Contibet Turn viel zu hoch - wie den Leak fixen?

    • hasu
      hasu
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 265
      Hey Leute,

      nachdem ich mir hier von einigen Leuten die geposteten Stats angeguckt habe und auch dort schon oft angemerkt wurde dass der Contibet Turn-Wert zu hoch sei, ist mir aufgefallen, dass der bei mir selbst noch ne ganze Ecke höher ist.

      Ich weiß meine Samplesize ist mit 8k Händen nicht die beste, aber der Contibet Turn Wert mit 89% (398/446) sticht doch schon extrem ins Auge. Insbesondere ist mein Turn-AF mit 3.0 auch sehr hoch (Flop 2.7, River 1.9).

      Frage ist nun, wie kann ich mein Play hier am ehesten verbessern, könnt ihr mir Strategieartikel oder Videos empfehlen um hier etwas sicherer zu werden? Es fällt mir oft schwer mich von aggressiv gespielten Händen schon am Turn zu trennen wenn der Gegner vorher nur passiv spielte, zu oft denke ich mir er könnte einen mäßigen Draw oder A-K high downcallen, sehe mich bestätigt wenn ich solche Hände mit einiger Regelmäßigkeit am Showdown sehe.

      Da ich mich so intensiv mit meinen Stats noch nicht weiter auseinandergesetzt habe poste ich noch ein paar andere Werte (oder wollt ihr lieber Elephant-Screenshots?), wobei ich mir jetzt bei einigen halt nicht sicher bin wie aussagekräftig die Samplesize ist.
      Aber wenn euch ein abnormer Wert ins Auge sticht sagt mir das bitte mal.

      Vpip 24.5%, PFR 20.3%, preflop-3bet 12%, ORL 30.7%, Fold-SB-to-Steal 78.7%, Fold-BB-to-Steal 46.8%, Total AF 2.6, WtSD 36.5%, W$@SD 51.0% Contibet Flop/Turn/River 99%/89%/64%

      Merci :)
  • 13 Antworten
    • babbas90
      babbas90
      Black
      Dabei seit: 10.06.2008 Beiträge: 6.401
      8K Hände sind einfach nix!

      spiel nochmal 20K und guck dann auf deine stats

      so pontan würde ich mir halt Hände rauspicken bei denen du dir nicht ganz sicher warst und die ins HBF stellen und auch selbst überlegen ob eine erneute bet oder vlt auch mal ein cb besser ist...


      auf den ersten blick sehen die werte (von cbet habe ich keine ahnung bin zu faul jetzt zu gucken) ganz gut aus, wobei der wts vom limit abhängig ist.

      für 1/2 , 2/4 und drunter finde ich ihn ok für höhere limits eher zu niedrig
    • hasu
      hasu
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 265
      Naja ich spiele nach langer Pause erst seit kurzem wieder, kann mich aber erinnern dass ich mir da früher auch oft sehr unsicher war.
      Die Idee mit den Handbewertungen ist aber gut, werde bei der nächsten Session mal speziell auf solche Situationen achten und die Hände markieren.

      Am schwierigsten find ich allerdings den Spot OOP (kommt sehr oft vor nach pf-coldcalls oder SB-3bet).

      €: ahja ich spiele $1/$2 atm.
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Typische Turnleaks sind:

      - Zu oft gegen Fische anyturn betten, auch wenn das Board eklig ist
      - Als preflop 3bettor autobet am turn anhaben

      Zu hoher Turn AF oft dadurch zu Stande, dass
      - Leute Free SD Raises machen, die keinen Sinn ergeben
      - Semibluffs gemacht werden, die keinen Sinn machen
      Immer dann der Fall, wenn eigentlich keine bessere Hand folden wird.

