[Non-Poker] Kann man vom Pech verfolgt werden?

    • Cuoco199
      Cuoco199
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2009 Beiträge: 7.526
      No Pokertheme.

      Ich renne seit einer OP im Mundbereich (vor ca. zwei Jahren) mit den Folgen dieser rum, die mich dran hindern meine Mimik richtig zu benutzen, den Mund entspannt zu schließen, zu lächeln usw. Diese Folgen schränken mein Leben ganz schön ein.

      Meinen Leistenbruch konnte ich seit einem Jahr -auf Grund immer wiederkehrender, dazwischenkommender Dinge- noch nicht operieren, so nervt auch die Leiste ab und zu.

      Vor drei Wochen wurden Metallplatten aus meinem Kiefer entfernt (kurzer Eingriff ca. 20 min), Heilung dauert extrem lange, sagte auch der Arzt.

      Und so hindert mich die Schwellung umso mehr.

      Seit vier Tagen habe ich eine fette Angina (Mandelentzündung).
      Weil ich mich zu schwach fühlte zum Arzt zu gehen, rief ich den Bereitschaftsdienst, dieser gab mir ein nicht wirkendes Antibiotikum, worauf er mich bereits hinwies dass es passieren könnte, dennoch hielt er es für die richtige Entscheidung, wer zweifelt das also an.

      Nach vier Tagen kummern also, in denen ich meine Angina längst losgeworden wär, ging ich heute nochmal zum HNO. Dieser war ziemlich besorgt über meinen Zustand, legte mit mir einen Plan fest und sagte, falls es am WE schlimmer wird sollte ich ins KH fahren.

      Steige also in den Bus ein nach hause. Da behindert ein Lieferwagen den Bus an der Haltestelle. Der Buss muss eng ausscheren.
      Dabei trifft er mit der hinteren-rechten Seite des Busses einen Baum. Lauter knall, die Glasscheibe zerbricht, ein Ast des Baumes ragte in den Bus hinein. Auf diesem Platz saß natürlich ich. Genau hinten rechts! Im ersten Moment wusste ich garnicht was passierte, es hat ca 30 sec. gedauert zu realisieren was passiert war, obwohl der Vorgang schätzungsweise nur 5 sec dauerte.
      Glasscherben überall auf meiner rechten Gesichtshälfte verteilt und auf meiner Schulter und am Nacken. Ziemlicher Schock!

      Gerade hatte ich in Gedanken über Gott gelästert! Ob das ein zufall ist kA.


      Ab ins krankenhaus also, durchgecheckt, Gott sei Dank nichts passiert. Jetzt werd ich erstmal duschen und die Glasscherben los werden.

      Das musste ich mal loswerden.
  • 9 Antworten
    • pkalex
      pkalex
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2007 Beiträge: 319
      Kopf hoch, es kommen bessere Zeiten! Ja, dummes Geschätz, ich weiß und deine Geschichten hören sich nicht beneidenswert an, aber versuche es als Aufgabe zu sehen. Oft entscheidet die innere Einstellung zu einem Großteil, ob man meint vom Glück, oder Pech verfolgt zu werden.

      Dir das Beste!
    • kaubi
      kaubi
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2007 Beiträge: 1.692
      ich sag nur: Mund abwischen und weiter...musst immer einmal mehr aufstehen als du niedergeschlagen wirst.
      Das Leben kann schwer sein, aber es wird irgendwann besser.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Zunächst einmal wünsche ich Dir gute Besserung und hoffe, dass wirklich nichts passiert ist.

      Eine seriöse Antwort auf Deine Frage kann ich Dir natürlich auch nicht geben, aber es gibt schon Menschen, wo ich ebenfalls denke, dass sie vom Pech verfolgt sein müssen:
      Eine Kollegin von mir muss sich beispielsweise alles hart erarbeiten, fliegt aber trotzdem gelegentlich durch Prüfungen wegen Prüfungsangst. Die Kerle in ihrem Leben haben sie häufig nach Strich und Faden beschissen und vor nicht allzu langer Zeit wurde sie sogar mit mit einer Schusswaffe bei einem Überfall bedroht - immerhin blieb sie körperlich unverletzt.

