call PP vs. PFA - fold to CB. Gibts da was anderes?

    • Hedges
      Hedges
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2006 Beiträge: 167
      Wir callen unser kleines PP gegen einen preflopraise.
      Wir treffen nichts und er macht eine CB.
      Hier folde ich bis jetzt immer. macht ihr etwas anderes? wenn der CB wert hoch ist die CB reraisen, oder vielleicht die CB callen und hoffen dann floaten zu können wenn er den Turn checkt? Ich denke wir haben oft genug die beste hand. wie handhabt ihr das so auf NL 10 zum beispiel?
  • 6 Antworten
    • FalstaFF
      FalstaFF
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Da gibt es viele Variablen die beim Postflopspiel mit nem pocketpair unimproved zu beachten sind:

      1. Villain:
      Wie oft contibettet er. Auf welchen boards. Reads auf bettingsize?

      2. Flop:
      a) any scarecards? --> primäre A,K; sekundär Q; tertiär J
      b) wie connected ist der flop

      3. Turn Feuert Villain mit overcards secondbarrels wenn ne scarecard am turn kommt oder valuebettet er nur?

      4. Kann Dein villain überhaupt ein overpair folden wenn Du floatest, oder ist für ihn overpair=broke?

      5. noch wichtiger bei allen Entscheidungen ist die Position.
      In Position
      a) in position ist das sehr einfach, da man sehr viel billiger zum SD kommt mit einer Hand die bei entsprechendem Board ne menge SDvalue besitzt.
      b) man kann gezeigte weakness des Gegners besser ausnutzen, d.h. ihn auf turn (villain check) mit ner bet zum folden bringen, oder am river vs A-high value betten.

      OOP:
      a) PP ist schwieriger zu spielen, da Du checkbehinds des Villains mit schlechteren Händen riskierst und ihm damit Freecards gewährst.
      b) Weakness: Spielt man checkcall flop (lowcards); check turn (villain checkbehind); check river, dann wird es oft schwierig noch ne riverbet zu callen

      Bis hierhin hab ich mich weitestgehend darauf konzentriert die PPs zum showdown zu bringen.

      Selbstverständlich kann man flops auch raisen, wenn Villain IMMER ne cb setzt und das Board nicht gerade sehr scary für das PP ist (A,K,(Q)).

      Floats hab ich auf den micro- und low-limits fast komplett zurück gefahren, da die gegner fast nie ein board 2ndbarreln, welches sie nicht getroffen haben, oder auf welchem sie ein overpair haben. Und dann heißt es für die auch meistens gleich broke.. deswegen sind floats nicht so profitabel.
      Da muss man auch nix balancen, denn die starken made hands werden trotzdem oft genug hart ausbezahlt.

      EDIT: Natürlich gibt es bei Villain noch viel mehr zu beachten: Position des Openraises; Openraisingrange, History, stacksize...

      Meiner Meinung nach spielt man kleine und mittlere PPs auch auf den micros und lowlimits -EV wenn man nur auf implieds spielt und dann wegwirft wenn nix kommt!
    • Moky2006
      Moky2006
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2007 Beiträge: 1.141
      Original von FalstaFF
      Floats hab ich auf den micro- und low-limits fast komplett zurück gefahren, da die gegner fast nie ein board 2ndbarreln, welches sie nicht getroffen haben
      wäre generell doch ideal zum in position floaten.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von Moky2006
      Original von FalstaFF
      Floats hab ich auf den micro- und low-limits fast komplett zurück gefahren, da die gegner fast nie ein board 2ndbarreln, welches sie nicht getroffen haben
      wäre generell doch ideal zum in position floaten.
      theoretisch finde ich es auch logisch...

      Daher würde ich, wenn ich bisher so gespielt hätte wie OP und das jetzt ändern will, meine Strategie halt umstellen, auf C-Bets IP verstärkt callen und am Turn floaten. (bet/fold)

      Meine Frage ist nun, wie groß muss eurer Erfahrung nach die Samplesize für so eine Strategieanpassung sein, damit man halbwegs verlässlich sehen kann wie gut oder schlecht man im Vergleich zu vorher damit läuft?
      Bzw. wie genau überprüft man sowas eigentlich?!
    • Hedges
      Hedges
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2006 Beiträge: 167
      genau ich würde damit anfangen halt erstmal die leute mit hohem CB wert zu reraisen, also bet/fold zu spielen. da es um gecallte PP's geht spielt man ja auch meißtens IP. weswegen ich denke ein float kann dort auch profitabel sein.
    • karamasow
      karamasow
      Silber
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 1.501
      Original von Moky2006
      Original von FalstaFF
      Floats hab ich auf den micro- und low-limits fast komplett zurück gefahren, da die gegner fast nie ein board 2ndbarreln, welches sie nicht getroffen haben
      This und @ Hedges, lies mal den Thread: Falsche Spielweise in den NL-BSS-Einsteigerartikeln vermittelt da sollte klarwerden warum call Flop häufig die bessere Line ist als reraise/fold.
    • Blaumav
      Blaumav
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 7.826
      Original von Hedges
      Wir callen unser kleines PP gegen einen preflopraise.
      Wir treffen nichts und er macht eine CB.
      Hier folde ich bis jetzt immer. macht ihr etwas anderes? wenn der CB wert hoch ist die CB reraisen, oder vielleicht die CB callen und hoffen dann floaten zu können wenn er den Turn checkt? Ich denke wir haben oft genug die beste hand. wie handhabt ihr das so auf NL 10 zum beispiel?
      Ich finde schon der erste Satz ist der falsche Ansatz. Gegen welche Art von Gegner callst du denn Pockets? Und welche Pockets? Wenn du das gegen alle machst, dann haste ein ganz klares leak, sowie die meisten micro player.

      Die Tendenzen der Gegner sind extrem wichtig um zu entscheiden ob man überhaupt genug (reale) implieds hat. Das man gegen einen anderen fullstack nach einem openraise easy callen könnte weil man implieds von ca. 1:25 hat, dann heißt das nicht man wird immer ausgezahlt. Auch wenn wir nur 1:8,5 brauchen um even aus der Hand rauszukommen heißt das nicht, dass wir diese auch von unserem Gegner bekommen.

      Klar könnte man jetzt sagen, "aber wir callen ja laut PS.de nur wenn wir 1:20 haben damit wir sowas ausgleichen". Das ist ja schön und gut aber man kann sich einige BBs sparen wenn man nicht unbedingt einen TAG (der vom CO oder BU stealt) mit 22-66 callt, das er einfach eine zu weite range hat um gegen uns broke zu gehen. Oder gegen LAGs (damit meine ich keine Aggro Fishe ala 67/45) die einen WtSD von 20 haben und du höchsten durch bluffinduce auf bestimmten boards überhaupt kohle in den pot bekommst.

      Eine andere Geschichte um pockets gegen TAGs im LP profitabel zu spielen ist zu check/raisen, floaten oder gegen Spieler die nach der cbet einfach die aggro verlieren downzuchecken. Das ist je anch Gegner Typ mal mehr , mal weniger marginal und kann den Einsteiger unnötig viel Geld kosten wenn er die Tendenzen des Gegner nicht richtig einschätzen kann.