      Grüße

      Tobias
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      wie exploited man solche gegner, die any 2 second barreln, am besten?
      ich spiele gegen solche spieler als standardline oop ohne initiative meist c/cF c/rT statt c/rF bT. solange der gegner nicht anfängt zu adapten und behind zu checken, ist das doch gut?
    • DaWyatt
      DaWyatt
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2006 Beiträge: 3.434
      jup, sicher, ist die aggressivste line dagegen, um Value zu bekommen. Man muss nur sehen, dass die Hände nicht zu marginal werden, weil das auf Varianz schlägt.
      Man kann außerdem besser A high zum SD bringen gegen solche Any-Turn-Better, da man die Range von ihm besser bestimmen kann.

      Was natürlich auch n hohen Turn-AF macht, ist call Flop raise Turn bei allen Gelegenheiten.
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      Original von DaWyatt
      Man kann außerdem besser A high zum SD bringen gegen solche Any-Turn-Better, da man die Range von ihm besser bestimmen kann.
      sehe das anders. allgemein würde ich sagen:
      je weniger der gegner den turn cbettet, desto besser können wir seine range bestimmen, nicht umgekehrt. der 100% cbetter hat seine OR-range, die auch einige purebluffs/hände ohne SD-value beinhaltet, die der 75% cbetter nicht mehr in seiner range hat. wir können hier von seiner OR-range die auf dem board schlechtesten 25% ausschließen, seine range ist also tighter.
      je looser die range ist, desto mehr equity haben wir mit a-high. deswegen kann man gegen den 100% dude mit marginaleren händen zum SD.
      korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
    • DaWyatt
      DaWyatt
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2006 Beiträge: 3.434
      huh?

      na dann fang mal an zu raten, was einer behind checkt, und was er weiter bettet. Wenn er nahezu immer den turn cbettet ists seine gesamte Range, und man kann ganz gut bestimmen, ob man die Equity hat.
      Wenn mans dann allerdings mal gesehn hat, was er checkback spielt, wirds natürlich supi.
      Aber da muss man erstmal dahinter kommen. Und man weiss auch nicht, wie er denkt und bei welchen Boards er welche Action macht. Also ich sehs erstmal anders, es sei die Playernote ist riesig ;)
      Man kann die Range nicht per default splitten.
      -Vielleicht gibt er auch mal bluffs auf, weil er keine FE sieht
      -Vielleicht hat er showdownvalue
      -Vielleicht macht er tricky moves um den River zu raisen.

      Zwecks lesbarkeit editiert
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      je niedriger der cbet-wert, desto besser sind doch idr die hände, die er second barrelt, desto weniger equity haben wir mit a-high?
      klar hat jemand mit 75% immer noch purebluffs/marginalere hände in seiner range, aber doch weniger als der 100% better.
      checkbT rR ist auch keine valueline, die man allzu oft sieht. wenn der gegner behind checkt, dann will er meist die freecard. hände mit SD value wie a/k-high wird oft am turn for free SD betten.
      außerdem beziehst du dich nur auf die situation, wo wir oop sind.
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      hab mir gerade noch ne adaption überlegt: auf eine 3-bet von villian nicht cappen, auch wenn wir genug equity haben. so behält er die initiative und bettet für uns flop und turn. gegen unsere tighte capping range wird er zb auf einem A-high board oft auf unsere cbet folden. so verlieren wir preflop 1SB, gewinnen aber 1,5BB. was haltet ihr davon?
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.494
      Das ist ein Abwandlung der no-3-bet Strategie, die aber meiner Meinung nach nicht so gut funktioniert. Wenn der Gegner 3-bettet, dann hat er selbst eine starke Hand, die oft ein Ass oder ein hohes Pocket enthält. Mit der wird er dir dann postflop oft auch Action geben.

