[Non Poker] Umzug + kranke Mutter

    • Voltax
      Voltax
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2008 Beiträge: 871
      Hallo,

      ich fang an besten mal mit meiner jetztigen Situation an:

      Ich bin momentan 19 Jahre alt und mache momentan mein Fachabi und danach wohl mein Abi. Ich wohne momentan noch zuhause mit meiner Mutter. Seit 3 Wochen ist nun mein Bruder ausgezogen zum Studieren und wir können uns nun anscheinend nicht mehr unsere Wohnung leisten.
      Meine Mutter hat große Angst deswegen und macht sich viele Sorgen. Sie denkt sogar wir könnten auf der Straße landen. Sie ist psychisch auch krank und hat vor wenigen Wochen noch eine Tagesklinik besucht, vorallem wegen Depression u.a. aber auch wegen Wahnvorstellungen.
      Sie sieht eigentlich im allem nur das Negative und dies nervt mich tierisch. Ich und mein Bruder haben ihr schon mehrmals versucht zu erklären, dass alles gut wird, aber damit hatten wir kein Erfolg.
      Natürlich kann ich meine Mutter auch verstehen, da sie krank ist, aber ich habe echt keine Lust und Kraft mehr. Teilweise werde ich auch sehr schnell aggressiv (natürlich nur wörtlich) wenn sie mir wieder erzählt, dass wir das alles nicht schaffen etc. :(

      Nunja 2 Freunde von mir wollen nun ausziehen bzw. umziehen und eine WG gründen, da haben sie mich gefragt ob ich nicht auch Lust hätte.
      Allerdings wäre der Umzug etc. recht kurzfristig und ich weiß noch nicht wie das mit der Kündigungsfrist von unserer Wohnung aussieht.
      Die WG hätte eine Menge Vorteile für mich, vorallem wäre ich dann endlich unabhängig.
      Ich hätte 2 super Mitbewohner (1 Student und 1 Auszubildender), welche auch relativ erfolgreich Pokern. Dies würde sicherlich meinen Pokerskill auf ein neues Level bringen. Was meiner finanziellen Situation aujedenfall zu Gute kommen würde und ich hätte wohl eine Menge Spaß.
      Die Wohnung+Lebenkosten könnte ich dann mit meinem Kindergeld + Geld von meinem Vater bezahlen und sonstige Extras durch Poker finanzieren.

      Allerdings müsste meine Mutter dann wohl alleine wohnen und davor hat sie Angst. Sie meint auch sie hätte hier in dieser Stadt keine wirklich Freunde, was ich allerdings nicht so recht sehe. Vor ein paar Wochen hatte sie schon mal gesagt, dass sie lieber in einer anderen Stadt wohnen würde, bei ihren alten Freundinnen.
      Die Stadt wäre allerdings relativ weit entfernt, was den Umzug noch teurer machen würde, wobei meine Mutter denkt, dass wir uns den Umzug eh nicht leisten können obwohl ich eigentlich noch genug Ersparnisse zur Not hätte und ich nicht denke das dieser sooo teuer ist.
      Desweiteren habe ich ein echt schlechtes Gewissen, wenn sie alleine wohnen würde, da es ja nur an mir liegt.

      Vielleicht habt ihr ja einen guten Rat für mich. Aufjedenfall schon mal vielen Dank im voraus.
  • 10 Antworten
    • LaGuNaSeCa
      LaGuNaSeCa
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 2.405
      Wirklich ne unschöne Situation für dich. Auf der einen Seite könntest du durch den Umzug in die WG dem ganzen Stress und "Ärger" mit deiner Mutter wohl aus dem Weg gehen um nicht Gefahr zu laufen selbst durch die negative Sichtweise deiner Mutter "angesteckt" zu werden etc.

      Ich persönlich würde jedoch das Wohl meiner Mutter unter allen Umständen vor meine eigenen Bedürfnisse stellen und schauen dass ich sie schnellstmöglich wieder auf "den richtigen Pfad" lenke.

