Landschaftsarchitektur anyone ?

    • DoktorBet
      DoktorBet
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      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 3.526
      hallihallo,
      ich bin zur zeit bisschen auf der suche nach nem neuen studiengang.
      kurze cliffnotes: ich studiere z.z. physik im 3. (eigentlich 5.... hab mein vordiplom noch nich) semester. will eigentlich dieses semester mein vordiplom machen und dann mal weitergucken. aber ich weiß nich ob ich das schaffen werde oder selbst wenn ich das tun würde, wüsste ich nich ob mir der theoretische physik mist noch spaß machen wird. ist nämlich eigentlich nich das was ich mir unter dem studium vorgestellt hatte, 0 praxis und so =) aber expphy ist cool.

      also jetzt zum eigentlichen thema:
      hab mich halt mal auf der seite meiner uni (TU dresden) nach studiengängen umgeguckt, auf die ich ausweichen könnte wenn alle stränge reißen.
      einer davon ist halt landschaftsarchitektur, das gefällt mir auf anhieb ziemlich gut.
      um aber gleich einer zweiten fehlentscheidung vorzubeugen, möchte ich mir noch ein paar meinungen einholen von leuten, die eben dies studieren und mir vllt. bisschen was darüber erzählen würden.
      kernpunkte wären:
      - inwiefern ist die künstlerische begabung wichtig ? ich meine schätze mich auf jeden fall als kreativ ein, aber muss man auch gut zeichnen können ?
      - welche grundlegenden anforderungen würdet ihr an erstis stellen, sodass sie das studium höchstwahrscheinlich erfolgreich abschließen ?
      - stichwort abbruchquote: wie hoch ist die und vor allem was sind die gründe, warum die studierenden das studium abbrechen ?

      hab mich schon bisschen im vorfeld eingelesen, aber natürlich sind persönliche meinungen immer sehr wichtig und interessieren mich daher sehr.

      ich hätte jetzt noch ca. 1 jahr zeit für studienentscheidung, also auch die möglichkeit vorlesungen des fachs zu besuchen etc ...

      wenn ihr mich von euerem studiengang (nicht LA obv.) überzeugen wollt, dann könnt ihr das natürlich auch gern tun ;) bin ja noch auf der suche

      schönen dank für jede antwort ! :)
  • 8 Antworten
    • DoktorBet
      DoktorBet
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 3.526
      hab das mal verschoben.
      das studiumsforum erreicht wohl zu wenige leute :(
    • hornyy
      hornyy
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 19.868
      Was genau bringt dir denn dann dein Vordiplom wenn du was komplett anderes machen willst?
      Nach dem VD ist doch gerade die Zeit gekommen in der du deine Vorlesungen bis auf Exphys und Theo selbst zusammenstellen kannst. Als Nebenfächer einfach ein paar interessante experimentelle Sachen und bei den 3 restlichen Theo Vorlesungen halt durchquälen.

      Ein bekannter studiert LA und ist eigentlich immer nur am Zeichnen und lateinische Pflanzennamen auswendig lernen ;) . Dann doch lieber ein bissl lorentztransformieren :P
    • anDoro
      anDoro
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      Dabei seit: 28.09.2007 Beiträge: 24
      ich studiers in Berlin im 9ten semester.

      landschaftsarchitektur ist auch wie normale architektur eine frage von ehrgeiz und passion. es ist schon im studium knallhart und die berufliche perspektive ist ebenfalls schlecht wenn du nicht zu den besten 10% gehörst. der verdienst später ist ebenfalls bescheiden. deshalb ist es wichtig das du dich 100%tig für den job interessiert.
      es gibt keine "siebfächer" oder lernmarathons aber du sitzt nächtelang vor photoshop, baust modelle und musst deine ideen immer vor der gruppe und profs. verteidigen. der verdienst liegt später hier in berlin bei ca 1300 euro netto. wenn du in richtung entwurf und wettbewerbe gehst, wirst du in guten büros dafür locker 10-11h arbeiten. ABER es macht spaß. reich wird man aber nicht.

      ich bin im letzen dipl. studiengang und ca. die hälfte haben abgebrochen.

      vorraussetzungen fürs studiern sind kreative und gestalterische fähigkeiten und nervenstärke. vor meiner letzten abgabe habe ich in 4 tagen 9 stunden geschlafen. mag sein das es an andern unis bzw. im bachelorstudiengang anders ist.

      die vorteile:
      -es kann sehr viel spaß machen
      -enorm abwechselungsreich
      -man vergisst die welt um einen rum
      -irgendwann wird etwas von dir gebaut :)
    • DoktorBet
      DoktorBet
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 3.526
      Original von anDoro
      ich studiers in Berlin im 9ten semester.

