Spritverbrauch vs. Drehzahl

    • gonnabmd
      gonnabmd
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2009 Beiträge: 21
      Was hat es eigentlich mit "Mit kleinerer Drehzahl zu fahren, heisst Sprit zu sparen" auf sich?

      Stimmt das überhaupt und woher kommt das?

      Intuitiv würde ich denken, dass die optimale Performance eher bei höheren Drehzahlen zustande kommt?!
  • 27 Antworten
    • Valain
      Valain
      Bronze
      Dabei seit: 30.03.2007 Beiträge: 3.278
      Was sind denn für dich höhere Drehzahlen?
    • Schokobaer
      Schokobaer
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2008 Beiträge: 1.182
      bei geringerer drehzahl muss pro zeit weniger sprit eingespritzt werden, sofern die benoetigte leistung konstant bleibt. gehts bergauf, oder musste neu beschleunigen, geht der verbrauch auch wieder kurz hoch...
    • gonnabmd
      gonnabmd
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2009 Beiträge: 21
      Original von Schokobaer
      bei geringerer drehzahl muss pro zeit weniger sprit eingespritzt werden, sofern die benoetigte leistung konstant bleibt.


      Ja, das ist klar :D : Wenn mehr Sprit verbraucht wird, muss mehr eingespritzt werden. Logisch, ne?!
      Meine Frage ist ja jetzt, warum das denn so ist? Nur weil der Kolben halt z.B. doppelt so oft dreht, heisst das doch nicht gleich, dass auch doppelt soviel Sprit rein muss.
      Die benötigte Leistung verändert sich ja nicht, ergo sollte doch auch die umgewandelte Energiemenge (was doch dem verbrannten Sprit entspricht?!) sich nicht verändern!

      Oder hat das etwas damit zu tun, dass - wenn pro Kolbenumdrehung mehr Energie gebraucht wird - mehr Brennstoff eingespritzt wird und dadurch evtl. bei der Verbrennung die Temperatur/der Druck unproportional grösser im Vergleich zur Verbrennung kleinerer Mengen Brennstoffs wird?!

      ps.: @ Schokobaer: geiler Scrubs-Name :D , call me vanilla baer
    • Petathebest
      Petathebest
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2006 Beiträge: 2.634
      Original von gonnabmd
      Nur weil der Kolben halt z.B. doppelt so oft dreht, heisst das doch nicht gleich, dass auch doppelt soviel Sprit rein muss.
      scheint mir logisch zu sein, dass es genau so ist. Bei jeder Kolbenumdrehung wird doch Benzin entzündet.
    • PowerGamer
      PowerGamer
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2007 Beiträge: 5.684
      Ohne Ahnung zu haben ... meine Theorie:

      Der Motor arbeitet mechanisch ... sprich er spritzt nach X (X=1?) Kolbenumläufen neu ein ... dreht sich der Kolben schneller ist der Verbrauch höher ...


      Aber das macht net viel aus ... fahr nur nicht dauerhaft auf zu hoher Drehzahl, dann kann viel mehr passieren!

      Aber das mit den unteren Drehzahlen is so ne Sache, Arbeit muss für ne Strecke sowieso die gleiche verwendet werden, wenn du net Gas gibst und dann wieder bremst und immer so weiter isses ziemlich egal ob hoch oder niedrig fährst!

      Die Sportwagen verbrauchen im Gegensatz zum Sonntagsfahrer (mit seinem baugleichen Sportwagen) z.B. auf der Autobahn eher mehr Benzin weil sie ausgebremst werden als dass die Drehzahlen schuld wären ...
    • dynaseitz
      dynaseitz
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2006 Beiträge: 428
      Ich schätze, dass es an so Sachen wie Reibung, kürze Verbrennungszeit und Energieverluste durch mehr Kolbenbewegung (Beschleunigen, Abbremsen) liegt. Das alles führt zu einem schlechteren "Wirkungsgrad" als bei niedriger Drehzahl.
    • Petathebest
      Petathebest
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2006 Beiträge: 2.634
      also bei jedem Kolben wird Benzin entzündet, wenn er seine höchste Stelle erreicht hat. Ansonsten ist der Spritverbrauch noch abhängig davon, wie weit du das Gaspedal durch drückst. Umso weiter durchgetreten, umso mehr Sprit wird in die Brennräume gespritzt. Also hab echt keine Ahnung von Autos, aber das weiss ich sogar.

