Fragen zur privaten Krankenversicherung

    • Werzi2001
      Werzi2001
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 130
      Hi,

      da ich in nächster Zeit vor der Entscheidung stehe ob ich mich privat Krankenversichern soll und diese Community doch den einen oder anderen Member hat, wollte ich hier mal ein paar Fragen dazu stellen:

      - Wie sieht es mit dem Wechsel zurück in die GKV aus (habe hier Aussagen von "geht garnicht" bis "geht bis zum 55. Lebensjahr relativ einfach" gefunden)?
      - Wie entwickelt sich der Beitrag im Alter (Thema Rückstellungen)?
      - Gibt es die Möglichkeit Kinder mitzuversichern (Stichwort Familienversicherung, wenn ich das richtig verstehe müssen diese in der PKV selbst versichert werden => hohe Kosten)?
      - Worauf sollte man sonst noch achten ("Fallen", Risiken usw.)?

      Ich habe mich natürlich bereits mit dem Thema beschäftigt und mir liegen aktuell 4 Angebot (HanseMerkur, Alte Oldenburger, uniVersa und HUK) von 2 verschiedenen Vertretern vor. Allerdings möchte ich gerne Antworten auf diese Fragen von "unparteiischen" Personen haben :)

      Danke euch!

      Mfg
      Werzi2001
  • 6 Antworten
    • kingduff
      kingduff
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 852
      Hi,

      ich bin selber in der PKV, allerdings nur zu einem gewissen Prozentsatz, da ich auch noch einen Beihilfeanspruch habe. Deshalb kann ich Deine Fragen nur z.T. beantworten:

      a) Wechsel zurück: Keine Ahnung
      b) Das Vorherzusagen ist schwer. Du solltest darauf achten, dass die PKV ausreichend viel Geld fürs Alter zurückstelt, sodass der Beitragssatu halbwegs konstant bleibt. Tendenzen kann man ableiten, in dem man die Beitragsanpassungen der letzten Jahre vergleicht, eine Garantie für die Zukunft ist das allerdings nicht.
      c) Ja die gibts es, allerdings kosten die wieder extra. Neugeborene können ohne Gesundheitsprüfung nachversichert werden, falls Deine Kinder schon auf der Welt müssen die ebenfalls die Gesundheitsprüfung über sich ergehen lassen und können ggf. abgelehnt oder mit Risikozuschlag versehen werden. Zu den Kosten, meine Kinder kosten jeweils knappe 35.-€, allerdings sind nur 20% bei der PKV, der Rest über Beihilfe abgesichert.
      d) "Fallen" gibt es viele, z.B. der Hilfsmittelkatalog. Jede PKV zahlt für verschiedene Hilfsmittel unterschiedlich viel --> Vergleichen


      Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen!



      Übrigens: Ich habe gehört, dass die HUK wohl einige "Fallstricke" (welche genau weiß ich ehrlich gesagt auch nicht) im Kleingedruckten haben soll. Ist aber nur Hörensagen und ich will die HUK nicht schlecht machen, wollte Dich nur darauf hinweisen.
    • s1rc00L
      s1rc00L
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2008 Beiträge: 20
      nabend werzi,

      gleich mal vorab, bin gelernter kfm. für versicherungen und finanzen, denke kann dir auf deine antworten eine gute und schnelle antwort geben.

      man kann wieder in die gkv zurückwechsel, sofern man sozialversicherungspflicht bsp. wird. ansonsten gibt es einen basistarif in der pkv, der dieselben leistungen wie die gkv enthält.

      zum punkte beitragsstabilität, hängt das stark von der gewählten gesellschaft ab, je nach dem gibt ein vu (versicherungsunternehmen) mehr geld für verwaltung, werbung, abschluß und vertriebskosten aus, bzw. stellt halt auch unterschiedlich fürs alter zurück, was auch wiederrum unterschiedlich verzinst wird.....
      würde daher nie eine günstige pkv abschließen oder einen beitragssenkungstarif mit abschließen (weiß jetzt nicht ob du angestellt bist bzw. selbsständig wegen dem arbeitgeberzuschuss).

      familienversicherung gibt es nicht, für jede versicherte person ist ein risikobeitrag zu entrichten. ggf. sofern verhereitatet kinder über den ehegatten zu versichern (gibt da allerdings auch einkommensgrenzen).

      die gesellschaften die du vorschlägst finde ich alle vier meiner meinung nach schlecht.
      die huk hat günstige beiträge und ist ein relativ neuer versicherer.....
      hansemerkurs, hat eine sehr schlechte verzinsung,
      alte oldenburger und universa sind sehr kleine versicherer....

      ggf. einen makler kontaktieren und den mal dazubefragen, grundsätzlich gilt, angebote prüfen und selbst gut informieren, bevor man unterschreibt.....

