PotOpdds auf den niedrigen Limits

    • NicoLitschke
      NicoLitschke
      Global
      Dabei seit: 26.08.2009 Beiträge: 49
      Als ich heute beim Training war, habe ich mich mit der Frage beschäftigt wie sinnvoll es ist auf den niedrigen Limits wirklich streng nach Potodds und implied Potodds zu spielen.
      Die Überlegung ist recht einfach: in den vergangen Wochen befasste ich mich mit den mathematischen Regeln, die hinter dem Poker stehen. Dabei fiel mir aber auf, dass sowohl die theoretischen Ansätze von Herrn Bayes als auch von Herrn Bernoulli einen kleinen, aber schwerwiegenden, Fehler haben: den Faktor Mensch.

      Diese Regeln gelten eigentlich doch nur, wenn:

      1.) alle Spieler auf dem Tisch „ordentlich“ spielen, also nach Odds, Outs, Equity usw., und
      2.) alle Spieler solch theoretische Kenntnisse auch umsetzen.

      Jetzt kommt der springende Punkt: ich glaube nicht, dass es in den niedrigen Limits viele Spieler gibt, die überhaupt solche Denkansätze kennen. Dies wiederum resultiert darin, dass ich weniger Geld vom Tisch mitnehme, als ich eigentlich könnte.

      Auf Stats kann ich mich noch nicht wirklich verlassen. Erstens sieht man viele Spieler nur ein einziges Mal und zweitens sind meine Reads noch nicht aussagekräftig oder nur in zu geringem Maße vorhanden. Das wird wohl erst mit den höheren Limits immer mehr in den Vordergrund rücken. Das heißt im Endeffekt, dass ich derzeit meinen Gewinn nicht maximieren kann, weil ich keine Grundlage habe, die meine Spielentscheidungen begründen..
      Eigentlich warte ich derzeit nur darauf, dass irgendwer aus early oder middle position mit Q5o meinen AI mit JJ+ called, um so etwas mehr als 1,5 BB an Plus zu machen.

      Sicherlich werde ich jetzt nicht zum LAG – mich interessiert wie ihr das seht, wie ihr damit umgeht oder ob es euch bisher einfach mal scheiß egal ist ;)

      Gruß Nico
  • 3 Antworten
    • poxa
      poxa
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2008 Beiträge: 505
      Die gegner sind egal! Die Berechnungen der Outs & Odds beziehen sich auf Wahrscheinlichkeiten.

      Wenn du 8 Outs hast (OESD) und du kennst deine 2 Karten, sowie die 3 Karten auf dem Flop, dann bleiben dir im Stapel noch 47 Karten wovon 8 dir die Straight bringen.

      47:8 = 5,88. Also in einem von 5,88 Fällen kommt diese Karte welche du brauchst.

      Ob dir Gegenüber jetzt ein Maniac aus den USA oder die 3 jährige Tochter vom Nachbarn sitzt, ist der Wahrscheinlichkeitsberechnung egal.
    • aaaRt
      aaaRt
      Black
      Dabei seit: 15.08.2007 Beiträge: 17.605
      Ich glaub du hast da was nicht verstanden. Wenn du die Odds nicht bekommst, dann muss du sowohl auf den Micros als auch auf den Highstakes folden, inwiefern sollte das Limit oder das Spiel der Gegner eine Rolle spielen? Das mathematische Konzept verändert sich ja nicht mit den Gegnertypen, die korrekten Entscheidungen können gegen solche Gegner eventuell anders aussehen aber trotzdem noch auf Grundlage von Potodds und Equity getroffen werden.
    • NicoLitschke
      NicoLitschke
      Global
      Dabei seit: 26.08.2009 Beiträge: 49
      Original von poxa
      47:8 = 5,88. Also in einem von 5,88 Fällen kommt diese Karte welche du brauchst.
      .
      Kleiner Denkfehler am Rande: in einem von rund 7 Fällen gewinnst du, weil
      47:8 = 5,875:1 ~ 6:1 ----> insgesamt gibt es 7 Fälle

      Ich weiß ja was du meinst - ich rede nur davon, dass die Wahrscheinlichkeiten auf den niedrigen Limits weniger glaubwürdig und damit anwendbar sind als auf den hohen Limits, da die Spieler dort oben sauberer Spielen.

      Ich suche mal nach einem Beispiel in meiner Handhistory, vielleicht versteht ihr mich dann besser. Aber erst heute Abend ;)

      Sodalla