Prüfungsangst und Leistungsdruck

    • pkalex
      pkalex
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2007 Beiträge: 319
      Hallo an alle ps.de'ler,

      mit diesem Thread suche ich Hilfe bei Leuten mit ähnlichen Erfahrungen, oder aber professionellen Betreuern bei solchen Problemen.

      Falls dieses nicht das richtige, oder am geeignetsten Forum sein sollte bitte ich die Moderatoren es dorthin zu verschieben, vielen Dank.


      Bin derzeit 19 Jahre alt, studiere Physik im nun kommenden 3. Semester und kämpfe mit den im Threadtitel genannten Problemen. Das Physikstudium ist ein sehr anstrengendes, was mich geistig (und meiner Meinung nach dadurch auch körperlich) belastet. Geht es auf die Prüfungszeiträume zu stehe ich extrem "unter Strom". Schon während des Lernens neige ich zu Nervösität, vergesse alles andere und versuche auf Zwang den Stoff zu verarbeiten. Diese Zeit ist für mich sehr belastend und ich würde dem gerne Abhilfe schaffen. Während dessen fühle ich mich auch körperlich extrem schlecht, ich Neige zur Müdigkeit, "Schlappheit" und selbst der Blutdruck wird extrem niedrig. Persönlich bin ich der Meinung, dass diese körperlichen Symptome psychosomatisch veranlagt sind, aber ich bin da kein Experte.
      In Prüfungen wird es noch schlimmer, fühle mich geistig fast abwesend und unter Druck ist es nicht selten, dass ich mehrere Minuten "nicht denke". Mein Kopf ist schlichtweg leer und es passiert nichts.

      Ich kann dadurch nicht befreit an mein Studium herangehen, der Spaß bleibt auf der Strecke und als logische Konsequenz bin ich nicht so gut, wie ich meiner Meinung nach sein könnte.


      Nun die Frage an euch: Welches Vorgehen ist sinnvoll?

      - Aufsuchen eines Hausarztes (Blutuntersuchung, eventuelle Gründe Eisenmangel o.ä.)?

      - Aufsuchen eines Psychologen, der sich der Sache annimmt?

      - ?



      Bemerkung: Für mich ist dies eine ernste Sache, dementsprechend möchte ich diesen Thread ernsthaft halten. Für jegliche konstruktive Hinweise bin ich offen, alles weitere bitte ich zu unterlassen und die Moderatoren mögen bitte darauf achten, danke.
  • 29 Antworten
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Machst du Sport als Ausgleich? Hilft auch oft, vor allem zum Stressabbau.
    • Intelbusmaster
      Intelbusmaster
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2007 Beiträge: 1.264
      Original von TheKami
      Machst du Sport als Ausgleich? Hilft auch oft, vor allem zum Stressabbau.
      #2
      Sport hilft Wunder.
      Würde trotzdem auch Hausarzt o.ä. aufsuchen.
    • Resben
      Resben
      Bronze
      Dabei seit: 18.09.2006 Beiträge: 550
      auf jedenfall unabhängig von allen anderen maßnahmen zum arzt gehen!

      eisenmangel hab ich auch, und das können auch noch ganz andere leiden sein, von denen du dir noch nichts vorstellen kannst. lass dich auf jedenfall mal vorsorglich untersuchen :)

      alles gute
    • sportsgeist
      sportsgeist
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2008 Beiträge: 2.214
      den Hausarzt würd ich erst später hinzuziehen...denn änderungen im Blutdruck etc. wird man wohl bei fast allen Prüflingen finden....Es sei denn, es handelt sich wirklich um Eisenmangel etc. aber das würde ich doch auch ohne Prüfung merken, dass ich dann schlapp und kraftlos bin...

      aber frag dich mal, WARUM das bei dir so schlimm ist? hast du Angst zu versagen? oder vor negativen Konsequenzen bei nicht bestehen einer Prüfung?

      Ich habe früher mal einen Auftritt beim Sport gehabt, unbd ich war MEGA-nervös. konnte kaum auf meinen eigenen Beinen stehen. Das war echt extrem (da war ich etwa 12 Jahre alt). Doch während ich dann mkeinen Auftritt hatte, habe ich mich selbst gefragt, warum ich denn so nervös war...Ob es die ganzen Zuschauer waren? die können nix mit mir machen, die Sitzten einfach nur da....die Wertungsrichter? ach, die sind doch uninteressant...mein Trainer, der natürlich bestleistungen wollte? evtl. aber selbst der meinte grade, dass es nicht schlimm wäre, wenn ichs nicht schaffe.