      Vielleicht hilft Dir, Cuoco199, ein positiveres Denken in der Zukunft. Mach das Beste aus allen Lebenslagen. Geh positiv auf andere Menschen zu, ich glaube persönlich, dass das eine Menge hilft.

      Ein Mensch, der positiv denkt, wird auch gelegentlich krank. Ein Mensch, der negativ denkt, wird aber wesentlich länger krank bleiben, als ein Mensch, der positiv denkt. Daran glaube ich ganz feste.

      Alles Gute für die Zukunft :)
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Original von michimanni
      Ein Mensch, der positiv denkt, wird auch gelegentlich krank. Ein Mensch, der negativ denkt, wird aber wesentlich länger krank bleiben, als ein Mensch, der positiv denkt. Daran glaube ich ganz feste.
      Kann ich nur bestätigen.

      War während meiner Schulzeit kaum krank (so gut wie keine Fehlstunden, im Schnitt vielleicht 10 Stunden aufs Jahr) - kaum hatte ich mein Mathematik-Studium begonnen hatte ich ständig irgendwas, immer wieder mal Fieber, Magenbeschwerden, auch einmal eine fette Angina (am Rock am Ring, Karte um 138 Euro so gut wie umsonst gekauft, bin nur im Zelt gelegen und am 2. Tag dann heimgefahren) und sonst halt immer wieder was.
      Warum?
      Ich hatte mit dem Studium nur Ärger, hab nur noch negativ gedacht, alles schwarz gesehen - und es ist dann auch alles so geworden.

      Jetzt hab ich Studium gewechselt und es geht mir wieder bedeutend besser.


      Alles Gute für die Zukunft :)
      Wünsch ich dir auch!


      Und noch was an das du denken kannst: Selbst wenn du krank bist, du hast immerhin das Glück dass du wo lebst wo es dir besser geht als mindestens 80 % der Menschheit. Dass du hier und nicht irgendwo wo Krieg und Hunger dein Leben bestimmen geboren wurdest, ist doch auch schon mal ein Glücksfall ;)
    • CenturioXIII
      CenturioXIII
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2008 Beiträge: 318
      Original von Cuoco199


      Gerade hatte ich in Gedanken über Gott gelästert! Ob das ein zufall ist kA.

      Nein.

      Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und Gemeinschaft mit ihm haben.

      Die Bibel. Offenbarung 3,20

      :D

      PS: Gute Besserung ;)
    • Cadeyrn
      Cadeyrn
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2006 Beiträge: 505
      Tomsnho hat es schon angesprochen und ich kann auch bestätigen, dass es dir garnicht so scheisse geht wie du denkst. Man neigt einfach dazu zu denken man sei vom Pech verfolgt, weil angeblich alles schief geht. In Wahrheit merken wir uns jedoch lediglich schlechte Erfahrungen viel mehr als schöne Erfahrungen oder bemerken garnichtmehr wie gut es uns doch eigentlich geht. Denk mal ganz genau darüber nach was auf der Welt passiert oder manchmal musst du auch nur aus dem Fenster schauen um zu sehen wie gut es einem doch geht. Du meinst nun vielleicht, dass dir das wenig weiterhilft in deiner durchaus unglücklichen Situation, aber was ich sagen will ist, dass "Pech" eine sehr subjektive Erscheinung ist und es allein an dir hengt wie schwer dich all das Geschehene trifft oder eben nicht.
      Du kannst entweder sagen, dass du durch all das Geschehene viel Schmerz und Behidnerung erfahren hast. Oder du sagst, dass du froh bist, dass dich kein größerer Ast direkt am Kopf getroffen hat, du dadurch vielleicht im Koma liegst, oder du gottseidank solche ärztliche Hilfe für deinen Kiefer oder deinen Leistenbruch bekommen hast. Du bist am Leben, geniesse es anstatt es durch (bitte nicht böse nehmen) "Selbstmitleid" noch schlechter zu machen als es in Wahrheit ist, den dafür ist es doch viel zu schön oder? =)

