Darf/sollte man sich über seinen Chef beschweren?

    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Folgende Situation: mein Teamleader, mit welchem ich schon früher oft zu tun hatte, wurde vor einigen Monaten mein "Teamleader", da eine neue Unter-Abteilung für uns gegründet wurde. Der Abteilungschef und somit sein Chef ist mein "alter" Chef.

      Ich hatte zu Beiden immer ein sehr gutes Verhältnis und beide halten auch grosse Stücke auf mich; obwohl ich meinen "alten" Chef wesentlich besser und "unverbrauchter" fand. Ich habe mit meinem neuen Chef einige Ungereimtheiten, was seine Einstellung geht;

      - Das fängt damit an wie er teilweise über seine Angestellten spricht "Kopf nur zum kämen da". Und dies natürlich hinter deren Rücken.
      - Geht damit weiter wie er z.B. Team-Interne Streitigkeiten von Mitarbeitern "bearbeitet". Letzten Montag bin ich mit einer Kollegin in einen Streit geraten welchen er einfach mit einer Drohung (er könne auch andere Saiten aufziehen), abgewürgt hat. IMO ist das ein absolutes No-Go. Als Teamleader müsste er doch eigentlich eine Problembearbeitung anstreben und nicht einfach pure Unterdrückung?
      - Geht dann damit weiter wie er über Leute spricht welche Krank sind. Vor ein paar Tagen hat sich ein Arbeitskollege krank gemeldet, weil er akuten Schlafmangel sowie Magenkrämpfe hat; das Selbe hatte ich vor 2 Wochen und ein anderen Arbeitskollege vor 3 Wochen. Doch uns hat man es angesehen, dass wir krank waren....ihm nicht. Ich meine, hallo? ?(

      Während mich dies nicht an der Ausführung meiner Arbeiten hindert, finde ich es dennoch absolut störend und IMO richtet er mehr Schaden an, als er gutmachen kann/will/wasauchimmer.

      Nun mein Dilema: Was soll ich tun?

      - Spreche ich ihn, direkt als einzigen darauf an, kommt dies kaum gut (er ist relativ stur, sagen wir es mal so...)
      - Spreche ich meinen alten Chef an, welcher zugleich unser beider Abteilungsleiter ist, ist dieser sicher "dankbar" dafür; nur muss er dann das Gespräch mit meinem aktuellen Chef suchen. Und durch die Informationen welche ich Ihm angebe wird dann klar, dass nur *ich* diese spezifischen Informationen über diese Fälle haben konnte und das ich das Gespräch mit meinem Abteilungsleiter gesucht habe. Daraufhin wäre das Klima wohl vergiftet und ich hätte ein schlechts Verhältnis zu meinem Chef, wobei er von mir extrem viel hält und ich mir nicht vorstellen kann, dass er über meinem Rücken schlecht über mich sprechen würde.
      - Tue ich nichts, stelle ich mir jeden Abend die Frage...was wäre wenn...?

      Irgendwelche, sinnvolle Tipps?
  • 20 Antworten
    • chihi12345
      chihi12345
      Bronze
      Dabei seit: 20.02.2008 Beiträge: 2.215
      gefällt dir sonst dein Job??
    • PeteSahad
      PeteSahad
      Bronze
      Dabei seit: 31.08.2006 Beiträge: 3.451
      Mit deinen Kollegen reden und dann alle mit ihm sprechen. Dann bist nicht der alleinige Arsch
    • efkay
      efkay
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 3.673
      ich bin in der gleichen situation. man sagt zwar wer sein maul nicht aufmacht ist gearscht, ich hab aber schon öfter mal diese schiene eingeleitet und habe davon nichts gehabt außer den ruf des kritischen mitarbeiters, der sofort alles in frage stellt.

      ich sag jetzt ja und amen mit 2 scheuklappen auf und läuft gut :P
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Original von PeteSahad
      Mit deinen Kollegen reden und dann alle mit ihm sprechen. Dann bist nicht der alleinige Arsch
      Naja, selbst dann ist klar wer der Anstachler war. Ich meine, wenn ich zur Kollegin gehe und Ihr sage was er von ihr hält, glaube ich das wird nichts mehr mit dem "alle mit ihm sprechen"

      Grundsätzlich gefällt mir mein Job; Ja. ;)

