Unbemannte Raumflüge

    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      Hab da ein paar Fragen dazu:

      Wenn z.B. eine Raumsonde Richtung Jupiter geschickt wird:

      Wie ist die steuerbar?
      Funksignale brauchen ja immer länger, je weiter sich das Gefährt ihrem Ziel nähert. Dauert ja glaub ich 6 Jahre bis dorthin.....
      Denn eigentlich müsste der Kurs ja ziemlich genau stimmen um auf die Distanz genau ans Ziel zu kommen, wobei ich mir vorstellen kann, das durch äußere Einflüsse der Kurs abgelenkt werden könnte und man ihn korregieren muß?
      Auf die Distanz macht ja die kleinste Abweichung ein Riesenunterschied.

      Wie sieht es aus mit dem Treibstoff?
      Welchen verwendet man? Sonne wohl nicht, da zuweit weg oder?
      Und die Sonden sind ja nicht sonderlich groß, dass man da 1000000t Treibstoff mitgeben könnte, allein schon wegen dem Gewicht!

      Wär schön wenn das jemand weiss....
  • 29 Antworten
    • Cuoco199
      Cuoco199
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2009 Beiträge: 7.394
      es dauert sicherlich nicht 6 jahre bis die funksingnale beim jupiter angekommen sind
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      signale brauchen zum jupiter etwa 40 minuten
      allerdings sind die Kurse relativ genau vorberechnet so das man normalerweise nicht viel steuern muss.
      Und wenn dann siund es Manoever die Tage bis Monate brauchen da reicht es wenn die Befehle mit 40 minuten Verzoegerung ankommen. Geschickt werden ja immer gleich Befehle für die nächsten X Tage.

      treibstoff haben die nicht viel dabei. nen bisschen um kleine kurskorrekturen auszuführen dürften nen paar kilogramm sein mehr nicht.
      Den schub bekommen sie im Erdorbit von ihren Trägerraketen und durch gravitative Schleudereffekte normalerweise an venus oder mars (sogenante slingshot manoever)
      Wenn du mehr über Himmelsmechanik lernen willst empfehle ich dir diesen simulator: http://orbit.medphys.ucl.ac.uk/
      wenn du zur richtigen Zeit in die richtige Richtung den richtigen Schub im Erdorbit gibst landest du von ganz allein bei allen moeglichen Planeneten ohne das du nochmal den Kurs korrigieren musst.

      Den Strom bekommen sie auch nicht von Solarzellen da wie du bereits gemerkt hast dort draussen zuwenig licht ist.
      Man verwendet oft radioaktive Elemente zur Stromerzeugung (Radioisotopengenerator)
      Das sind keine echte Kernreaktoren sondern Geräte welche die thermische Energie von ganz normalen Zerfällen in Energieumwandeln.
    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      Original von Cuoco199
      es dauert sicherlich nicht 6 jahre bis die funksingnale beim jupiter angekommen sind
      Nein, ich meinte die Reise an sich.
      Aber es ist schon ziemlich erstaunlich, wie man in Gebieten wo noch kein Mensch war, Wege so genau berechnet nur durch Beobachtungen.....

      Wie stell ich mir Slingshot-Manöver vor? Die fliegen auf die Umlaufbahn eines Plneten, werden dadurch beschleunigt und verlassen die Umlaufbahn dann mithilfe des eigenen Treibstoffes?
      Aber, wie gesagt ist ja ne saulange Resie. Halten die im Weltraum dann die "gewonnene" Geschwindigkeit? Oder müssen Sie mehrere Planeten anfliegen um immer wieder Schub zu bekommen?
      Hab den Edit nicht gelesen, also durch die Energieumwandlung. Ok Danke
    • MfGOne
      MfGOne
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 7.130
      finds auch ultrakrass wie die leute den kurs so genau berechnen, ich versteh nie wie man dann genau dort ankommt; denn man muss ja die bewegung beider himmelskörper so berechnen dass die sonde zu dem stichtag da genau draufballert, ich rall das immer noch nicht wie das gehn soll :D
    • sportsgeist
      sportsgeist
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2008 Beiträge: 2.214
      ist halt luftleerer raum...daher keine Reibung...daher sollten sie schon ziehmlich lange die geschw. halten oder nicht? für immer kann nicht sein, dann wärs ja ein perpetuum mobilee^^
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      die sonden fliegen die planeten so an das sie in keine stabile umlaufbahn geraten sondern sie gleich wieder verlassen (Hyperbelbahn, keine vollständige umrundung)
      die Geschwindigkeitserhoehung kommt dadurch zustande das die Planeten sich selbst bewegen.
      für mehr info siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Swing-by
      (englischer wiki eintrag ist bisschen besser)
      aufm deutschem ist auch die route der cassini sonde drauf.
      Man sieht schoen wie sie erst mehrfach nen swing-by an der venus macht und erst dann in Richtung Saturn aufbricht.

