Wieviel MegaByte ( oder Gigabyte ) hat ein Chromosom?

    • josepped
      josepped
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 172
      Ich habe mir heute im Biologie Unterricht die Frage gestellt wieviele MB ein Chromosom hätte, ein Spermium, würde man alle Erbinformationen ( ich glaube so 30 - 40 . 000 stück ) auf einer Festplatte speichern.

      Weiß da zufällig jemand was? Oder schätzt ihr was?
  • 23 Antworten
    • pakm0n
      pakm0n
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2008 Beiträge: 2.844
      437
    • Lowsungsmittel
      Lowsungsmittel
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2006 Beiträge: 2.038
      kommt drauf an wem es gehört... :f_biggrin:

      ka, mal so ins blaue 200 bis 300 MB
    • DRAGONByTE
      DRAGONByTE
      Bronze
      Dabei seit: 31.08.2007 Beiträge: 644
      Kommt auf das Chromosom an. Laut Wiki hat ein menschliches Chromosom im Schnitt 140Mbp, also 140 Millionen Basenpaare mit je 2Bit Speicherkapazität (da jedes Basenpaar 4 Werte annehmen kann).

      Das macht dann 280 Millionen Bit, oder auch35 Millionen Byte = 34,1797 kByte = 33,4 MByte.

      Wenn ich mich nicht verrechnet habe :)

      Edit:

      Chromosom 1 z.b. hat 247 Mbp und Chromosom 21 nur 47Mbp.
    • josepped
      josepped
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 172
      Das ist jetzt nicht so viel, falls deine Rechnung stimmt, aber wenn man bedenkt wie Mikroskopisch klein so ein Teil ist, ist es enorm!!
    • Con182
      Con182
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2008 Beiträge: 746
      So, bin dann mal meine Festplatte vergrößern :D
    • Pokerfeund
      Pokerfeund
      Global
      Dabei seit: 13.02.2008 Beiträge: 2.873
      Original von Con182
      So, bin dann mal meine Festplatte vergrößern :D
      du ferkel!
    • Schokobaer
      Schokobaer
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2008 Beiträge: 1.182
      jo, irgendwann haben wir biologische festplatten aus basenpaaren :D


      hm, waere das ueberhaupt ein fortschritt?
    • Irbis26
      Irbis26
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 1.131
      Im Prinzip müsste man auch noch alle epigenetischen Veränderungen (DNA Modifikationen, Chromatin Struktur etc.) einberechnen, da darin auch Information gespeichert ist. Wird dann aber recht kompliziert zum ausrechnen...
    • venusflytrap
      venusflytrap
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2007 Beiträge: 3.289
      Ausserdem gibt ja ja bekanntermaßen auch noch die mitochondriale Erbinformationen.
    • stepotronic
      stepotronic
      as himself
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 705
      Original von Schokobaer
      jo, irgendwann haben wir biologische festplatten aus basenpaaren :D


      hm, waere das ueberhaupt ein fortschritt?
      Naja, wenn wir auf atomarer Ebene Speichern ist das ein Fortschritt. Allerdings wohl kaum in derart funktionalem Organischem Material :)
    • Darokthar
      Darokthar
      Silber
      Dabei seit: 03.05.2006 Beiträge: 1.199
      Ähm Festplatten speichern schon auf atomarer Ebene. Um genau zu sein sogar auf subatomarer Ebene. Das Problem ist da eher die Datendichte.

      DNA als Datenspeicher ist zumindest was die Geschwindigkeit anbelangt wohl ziemlich ungeeignet. Da würden sich andere Substanzen sicherlich besser eignen.

      Bei der eigentlichen Berechnung der Speicherkapazität von DNA muss man noch beachten, dass der genetische Code in Aminosäuren übersetzt wird. Dabei werden allerdings nicht alle Basen auch wirklich benötigt. Der Code wird daher auch als degeneriert bezeichnet.

      Es werden also nicht einmal die gesamten 33,4 MB genutzt. Außerdem scheint es so zu sein, dass ein Chromosom zu einem relativ großen Teil aus DNA besteht, die nach heutigem Erkenntnisstand keine sinnvolle Information enthält.

      Die Frage nach der Datenmenge auf der DNA ist allerdings aufgrund des epigenetischen Codes sekundär (s.o.). Viele Informationen werden nicht, oder nur bedingt durch die DNA übermittelt. So werden zum Beispiel Informationen über die Faltung von Proteinen durch andere Proteine (Chaperone) vermittelt. Dies stellt auch eine Art von Informationsübertragung dar.

