ALG nach Umzug

    • skumlord
      skumlord
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2006 Beiträge: 552
      Fall A:

      Jemand wird in Stadt A nach mehreren Jahren Arbeit gekündigt und zieht nach abgelaufener Kündigungsfrist nach Stadt B. Kann er dann dort ALG beantragen bzw. wird ihm dort welches gewährt?

      Fall B:

      Die gleiche Person wird gekündigt und beantragt direkt ALG in Stadt A. Wenn derjenige nach Stadt B umzieht (gleiches Bundesland) bekommt er dann dort weiterhin ALG nach Ummeldung?

      Fall C:

      Die Person kündigt selbst. Wird der Person nach seiner eigenen Kündigung überhaupt ALG gewährt?
      Oder z.B. nur nach Angabe bestimmer Gründe?

      Danke schonmal
  • 6 Antworten
    • Ignite
      Ignite
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 5.349
      zu Fall A und B: klar bekommt er dort weiter ALG...allerdings sollte er den Umzug schleunigst der Behörde melden, vor allem, wenn unterschiedliche agenturstellen zuständig sind...

      (2 monate warten...von der alten stelle noch beziehen...dann bescheid geben...alte stelle will geld wieder haben für die 2 monate...zu recht...von der neuen stelle gibts aber rückwirkend nix...erst ab antragstellung...

      zu Fall C: ich bin mir da nicht sicher, aber ich glaube, dass er zwar Leistung bekommt, aber gemindert...also nur XX% von seinem normalen satz...
    • heiko78
      heiko78
      Bronze
      Dabei seit: 24.04.2006 Beiträge: 552
      Soweit ich weiß, wird ALG vom Bund bezahlt, im Gegensatz zu ALG II. Deshalb glaube ich nicht, dass man mit Rückzahlung oder so Probleme bekommt. Zumindest wurde bei mir mal Arbeitslosengeld von der Behörde in Nürnberg bezahlt, obwohl ich in NRW lebe.
      Ich empfehle aber, sich bei den Ämtern zu melden, im besten Fall vor dem Umzug, midestens aber zeitgleich.

      Und Umziehen an sich dürfte auch kein Thema sein, wie im Gegensatz zu ALG II, wo man erst mal eine Erlaubnis holen muss.


      Fall C: Nein, bekommt erst mal nix. Sofern es da keine Gesetzesänderung gab, 3 Monate Sperre.
    • skumlord
      skumlord
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2006 Beiträge: 552
      danke für eure Antworten! Waren aufschlussreich!

      @heiko78:

      Heißt das, er bekommt 3 Monate nix wenn er selbst kündigt, kann aber nach Ablauf der 3 Monate ALG beantragen?
    • Antjew7
      Antjew7
      Global
      Dabei seit: 11.06.2006 Beiträge: 373
      Original von skumlord
      danke für eure Antworten! Waren aufschlussreich!

      @heiko78:

      Heißt das, er bekommt 3 Monate nix wenn er selbst kündigt, kann aber nach Ablauf der 3 Monate ALG beantragen?
      kommt sicher auf die Begründung.

      Kein Bock -> Kein Geld
      wegen Krankheit -> denke doch geld
      Mobbing etc. -> mit nachweise sicher auch
      andere Fälle sicher je nach Vorfall und einzelfall entscheidung
    • hoff09
      hoff09
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2008 Beiträge: 566
      Eine Sperrfrist bei eigener Kündigung/Aufhebungsvertrag kann entfallen wenn wichtige Gründe vorliegen.

      Ob ein Grund "wichtig" ist, liegt im Ermessen des Sachbearbeiters. Bei mir war z.B. "familieäre Probleme" ein anerkannter Grund (nach einem Jahr doppelter Haushaltsführung und 400km zwischen Arbeit und Wohnort)
    • Seekorn
      Seekorn
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 496
      Original von heiko78Und Umziehen an sich dürfte auch kein Thema sein, wie im Gegensatz zu ALG II, wo man erst mal eine Erlaubnis holen muss.
      Das ist falsch. Auch ALG II-Bezieher können umziehen wie sie lustig sind, Hintergrund ist vor allem Art. 11 GG.