      Ich bin in der Regel ein sehr kritischer Mitarbeiter und mache meinen Mund eigentlich immer auf, wenn ich durch andere "behindert" werde. Aber dann halt auch nur, wenn ich weiss, dass ich eh im Recht bin. Das ist eine Lektion welche ich an anderen Orten gelernt habe. ;)
    • boristheblade
      boristheblade
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2007 Beiträge: 1.081
      also wenn er so viel von dir hält, dann sollte ihm deine meinung wohl auch wichtig sein... rede mit ihm
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Original von boristheblade
      also wenn er so viel von dir hält, dann sollte ihm deine meinung wohl auch wichtig sein... rede mit ihm
      Das lasse ich mir nochmals durch den Kopf gehen. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob das gut kommt. Wie bereits in meinem ersten Post geschrieben ist er einfach nur stur. Aber sicher, eine Option welche man berücksichtigen könnte.
    • Gulliver1985
      Gulliver1985
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2007 Beiträge: 3.469
      du musst ja nicht gleich n Faß aufmachen. Sag ihn erstmal zu ner Kleinigkeit deine Meinung und schau wie er darauf reagiert. Wenn dir seine Reaktion weiterhilft, dann kannst du später weiteren Punkt ansprechen und so weiter.

      Wenn ich von einem Mitarbeiter aufeinmal mit 1000x Kritikpunkten konfrontiert würde, würde ich auch um meine Autorität fürchten, was für den Mitarbeiter jetzt nicht unbedingt von Vorteil wäre.

      Gerade wenn er erst seit kurzem in einem neuen Team ist muss er dafür sorgen, dass er Respekt bekommt. Mit Kritik wäre ich deshalb vorsichtig, d.h. immer sachlich und in verdaubaren Häppchen. Außerdem immer darauf achten, das nicht der Eindruck entsteht das du ihn für einen Idioten hälst, Kritik und Lob gehören immer zusammen. Kritisiere keine Punkte die er sowieso nicht ändern wird oder kann.

      Das mit dem gemeinsamen Gespräch mit allen Mitarbeitern würde ich lassen, damit drängst du ihn viel zu sehr in die Ecke und setzt ihn zu stark unter Druck. Unter vier Augen lässt sich das viel relaxter regeln.
    • Razah
      Razah
      Black
      Dabei seit: 08.05.2006 Beiträge: 3.922
      Original von Th0m4sBC
      Original von PeteSahad
      Mit deinen Kollegen reden und dann alle mit ihm sprechen. Dann bist nicht der alleinige Arsch
      Ich bin in der Regel ein sehr kritischer Mitarbeiter und mache meinen Mund eigentlich immer auf, wenn ich durch andere "behindert" werde. Aber dann halt auch nur, wenn ich weiss, dass ich eh im Recht bin. Das ist eine Lektion welche ich an anderen Orten gelernt habe. ;)
      Dann solltest Du es auch hier nicht anders machen. Es hört sich halt so an das Dein Chef noch ziemlich unerfahren ist, gerade solche Leute sind halt schnell eingeschnappt, weil sie Angst haben nicht Ernst genommen zu werden.
      Deshalb wirklich schauen sachlich Deine Kritik zu äußern und wie Gulliver schreibt,das Kritik und Lob zusammen gehört ist auch ein guter Punkt.
      Direkt zum nächsthöheren Chef zu gehen halte ich vorerst nicht für ratsam, sonst fühlt sich der Typ direkt übergangen(Kompetenzen und so), allerdings bleibt der Schritt dann nicht aus, wenn Du bei ihm nicht weiterkommst. Manche sind halt auch einfach ungeeignet Leute zu führen.

      Viel Erfolg!
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Der ist nicht unerfahren.....

      Früher hatten wir unsere Serviceabteilungen nach Produktegruppe getrennt. Bei jeder Serviceabteilung gab es eine Administration dazu. Nun wurde die Administration abgesplittet und als eigenes Team definiert. Er war früher Chef von Serviceabteilung X und nun ist er Teamleader der Administration.