      Die DNA-Menge in den Mitochondrien und in den Chloroplasten ist im Vergleich zu der Menge an DNA im Kern gering. Viel Information ist dort nicht enthalten.
    • Diamat
      Diamat
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2007 Beiträge: 433
      so...die Rechnung von DragonByte ist schonmal ein Anfang. Allerdings hat die nen Fehler: Jedes Basenpaar hat 4 Bits. Natürlich 4 - für jede der Basen 1 - denn es wird ja nur 1 Strang abgelesen. Nach der einfachen Rechnung also 66,8mb

      @ Darokthar

      es ist schon davon auszugehen, dass der ganze Strang einen Sinn hat. Du kannst das Centromer ja nicht einfach weglassen und sagen, dass das ja eh nix speichert. Es ist schließlich das Gerüst und die Form des Gerüstes geht aus der DNA hervor (Faltung). Genauso verhält es sich mit den Abschnitten zwischen den Genen (Regulation).
    • Broenes
      Broenes
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 2.141
      Original von DRAGONByTE
      Kommt auf das Chromosom an. Laut Wiki hat ein menschliches Chromosom im Schnitt 140Mbp, also 140 Millionen Basenpaare mit je 2Bit Speicherkapazität (da jedes Basenpaar 4 Werte annehmen kann).

      aber es gibt doch 4 basen (adenosin, guanin, thymin und cytosin wenn ich nicht irre), also brauchst du doch 2 bit um 1 base zu identifizieren und damit 4 bit um 1 basenpaar festzulegen.

      also 560 Millionen Bit /8 = 70 Millionen Byte = 68359 KB = 66,757MB
    • Irbis26
      Irbis26
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 1.131
      Original von Broenes
      Original von DRAGONByTE
      Kommt auf das Chromosom an. Laut Wiki hat ein menschliches Chromosom im Schnitt 140Mbp, also 140 Millionen Basenpaare mit je 2Bit Speicherkapazität (da jedes Basenpaar 4 Werte annehmen kann).

      aber es gibt doch 4 basen (adenosin, guanin, thymin und cytosin wenn ich nicht irre), also brauchst du doch 2 bit um 1 base zu identifizieren und damit 4 bit um 1 basenpaar festzulegen.

      also 560 Millionen Bit /8 = 70 Millionen Byte = 68359 KB = 66,757MB
      es reicht aber wenn man von einem basenpaar eine base kennt, da sich jede base immer mit der gleichen base paart (A-T und G-C)
    • Diamat
      Diamat
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2007 Beiträge: 433
      Original von Irbis26
      Original von Broenes
      Original von DRAGONByTE
      Kommt auf das Chromosom an. Laut Wiki hat ein menschliches Chromosom im Schnitt 140Mbp, also 140 Millionen Basenpaare mit je 2Bit Speicherkapazität (da jedes Basenpaar 4 Werte annehmen kann).

      aber es gibt doch 4 basen (adenosin, guanin, thymin und cytosin wenn ich nicht irre), also brauchst du doch 2 bit um 1 base zu identifizieren und damit 4 bit um 1 basenpaar festzulegen.

      also 560 Millionen Bit /8 = 70 Millionen Byte = 68359 KB = 66,757MB
      es reicht aber wenn man von einem basenpaar eine base kennt, da sich jede base immer mit der gleichen base paart (A-T und G-C)

      Das ist theoretisch richtig und praktisch falsch: Wenn die DNA zu Proteinen übersetzt wird, wir nur ein Strang abgelesen und nicht der gesamte Doppelstrang. Deshalb ist jede einzelne Base wichtig. 4 Bits pro Base.
    • Knuddelbar
      Knuddelbar
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2006 Beiträge: 352
      Original von Diamat
      Das ist theoretisch richtig und praktisch falsch: Wenn die DNA zu Proteinen übersetzt wird, wir nur ein Strang abgelesen und nicht der gesamte Doppelstrang. Deshalb ist jede einzelne Base wichtig. 4 Bits pro Base.
      Aber es wir immer aus der gleichen Richtung und von einem Strag abgelesen also brauch ich doch nicht das Paar sondern es reicht eine Base.
      Außerdem glaube ich, dass der linke Strang von vorne gelesen und rechte Strang von hinten gelesen identisch sind. also haben wir eine Vierfache Redundanz. Deshalb müsste man die jetzige Zahl nochmal halbieren um die Redundanz auf der anderen hälfte weg zu bekommen.

      Also 16,7 MB
    • Chef0815
      Chef0815
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2007 Beiträge: 1.916
      Original von stepotronic
      Original von Schokobaer
      jo, irgendwann haben wir biologische festplatten aus basenpaaren :D


      hm, waere das ueberhaupt ein fortschritt?
      Naja, wenn wir auf atomarer Ebene Speichern ist das ein Fortschritt. Allerdings wohl kaum in derart funktionalem Organischem Material :)

      ??? wer ist denn stepotronic????
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      es gibt für jede position 4 möglichkeiten. ob nun einzelne base mit 4 verschiedenen möglichkeiten oder die 4 basenpaare. und mit 2 bit kann man genau 4 dinge unterscheiden (00 01 10 11). und wenn ich was kopiere/spiegel whatever wird der informationsgehalt dadurch nicht grösser.
    • SoWe
      SoWe
      Global
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 2.397
      Wie viel Information dadrin wirklich gespeichert ist, kann man mit euren groben Überschlagungen nie feststellen. Es gibt da nämlich auch noch sowas wie Komprimierung. Googlet doch mal "A game in 64kb"
      Das Ding bauscht sich zu mehreren GB(!) an Daten auf. Ohne zu wissen genau wie die Komprimierung/Entkomprimierung von DNA etc funktioniert, kann man keine genauen Abschätzungen treffen.
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