[Non-Poker] Freund verstorben - wie verhalten?

    • matpasom
      matpasom
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2008 Beiträge: 452
      Mittwoch habe ich erfahren das ein guter Freund aus meiner Heimat nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. Er wurde 36, hatte alles; Frau, 2 Kinder (11 und 17), fettes Haus, eigene Firma -- man konnte also sagen "er hats geschafft".
      Da ich selbst meine Heimat vor 5 Jahren verlassen habe hatte wir nicht so regelmässigen telefonischen/online Kontakt also wusste ich auch nicht das er krank ist. Aber die 3-4 mal im Jahr wo ich zu besuch in M/V war, war er und seine Familie eine meiner wichtigsten "Anlaufstellen" wo ich immer willkommen war.
      Am nächsten Freitag ist Beerdigung und natürlich werde in dort sein. Nur ich weiss wirklich nicht wie man sich bei sowas verhält. Trotz meiner 31 Jahre (oder eher Glücklicherweise) hatte ich bisher kaum mit dem Tod zu tun und dies ist mit Abstand die härteste Situation.
      Besonders die kleine Tochter tut mir so unendlich Leid.
      Mehr als zuhören und vieleicht Hilfe anbieten (wüsste nur nicht welcher Art) kann ich wohl nicht.
      Vieleicht kann mir jemand noch einen Rat geben, wäre auf jedenfall Dankbar
  • 9 Antworten
    • Ickoka
      Ickoka
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 194
      Zeig der Familie ehrlich was du fühlst, auch deine Unsicherheit. Glaub mir das ist das Beste. Dann sind alle nicht mehr so allein! Die Tochter kann die Tragweite noch gar nicht begreifen, das fällt uns Erwachsenen schon schwer, Trost bringen die guten Erinnerungen und die Zeit. Sprech mit der Familie über das was dich bewegt.
      LG
    • matpasom
      matpasom
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2008 Beiträge: 452
      Denk mal auch das es das Beste ist. Ehrliche sein, Hilfe anbieten, zuhören und regelmässigen Kontakt herstellen auch wenn ich nicht vor Ort bin.
      TY
    • DerHut
      DerHut
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.270
      Erstmal herzliches Beileid. Kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Niemand wird dir böse sein, wenn du nicht genau weißt, mit der Situation umzugehen. Das wichtigste ist sei ehrlich und biete deine Hilfe/Gesprächsbereitschaft an. Wenn die Familie deines Freundes deine Hilfe möchte werden sie dir das sicher mitteilen und mit dir sprechen. So wie du es schilderst scheint es dir ja auch wirklich ein Anliegen zu sein, den Angehörigen zu helfen und ich denke, dass das auch so wahrgenommen und geschätzt wird. Wünsche dir alles gute dabei.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      habe ne sehr ähnliche Situation auch schon erlebt und kann mich den Vorrednern nur anschließen.

      Vergiss alle Normen wie man sein soll in so einem Fall, sondern sei einfach du selbst. Da du ja tief bewegt bist und emotional Anteil nimmst bringst du alles mit was man auf so einer Trauerfeier und Beerdigung braucht.

      Das einzige was hier absolut fehl am Platze ist, wäre aufgesetztes Verhalten und geheuchelte Trauer, wenn dir der Mensch halt doch nichts bedeutet hat - Da das bei der nicht der Fall ist bleibt nichts als einfach hinzugehen und sich auf die Situation einlassen.
    • DerExec
      DerExec
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 12.529
      Aber fang halt nicht an zu nerven, mal ganz grob ausgedrückt.

      Wenn du die letzten Jahre eh nicht so viel dort warst, dann halt dich erst einmal zurück - da stehen sicher andere Leute in nem aktuell engeren Freundeskreis die Trost spenden.
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Eine Trauerfeier ist auch dazu da, Anteilnahme auszudrücken. Du machst damit also nichts falsch. Im Übrigen ist Sensibilität angesagt. Die Menschen reagieren auf Schicksalsschläge unterschiedlich. Sie zeigen aber normalerweise, was ihnen gut tut.
      Wenn dir an den Hinterbliebenen liegt und du den Eindruck gewinnst, dass sie eine Verbindung zu dir halten möchten, dann kannst du dich ein paar Wochen später noch einmal vorsichtig melden. Das eigentliche Loch kommt erst, wenn die Trauergäste wieder abgereist und die dringendsten Angelegenheiten erledigt sind.
    • matpasom
      matpasom
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2008 Beiträge: 452
      Dank Euch allen für die Ratschläge. Besonders das mit nicht Nerven und "Aufdringlich" sein ist ein guter Hinweis. Das ich nicht zum engsten Freundeskreis gehöre ist mir auch klar und ich weiss auch das die Hinterbliebenen viele Freunde haben die sich auch gut kümmern.
      Eure Antworten habenn mir auf jedenfall geholfen.

      TY
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Ich hoffe, Du hast die Beerdigung gut hinter Dich gebracht. Mein Beileid, so ein Verlust ist nie schön :(
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Tut mir auch sehr leid. Ich hoffe nach der Trauer kommt die Zeit, wo du nicht daran denkst, was alles noch hätte sein können, sondern daran, dass du das Glück hattest, ihn gekannt zu haben und schöne Erinnerungen an ihn mit dir nimmst und diese dich begleiten.