      Was hälst du davon quasi die Arschbacken zusammenzukneifen und ihr (den wohl großen) Wunsch vom Umzug in ihre alte Heimat zu erfüllen, bzw. sie dabei zu unterstützen? Du könntest bspw. betreffend des Umzugs alles in die Wege leiten und organisieren. Dann suchste dir/euch dort ne nette kleine Wohnung und pennst einfach 3 Monate aufm Sofa bis sich deine Mutter dort wieder eingelebt hat?

      Wenn dann alles wieder im Lot ist und sie hoffentlich auch Unterstützung von ihren alten Freunden erfährt kannst du ja immer noch mit deinen Kumpels zusammenziehen...das läuft dir imo nicht weg :)

      lg,R
    • zweiblum88
      zweiblum88
      Bronze
      Dabei seit: 09.05.2006 Beiträge: 2.397
      klingt verzwickt und ich möchte auch garnicht viel dazu schreiben und möchte nur kurz die Umzugskosten kommentieren: es ist eigntlich fast egal ob man 10km oder 200km umzieht Möbelwagen braucht man so oder so und diese haben meist eine Anfahrtspauschale + 100km frei oÄ.

      Ich kann mir auch vorstellen dass du ungern deine Mutter alleine lässt, aber spätestens nach dem Abi, evtl zum Studium, Ausbilung oder allerspätestens mit der Freundin / Frau zieht man von zu Hause aus und steht auf eigenen Beinen.
    • pheps
      pheps
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2008 Beiträge: 200
      Hi Voltax,

      einerseits hat LaGuNaSeCa Recht, wenn er sagt, dass es gut wäre, deiner Mutter jetzt beizustehen. Ich denke, wichtig wäre erst mal zu gucken, ob du deiner Mutter überhaupt zutraust, alleine zu wohnen. Wenn das von vornherein ausgeschlossen ist, müsst ihr euch sowieso nach einer Alternative umgucken, egal ob ihr zusammen wohnen bleibt oder sie vorerst "betreut" unterkommt irgendwo. Für mich hört es sich so an, als ob du schon einiges in Kauf nehmen müsstest, wenn du tatsächlich mit ihr umziehst.
      Es ist verständlich und auch lobenswert, wenn du dich um deine Mutter kümmern willst, aber wenn dich das Zusammensein mit ihr zusätzlich auch noch runterzieht, wäre es vielleicht der beste Weg, erst mal deinen eigenen Weg zu gehen und die WG mit deinen Freunden hört sich doch sehr vielversprechend an.
      Zumindest würde ich das Umziehen mit ihr gemeinsam in eine andere Stadt auf keinen Fall machen. Das würde ja dann noch weitere Nachteile für dich nach sich ziehen. Wie wäre es mit einem "Umzug auf Probe" deiner Mutter? Du hilfst ihr beim Packen, beim Einräumen und besuchst sie regelmäßig? Falls du merken solltest, dass sich ihr Zustand verschlechtert, könntet ihr ja immer noch handeln? Ich denke auf jeden Fall, dass du deine eigene Situation nicht unterschätzen solltest - so schlimm sich das deiner kranken Mutter gegenüber anhört...
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Hallo Voltax!

      Ich kann das gut verstehen, wenn man das Gefühl hat, man würde jemanden "im Stich" lassen. Aber wenn es dir dabei nicht gut geht, dann sollte man mit niemandem zusammen oder bei ihm bleiben. Egal ob Freund/Freundin oder Familienangehöriger. Vielleicht ist so eine Situation vergleichbar damit, wenn z.B. deine Mutter pflegebedürftig würde. Kümmerst du dich dann um sie oder suchst du ihre eine gute Einrichtung, wo sie betreut wird? Diese Frage muss jeder für sich beantworten.

      Ich weiss nicht, wie schlimm die Erkrankung deiner Mutter ist. Aber du wirst ihre Psyche nicht heilen können, denke ich. Setz dich mit deiner Mutter zusammen und sprecht mal über alle Möglichkeiten, die es gibt. Wenn es finanziell leistbar ist, wäre bestimmt die WG für dich und eine neue (alte) Umgebung für deine Mutter am besten.