      Und was "macht nicht viel aus" angeht. Bei 1 Liter Mehrverbrauch auf 100 km bei im Durchschnitt 15000 km sinds 150 Liter je 1,30 Euro = 195 Euro = 16,25 Euro Mehrkosten pro Monat.
    • radience
      radience
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2007 Beiträge: 1.008
      is wie bei den fahrrad gängen...
    • RTT2008
      RTT2008
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2008 Beiträge: 25
      Das Verhältnis von Drehzahl zu Geschwindigkeit ist durch das Getriebe festgelegt. Mehrleistung allein bringt also rein gar nichts in Sachen Geschwindigkeit vs. Drehzahl.

      Auch wird man bei gleicher Fahrweise und gleichen Geschwindigkeiten keinerlei Verbrauchsreduktion feststellen können - was auch klar ist, denn nachwievor heißt gleiche Geschwindigkeit gleiche Drehzahl, somit gleiche Einspritzmenge; mindestens, denn meistens wird ja Mehrleistung über erhöhte Einspritzmengen erreicht (zur Verwirrung spricht der Verkäufer aber von 'optimierten Kennfeldern').

      Der einzige Vorteil, den ich bei sowas eventuell entdecken könnte, ist eine fülligere Drehmomentkurve - z.B. wenn schon deutlich früher mehr Nm da sind als serienmäßig. Dann kann man seine Fahrweise daran anpassen, also früher schalten und dennoch in derselben Zeit die Reisegeschwindigkeit erreichen. Doch selbst dann wäre ich noch skeptisch, denn das Plus an Leistung und Drehmoment muss ja irgendwo herkommen ... s.o.

      Ergo bringt mehr Leistung erst dann etwas, wenn auch die Gesamtübersetzung länger wird, also insgesamt mir weniger Drehzahl bei gleicher Geschwindigkeit gefahren werden kann - sonst klappt das mit dem Sparen nicht wirklich.

      Mehrleistung um ihrer selbst Willen, also mehr Vmax (= höhere Drehzahl) oder bessere Beschleunigung kostet dagegen bei gleicher Übersetzung schlicht und einfach MEHR Kraftstoff
    • RTT2008
      RTT2008
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2008 Beiträge: 25
      Gott, was hab ich da für nen Stuß geschrieben ... bissl thema verfehlt :(
    • Trick
      Trick
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2006 Beiträge: 151
      Naja wenn man mal von 60km/h ausgeht dann könnte man damit (selbst bei den meisten kleinwägen) entweder im 2. 3. 4. 5. (und falls vorhanden evtl auch noch höher) gang fahren. Im Zweiten ist die Kiste vllt schon am drehzahllimit, während der motor im höchsten gang vllt schon ruckelt und am absterben ist weil die drehzahl so gering ist.

      Ich behaupte mal dass man bei der gleichen geschwindigkeit je weniger benzin verbraucht desto höher man den gang wählt.
    • gonnabmd
      gonnabmd
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2009 Beiträge: 21
      Leute, Leute, was schreibt ihr hier alle an meiner Frage vorbei, bzw. gebt keine wirkliche Antwort drauf :D !

      Ich will nicht wissen, dass es so ist, sondern an was das denn genau liegt. Wie ein Motor modellhaft funktioniert ist mir klar. Mit Kolben und Einspritzen und was passiert, wenn man das Gaspedal kräftiger drückt...

      Also das einzige, was hier wirklich auf die Ursache gezielt hat war this:

      Original von dynaseitz
      Ich schätze, dass es an so Sachen wie Reibung, kürze Verbrennungszeit und Energieverluste durch mehr Kolbenbewegung (Beschleunigen, Abbremsen) liegt. Das alles führt zu einem schlechteren "Wirkungsgrad" als bei niedriger Drehzahl.


      Gibt es denn keinen anständigen Konstrukteur, Ingenieur, Maschinenbaustudenten, der jetzt wirklich weiss, woran's liegt?

      btw: Weshalb ich denke, dass die Leistung (=Performance) besser ist bei höheren Drehzahlen: Wenn man nen Berg hochfahren will - bei gleichbleibender Geschwindigkeit - schaltet man eher nen Gang runter als hoch, oder? Daraus folgt dann doch mein Schluss.
    • gonnabmd
      gonnabmd
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2009 Beiträge: 21
      Übrigens: ich wollte mit dem letzten Post niemanden entmutigen, hier seine Theorie dazu reinzuschreiben!

