Fehler bei Gegnertypen: Shorthanded Stats - Empfehlungen für...

    • schafpro
      schafpro
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 31
      Hab den Fehler schon mit dem schönen Fehler gefunden Tool beanstandet finds schade das das alleine nicht ausreichend war.

      Gold Artikel
      Gegnertypen: Shorthanded Stats - Empfehlungen für Small Stakes Hold'em

      Zweite Seite steht:

      => hat ein Spieler einen hohen AF und einen hohen WTS, spielt er postflop sehr aggressiv

      Müsste lauten:

      => hat ein Spieler einen hohen AF und einen niedrigen WTS, spielt er
      postflop sehr aggressiv

      Vll klappts ja jetzt mit der Fehler Ausbesserung.
  • 9 Antworten
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Hoher AF + Hoher WTS heißt:

      Der Spieler geht oft zum Showdown, d.h. lässt die Hand nicht allzu gern los. Von daher muss er auch öfters mal callen während der Spieler mit niedrigem WTS gerne auch den Foldbutton drückt.

      Da aber AF = [Anzahl Raises + Bets] / [Anzahl Calls]

      folgt daraus dass ein Spieler der schön öfters den Callbutton drückt bei hohem AF erst Recht noch viel öfter den Raisebutton/Betbutton betätigt.


      Oder umgekehrt: Leute mit niedrigem WTS und hohem AF sind solche die zwar recht fleißig betten aber auf Widerstand recht schnell aufgeben.

      Daher: Hoher AF in Kombination mit hohem WTS bedeutet dass Villain besonders aggressiv ist (oder bei Fischen u.U. auch dass Villain häufig Minbets/Minraises macht)
    • schafpro
      schafpro
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 31
      hallo tomsnho das was du da erklärst klingt ja eigentlich ganz logisch nur hat es leider nichts mit dem artikel zu tun der definitiv einen Fehler enthält.

      Artikel:

      Würden zum Beispiel ein 90 VPIP Fisch und ein 10 VPIP Rock am Flop jeweils fit or fold spielen, dann müsste der Fisch einen viel größeren Teil seiner Range check/folden als der Rock. Der Grund, weshalb viele Calling-Stations trotzdem so einen hohen WTS haben, ist, dass sie zum einem auch postflop viel zu loose sind und dass sie zum anderen zu passiv spielen.

      => hat ein Spieler einen hohen VPIP und einen hohen WTS, spielt er postflop extrem loose

      Ein hoher AF führt auf einen niedrigen WTS. Erstens gewinnt man durch aggressives Spiel mehr Pötte ohne Showdown und zweitens berechnet sich der AF als (Bets+Raises)/Calls. Wenn ich also nie calle, habe ich einen unendlich hohen AF.

      => hat ein Spieler einen hohen AF und einen hohen WTS, spielt er postflop sehr aggressiv


      die ersten beiden Absätze gehören zusammen und die letzten beiden wobei
      => einen Absatz zusammenfasst

      Im zweiten Absatz des Artikels geht man eher von eínem TAG aus
      das was du beschreibst ist ja dann eher ein maniac.
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Ich versteh leider nicht wirklich auf was du hinaus willst (kenne den Artikel jetzt aber auch nicht - allerdings beschreibt der 2. Absatz ziemlich genau das gleiche wie ich in meinem vorigen Post)


      Im ersten Absatz wird darauf eingegangen wie Vp$ip und WTS zusammenhängen - d.h. je tighter man ist umso öfters hat man auch Valuehände die man zum Showdown bringen will --> man könnte einen höheren WTS haben und trotzdem oft genug die beste Hand.
      Oder umgekehrt: Wenn man sich mit jedem Mist (90 Vpip) den Flop ansieht, dann müsste man eigentlich ständig seine Hand folden weil man ja oft nur eine schwache Hand oder gar nix trifft. Wenn man trotzdem noch oft zum Showdown geht (hoher WTS) dann spielt man verdammt loose weil man sich mit allem Möglichen den SD anschaut.