      Gruß
      funmaker
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      Original von funmaker
      Hallo Voltax!

      Ich kann das gut verstehen, wenn man das Gefühl hat, man würde jemanden "im Stich" lassen. Aber wenn es dir dabei nicht gut geht, dann sollte man mit niemandem zusammen oder bei ihm bleiben. Egal ob Freund/Freundin oder Familienangehöriger. Vielleicht ist so eine Situation vergleichbar damit, wenn z.B. deine Mutter pflegebedürftig würde. Kümmerst du dich dann um sie oder suchst du ihre eine gute Einrichtung, wo sie betreut wird? Diese Frage muss jeder für sich beantworten.

      Ich weiss nicht, wie schlimm die Erkrankung deiner Mutter ist. Aber du wirst ihre Psyche nicht heilen können, denke ich. Setz dich mit deiner Mutter zusammen und sprecht mal über alle Möglichkeiten, die es gibt. Wenn es finanziell leistbar ist, wäre bestimmt die WG für dich und eine neue (alte) Umgebung für deine Mutter am besten.

      Gruß
      funmaker
      Genauso sehe ich es auch. Auf der einen Seite kann ich verstehen, dass du sie nicht "im Stich" lassen willst. Auf der anderen Seite rechtfertigt nichts, dass du dich selber kaputt machst und sogesenen gezeichnet irgendwann in Jahren und "geschädigt" durch die situation in der du dich unwohl fühlst, herauszugehen.

      Ich würde mich klar entscheiden mit in die WG zu ziehen. Es ist ein wichtiger Schritt für dich um dich weiter zu entwickeln und dein eigenes Leben in Angriff zu nehmen und jetzt ist so hart es auch ist genau die richtige Zeit und du wirst "sager eingeladen" endlich nen neuen Abschnitt zu beginnen.

      Versteh mich bitte nicht falsch, ich habe den Text gelesen und kann auch verstehen, dass es schwer ist, aber manchen Menschen kann man selber nicht so helfen wie man gerne möchte.

      Sei für deine Mutter trotzdem noch da, aber nicht 24 Stunden. Leb dein Leben versuche es für dich zu schaffen!

      Wenn es eine Möglichkeit gibt für sie, dann soll sie auch wenn "alles schlimm wird" mit murren versuchen irgendwie in ihrer alten "Heimat" mit Bekannten mit der Situation klarzukommen.

      Bei aller Liebe musst du auch verstehen dass es nicht deine Aufgabe ist 24 Stunden für sie da zu sein, erst recht nicht wenn ihre Probleme so groß sind dass sie professionelle Hilfe braucht.
      Da sein an sich schon, aber du bist weder Psychologe noch der Situation verständlciherweise gewachsen, was sich durch die Agression die du aufbaust in den Gesprächen bestätigt wird.

      LEB DEIN LEBN!!!!! (und sei für deine Mutter nicht ganz aus der Welt und in einem normalen gesunden Verhältnis "in der Nähe" ... sonst führt das alles zu einer schlimmen Abhängigkeit aus der du bevor deine Mutter irgendwann stirbt nicht rauskommen wirst. Sorry dass meine Worte vielleicht mal unpassend scheinen, aber mir ist wichtig dass du verstehst, dass du dich lösen musst, aber trotzdem ab und an für sie da sein musst, zudem finde ich funmakers Ansatzt hier total richtig)