      Von da an war ich nie mehr nervös^^


      so, nun zu dir: ich denke mal, wenn man weiß, warum man nervös ist, ist man es nicht mehr^^ außerdem tust du das alles nur für dich, sollte etwas nicht so klappen, tja, Pech, aber dann wiederholst du die Prüfung halt.

      Mach dir frühzeitig einen Plan, was du wann lernen willst, plane genügend Pausen und Pufferzonen ein, falls du mal nicht so weiterkommst, wie gedacht. Und wiederhole viel. Bei mündlichen Prüfungen: stell dir den Prüfer als unwissendes kleines Kind vor, der dich die Sachen fragt. Dann erklärst du automatisch in einfachen kurzen Sätzen. Das bringt dich auch nicht durcheinander.


      Good Luck =)
    • pkalex
      pkalex
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2007 Beiträge: 319
      Vielen Dank bisher!

      Sport treibe ich nebenher, versuche das nun wirklich regelmäßig (2x die Woche) einzubinden.

      @sportsgeist: Wäre es nicht sinnvoll professionelle Hilfe bei dieser Fragerei hinzuziehen? Versteht mich nicht falsch, es ist eigentlich das letzte was ich möchte, aber wenn es hilft?
    • Zinsch
      Zinsch
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2008 Beiträge: 11.811
      Ist halt die Frage, was die Konsequenzen bei einer negativen Prüfung sind? Verliert man gleich ein ganzes Semester, wenns schief geht, dann ist es nur logisch, wenn man nervös ist., da es ja um viel geht.
    • 1ch
      1ch
      Global
      Dabei seit: 08.07.2009 Beiträge: 368
      Original von Intelbusmaster
      Original von TheKami
      Machst du Sport als Ausgleich? Hilft auch oft, vor allem zum Stressabbau.
      #2
      Sport hilft Wunder.
      Würde trotzdem auch Hausarzt o.ä. aufsuchen.
      #3

      Des Weiteren regelmäßig Pausen machen beim Lernen, evtl andere Lernmethoden ausprobieren, beim Lernen zB Studentenfutter zu dir nehmen um einem Energiemangel vorzubeugen, etc...
    • pkalex
      pkalex
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2007 Beiträge: 319
      @zinsch: Negative Auswirkung wäre ein erneutes Schreiben der Prüfung, schlimmsten Falls ein Semester später. Noch angemerkt sei, dass ich kein schlechter Student bin, trotz meiner Probleme liege ich im guten 2er Bereich. Es geht aber über die "normale" Nervösität, die ich von Kommilitonen kenne hinaus.

      @1ch: Bin der Meinung mein Lernen nun ganz gut optimiert zu haben, habe einen festen Plan und sezte diesen um.
    • Bonna
      Bonna
      Bronze
      Dabei seit: 20.04.2007 Beiträge: 1.000
      Hallo pkalex,

      aus eigener Erfahrung kann ich dir zu folgendem raten.
      Mit professioneller Hilfe bist du auf der sicheren Seite. Dazu brauchst du aber nicht sofort zum Psych. gehen. An deiner Uni/HS gibt es das Studentenwerk oder suche nach der "ptb (psychologisch therapeutische beratung)". Oft liegen Flyer rum oder auf der Uni/HS Internetseite mal nachschaun.
      Dort sind erfahrene Leute, die dir bei deinen Problemen helfen können. Sie bieten Kurse und Workshops an, um solche Zustände aufzuarbeiten, Natürlich kostenfrei.
      Lass dir ein Termin bei einem Betreuer geben und dann wir ihnen geholfen.

      gLg
    • pkalex
      pkalex
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2007 Beiträge: 319
      Danke Bonna, davon hatte ich auch schon gehört. Denke das wird mit einem Rundumcheck beim Arzt der erste Schritt.
    • freitz
      freitz
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 88
      Hey

      was beim Lernen viele nervös macht ist der falsche Lernplan. Wenn man sich vornimmt bis zu einem bestimmten Datum mit einem Thema o.Ä. durch zu sein und dies nicht schafft, wird jeder hibbelig :)
      Ich nehme mir nur die Lernzeiten vor, also beispielsweise: morgen lerne ich 3x 2h. Wichtig hierbei ist dass man insg. genügend Zeit einplant, um hintenraus nicht plötzlich unter Zeitdruck gerät, was man ja nicht möchte .... ich geh mal davon aus, dass du nich zu der Sorte Student gehörst, die erst unter Zeitdruck so richtig anfangen zu lernen.