      Im zweiten Absatz des Artikels geht man eher von eínem TAG aus
      das was du beschreibst ist ja dann eher ein maniac.
      Was willst du damit sagen? Liegt da der von dir gesuchte Fehler?


      Bringst du viell. preflop loose/tight aggr./passiv mit postflop loose/tight, aggr./passiv irgendwie durcheinander?

      Markier mal bitte diejenigen Stellen die nicht stimmig sind im Artikel + Begründung bzw. wo genau der Fehler im Artikel sein soll. Vll. kann ich dir dann weiterhelfen?

      Btw. wird zwar nicht viel zur Sache tun aber geht es um FL SH oder NL SH?
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Hi zusammen,

      es ist in der tat so, dass ein 90/50/2,0/45 Fisch wesentlich agressiver ist, als ein 90/50/2,0/35 Fisch.

      Ein derart hoher AF bei dem hohen VP$IP mit dem hohen WTS kann nur dadurch zustande kommen, dass der Spieler extrem schlechte Hände extrem aggressiv spielt.

      Wenn jemand am Flop ausschließlich Fit or Fold spielt, hätte auch der 90% Spieler einen hohen AF, ohne besonders gefährlich zu sein. Fold wirkt sich ja nicht negativ auf den AF aus. Er muss zwar 9 von 10 Mal folden, das eine Mal, was er dann spielt führt zu einem hohem AF.
      Geht er obendrein noch oft zum Showdown bei gleichem AF, muss er diese looseness noch über alle Streets beibehalten, was nur dadurch erreicht werden kann, in dem er seine schlechten Hände krass overplayed = aggressiv, denn bei hohem VP$IP kann man statistisch gesehen gar nicht oft genug gute Hände haben, die 45% WTS bei AF 2.x rechtfertigen.
    • Binadas
      Binadas
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2008 Beiträge: 403
      Original von OnkelHotte

      Wenn jemand am Flop ausschließlich Fit or Fold spielt, hätte auch der 90% Spieler einen hohen AF, ohne besonders gefährlich zu sein. Fold wirkt sich ja nicht negativ auf den AF aus. Er muss zwar 9 von 10 Mal folden, das eine Mal, was er dann spielt führt zu einem hohem AF.
      ... Deshalb lass ich mir gern neben AF auch noch AFq anzeigen, weil da folds mit eingehen...
      hoher AF, niedriger AFq -> foldet viel...
    • schafpro
      schafpro
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 31
      ich glaube mein problem wird hier etwas mißverstanden.
      Es geht mir hier um SH FL was aber eigentlich nichts zur sache tut.

      Ihr beschreibt mir hier einen spieler mit hohen AF und hohen WTS den es ja definitiv gibt und der wie von euch schon erklärt noch aggressiver ist als ein spieler mir hohen AF und niedrigen WTS.

      alles schön und gut nur der autor ist in seinem artikel auf den sogenannten spieler mit hohen AF und niedrigen WTS eingegangen.

      Was sich aus dieser Erklärung erschließt.
      Zitat des Artikels:

      Ein hoher AF führt auf einen niedrigen WTS. Erstens gewinnt man durch aggressives Spiel mehr Pötte ohne Showdown und zweitens berechnet sich der AF als (Bets+Raises)/Calls. Wenn ich also nie calle, habe ich einen unendlich hohen AF.

      Er hat diesen Absatz folgendermaßen zusammengefasst:

      => hat ein Spieler einen hohen AF und einen hohen WTS, spielt er postflop sehr aggressiv

      Ich meine die Zusammenfassung musste folgender maßen lauten:

      => hat ein Spieler einen hohen AF und einen niedrigen WTS, spielt er
      postflop sehr aggressiv

      Ihr habt beide schon recht das euer genannter spielertyp noch aggressiver ist als der hier beschriebene.
      Ich glaube aber des der autor nur einen kleinen einblick in den zusammenhang von VPIP AF und WTS geben wollte und sich den spielertypen ausgesucht hat der einen hohen AF und einen niedrigen WTS hat da dieser ja auch einfacher zu erklären ist.
      Alle möglichen AF und WTS kombinationen hätten bestimmt den rahmen seines artikels gesprengt deswegen wird er nur auf die "gängigeren" oder leichter zu interpretierenden spielertypen eingegangen sein.

