Raise-Sizes and Balancing

    • msPokerJ
      msPokerJ
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 2.816
      Ok, mir ist bewusst geworden dass ich ein ziemliches Balancing Leak habe. Ich attackiere viele Flops und habe dabei oft nur Air. Erstmal wird auch viel gefoldet, nur wenn die Regs das einmal verstehen brauchen sie mich nur jedes mal min3betten und ich kann nichts dagegen tun.

      Dabei ist mir auch klar geworden, dass ich Mühe habe vernünftige Raise-Sizes zu bestimmen. Gehen wir von folgendem Beispiel aus:
      NL100
      UTG: P1
      MP: P2
      CO: P3
      BU: V (sagen wir mal er spielt 22/20)
      SB: P4
      BB: Hero [8 :diamond: 8 :heart:]
      P1-P3 fold, V raises to 3$, P4 folds, Hero calls
      Flop [Q :club: 5 :club: 9 :diamond:] 6,50$
      Hero checks, V bets 4$, Hero raises to ???

      Das hier ist ein typischer Flop den ich attackieren würde. Villain hat eine weite Range vom BU und wird den Flop oft verpasst haben. Ich hingegen kann hier Sets, Draws oder TP halten. Ich raise also als Purebluff, obwohl ich nicht davon ausgehe dass er hier FDs und TP weglegt.


      Ändern wir das Szenario etwas:
      NL100
      UTG: P1
      MP: P2
      CO: P3
      BU: V (sagen wir mal er spielt 22/20)
      SB: P4
      BB: Hero [8 :diamond: 8 :heart:]
      P1-P3 fold, V raises to 3$, P4 folds, Hero calls
      Flop [Q :club: 5 :club: 8 :spade:] 6,50$
      Hero checks, V bets 4$, Hero raises to ???

      Nun haben wir das mittlere Set und wollen natürlich liebend gerne alles Geld reinkriegen. Wir raisen direkt den Flop, weil wir vor dem FD protecten wollen und genau wie oben davon ausgehn dass er diesen u. TP nicht weglegt.


      Die Frage ist jetzt: Wie groß raise ich, damit ich ihm einerseits die Odds für einen Call vermiese und andererseits noch profitabel bluffen kann? Klar ist auch, wir wollen möglichst so raisen, dass er sich committed sobald er drüber geht, wir aber nicht zuviel investieren (um nicht zuviel Deadmoney zu produzieren) und gleichzeitig die Odds für einen Call zerstören.

      Wär super cool wenn ihr mich da mal erleuchtet!
  • 2 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Bluffst du immer mit 15% Restequity gegen seine Valuerange?

      Zur eigentlichen Frage. Du musst hier gegen einen und den selben Spieler (wenn er denn drauf achtet) deine Bluffs und deine Valuebets natürlich gleichgroß gestalten. Ich würde hier so groß raisen, dass ich mit einer normalen Turn und Riverbet bequem All In komme, wenn er sich entschliesst z.b. einen Calldown zu machen. (und zwar so, dass ich nirgendwo mehr overbetten muss)

      Protection ist halt ein zweischneidiges Schwert und in meinen Augen häufig überbewertet. (grade in HU Situationen)
    • msPokerJ
      msPokerJ
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 2.816
      Ok, dh. du würdest hier so auf 15-16$ raisen? Dann hätten wir am Turn in etwa 38$ drin und würden so 28-30$ betten, dann wär der Pott am River in etwa 90-100$ groß und wir haben noch etwas über half Pott left (dh. er wird Mühe haben sich für die Odds noch zu trennen).
      Ist das so in etwa richtig?

      Bluffst du immer mit 15% Restequity gegen seine Valuerange?

      Findest du das schlecht hier? Das Problem ist, dass ich sonst 88 OOP eigentlich kaum auf Setvalue callen kann gegen sojemanden, weil ich keine implieds habe und eben super selten nen Flop kriege auf dem ich noch ne großartig bessere Equity habe. Deswegen muss ich oft moven. c/c ist mmn auch keine Option, weil es einfach viel zu viele Scarecards gibt und er uns super runterballern kann.
      Ansonsten bleibt nur 88 preflop zu folden oder zu 3betten. Zum folden ist die Hand zu stark und zum 3betten zu schwach, ich will damit nicht broke gehen und mich nicht gegen ne bessere Range isolieren.

      So, what's my line?

      EDIT: Wie berechne ich dann wie oft der Move klappen muss damit er +EV ist? Habe da gerade irgendwie ein Brett vor dem Kopf... o.O