      PS: Auch im Leben gibts Varianz ... du startest auf der harten Seite ... ;) wird schon alles werden!!!!
    • silsouh
      silsouh
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2007 Beiträge: 88
      ich hab nicht alles gelesen. aber ich denke, dass jeder irgendwo sein leben für sich leben muss. du hast sicherlich eine verantwortung deiner mutter gegenüber, aber was willst du machen. du kannst nicht bis an ihr lebensende da wohnen. und das löst das kernproblem eh nciht. ich bin ziemlich der meinung, dass ihr euch zusammen nach einem gescheiten therapeuten umsehen müsst.
      du hast jetzt die beschissene situation, dass dein bruder schon weg ist und dich (sicher ohne böse absicht) mit den problemen deiner mutter alleine lässt.
      ich denke übrigens auch, dass euer verhältnis sich entspannt, wenn du ausziehen solltest. vielleicht kannst du damit deiner mutter auch in einer gewissen weise helfen.
      aber, und das darf man nciht vergessen, hat deine mutter dir gegenüber genauso eine verantwortung. und dass du nicht mehr endlos bei ihr leben kannst, um ihr beistand zu leisten, der ihre probleme im endeffekt auch nciht löst, sollte ihr auch klar sein.
      ich kenn eure situation nur ganz oberflächlich und geb auch nur ne meinung ab. wenn ich allerdings in deiner lage wär, würde ich mir wie gesagt die mutter (und auch den bruder) schnappen und mich auf die suche nach einem geeigneten therapeuten begeben.
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Wie sieht´s denn aus jetzt? :f_confused:
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      Jo, hat sich schon was ergeben ? Sag halt irgendwas dazu wenn du die Möglichkeit hast :) .
    • Voltax
      Voltax
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2008 Beiträge: 871
      Hey,

      danke für alle eure Antworten!

      Tut mir leid, das ich mich solange nicht gemeldet habe, aber ich war viel unterwegs und musste auch erstmal nachdenken u.a. auch über eure Antworten.

      Bisher hat sich ergeben, dass eine Wohnung in der Nähe von einer Freundin in der alten Stadt freigeworden ist und meine Mutter wohl dahin ziehen will.
      Ich habe mit meiner Mutter über die Situation geredet und ich bin zu der Entscheidung gekommen, dass die WG wirklich für mich am besten ist.
      Wir haben nach geeigneten Wohnungen für die WG gesucht und einige gute gefunden, allerdings noch keine persönlich besichtigt.
      (das machen wir wohl demnächst)
      Wenn wir umziehen helfe ich natürlich meiner Mutter und versuche auch ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter aufrecht zu erhalten, auch wenn sie dann für mich weit weg wohnt.

      Meiner Mutter gehts inzwischen auch einbischen besser, allerdings ist sie immernoch der Meinung "das wir es nicht schaffen".

      @silsouh
      Meine Mutter ist bereits in therapeutischer Behandlung. Ich wollte auch schon seit langen zu einen Therapeuten um auch über andere Sachen zu sprechen, aber bisher hab ich es immer vor mich hergeschoben und mich nicht getraut. Ich weiß, dass es besser wäre einen Therapeuten aufzusuchen, und ich hoffe das ich auch dies in nächster Zeit machen werde.

      Ich hab mir jetzt einige Ziele gesetzt und ich bin zuversichtlich das alles gut wird. Ich halte euch auf dem Laufenden, falls sich etwas neues ergibt. =)

      Voltax
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      Klasse freut mich, hört sich ja doch relativ positiv an, auch wenn man die situation deiner Mutter nicht außen vor lassen sollte :) , aber insgesamt der richtige Weg denke ich!

      Und wenns mal schwierig wird lass halt den Kopf nicht hängen sondern Versuch die Situation durchzustehen, denke wirst dran wachsen und eines Tages dann auch fest sagen können dass es der richtig Schritt war.

      Wenn du dich frei entfalten kannst und zudem noch ein gutes Verhältnis zu deiner Mutter hast ist es nen guter weg. Versuch ihr im gesunden Maße was von der hoffentlich positiven Einstellung mitzugeben, wenn es auch nicht deine Aufgabe ist sie zu überzeugen.

      Lass was von dir hören :) und hoffe es entwickelt sich weiter positiv.
      (Und wie gesagt ... es kommen auch mal wieder scheiss Tage ... aber davon lass dich nicht unterkriegen :) hoffe die WG wird cool)

      bis denn