      Die no-3-bet Strategie ist eine Taktik, mit der der Positionsnachteil in Stealsituationen ausgeglichen werden (BB gegen BU oder CO) und die Foldequity auf dem Flop maximiert werden soll. Mit dieser Strategie wird grundsätzlich keine 3-bet gegen einen Stealraise gesetzt und stattdessen fast jeder Flop gecheckraist. Call Stealraise checkraise Flop kostet als fixed betting sequence genau das gleiche wie die Sequenz 3-bet preflop contibet Flop, hat aber mutmasslich eine höhere Foldequity auf dem Flop. Der Nachteil der no-3-bet Strategie ist, dass man mit starken Händen die Möglichkeit des preflop Caps verpasst. Vor allem wenn der Gegner anfängt, sich öfter eine free Card am Flop zu nehmen, verliert sie stark an Wert, weil sie voraussetzt, dass der Gegner so gut wie immer seine Contibet setzt. Deshalb ist sie umstritten.
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.134
      nochmal zum Thema: Mein contibet-Turn-Wert ist auch viel zu hoch, liegt bei 82,6 auf 2/4 bei 30k Hands und bei 83,2 auf 3/6 bei 24k hands, also rund 83 auf gut 50k Hands, ist deutlich zu hoch afaik, es kommt natürlich immer auf die Gegner an, vor allem wie aggressiv sie am Turn sind, aber auch auf das Board...


      Bsp.: Hero is CO with A :heart: Q :diamond:
      Hero openraises, 2 fold, BB calls.

      Flop: K :club: 7 :spade: 2 :diamond: (2 players)
      BB checks, Hero bets, BB calls.

      Turn: 3 :spade: ( 2 players)
      BB checks, Hero ???


      rundsätzlich eher betten oder checken? Ich bin hier für check, da ich dann nicht gecheckraist werden kann von nem K oder nem Bluff und damit ne schwere Entsceidung habe, Doppelvaluebet habe ich auch nicht, bessere Hände folden nie. Den River auf ne bet dann callen, dann investiert man nu 1 BB an den Big Streets.
      Andererseits ist das eigentlich widersprüchlich, da man Villain nach c/c Flop ja dan manchmal Air gibt (wenn man den River callen will) und daher den Turn eher nochmal for Protection betten sollte bzw. Villain keine 2 Karten für 1 SB geben will.

      Wenn Villain merkt, dass wir ui am Turn behindchecken, knn er any2 profitabel am Flop callen, weiß genau wo er am Turn steht und bekommt gute Odds bei 2 Karten, die er für 1 SB sieht, ansonsten foldet er halt am Turn.


      Also grundsätzlich eher betten oder checken? Wie ists auf demselben Board OOP?



      Andere Beispiele unterteile ich mal in semidrawy Boards und drawheavy Boards, wo sollte man eher geneigt sein zu checken (OOP/IP)? Je drawlastiger das Board, desto eher ist man mit Ahigh noch vorne nach c/c Flop con Villain und desto eher muss man protecten, andererseits läuft man auch eher in nen semibluff von Villain, muss also entweder teuer zum SD oder mit nem schlechten Gefühl schlafen gehen, den Winner gefoldet zu haben.


      Gegen Callingstations ists fast immer gut 2mal zu betten und am River erst zu entscheiden, aber gegen LAGs oder TAGs, wo man am Turn dann oft ein raise bzw checkraise kassiert und nicht weiß wo man steht, andererseits aber eben protecten muss, fine ich das deutlich schwieriger.


      Gibts dazu eigentlich einen Artikel, vor allem im Platinbereich?
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.494
      Kommt wie immer auf den Gegner an. Es gibt halt welche, die am Flop auch ausser Position mal bluffcallen. Jedenfalls denke ich, auf checkraise hast du eine leichte Entscheidung: fold. Je looser und passiver der Gegner ist, desto eher würde ich betten, je aggressiver der Gegner ist, desto eher würde ich checken und am River neu entscheiden.
    • workah0lic
      workah0lic
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 2.010
      Heyho, wollte nicht extra einen Thread aufmachen.

      Was denkt ihr, in welchen Bereichen folgende Werte bei TAG-Style auf größere Samplesize (>50k) FL SH 3/6 - 10/20 6max liegen sollten:

      1) Contibetwert Flop:
      2) Contibetwert Turn:
      3) Raise Flop:
      4) Raise Turn:
      5) Won SD when Raise Turn:
      6) Fold to River bet:
      7) River AF:

      mfg ;)