alternative equity-berechnung

    • s3b2
      s3b2
      Bronze
      Dabei seit: 21.08.2005 Beiträge: 999
      hola,
      habe mal eine Frage zu equity-berechnung und zum daraus resultierenden erfolgreichen call.

      Wenn ich folgende Hand habe (die ist jetzt aus dem SSS NL25/50 Board geklaut)

      UTG ($9.75)
      UTG+1 ($6.85)
      Hero (MP1) ($5.05)
      MP2 ($20.45)
      MP3 ($26.25)
      CO ($10.35)
      Button ($38.50)
      SB ($4.05)
      BB ($6.10)

      Preflop: Hero is MP1 with Q :heart: , A :heart:
      2 folds, Hero bets $1, 5 folds, BB calls $0.75

      Flop: ($2.10) 4 :diamond: , 10 :club: , J :diamond: (2 players)
      BB bets $0.50, Hero...


      Kann ich da die Überlegungen anstellen:
      - Ich muss 0,50$ in den Pot investieren um 2,60$ zu gewinnen ->0,5/2,6=0,1923
      somit brauche ich 19,23% Equity um profitabel callen zu können.
      - Dem gegenüber stehen meine 10 outs, mit denen ich ungefähr in 40% der Fälle gewinne (Als Berechnungsgrundlage hierfür habe ich die 4,2 Regel genommen, die besagt, dass meine outs am flop multipliziert mit 4 für die turn und riverkarte meine gewinnwahrscheinlichkeit ergibt. Outs am Turn werden mit 2 multipliziert für die riverkarte)

      ==> Gewinnwahrscheinlichkeit und benötigte equity miteinander verglichen zeigen, dass sich der call definitiv lohnt.


      Was denkt Ihr über diese alternative Berechnung? Habe ich irgendwo nen Denkfehler drin?
  • 14 Antworten
    • fame
      fame
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2006 Beiträge: 1.553
      Was ist daran alternativ?


      Die Berechnung ist im uebrigen falsch: Du gehst davon aus das du nur 0,5$ zahen musst um zum Showdown zu kommen. Du weisst aber nicht was aufm Turn passiert, ergo kannst du erstmal nur bis zum Turn rechnen.

      Und dann noch: Du gehst von 10 Outs aus. In der Praxis sind das eher so 6-7 Outs.
    • s3b2
      s3b2
      Bronze
      Dabei seit: 21.08.2005 Beiträge: 999
      Original von fame
      1)Was ist daran alternativ?


      2)Die Berechnung ist im uebrigen falsch: Du gehst davon aus das du nur 0,5$ zahen musst um zum Showdown zu kommen. Du weisst aber nicht was aufm Turn passiert, ergo kannst du erstmal nur bis zum Turn rechnen.

      3)Und dann noch: Du gehst von 10 Outs aus. In der Praxis sind das eher so 6-7 Outs.
      1) also bisher habe ich bei pokerstrategy noch nichts über die multiplikation mit 4 und 2 gelesen. Das vereinfacht imo die Berechnung am Tisch. Du wirst jetzt wahrscheinlich sagen:"die rechnung hat nix mit equity zu tun!" Da gebe ich dir recht. Allerdings ist der berechnungsschritt ja auch von bedeutung.

      2)stimmt

      3)gut. dann würds zum callen ja nichtmal ausreichen.

      Mir ging es eigentlich auch primär um die beiden berechnungsschritte und den vergleich. Kann man das so machen oder ist es grundlegend falsch?
    • strider1973
      strider1973
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2007 Beiträge: 1.714
      Original von s3b2
      hola,
      habe mal eine Frage zu equity-berechnung und zum daraus resultierenden erfolgreichen call.

      Wenn ich folgende Hand habe (die ist jetzt aus dem SSS NL25/50 Board geklaut)

      UTG ($9.75)
      UTG+1 ($6.85)
      Hero (MP1) ($5.05)
      MP2 ($20.45)
      MP3 ($26.25)
      CO ($10.35)
      Button ($38.50)
      SB ($4.05)
      BB ($6.10)

      Preflop: Hero is MP1 with Q :heart: , A :heart:
      2 folds, Hero bets $1, 5 folds, BB calls $0.75

      Flop: ($2.10) 4 :diamond: , 10 :club: , J :diamond: (2 players)
      BB bets $0.50, Hero...


      Kann ich da die Überlegungen anstellen:
      - Ich muss 0,50$ in den Pot investieren um 2,60$ zu gewinnen ->0,5/2,6=0,1923
      somit brauche ich 19,23% Equity um profitabel callen zu können.
      - Dem gegenüber stehen meine 10 outs, mit denen ich ungefähr in 40% der Fälle gewinne (Als Berechnungsgrundlage hierfür habe ich die 4,2 Regel genommen, die besagt, dass meine outs am flop multipliziert mit 4 für die turn und riverkarte meine gewinnwahrscheinlichkeit ergibt. Outs am Turn werden mit 2 multipliziert für die riverkarte)

      ==> Gewinnwahrscheinlichkeit und benötigte equity miteinander verglichen zeigen, dass sich der call definitiv lohnt.