      auch bei der pkv gilt das anlagedreieck (liquidität, rendite, risiko) nur abgeändert (leistung, beitragsstabilität, preis).

      will hier auch keine werbung für meinen arbeitgeber machen, daher selbst informieren.

      ggf. mal einen blick zum vergleich hier drauf werfen :
      http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/infodok/-Krankenversicherung-Privat/1132270/1132270/


      denke mal das ein poker forum hier für der falsche ort ist...
    • Beelze089
      Beelze089
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2007 Beiträge: 1.617
      Original von s1rc00L

      man muss wieder in die gkv zurückwechsel, sofern man sozialversicherungspflicht bsp. wird.
      fyp

      wäre halt interessant zu wissen ob du studieren möchtest, selbstständig tätig bist oder einfach viel verdienst...dann könnte man dich besser beraten...

      prinzipiell ist man versicherungspflichtig sobald man eine beschäftigung gegen entgelt aufnimmt und dieses über 400 € liegt.

      die info mit 55 ist teilweise richtig, kommen noch ein paar details dazu...

      zu deiner familienversicherungsfrage: in der pkv musst du für jede person einen individuellen vertrag abschließen, in der gkv ist die familienversicherung für kinder und ehegatten ohne/mit geringem einkommen kostenlos

      grundsätzlich steigen beiträge im alter, in der gkv ist es (noch) einkommensabhängig
    • Werzi2001
      Werzi2001
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 130
      Hi,

      also erstmal danke für die zahlreichen und schnellen Antworten :)

      Zu mir:
      Ich werde in kürze eine freiberufliche Tätigkeit aufnehmen und ziehe deshalb eine PKV in Betracht. Meine Krankengeschichte ist geradezu langweilig... ohne die geringsten Auffälligkeiten. Eine Versicherung in einer GKV kommt eigentlich aufgrund des enormen Beitrages nicht in Frage.

      @s1rc00L:
      Danke für die Checkliste... diese werde ich einmal mit allen Angeboten durchgehen. Würde sehr gerne genau vergleichen... allerdings finde ich die Bedingungen usw. größtenteils einfach nur undurchsichtig. Meistens heißt es beispielsweise einfach nur "100% bei Hilfsmitteln"... dass es hierbei einen (evtl. geschlossenen) Katalog mit Höchstgrenzen gibt wird nicht erwähnt. Das verunsichert mich enorm, da ich dann davon ausgehen kann, dass auch andere Punkte entsprechend "schwammig" sind. :(

      Mfg
      Werzi2001
    • NiceToMeetYou
      NiceToMeetYou
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2007 Beiträge: 5.833
      Original von Beelze089
      Original von s1rc00L

      man muss wieder in die gkv zurückwechsel, sofern man sozialversicherungspflicht bsp. wird.
      fyp

      wäre halt interessant zu wissen ob du studieren möchtest, selbstständig tätig bist oder einfach viel verdienst...dann könnte man dich besser beraten...

      prinzipiell ist man versicherungspflichtig sobald man eine beschäftigung gegen entgelt aufnimmt und dieses über 400 € liegt.

      Stimmt so nicht ganz. Sobald er (3 Jahre hintereinander) ein Einkommen hat, das über der Pflichtversicherungsgrenze liegt (knapp 50k € brutto im Jahr), darf er sich auch als Angestellter privatversichern.

      @werzi: zurückwechseln ist mit 410€-Job easy möglich, da hast du dann wieder einen Anspruch auf Mitgliedschaft in der gkv, allerdings wirklich nur bis 55.
    • Beelze089
      Beelze089
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2007 Beiträge: 1.617
      Original von NiceToMeetYou
      Original von Beelze089
      Original von s1rc00L

      man muss wieder in die gkv zurückwechsel, sofern man sozialversicherungspflicht bsp. wird.
      fyp

      wäre halt interessant zu wissen ob du studieren möchtest, selbstständig tätig bist oder einfach viel verdienst...dann könnte man dich besser beraten...

      prinzipiell ist man versicherungspflichtig sobald man eine beschäftigung gegen entgelt aufnimmt und dieses über 400 € liegt.

      Stimmt so nicht ganz. Sobald er (3 Jahre hintereinander) ein Einkommen hat, das über der Pflichtversicherungsgrenze liegt (knapp 50k € brutto im Jahr), darf er sich auch als Angestellter privatversichern.

      @werzi: zurückwechseln ist mit 410€-Job easy möglich, da hast du dann wieder einen Anspruch auf Mitgliedschaft in der gkv, allerdings wirklich nur bis 55.
      stimmt so nicht ganz. tritt nach vollendung 55. lebensjahr versicherungspflicht ein bleibt man nur versicherungsfrei sofern man die letzten 5 jahre nicht in der gkv war. darüber hinaus muss man mind. 2,5 jahre davon versicherungsfrei, nicht pflichtig oder hauptberuflich selbstständig gewesen sein.