      Also an Führungserfahrung mangelt es ihm sicherlich nicht...nur die Umsetzung überzeugt mich überhaupt nicht .
    • kgreen
      kgreen
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2009 Beiträge: 255
      Also ich habe auch einen ähnlichen Chef, er ist Choleriker, weiß alles besser und stur wie sonst nichts. Sprüche wie "Kopf nur für die Frisur da" kenne ich zu genüge.

      Ich habe dann öfters versucht, meinen Mund aufzumachen und ihm auch mal was zu entgegnen. Aber da rennt man gegen eine Wand.

      Auf der anderen Seite denke ich mir, dass der Mann nicht umsonst "Chef" geworden ist, vielleicht sollte man sich das ganze auch mal aus der anderen Perspektive ansehen. Ist er vielleicht überfordert, hat er zuviel Verantwortung? Dann kann man vielleicht so manche Aktion auch mal verstehen (nicht tollerieren).

      Ich nehme das nicht mehr persönlich, und da sonst ein klasse Klima bei uns herrscht, gehen die "Ausraster" auch meist spurlos an mir vorbei. Allerdings muss man dazu sagen, dass ich ohne Aufstiegsaussichten arbeite.

      Grüße
    • Razah
      Razah
      Black
      Dabei seit: 08.05.2006 Beiträge: 3.922
      Original von Th0m4sBC
      Der ist nicht unerfahren.....

      Früher hatten wir unsere Serviceabteilungen nach Produktegruppe getrennt. Bei jeder Serviceabteilung gab es eine Administration dazu. Nun wurde die Administration abgesplittet und als eigenes Team definiert. Er war früher Chef von Serviceabteilung X und nun ist er Teamleader der Administration.

      Also an Führungserfahrung mangelt es ihm sicherlich nicht...nur die Umsetzung überzeugt mich überhaupt nicht .
      Dann trifft halt der Punkt zu, dass es manche einfach nicht können, da ist es dann wohl noch schwerer zu kritisieren, weil sie es wahrscheinlich selber wissen, das sie es nicht drauf haben oder noch schlimmer es nicht wissen und von sich überzeugt sind. So oder so suckt das wohl ziemlich.
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      was genau ist dein ziel? das kommt nicht durch hier. einfahc nur drueber meckern kanns ja nicht sein.
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Original von hazz
      was genau ist dein ziel? das kommt nicht durch hier. einfahc nur drueber meckern kanns ja nicht sein.
      Es gibt Dinge welche ich bei einem Chef einfach fehl am Platz finde. Was ich hier erreichen will ist:

      1. Festzustellen ob das etwas "alltägliches" ist
      2. Festzustellen ob ich total überreagiere
      3. Festzustellen ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat

      Mein "Endziel" ist, dass ich mich in einem Team wieder finden kann, welches auch eine gewisse Harmonie zu bieten hat und in welchem nicht jeder hinter dem Rücken des anderen über ihn herzieht. Das sollte in einem ~7Leute grossen Team eigentlich machbar sein. Ich habe kein Interesse daran den Platz meines jetzigen Chefs einzunehmen. Ich möchte nur gerne bei meinem Chef eine gewisse Linie erkennen und nicht ebenfalls im Zick-Zack-Kurs fahren müssen.
    • Mave34
      Mave34
      Global
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 5.948
      Wenn möglich, Hierarchie aushebeln und 3 Stufen höher gehn, also noch über Deinen "alten" Chef. Ist ein probates Mittel, mußt nur mal etwas drüber Nachdenken, warum.
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Original von Mave34
      Wenn möglich, Hierarchie aushebeln und 3 Stufen höher gehn, also noch über Deinen "alten" Chef. Ist ein probates Mittel, mußt nur mal etwas drüber Nachdenken, warum.
      Das wäre dann unser CEO und der wird als erstes Fragen was mein alter Chef denn dazu meinte
    • Santalino2
      Santalino2
      Black
      Dabei seit: 08.06.2007 Beiträge: 2.674
      @Th0m4sBC
      Finde deine Reaktion bzw. Gedanken dazu, übertrieben. Das sind doch keine wirklichen großen Probleme. Da habe ich schon ganz andere Sachen gehört. Kommt natürlich auch auf die Branche und die Gesamtsituation an. Deine Bsp. sind aber nur ein paar (vielleicht) unpassende Sprüche vom Chef aber in meinen Augen ist das nix wofür man ihn "hintergeht" und bei seinem Chef anschwärzt.