      landschaftsarchitektur ist auch wie normale architektur eine frage von ehrgeiz und passion. es ist schon im studium knallhart und die berufliche perspektive ist ebenfalls schlecht wenn du nicht zu den besten 10% gehörst. der verdienst später ist ebenfalls bescheiden. deshalb ist es wichtig das du dich 100%tig für den job interessiert.
      es gibt keine "siebfächer" oder lernmarathons aber du sitzt nächtelang vor photoshop, baust modelle und musst deine ideen immer vor der gruppe und profs. verteidigen. der verdienst liegt später hier in berlin bei ca 1300 euro netto. wenn du in richtung entwurf und wettbewerbe gehst, wirst du in guten büros dafür locker 10-11h arbeiten. ABER es macht spaß. reich wird man aber nicht.

      ich bin im letzen dipl. studiengang und ca. die hälfte haben abgebrochen.

      vorraussetzungen fürs studiern sind kreative und gestalterische fähigkeiten und nervenstärke. vor meiner letzten abgabe habe ich in 4 tagen 9 stunden geschlafen. mag sein das es an andern unis bzw. im bachelorstudiengang anders ist.

      die vorteile:
      -es kann sehr viel spaß machen
      -enorm abwechselungsreich
      -man vergisst die welt um einen rum
      -irgendwann wird etwas von dir gebaut :)
      vielen dank für deinen post !
      das hat mir schon mal nen sehr guten einblick vermittelt.
      meinst du mit dem nettolohn den der besten 10% ? oder bekommt der rest gar keine arbeit ? ^^"
      naja das scheint halt echt das problem zu sein, ist etwas abschreckend. ich hab halt keine lust 5 jahre für was zu studieren wofür ich am ende so nen schäbigen lohn bekomme. natürlich steht bei mir der spaßfaktor schon stärker im vordergrund, aber ich hätte schon ganz gern nen akzeptablen lohn, mit dem man auch ne familie versorgen könnte und in der immer schlechter werdenden wirtschaftlichen situation bestehen kann. also ich sag mal pauschal mind. 2000euro netto.

      @hornyy
      naja das vordiplom könnte u.U. für bafög beim studiengangswechsel wichtig sein und für den studiengangswechsel allgemein, man kann halt schon was vorweisen und ist nicht unbedingt auf den N.C. angewiesen, aber ich weiß nicht wie das gehandhabt wird hier.
      theophy ist halt richtig scheiße, echt nur was für krasse nerds :D
      aber du hast schon recht mit dem durchquälen. es würde sich jedenfalls echt lohnen. wobei ich sagen muss dass mir atom und molekülphysik, also expphy im 4. semester auch nicht unbedingt so toll gefallen hat. wobei das auch an schlechterer motivation gelegen haben könnte, musste mich ab da schon bissel aufs vordiplom konzentrieren, naja...

      mal sehen, erstmal versuchen und dann schauen was wird.
      irgendwas ingenieursmäßiges wäre eigentlich auch was für mich. bin mir relativ sicher dass ich mit DER mathe kein problem hätte (ich mein das is gegen die physikmathe überhaupt nichts lol) und ich bin auch technisch interessiert und auch eher der praxisnahe typ wie ich feststellen musste.
      denke nicht dass es da irgendwas geben würde wo ich einfach sagen muss: "puh, da muss ich passen, versteh ich nich" ;)
    • anDoro
      anDoro
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2007 Beiträge: 24
      najo, also der rest kriegt keine arbeit =)
      ne quatsch, aber es ist nicht die klassische stell dich vor und bekomm job situation. wenn du in ein gutes büro willst, musst du ganz unten anfangen. das heißt du fängst schon als student an da zu jobben oder danach als praktikant. ich werde später zu 80% nicht in deutschland arbeiten, da man hier meiner meinung nach für 13 jahre schule + 5-6 jahre uni viel zu wenig verdient. das sieht in allen andern ländern schon ganz anders aus.

      zB. habe ich in Berlin für ein 6monatiges Praktikum 250euro im Mnat bekommen. Das ist schon ok. Maximal kriegt man 400. in den USA kriegste 800$+

      Dann noch etwas anderes. Eine schöne Sache an dem Job ist die vielfalt. ALso du kannst in den Entwurf gehn. -> Da gehts vor allem um Idee -> Designer

      Du kannst in die Ausführungsplanung gehn. -> Da gehts um die technische MAchbarkeit. Das bedeutet du wählts die Materialien aus, zeichnest die technischen Pläne, hast Kontakt mit der Baustelle ect. -> Machbarkeit, Finanzierbarkeit ist wichtig. -> Ingenieur

      oder du wirst Bauleiter udn bist vor Ort an der Baustelle und passt auf das die Firmen auch das richtige machen. -> Menschenkenntnis, Labertyp

      Es ist für jeden was dabei.