      Die Berechnung der Kurse ist eigentlich garnicht so schwer. Es handelt sich nur um Newtonsche Mechanik bzw Keppler Probleme.
      Mithilfe von Computern kann man die sehr präzise loesen.
      Problematischer ist es die Sonde so zu beschleunigen das sie den vorberechneten Kurs auch einschlägt :)
    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      Original von MfGOne
      finds auch ultrakrass wie die leute den kurs so genau berechnen, ich versteh nie wie man dann genau dort ankommt; denn man muss ja die bewegung beider himmelskörper so berechnen dass die sonde zu dem stichtag da genau draufballert, ich rall das immer noch nicht wie das gehn soll :D
      Haja, man fliegt ja net von A nach B sondern von A nach B(+/- xyz)
      Es bewegt sich ja ALLES, Erde, Zielobjekt, Sonne, Planeten, an denen das Slingshot-Manöver ausgeführt wird.....

      Gibt es schon vage Pläne Sonden in unser Nachbarsonnensystem zu schicken?
      So Step by Step immer näher dorthin?
      OK, dauert ein paar "Jährchen" dorthin zufliegen, aber irgendwann müssen wir das ja mal tun?!

      Und warum wurde das ,hmm wie heisst es, terrestrial search(?) Objekt gestoppt? Wäre doch auch schon ein Fortschritt
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      die voyager und pionier sonden haben unser sonnensystem bereits verlassen
      aber denen geht etwa 2020 der saft aus bis dahin haben sie nichts interessantes erreicht.

      Die nächste Sonne ist Proxima centauri mit 4,2 lichtjahren (und dieser hat keine bekannten planeten)
      schnelle sonden fliegen mit so 30km/s d.h. bis eine sonde dort ankommen würde dauert es etwa 42000 jahre
      bisdahin ist jede derzeit bekannte Energiequelle versiegt.
    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      Original von MadCow
      die voyager und pionier sonden haben unser sonnensystem bereits verlassen
      aber denen geht etwa 2020 der saft aus bis dahin haben sie nichts interessantes erreicht.

      Die nächste Sonne ist Proxima centauri mit 4,2 lichtjahren (und dieser hat keine bekannten planeten)
      schnelle sonden fliegen mit so 30km/s d.h. bis eine sonde dort ankommen würde dauert es etwa 42000 jahre
      bisdahin ist jede derzeit bekannte Energiequelle versiegt.
      Is ne Doppelsonne da drüben, wie ich von Alpha Centauri weiss.
      In dem Sonnensystem können sich Wissenschaftler erdähnliche Planeten vorstellen oder lieg ich da falsch?
      Wieso versiegt? Meintest Du nicht das die Sonden durch Radioaktivität Strom erzeugen oder verwechsel ich da was?
      Wie lange dauern Signale von dem derzeitigen Standpunkt der Voyager bis zur Erde?
      Wenn Energie ein Problem wäre, wäre da die Step-by-Step Methode denkbar?
      Also alle paar millionen KM, eine Art Kraftwerk, welches die Sonden wieder auflädt? Sorry bin Laie, nicht lachen falls unmöglich ;-)
      Haben Sonden eigtl. Kameras die Bilder der Umgebung machen?
      Also im Fall der oben genannten Bilder eines anderen Sonnensystems?
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      radioisotopgeneratoren halten nur so 30 Jahre. Irgendwann sind zuviele der Isotope zerfallen.
      Also kann man auch keine Kraftwerke aufn weg hinbaun den denen geht auch irgendwann der Strom aus. Ausserdem müsste n die in gewissem grad stillstehen damit andre sonden sie einholen koennten und sonden soweitdraussen abbremsen braucht massenhaft Treibstoff (gibt ja nichts woran man anders bremsen koennte).
      Das ist alles nicht im geringsten praktikabel.
    • Forstning
      Forstning
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2007 Beiträge: 1.727
      ne, doppelsonnensysteme haben quasi garkeine chance einen erdähnlichen planeten in einer umlaufbahn zu haben. das licht und die enerie ist einfach zu unregelmäßig.

      irgendwann ist das radioaktive zeug ja zerfallen, d.h. alle xxxx jahre ist die hälfte defallen und damit die energie halbiert. es ist quasi unmöglich zu einem anderen sonnensystem zu fliegen, weil man auch die bewegung eines mehrkörpersystems nicht genau genug berechnen kann. man müsste ständig nachkorrigieren.

      woran willst du in einem raum der nahezu total dunkel und -270 Grad kalt ist etwas aufladen? ~ 5 Teilchen pro Kubikmeter!