      Was denkt Ihr über diese alternative Berechnung? Habe ich irgendwo nen Denkfehler drin?
      Wie schon gesagt, Du darfst nur bis zur Turn-Karte rechnen, musst Deine Outs also x 2 rechnen. Nehmen wir mal an Du gibst Dir 8 Outs (weil der Gegner vllt auf ein Flush haben könnte), dann benötigst 16% Gewinnchance. Du musst 0.5 investieren, um total 3.1 zu gewinnen (siehst Deinen Fehler?), das ergibt etwa 16%. Dh Du kannst da callen, falls Du Dir mind. 8 Outs gibst..
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Original von s3b2
      1) also bisher habe ich bei pokerstrategy noch nichts über die multiplikation mit 4 und 2 gelesen. Das vereinfacht imo die Berechnung am Tisch. Du wirst jetzt wahrscheinlich sagen:"die rechnung hat nix mit equity zu tun!" Da gebe ich dir recht. Allerdings ist der berechnungsschritt ja auch von bedeutung.
      wird definitiv in irgend einem Artikel (FL - Odds und Outs?) als Faustregel angegeben.
    • Matze4x4
      Matze4x4
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 2.486
      Original von NoSekiller
      Original von s3b2
      1) also bisher habe ich bei pokerstrategy noch nichts über die multiplikation mit 4 und 2 gelesen. Das vereinfacht imo die Berechnung am Tisch. Du wirst jetzt wahrscheinlich sagen:"die rechnung hat nix mit equity zu tun!" Da gebe ich dir recht. Allerdings ist der berechnungsschritt ja auch von bedeutung.
      wird definitiv in irgend einem Artikel (FL - Odds und Outs?) als Faustregel angegeben.
      Ja, steht auch so in Poker-mit-System drinnen !
    • kslate
      kslate
      Bronze
      Dabei seit: 25.12.2006 Beiträge: 1.727
      Original von strider1973
      Original von s3b2
      hola,
      habe mal eine Frage zu equity-berechnung und zum daraus resultierenden erfolgreichen call.

      Wenn ich folgende Hand habe (die ist jetzt aus dem SSS NL25/50 Board geklaut)

      UTG ($9.75)
      UTG+1 ($6.85)
      Hero (MP1) ($5.05)
      MP2 ($20.45)
      MP3 ($26.25)
      CO ($10.35)
      Button ($38.50)
      SB ($4.05)
      BB ($6.10)

      Preflop: Hero is MP1 with Q :heart: , A :heart:
      2 folds, Hero bets $1, 5 folds, BB calls $0.75

      Flop: ($2.10) 4 :diamond: , 10 :club: , J :diamond: (2 players)
      BB bets $0.50, Hero...


      Kann ich da die Überlegungen anstellen:
      - Ich muss 0,50$ in den Pot investieren um 2,60$ zu gewinnen ->0,5/2,6=0,1923
      somit brauche ich 19,23% Equity um profitabel callen zu können.
      - Dem gegenüber stehen meine 10 outs, mit denen ich ungefähr in 40% der Fälle gewinne (Als Berechnungsgrundlage hierfür habe ich die 4,2 Regel genommen, die besagt, dass meine outs am flop multipliziert mit 4 für die turn und riverkarte meine gewinnwahrscheinlichkeit ergibt. Outs am Turn werden mit 2 multipliziert für die riverkarte)

      ==> Gewinnwahrscheinlichkeit und benötigte equity miteinander verglichen zeigen, dass sich der call definitiv lohnt.