      Vor allem beim Physik Studium musst du dir klar machen, dass du eigenltich nicht lernen musst, sondern ÜBEN! D.h. je öffters man die Übungsaufgaben durchrechnet, desto besser.

      Nun zur Prüfung. Überleg dir mal was das schlimmste ist was passieren kann. Wenn du ehrlich bist... es gibt Schlimmeres!
      Mein Geheimtipp: ich stell mir vor wie viele VOLLDEPPEN vor mir dieses Studium / diese Prüfung schon bewältigt haben. :) Bei mir wirkts Wunder =)
    • pkalex
      pkalex
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2007 Beiträge: 319
      Danke freitz ;)

      genau so mache ich es auch. Lernen seit diesem Semester wirklich nach Wecker und finde es sehr "entspannt". Zwinge mich damit automatisch zu Pausen.

      Mein Lernen beginnt eigentlich schon im Semester mit regelmäßigem Nacharbeiten.

      Das mit den VOLLDEPPEN werde ich ausprobieren, haben wir genug Kandidaten von. Hoffe das bringt mich nicht auf Tilt ;)
    • hyroniemus
      hyroniemus
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2008 Beiträge: 479
      Ich kann mich Bonna nur anschließen, besuch mal die psychologisch-soziale Betreuung des Studentenwerkes (Name kann variieren). Dort bekommst du kostenlos Hilfe. Je eher du dein Problem anpackst, desto besser.
      Ich spreche aus Erfahrung, ein ehem. Mitbewohner litt unter Prüfungsangst, die leider unbehandelt bei der Abschlussprüfung zu einem kompletten Zusammenbruch führte.
      Es ist ja kein Defizit in deiner Persönlichkeit, ein Problem zu erkennen und zu lösen, deshalb bitte keine falsche Scheu.
    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      Probier vielleicht mal zincum valerianicum (oder so ähnlich)
      Gibt es frei in der Aphotheke. Hat bei einem Kumpel von mir geholfen.
      Wenn du zu einem Psychyater gehen willst nimm wirklich lieber das Uniangebot. "Normale" Pschyater verschreiben sehr gern, sehr schnell irgendwelche Chemiekeulen.....
    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      Lies mal das hier:

      http://www.wer-weiss-was.de/theme49/article4496994.html
    • Freo
      Freo
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2007 Beiträge: 1.778
      Da will ich mal anmerken, daß die von dir beschriebenen Zustände nicht per se schlecht sind. Du schreibst, du bist ein guter Student. Ein Grund dafür wird sein, weil du aus Angst eben viel lernst. Andere Studenten haben das gegenteilige Problem, nehmen die Sache zu locker und scheitern dann, weil sie zu wenig lernen. Insofern solltest du dir also immer vor Augen halten, daß Angst auch etwas gutes hat, sogar zwingend notwendig ist im Leben.

      Nach Deiner Schilderung ist da aber tatsächlich handlungsbedarf. Vitamin- oder Mineralstoffmangel halte ich da für wenig wahrscheinlich. Wer sich heute nicht extrem einseitig ernährt oder seltene Krankheiten hat, bekommt so etwas kaum. Andernfalls schadet es nicht, sich mal durchchecken zu lassen, sei es auch nur darum, etwas auszuschliessen.

      Eine psychologische Betreuung ist sicherlich hilfreich, aber auch zeitintensiv. Dem Tip "keine falsche Scheu" kann ich da nur zustimmen.
    • Freo
      Freo
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2007 Beiträge: 1.778
      Original von Con182
      "Normale" Pschyologen verschreiben sehr gern, sehr schnell irgendwelche Chemiekeulen.....
      Wohl kaum, die dürfen gar keine Medikamente verschreiben.
    • pkalex
      pkalex
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2007 Beiträge: 319
      @hyroniemus: Danke, dass es mal jemand ausspricht. Rational sage ich mir das auch..

      @Con182: Danke für den Link, werde ich mir ansehen!

      @freo: Danke! Schön Beitrag. Vlt. sollte ich meine Angst wirklich positiv sehen, auch wenn ich mir im Klaren bin, dass sie bei mir definitiv übertrieben ist.
    • leekje
      leekje
      Black
      Dabei seit: 19.09.2006 Beiträge: 1.190
      was eigentlich auch hilft ist die alten klausuren zu nehmen und dann selber daheim die prüfung zu simulieren.

      gibt routine und man ist dann vielleicht nicht mehr so aufgeregt, aber ich hatte jetzt noch nie so krasse probleme mit nervosität, dass ich jetzt auch keine supertollen tipps geben kann :)
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