      Ehrlich gesagt, machst du auf mich ein bißchen den Eindruck als hättest du ein allgemeines "Chef-Problem" und Probleme dich unterzuordnen (evtl. willst/wolltest du selbst Chef sein, denkst du weiß/kannst es besser usw.). Und ja, vielleicht wärst du auch wirklich der bessere Chef, kann schon sein, nur der Punkt ist, DU BIST ES AKTUELL HALT NICHT, sondern du bist sein Untergebener und dementsprechend hast du dich zu verhalten!

      In den meisten Firmen gibt es häufig Veränderungen/Umstrukturierungen und es ergeben sich dadurch auch neue Chancen. Wenn die nächsten anstehen und neue "Chef"-Stellen ausgeschrieben sind, dann bewerbe dich halt darauf, wenn du es dir zutraust. Nur ich habe selten um nicht zu sagen bisher keinen Chef erlebt der "Unter"-Chefs anstellt der in der Vergangenheit seine akutellen Chefs übergangen hat, weil er davon ausgehen muß du hast dann diese "Charakter-Eigenschaft" und übergehst ihn möglicherweise auch.
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Original von Santalino2
      @Th0m4sBC
      Finde deine Reaktion bzw. Gedanken dazu, übertrieben. Das sind doch keine wirklichen großen Probleme. Da habe ich schon ganz andere Sachen gehört. Kommt natürlich auch auf die Branche und die Gesamtsituation an. Deine Bsp. sind aber nur ein paar (vielleicht) unpassende Sprüche vom Chef aber in meinen Augen ist das nix wofür man ihn "hintergeht" und bei seinem Chef anschwärzt.

      Ehrlich gesagt, machst du auf mich ein bißchen den Eindruck als hättest du ein allgemeines "Chef-Problem" und Probleme dich unterzuordnen (evtl. willst/wolltest du selbst Chef sein, denkst du weiß/kannst es besser usw.). Und ja, vielleicht wärst du auch wirklich der bessere Chef, kann schon sein, nur der Punkt ist, DU BIST ES AKTUELL HALT NICHT, sondern du bist sein Untergebener und dementsprechend hast du dich zu verhalten!

      In den meisten Firmen gibt es häufig Veränderungen/Umstrukturierungen und es ergeben sich dadurch auch neue Chancen. Wenn die nächsten anstehen und neue "Chef"-Stellen ausgeschrieben sind, dann bewerbe dich halt darauf, wenn du es dir zutraust. Nur ich habe selten um nicht zu sagen bisher keinen Chef erlebt der "Unter"-Chefs anstellt der in der Vergangenheit seine akutellen Chefs übergangen hat, weil er davon ausgehen muß du hast dann diese "Charakter-Eigenschaft" und übergehst ihn möglicherweise auch.
      Interessanter Input. Wie gesagt, waren es auch nur einige ausgesuchte Bespiele; aber ich denke es ist gut möglich, dass ich dies momentan einfach falsch betrachte und etwas "gestresst" bin durch 3fach-Vertretungen ;) .

      Das mit dem Chef-Problem muss ich dann aber doch zurückweisen. Ich habe kein Problem mit Authorität und ich hätte diesen Job auch nicht angenommen wäre er mir angeboten geworden; dafür gefällt mir mein aktueller Job zu gut ;) .
      Ich denke es ist auch gut möglich, dass es daran liegt, dass mein alter Chef sich bestimmten Sachen einfach viel mehr angenommen hat und ich irgendwie das Gefühl habe/hatte, dass er sich mehr um sein Team gekümmert hat.

      Aber ich werde mir das mit der dringlichkeit der Probleme sicher nochmals durch den Kopf gehen lassen.... ;)
    • dersl88
      dersl88
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2007 Beiträge: 3.821
      hab op net gelesen, aber geh doch mimi zum betriebsrat
    • pokahface
      pokahface
      Bronze
      Dabei seit: 23.11.2006 Beiträge: 6.091
      Original von Mave34
      Wenn möglich, Hierarchie aushebeln und 3 Stufen höher gehn, also noch über Deinen "alten" Chef. Ist ein probates Mittel, mußt nur mal etwas drüber Nachdenken, warum.

      komm net drauf .. erzähl mal plz ..
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