      Was denkt Ihr über diese alternative Berechnung? Habe ich irgendwo nen Denkfehler drin?
      Wie schon gesagt, Du darfst nur bis zur Turn-Karte rechnen, musst Deine Outs also x 2 rechnen. Nehmen wir mal an Du gibst Dir 8 Outs (weil der Gegner vllt auf ein Flush haben könnte), dann benötigst 16% Gewinnchance. Du musst 0.5 investieren, um total 3.1 zu gewinnen (siehst Deinen Fehler?), das ergibt etwa 16%. Dh Du kannst da callen, falls Du Dir mind. 8 Outs gibst..
      Er gewinnt aber nur 2,6$ und nicht 3,1$.
    • strider1973
      strider1973
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2007 Beiträge: 1.714
      Es sind doch dann 3.1$ im Pot; dh er wird im Schnitt 0.16 x 3.1 = 0.50$ gewinnen.
    • DonBlech
      DonBlech
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2005 Beiträge: 2.182
      Unsinn! Wenn Du mir 50cts. gibst, und ich gebe Dir 50cts. zurück, wieviel hast Du dann gewonnen? Nix! Und wenn Du mir 50cts. gibst, und ich Dir 3.10$ zurückgebe, dann hast Du 2.60$ gewonnen!
    • TNT9
      TNT9
      Bronze
      Dabei seit: 07.07.2008 Beiträge: 509
      man könnts jetzt genau nehmen und sagen das 10 outs etwas weniger als 40% auf den river entsprechen...
      ausserdem bei der potgrösse von 3,1 wird noch rake abgezogen...
      weiter müsste man die auf den turn kommende bet abschätzen... inplied odd's wären ein weiteres stichwort...
    • strider1973
      strider1973
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2007 Beiträge: 1.714
      Original von DonBlech
      Unsinn! Wenn Du mir 50cts. gibst, und ich gebe Dir 50cts. zurück, wieviel hast Du dann gewonnen? Nix! Und wenn Du mir 50cts. gibst, und ich Dir 3.10$ zurückgebe, dann hast Du 2.60$ gewonnen!
      Ich glaub wir reden aneinander vorbei. Im obigen Beispiel, wo wir 16% Gewinnwahrscheinlichkeit haben, bezieht sich diese auf den Pot (und nicht Pot abzüglich was wir am Flop setzen).


      Ich glaub ich versteh was OP eigentlich fragen wollte mit seiner alternativen Equity-Berechnung:

      Variante 1: Equity in %
      Hier vergleicht man die Gewinnwahrscheinlichkeit (16%) zum Pot (3.10$).

      Variante 2: Verhältnisse
      Was vergleicht man die Häufigkeit, mit der man gewinnt (Verhältniszahl), im obigen Fall also etwa 1:5 (1x gewinnen, 5x nicht gewinnen) mit dem Einsatz, den man dazu setzt (0.50 zu 2.60).

      Alles klar?
    • DonBlech
      DonBlech
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2005 Beiträge: 2.182
      Original von strider1973
      Alles klar?
      Selbstverständlich! Wenn 2,60 im Pot sind und ich 0,50 callen muss, um die nächste Karte zu sehen, dann kann ich mit diesem Einsatz (0,50) 2,60 gewinnen, und nicht 3,10.
      Das war mir schon von Anfang an klar.
    • s3b2
      s3b2
      Bronze
      Dabei seit: 21.08.2005 Beiträge: 999
      Danke für Eure Antworten.
      Die FL Artikel kenne ich bisher noch nicht, daher wusste ich nicht, dass die 4-2 variante dort vorgestellt wird.

      Der Rake ist übrigens auch nicht mit berechnet, wie TNT9 schon sagte.

      Können wir denn festhalten, dass ich diese Überlegungen in meinem spiel anstellen kann, vorausgesetzt ich weiß wie viele outs ich mir geben kann, um schnell zu überprüfen, ob sich ein call lohnt?

      ------------------------------------------------------
      und noch eine kurze frage zum push der hand:
      wenn ich in o.g situation über die minbet rüberballer müsste ich meine verbleibenden 4,05$ reinstellen um bei einem call 2,1$+0,5$+3,55$-5%rake =5,84 zu gewinnen. Dafür brauche ich 4,05/5,84=69,35%. Ich habe jedoch nur 32% bis zum river, daher lohnt sich der push auf den ersten blick nicht. Wobei hier noch nicht die Hände betrachtet sind, die er foldet.
    • strider1973
      strider1973
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2007 Beiträge: 1.714
      Original von s3b2


      Können wir denn festhalten, dass ich diese Überlegungen in meinem spiel anstellen kann, vorausgesetzt ich weiß wie viele outs ich mir geben kann, um schnell zu überprüfen, ob sich ein call lohnt?

      Eh ja sicher, das ist es ja was Du Dir beim Callen von Bets wie auch beim Bet-Sizing jeweils überlegen musst:

      Lohnt es sich, x zu bezahlen um y zu gewinnen wenn ich mit z% Wahrscheinlichkeit meine Hand zur besten Hand verbessere?

      Wie viel muss ich setzen, damit der Gegner, der voraussichtlich auf einem Flush Draw ist, einen Fehler macht, wenn er callt (weil er zu viel bezahlt)?
    • MrMrLuke
      MrMrLuke
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2008 Beiträge: 180
      als ob diese "4-2 Variante" so was Besonderes wäre...

      man muss sich nur mal logisch überlegen, woher diese Werte kommen, dann ist Ganze auch kein Geheimnis mehr:
      wenn man z.B. von Turn zu River 9 Outs hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit bei noch 46 verbleibenden Karten 9/46, mit 2 multipliziert ergibt sich 18/92, also etwas mehr als 18% (genauer: 19,6%).
      Bei zwei verbleibenden Karten wiederholt sich das Ganze, also wird mit 4 multipliziert.