, rufst du selber an, beschreibst deinen Fall kurz als akut und dringend und kriegst dein MRT am selben Tag. Den Arzt interessiert es einen feuchten Mist, wenn du bei der Anamnese sagst, dass du es schon länger hast, denn der weiß nicht, ob du den Termin seit 3 Wochen oder 30 Minuten hattest.

      All das kann wichtig sein.. am wichtigsten ist aber: Du bist 25. Wenn du jetzt zu einer privaten Vers. gehst, dann wird der Wechsel zur gesetzlichen Vers. richtig häßlich. Ändern sich deine finanziellen Umstände, weil du gefeuert wirst, dann zahlst du weiter dicke Beiträge. Richtig eklig wird es, wenn du gefeuert wirst, weil du arbeitsunfähig bist, weil du krank wirst oder so, denn dann steigt der Beitrag bei sinkendem/ausbleibendem Lohn.
    • JoSeN
      JoSeN
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2006 Beiträge: 556
      Original von klys
      Gesetzlich. Wenn du krank bist, wirst du genau so gut und schnell behandelt, wie ein Privatpatient. Einzig eine private Zusatzversicherung fürs Krankenhaus macht Sinn, wenn man denn die Privatsphäre eines Einzelzimmers, Chefarztbehandlung etc. haben möchte. Das würde ich auch empfehlen, wenn du unterm Strich auch niemals einen Chefarzt im Krankenhaus sehen wirst, wenn du ihn nicht auch als gesetzlich versicherter Patient "bekommen" hättest.
      Widerspricht einfach den Erfahrungen die ich als Privat und als Gesetzlicher KV Patient gemacht habe. Meine Erfahrungen decken sich mit den Berichten 90% der Leute mit denen ich bisher darüber gesprochen habe. Des mit dem Chefarzt is sone Sache und nervt ein bisschen, der will dich nämlich als Privat Patient immer sehen^^


      Achja, die Sache mit den schnellen Terminen und der langen Wartezeit als gesetzlich versicherter Patient, da ist natürlich was dran. Wenn du irgendwo anrufst, wenn du ein MRT brauchst, weil es dir manchmal in der Schulter zwickt, nachdem du beim Tennis vor zwei Monaten mal draufgefallen bist, wartest du als Kassenpatient natürlich Wochen. Der Arzt hätte zwar, wäre es wichtig, selber bei der Praxis angerufen und dir ein MRT am nächsten Tag geholt, aber wenn du dann trotzdem denkst, es ist wichtig, rufst du selber an, beschreibst deinen Fall kurz als akut und dringend und kriegst dein MRT am selben Tag. Den Arzt interessiert es einen feuchten Mist, wenn du bei der Anamnese sagst, dass du es schon länger hast, denn der weiß nicht, ob du den Termin seit 3 Wochen oder 30 Minuten hattest.
      lol
      Unterhalte dich mal mit einem Arzt...
      Es existiert momentan einfach so hart es klingt ein 2 Klassensystem. Anders kann ich es nicht bezeichnen wenn medizinisch notwendige Behandlungen auf Grund der Budgetierung in das nächste Quartal verschoben werden müssen bzw gar nicht stattfinden.

      Was den letzten Punkt angeht k.A. kannste Recht haben, was ich nicht glaube, mir aber auch Schnuppe.
    • peterpistole
      peterpistole
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 939
      wenn du student bist kostet das bei jeder gestzlichen KV irgendwas um die 60euro im monat. hatte als student das gleiche problem. du darfst nur nicht zuviele stunden in der woche arbeiten (genaue zahl weiß ich nicht mehr), sonst verlierst du deinen studentenstatus. ruf morgen einfach mal bei der KV deiner eltern an. die wissen schon bescheid.
    • klys
      klys
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 2.922
      Original von JoSeN
      Widerspricht einfach den Erfahrungen die ich als Privat und als Gesetzlicher KV Patient gemacht habe. Meine Erfahrungen decken sich mit den Berichten 90% der Leute mit denen ich bisher darüber gesprochen habe. Des mit dem Chefarzt is sone Sache und nervt ein bisschen, der will dich nämlich als Privat Patient immer sehen^^
      Ich kenne deine Erfahrungen nicht, aber es ist Usus, dass der Chefarzt nur solche Operationen durchführt, die er auch ohne Wissen über das Versicherungsverhältnis des Pats durchgeführt hätte. Es wird in den meisten Fällen im Vertrag festgehalten, dass eine Behandlung durch einen gleichwertigen Arzt die Kausel erfüllt. Die Anamnese und die Verabschiedung macht der Chef dann häufig persönlich, aber das hat mit der Behandlung nichts zutun, und um die geht es.


      lol
      Unterhalte dich mal mit einem Arzt...
      In einer Million Jahre wird keine medizinisch notwendige Untersuchung aufgeschoben oder gar ausfallen gelassen. Gut, das Gesundheitssystem ist riesig und es gibt schwarze Schafe, aber das ist die absolute Ausnahme.
      Habe über zwölf Monate lang radiologische Termine vergeben und mit sehr vielen verschiedenen Praxen gearbeitet.

      Die Deutschen kapieren nicht, dass sie keine kranke Gesellschaft sind. Darüber hinaus sehen sie ein MRT so ähnlich wie ein koventionelles Röntgenbild. Das ist eine ungeheuer teure Untersuchung und eine Diagnostik dauert mindestens 40 Minuten. Daraus resultiert, dass jeder denkt, er wäre ein Notfall und die Untersuchung medizinisch notwendig. De facto sind aber mehr als 80% der Befunde einfach ohne Befund. Weitere 15% bestätigen eine vorangegangene Diagnostik des zuweisenden Arztes, bleiben 5% für alles verrückte Zeug.
      Ich behaupte, dass jeder, der sich ernsthaft untersuchen lassen möchte, in diesem Land innerhalb von maximal drei Tagen untersucht wird, selbst, wenn er sich nur was einredet.