      Den kompletten Artikel könnt ihr bei Strategie Gold FL Gegnertypen SH Stats
      lesen. Auf den Zusammenhang VPIP AF und WTS wird auf der 2. seite eingegangen.
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Ok, es ist halt so, dass beides richtig ist.

      Hoher AF niedriger WTS = A und hoher AF hoher WTS = B sind beide postflop aggro.
      Der Unterschied ist lediglich, dass A öfter am SD eine gute Hand haben wird als B.

      A ist entweder ein TAG oder ein Fisch, der Geld verliert, in dem er Preflop zu viel Geld investiert mit schlechten Händen

      B ist entweder ein smarter LAG oder ein MEAGfisch, der nicht nur zu loose Preflop spielt und Postflop sein Geld weiter verballert.
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Es dürfte halt so gemeint sein:

      Ein hoher AF führt deshalb eher zu einem niedrigen WTS weil man
      a) durch die eigenen Bets/Raises die Gegner vertreibt und öfters ohne SD gewinnt
      b) bei weiterem Widerstand eher folden muss weil Villain dann wohl wesentlich stärkere Hände hat

      Wenn der WTS aber trotz eines hohen AF auch sehr hoch ist dann liegt das daran:
      - auch bei weiterem Widerstand nicht aufgibt und dann fröhlich weiterballert (wenn man häufig auf weiteren Widerstand callt würde mit zunehmendem WTS der AF ja wieder sinken, deshalb nochmals Raise)


      Um ein Beispiel zu bringen:

      Villain A: hoher WTS, niedriger AF: Hero bets, Villain calls
      Villain B: hoher AF, niedriger WTS: Hero bets, Villain raises, Hero3bets, Villain folds
      Villain C: hoher AF, hoher WTS: Hero bets, Villain raises, Hero 3bets, Villain caps

      Villain A schaut sich gern Turn und River an und ist auch öfters beim SD, macht aber selten viel Action.
      Villain B macht gern Action weiß aber wann er zu folden hat, mit einem Call hätte er den Turn (und vll. in weiterer Folge den SD) gesehen, durch seine Aggressivität aber kann er einerseits Hero zum Folden bringen (weniger SDs) oder aber auf weiteren Widerstand selbst früher erkennen dass seine Hand nicht ausreicht (weniger SDs)
      Villain C hingegen kann durchaus auch Hero zum Folden bringen (weniger SDs --> WTS sinkt), aber muss in Folge auch deutlich seltener folden um den WTS wieder "hinauf zu bringen".
      - Würde er auf weiteren Widerstand folden wäre der AF zwar hoch, aber WTS wie bei Villain B niedrig
      - Würde er auf weiteren Widerstand runtercallen würde der WTS zwar steigen, der AF hingegen wieder sinken
      - Somit muss Villain weiterhin auch gegen Widerstand aggro bleiben - was unweigerlich richtung Maniac-Postflopgame führt - um sowohl hohen WTS als auch hohen AF zu haben.

      Daher:
      Hoher AF in Verbindung mit hohem WTS = besonders aggressiv
      Hoher WTS in Verbindung mit hohem AF = foldet besonders ungern

      Sprich: Leute mit hohem AF UND hohem WTS sind deshalb so wahnsinnig aggressiv weil sie auch bei Widerstand weiter ballern, während Leute mit ohem AF und niedrigem WTS zwar gern betten und raisen, aber irgendwann auch mal ihre Hand aufgeben.


      Soweit in sich stimmig?


      Btw. @OP die Frage mit FL/NL hab ich deshalb gestellt weil es so Käuze bei NL gibt die ständig Minbets/Minraises machen, was natürlich auch den AF hochschnellen lässt aber logischerweise kaum FoldEquity erzeugt (wenn jemand in einen 18$-Pot 1$ reinbettet dann cann ich den mit fast allen Karten die irgendwie noch zu was improven können callen) und daher den WTS kaum beeinträchtigen.
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      tomsnho hat es perfekt erklärt :s_grin: