Ich habe keine Lust mehr zu tilten.

    • Lausbub7
      Lausbub7
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2008 Beiträge: 2.397
      Hallo,
      ich habe ein Problem. Ich tilte. Ich tilte verdammt viel.

      Bevor ich weiter rede möchte ich meine Laufbahn kurz schildern.
      Angefangen habe ich mit den 50$ dann sss gespielt und ein wenig gewinn gemacht.
      Dann mit 10 stacks Nl10 gespielt und mich wie ein junger Gott gefühlt weil ich das Limit "crushte". Nunja, rückblickend weiß ich dass ich auf den ersten 2K Händen einfach alles gehittet habe. Die Varianz meldete sich zurück und ich war wieder BE. Ich spielte wieder die SSS was bis NL100 auch gaz gut klappte und dann wieder BSS auf nl10, nl25 und schließlich nl50 recht "erfolgreich".
      Nebenbei spielte ich auch PLO (BE), SNGs und HU. HU hat damals die 1/2 meiner BR zerstört da ich damals nicht genug wissen hatte, um profitabel HU spielen zu können.

      Lange rede kurzer sinn: mein theoretisches wissen hat sich in den letzten 2 monaten stark verbessert nur die ergebnisse bleiben aus, was zum gröten teil an meinem tilt problem liegt.
      ich glaube dass ich tilte weil ich a) damals meine ziele zu hoch gesteckt habe, verwöhnt von meinem upswing am anfang meiner karriere, und ich das geld zu schnell haben wollte, zu schnell die limits aufsteigen wollte.
      und b) ich zz HU spiele und das leider BE. und hier kommt der standard spruch eines ignoranten spielers: ich weiß das ich das limit schlagen kann. und ich behaupte auch dass ich das kann! nur verdonke ich oft ein paar stacks unnötig obwohl ich weiß dass mein handeln schlecht ist. zB spiele ich gegen einen gegner den ich als schlechter einstufe jedoch ihn nicht schlagen kann, wegem zu hohem rake. oder ich spiele gegen einen schlechten spieler und verliere gegen ihn einen stack und will diesen unbedingt wiederbekommen, schließlich ist es ja mein geld (ist mir heute passiert, und dabei ist mir aufgefallen dass ich mal die "notbremse" ziehen sollte. ich habe einen fisch gespielt und er hat mich gestack und ist dann schließlich geleavt und hat dann einen tisch gejoint, der 2 limits über meinem stammlimit ist. ich natürlich hinterher und habe ihn gespielt weil ich wusste dass er schlecht ist. er hat mich gestackt obwohl er der größte fisch auf erden ist, naja, ich habe es verdient. ich wusste als ich gespielt habe dass es dumm ist allein schon wegen der varianz und weil er einach super spewy war. obwohl ich wusste dass es falsch ist ihn zu spielen habe ich es getan. und ich weiß nicht warum.)
      ich tilte auch wenn ich zu lange gespielt habe. und zz spiele ich einfach zu viele stunden am tag.

      hier sind meine ideen um mit dem tilten aufzuhören:

      - da ich weiß dass nach 500 händen meine konzentration nachlässt und ich tiltanfälliger werde nehme ich mir vor mein hände minimum pro tag auf 500 hände zu reduzieren (vorher warns 1000). im idealfall würde ich nachmittags eine session a 250 hände spielen und abends wieder eine. wenn ich dann noch lust habe mich mit poker zu beschäftigen (was ich nach 500 händen oft noch habe) sollte ich mein theoretisches wissen erweitern in form von videos, u2us, etc pp.

      - ein neues hobby suchen. ich treibe relativ regelmäßig sport (joggen, tennis) würde aber gerne meinen "horizont" erweitern. was für sport macht ihr? kennt ihr gute alternativen zu den "standard" sportarten? egal ob teamsport oder einzelsport.



      ich habe vor hier über meinen werdegang zu berichten und jeden tag meinen 500 händegraph zu posten. dadurch verspüre ich einen gewissen druck nicht mehr zu spielen als geplant. und falls ich einen tag hier nicht posten sollte, heißt es dass ich meine "regeln" gebrochen habe.


      ich freue mich über jeden vorschlag und jedigliche form von unterstützung. sein es kommentare, tipps oder $ ;)



      P.S. kann gut sein dass mein post ein bischen wirr aussieht. ich werde ihn morgen nochmal überfliegen. wenn ihr etwas merkwürdiges findet dann postet es ruihg.


      -moggiii
  • 8 Antworten
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.813
      Das wichtigste fehlt völlig und das ist nach der gespieleten Session diese mit einem entsprechenden replayer zu analysieren.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von OrcaAoc
      Das wichtigste fehlt völlig und das ist nach der gespieleten Session diese mit einem entsprechenden replayer zu analysieren.
      Stimmt.

      Es gibt aber imo postive wie negative Aspekte zu Deinem Post:

      1. Dass Du die Rahmenbedingungen für Dich verbessern willst ist schon sehr gut. Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmig sind, spielt man nur selten A-Game.

      2. Ich vermisse die grundlegende Frage, wo Dein Tilt überhaupt herkommt. Wenn das nicht ergründet wird, wirst Du es trotz guter Rahmenbedingungen schwer haben! Tilt MUSST Du imo in den Griff bekommen, daran führt kein Weg vorbei, wenn Du langfristig erfolgreich pokern willst. Schau am besten mal in die Videosektion und fang an über Deinen Tilt nachzudenken. Alternativ habe ich hier und hier noch zwei hervorragende Artikel von MiiWiin zum Thema.

      3. Flames sind hier untersagt und Aufforderungen dazu sind hier gar nicht gern gesehen. Entsprechendes habe ich aus Deinem Post gelöscht.

      4. Eine prima Sportart um mal Dampf abzulassen ist Squash. 1-2x die Woche mit einem Kumpel und es geht einem gleich besser und der fieseste Bad Beat ärgert einen nur noch halb so sehr ;)

      So, dann bleibt mir eigentlich nur noch, Dir viel Erfolg für Deinen Kampf gegen den Tilt zu wünschen!
    • Lausbub7
      Lausbub7
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2008 Beiträge: 2.397
      vielen dank.
      durch die videos werde ich mich nach und nach durcharbeiten.

      sessionreviews mache ich und das meine ich mit "theoretisches wissen erweitern".

      ich kann mir gut vorstellen das ich zz tilte weil ich viel zu viel gespielt habe. wenn ich weniger spiele merke ich, dass die zeit kostbar ist und somit auch jede hand. war zumindest mein 1. eindruck.
      aus BR gründen werde ich mich wieder an 6max wenden. mit hu werde ich warten bis ich ein paar limits höher spiele. außerdem habe ich auch den eindruck dass ich in HU tiltanfälliger bin.

      soweit habe ich heute 130 hände 6max gespielt auf PP. aus irgend einem grund klappt aber da mein hud nur auf einem table... muss mich damit mal auseinandersetzten.

      da heute das wetter zu schön war um lange zu zocken und ich gleich ins kino gehe (tarantino) werden es deutlich weniger als 500 hände sein. ab morgen dann peile ich 500 hände ein, bis zum ende des monats. dann bin ich eine woche weg und werde wenn ich wiederkommen meinen plan neu evaluieren.

      squash ist eine sehr gute idee und ich werde es definitiv ausprobieren!

      Squashspieler hier?
    • Chesspower
      Chesspower
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 92
      Gegen Tilt:

      Nicht als Ziel eine bestimmte Anzahl von Händen setzen.

      Eine Stopp-Marke setzen.
      Tisch verlassen bei einem Minus von xBB
      Session abbrechen wenn das gesamt-Minus von xyBB erreicht
      ist.
      Bei einer guten Session die Marke von xyBB höhersetzen.
      (nicht wieder alles verspielen)

      z.b. Anfang max -100 xyBB
      bei 50 BB+ / - 50 xyBB
      bei 100 BB+ / 0 xyBB
      etc.


      Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen.
    • kslate
      kslate
      Bronze
      Dabei seit: 25.12.2006 Beiträge: 1.727
      Original von Chesspower
      Gegen Tilt:

      Nicht als Ziel eine bestimmte Anzahl von Händen setzen.

      Eine Stopp-Marke setzen.
      Tisch verlassen bei einem Minus von xBB
      Session abbrechen wenn das gesamt-Minus von xyBB erreicht
      ist.
      Bei einer guten Session die Marke von xyBB höhersetzen.
      (nicht wieder alles verspielen)

      z.b. Anfang max -100 xyBB
      bei 50 BB+ / - 50 xyBB
      bei 100 BB+ / 0 xyBB
      etc.


      Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen.
      Sorry, aber das ist Müll.
      Ich finde eine Handanzahl viel, viel besser.
      Eine handanzahl ist eine feste Richtlinie an der man nichts drehen kann.
      Wenn er die 500 Hände spielt und dann aufhört, kann er nichts falsch machen.
      Zumindest wenn seine Annahme das er sie tiltfrei spielen kann stimmt.
      Hingegen ist ein Loss-stop-trigger nur gut, wenn er diszipliniert ist.
      ist er aber leider nicht. Man kann es also nicht so pauschal sagen.
      Manche Leute spielen 3-4k Hände am Tag ihr A-Game.
      Denen zu raten nach -3 Stacks aufzuhören wäre Schwachsinn, wenn sie
      ehrlich genug zu sich sind, einzugestehn, wenn sie tilten.
    • bonzen3010
      bonzen3010
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 852
      Original von kslate
      Sorry, aber das ist Müll.
      Ich finde eine Handanzahl viel, viel besser.
      Eine handanzahl ist eine feste Richtlinie an der man nichts drehen kann.
      Wenn er die 500 Hände spielt und dann aufhört, kann er nichts falsch machen.
      Zumindest wenn seine Annahme das er sie tiltfrei spielen kann stimmt.
      Hingegen ist ein Loss-stop-trigger nur gut, wenn er diszipliniert ist.
      ist er aber leider nicht. Man kann es also nicht so pauschal sagen.
      Manche Leute spielen 3-4k Hände am Tag ihr A-Game.
      Denen zu raten nach -3 Stacks aufzuhören wäre Schwachsinn, wenn sie
      ehrlich genug zu sich sind, einzugestehn, wenn sie tilten.
      Da OP beschrieben hat, dass sein tilt durch Verluste ausgelöst wird, er will "sein Geld" vom fisch zurückgewinnen, find ich ein stop-loss für angebracht.
      Es bringt ihm wenig nach 100 händen zu tilten und dann noch 400 weiterzuspielen.

      Gerade im HU CG kommt´s nur drauf an wer zuerst tiltet.
      Jetzt ma Scherz beiseite, aber da drückt deine winrate ungemein wenn du in 100 sessions nur 3 oder 4 total tiltest.
      Du kannst dir mal überlegen ob du im HU nicht sogar nach einem verlorenen stack quittest, da du einfach das momentum verlierst. Ein großteil spielt einfach schlechter wenn er am Anfang der session einen stack verliert.

      Es gibt ein NL1k HU CG vid in der BRONZE sektion, das du dir mal anschauen solltest. Es wird auch ein stop-loss und andere psychische aspekte angesprochen.

      Mir persönlich hat´s sehr geholfen. Hab meinen tilt im Griff, da ich einfach sobald ich was merke quitte. Hat mich aber auch einiges an Geld gekostet bis ich die disziplin hatte.

      Wenn du iwann dein A-Game auch nach größeren Verlusten weiterspielen kannst, ist es natürlich nicht verkehrt eine gewisse Handzahl zu spielen wenn die Tische gut sind. Aber da es bei OP (no offense) nicht der Fall ist sollte er´s imo mit nem stop-loss versuchen.

      Und wie schon oft gesagt ohne Disziplin geht garnix.
      Versuch beim kleinsten Anzeichen von tilt einfach zu quitten und wenn mal dick auf die Fresse bekommst, geh einfach ma ne Runde joggen bevor du weiterspielst.
    • Lausbub7
      Lausbub7
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2008 Beiträge: 2.397
      danke euch beiden!

      also das mit der 500 hände anzahl ist jetzt in sofern quatsch weil ich kein hu mehr spiele und 1-1.3 h brauche für 500 hände...

      finde eine stoploss marke gar nicht so schlecht... ich muss mir heute mal selber auf die schulterklopfen weil ich nachdem ich heute ein stack down war (QQ vs KK) habe ich gemerkt dass sich was verändert hat...normalerweise juckt es mich nicht so sehr wenn ich bei nem setup n stack verliere heute aber schon...naja, aufjedenfall habe ich dann meine session beendet.

      insgesamt bin ich heute ganz gut gerunnt.
    • JaysonMatix
      JaysonMatix
      Global
      Dabei seit: 24.10.2008 Beiträge: 186
      das mit dem schnellen upswing und den danach nich erreichten ansprüchen an sich selbst kenn ich zur genüge :D
      seitdem läuft nix mehr so wie es sollte..

      ps. das mit dem hu... da musste geduld haben und nix verdonkn...