      Es ist schwer, ich weiß, ich kenne das selber, aber glaub mir, es liegt alleine an dir.
    • Cuoco199
      Cuoco199
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2009 Beiträge: 7.526
      Danke für eure anteilnahme =)

      @Cadyern, das was mir in den letzten jahren passiert ist, ist beispielhaft für mein ganzes Leben. Ich hab noch nichteinmal alles aufgezählt, sondern nur die gesundheitlichen sachen.

      Und entmutigen lasse ich mich eigentlich auch nicht. Im Gegenteil, mich kriegt man eigentlich immer zum lachen. Doch habe ich das Gefühl, dass mich das Leben einmal richtig winzeln sehen will.
      Aber so bin ich nicht. Ich nehme vieles wie es kommt und sehe das meißte praktisch. Und dafür -habe ich das Gefühl -soll ich bestraft werden (Möglicherweise auch unbewusst von meinen Eltern geerbt, dass vieles nicht klappt wenn es nicht ohne Drama verläuft)

      Klar, ich habe in der Vergangenheit auch viele Fehler gemacht. Aber ich habe mich im Vergleich zu früher um vermütlich 178° gewendet (wenn auch zwangsweise :) ).


      Aber dieser Downsswing hört nicht auf.

      €: so will ich das eigentlich nicht stehen lassen. Ich bin optimistisch, dass ich meine gesundheitlichen Probleme lösen kann und dann nochmal von vorn anfangen kann.
    • s1monZ
      s1monZ
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2007 Beiträge: 305
      Als ich 2002 mein Studium in HH (E-Technik) angefangen habe, lief so ziemlich alles schief. Freundin macht nach 3 Jahren schluss und ist kurze Zeit später mit dem besten Komillitionen zusammen. Klausuren laufen scheisse und zu guter letzt wurde ich von der UNI "gegangen". Da dachte ich auch, alles scheisse...nur pech usw.

      Danach hab ich mir Informatik gegeben und schon sah die ganze Welt wieder komplett anders aus. Auch stressig, auch viel Arbeit, aber ich nehm das alles wesentlich positiver auf. Denke dass das Wohlbefinden eines Menschen maßgeblich von seiner Einstellung abhängt.

      Beispiel:
      Ich konnte vor 2 Wochen nicht in Flieger steigen, weil ich depp meinen Perso vergessen hatte. Wäre mir das zu meiner Zeit in HH passiert wäre das nur ein weiterer Beweis dafür wie viel Pech ich habe. Aber heute denk ich mir halt "Gibt schlimmeres im Leben" und versuch einfach das beste aus jeglicher Situation zu machen. Also Kopf hoch und positiv denken, wird schon ;)
    • nagafen
      nagafen
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2009 Beiträge: 1.761
      Schwarz die Nacht, die mich umgibt,
      Die heulend an die Felsen bricht.
      Sieh, wie ich dem Sturme trotz,
      Werd Zeuge meiner Kraft!

      Wo die andren niederknien,
      Staub, Verachtung sich verdienen,
      Stehe ich, komm sei mein Zeug:
      Blutend, aber ungebeugt!

      Nie werden sie mich brechen,
      Niemals meinen Geist bestechen!
      Nie werd ich mich verneigen,
      Niemals ihnen Demut zeigen!
      Nie sollen sie mich ergreifen,
      Niemals meine Feste schleifen!
      Sieh ich bin, komm sei mein Zeug',
      Blutend, aber ungebeugt!

      Ich fürcht nicht glühend Eisen,
      Noch fürcht ich Pein.
      Ich bin mein eigen Heiland,
      Werds immer sein.
      Und wenn ich dir auch blutend zu Füßen lieg,
      Weißt du genau: Ich bleibe unbesiegt!

      Ich bin unbesiegt!
      Ich bin unbesiegt!