Anwendbarkeit des SNG Wizards im DON-Endgame?

    • micha1100
      micha1100
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 1.860
      Ich spiele hauptsächlich DONs und benutze den SNG Wizard. Der ist zwar an sich ein sehr brauchbares Programm, um das eigene Spiel bei SitandGos zu überprüfen, aber ich bekomme immer mehr Zweifel, daß er für DONs bei höheren Blinds immer noch zuverlässig ist.

      Es ist bekannt, daß das ICM nur die aktuelle Situation berücksichtigt, nicht aber die Tatsache, wer als nächstes von den Blinds getroffen wird etc. Bei normalen STTs kann man da sicherlich recht einfach adapten, aber bei DONs, wo es nur ums reine Überleben geht, ist das schon eine ziemlich große Einschränkung.
      Außerdem scheint der Wiz small stacks zu überbewerten. Wenn ich beispielsweise in einem DON an der bubble der einzige small stack bin und kaum noch fold equity habe und Wiz mir trotzdem noch 60%+ Gewinnchance gibt und mich dementsprechend tight spielen läßt, halte ich das für sehr fragwürdig. Ich kann es mir nur so erklären, daß in der Berechnung irgendwie die Wahrscheinlichkeit einer Kollision von big stacks enthalten ist, die es aber so in der Realität bei DONs nicht gibt bzw. die sehr viel geringer ist als in einem normalen SnG.

      Meine Frage daher an die winningplayer unter den DON-Spielern - wie streng haltet ihr euch an die Wizard-Ergebnisse? Gibt es einen bestimmten Punkt, ab dem ihr Abweichungen empfehlt? Macht ihr mehr oder weniger -EV-Pushes als bei normalen SnGs?
  • 2 Antworten
    • goldenanton
      goldenanton
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2005 Beiträge: 529
      Achtung nur gefährliches halbwissen, bitte korrigiert mich wenn es falsch ist.

      Der SNG wiz berechet immer die range gegen den du all in kommst nie cooperated, soweit wie ich das verstanden habe.
      Die ranges muss du um einiges tighter stelln da gegner auf den dons niemals soviel callt. Sobald 2gegner all in sind kann sng wiz nichts berechnen, kannst ja ausprobiern. Wenn vor dir einer in den blinds kommt und damit ihn der blind auffrisst kannst du dir ausrechnen welche wahrscheinlichkeit er hat damit er busted und ob es profitabler ist zu vor all in zu gehn, solche berechnungen sind manchmal im handbewertungsforum bzw immer dann wenn sie gebraucht werden ;-)
    • micha1100
      micha1100
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 1.860
      Daß die ranges jeweils eingestellt werden müssen ist klar, ebenfalls, daß man sehr vorsichtig spielt, wenn ein (anderer) shortstack vor uns in ein All-In gezwungen wird.

      Meine Frage bezieht sich mehr auf Situationen, in denen ich nicht damit rechnen kann, mich ins Geld zu folden, und Gefahr laufe, auszublinden, wenn ich nicht aktiv werde. Der Wizard scheint hier doch zu sehr tightem Spiel zu raten.
      Hatte gerade wieder ein gutes Beispiel - ich bin absoluter shortstack an der bubble mit ca 1,5 BB, UTG+1 = höchstens drei Hände vom erzwungenen All-In entfernt. BB ist ein bigstack, die anderen 4 Spieler haben 1500-2500 Chips.
      Selbst wenn ich CO und BU sehr tight (5%) und auch SB recht tight (25%) callen lasse (BB natürlich 100%), rät mir der Wizard, nur AA zu pushen, weil er mir bei einem Fold noch 75% Gewinnchance gibt. Kommt mir nicht sehr sinnvoll vor.