      Aber ich will's im Endeffekt doch am liebsten von jemandem hören, der halt wirklich Ahnung davon hat. Spekulationen dennoch willkommen.
    • gonnabmd
      gonnabmd
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2009 Beiträge: 21
      @dynaseitz: Das mit dem schlechteren Wirkungsgrad durch zu kurze Verbrennungsdauer erscheint mir im Moment als das Wahrscheinlichste!

      Falls hier ein Ingenieur oder so reinschaut:

      Wie wäre das Ganze bei einem "idealen" Motor? Damit meine ich einen, bei dem der Sprit unabhängig von Brenndauer gleich heiss verbrennt und es keine Reibung im Motor selber gibt.
    • Kongotto
      Kongotto
      Global
      Dabei seit: 05.05.2007 Beiträge: 5.194
      Mechaniker Meister hat mir mal gesagt: Wenn man Spritsparen will -> zügig beschleunigen und dann immer nen Gang höher als man meint zB bei 50km in den 4ten oder gar 5ten. also niedrigere Drehzahl.
      Dann darf man bloss nicht spontan beschleunigen. dann war alles für die Katz.
    • PokerPaulMainz
      PokerPaulMainz
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 10.258
      ok, ich habe keine entsprechende ausbildung, denke aber folgendes:

      angenommen, es geht nur darum, seine geschwindigkeit konstant zu halten (in der ebene oder bergauf, bergab ist es etwas anderes):


      mal angenommen, man will auf gerader strecke die geschwindikeit von 100km/h halten und hat die optionen

      a) 2. gang 6500 u/min
      b) 5. gang 2000 u/min

      wobei beide grundsätzlich geeignet sind, die geschwindigkeit zu halten.

      für mich liegt es aus meiner erfahrung und meinem laienverständnis heraus auf der hand, dass der motor bei 100 km/h im 2. gang VIEL MEHR leistung produziert als bei 100 km/h im 5. gang (und daher auch mehr sprit verbraucht).

      bei gleichbleibender gaspedalstellung könnte man im beispiel im 2. gang wohl noch einen großen wohnwagen dranhängen, und an der geschwindigkeit würde sich nichts ändern, was im 5. wohl ein ding der unmöglichkeit ist.
    • GoozM4n
      GoozM4n
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2007 Beiträge: 474
      Am Berg (rauf) schaltest du einen Gang runter, um in einem Drehzahlbereich zu fahren, in dem der Motor mehr Drehmoment hat. Durch mehr Drehmoment braucht man weniger Gas zu geben und spart somit Sprit.
      Ich finde die Überschrift und den Anfangpost aber irgendwie irritierend.
      Was genau meinst du mit "Performance" ?
    • dynaseitz
      dynaseitz
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2006 Beiträge: 428
      Original von gonnabmd
      Gibt es denn keinen anständigen Konstrukteur, Ingenieur, Maschinenbaustudenten, der jetzt wirklich weiss, woran's liegt?
      Ich bin Maschinenbauer und hatte son Fach Namens Verbrennungskraftmaschinen I und II, *duckundweg*. Ich schau mal was meine Skripte dazu sagen.

      Edit:
      Otto-Motor: [...]dass mit zunehmender Drehzahl die Strömungsverluste zunehmen - die Füllung wird schlechter - die Momentenkennlinien fallen mit steigender Drehzahl.
      Diesel: [...]bei höheren Drehzahlen nimmt das Drehmoment durch Strömungsverluste etwas ab.

      Edit2:
      Mir fehlt genau ein Kapitel: Verbrauch. #!"&/§%
    • gonnabmd
      gonnabmd
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2009 Beiträge: 21
      im Eingangspost meinte ich wohl mit "Performance" die Leistung im Verhältnis zum Sprit gesehen. => also dass der Motor den Sprit optimal bei nem niedrigeren Gang/höherer Drehzahl verbrennt.

      (Diese Meinung teile ich nun jedoch nicht mehr wirklich.)
    • 1
    • 2