      Damit du ne Vorstellung bekommst wie so Wettbewerbspläne später aussehn.
      http://www.competitionline.de/
    • DoktorBet
      DoktorBet
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 3.526
      wow da sind ja echt krasse sachen dabei... ist schon alles ziemlich cool, ich glaub die arbeit an so nem entwurf würde mir auch extrem spaß machen, auch wenn es enorm aufwändig aussieht.
      aber um sowas zu schaffen braucht man doch auch ziemliche skills mit dem programm mit dem man das erstellt oder ? lernt man das alles im laufe des studiums ? ich hab damit eigentlich noch nicht wirklich erfahrungen gemacht.

      also ist das mit dem lohn sozusagen nach oben offen ? sind die 1300 euro netto monatlich deiner meinung nach der durchschnitt wenn man sozusagen fest eingestellt ist oder kann man da noch mehr rausholen ? das geld für >50h die woche arbeiten ist halt wirklich nich so viel...
      aber rein von der sache her könnte mir LA auf jeden fall gefallen denke ich. da kann man wenigstens richtig schön kreativ tätig werden und ich muss sagen die ergebnisse sind auch echt alle sehr ansprechend. :)
    • anDoro
      anDoro
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2007 Beiträge: 24
      die progs eignet man sich im laufe der zeit an. teilweise werden kurse angeboten, teilweise lernstes im praktikum oder von kollegen. man sollte dann irgendwann so 5-6 progs beherrschen. adobe pallette, 3d prog und ein zeichenprog wie cad. aber da musste dir jetzt noch keine gedanken drüber machen. am anfang machste alles per hand.

      als einsteigsgehalt wirst du in berlin nicht mehr kriegen. das ist aber regional ziemlich unterscheidlich. hier ist das prob das es ca. 100 büros gibt und die konkurrenz erdrückend ist. dafür ist die qualität dementsprechend hoch.
      ich weiß auch nciht wies später aussieht aber man struggelt sich schon irgendwie durch. kannst dich auch beamten lassen wennde glcük hast. ;)
    • tenderfoot
      tenderfoot
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2007 Beiträge: 74
      hi ich studier zwar nur "normale" architektur in Karlsruhe an der uni, aber da vieles aenlich ist aeusser ich mich hier mal dazu.

      also um die fragen zu beantworten:

      1. man sollte schon ein wenig zeichen koennen und ueber gute raeumliche warnehmung verfuegen. richtig zeichnen lernt man dann aber auch waerend des studiums

      2. man muss, wie in den meisten studiengaengen, zu 100% dahinter stehen um erfolgreich zu sein

      3. jobaussichten sind eher nicht so der brueller, aber das sollte ja bekannt sein

      4. vor abgaben und und waerend der "heissen" zeit von projekten ist an schlaf nicht zu denken. ich stimme anDoro zu mit den 9 stunden schlaf in 4 tagen, hab sogar auch schon schlimmeres erlebt.

      5. der umgang mit den programmen kommt automatisch mit deren benutzung. viele bei uns hatten vor dem studium keine ahnung von cad-programmen oder aenlichem. ist also kein problem (lernen ist ja aufgabe des studiums)

      6. abbrecher sind hauptsaechlich diejenigen die frueh bemerkt haben das sie es nicht wirklich machen wollen, oder die irgendwann bemerkt haben, dass der geforderte arbeitseinsatz zu hoch ist.

      7. das faszinierende an dem studium ist fuer mich immer gewesen, dass ich etwas schaffe was ich danach anschauen oder am model zumindest anfassen kann und mir denke: "wow das ist geil geworden"

      im gegensatz zur physik wirst du hier kaum jemanden finden (ausnahmen gibts immer) der wegen zu schwacher pruefungsleistungen abbrechen musste. es gibt relativ wenige "lernfaecher" im klassischen sinne. natuerlich werden die basics wie notwendige rechtliche grundlagen, physik, statik oder geschichtliches ueber den studiengang vermittelt und abgefragt. ist aber gut machbar und wird eher als begleitend zu den "hauptfaechern", in denen die projekte bearbeitet werden, abgearbeitet.
      vielmehr musst du deine ideen und konzepte entwickeln und verteidigen lernen. viele pruefungsleistungen sind als praesentationen angesetzt in denen du projekte vostellen sollst. sinn dahinter ist es, das du lernst deine arbeit gut zu verkaufen.