      Wenn Du Alpha Centauri geguckt hast wirst Du auch in etwa einschätzen können wie groß die Chance ist einen erdähnlichen Planeten überhaupt zu finden. Sowas in einem Nachbarsonnensystem vorzufinden ist etwa so wahrscheinlich, wie die Möglichkeit, dass sich neben mir eine vollbusige Blondine materialisiert. :(

      Sicherlich werden es die Menschen aber irgendwann mal probieren. Einfach weil sie es können. :)
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      hier ne seite mit infos über die 5 satelliten die das sonnensystem verlassen haben/werden
      http://heavens-above.com/solar-escape.asp?/
    • nosense
      nosense
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2007 Beiträge: 496
      Original von sportsgeist
      ist halt luftleerer raum...daher keine Reibung...daher sollten sie schon ziehmlich lange die geschw. halten oder nicht? für immer kann nicht sein, dann wärs ja ein perpetuum mobilee^^
      Ein perpetuum mobilee ist was anderes
      Ich denke die schweben durchaus für immer durch den Weltraum wegen der Trägheit. Ich bin mir nicht sicher ob es nicht irgendwelche bremsenden Partikel im Weltall gibt, aber die sollten recht selten sein sodass die Geschwindigkeit wohl bleibt
    • LordPC
      LordPC
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 677
      ein perpetuum mobile hat was damit zu tun das etwas ständig arbeit verrichtet ohne dass neue energie zugeführt wird und nicht dass ein objekt auf grund von trägheit ohne reibung und folglich bei gleichbleibender geschwindigkeit durchs all fliegt
    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      5 Teilchen pro m³??? So wenig?
      Dachte an Strahlung die die Sonde aufnimmt und sich somit betreibt?!
      Bzw. ist es vllt. mal möglich, Kälte in Energie umzuwandeln, wer weiss das schon :D
    • Cuoco199
      Cuoco199
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2009 Beiträge: 7.394
      wenn man im weltall etwas auf den weg schickt dann wird es auch ewig fliegen. Es bleibt nicht plötzlich stehen.. es sei denn es wird von einem himmelköper gerammt oder angezogen. Lichtteilchen und andere strahlung halte ich für zu schwach als das sie eine raumsonde stoppen könnten. Außerdem kommen die lichtteilchen ja von überall her und nicht bloß aus einer richtung.


      Weiss jemand was damit gemeint ist wenn gesagt wird, die wahrscheinlichkeit von einem Komten getroffen zu werden steht 1 zu 100 mio?

      100 mio was?

      beim lotto sinds versuche.

      meinen sie damit Menschen (was ja nicht sein kann, sonst müsste es ja bei 6 mrd Menschen ziemlich oft vorkommen) und selbst dann stellt sich die Frage in welchem Zeittraum.

      Menschenleben?

      ich hab das nie ganz verstanden, kommt mir irgendwie unvollständig vor diese Wahrscheinlichkeit.
    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      Nein kein Plan.....Kann mir nicht vorstellen dass es die Wahrscheinlichkeit ist, das ein Mensch von nem Kometen getroffen wird.....
      Die großen Brocken bleiben uns ja dank Jupiter sowieso, so gut wie erspart
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      kälte lässt sich nicht in Energie umwandeln den physikalisch gibt es keine Kälte nur das "fehlen" von Wärme.
      Um Energie zu erzeugen sind immer Temperaturdifferenzen notwendig und diese sind im tiefem All nicht vorhanden (es ist alles so ~3K warm)
      Ausserdem braucht man verhältnissmässig hohe Temperaturdifferenzen um einen vernünftigen Wirkungsgrad zu erzielen (siehe Carnot Maschine)
    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      Ok neuer Versuch.....
      Wie siehts mit nem "Windkraftwerk" aus?
      Also Turbinen die während des Fluges durch die Bewegung angetrieben werden?
      Ist dies im All möglich?Oder ist die Reibung zu gering bzw. nicht vorhanden?
      Wohl kaum, sonst würds ja schon praktiziert werden......
    • 1
    • 2