Was genau sind drawheavy boards?

    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Wenn man Floptexturen klassifizieren will, dann bietet sich ja u.a. die Unterscheidung in Bezug auf die Konnektivität bei unpaired boards in:

      a) very drawheavy
      b) semidrawheavy
      c) not very drawheavy
      d) not drawheavy

      an.

      Meine Überlegung war verschiedene Flops unter diese Kategorie wie folgt zu subsummieren:

      a) wenn eine fertige straight möglich ist

      b) wenn ein OESD bzw. double belly buster (double gut shot) möglich ist

      c) wenn nur ein gutshot möglich ist

      d) wenn gar keine straightdraws möglich sind



      Ist diese Klassifikation sinnvoll?


      denn beispielsweise fällt ja ein Flop wie:

      A :club: K :heart: T :spade: dann unter a) also "very drawheavy" weil QJ obv. die Nutstraight macht. - allerdings ist es eben auch nur diese eine Hand die hier ein Monster hat (in Bezug auf Straightmöglichkeiten), alle anderen Hände hätten max. nen gutshot.
      (Dass Flops die alles bieten - also insbesondere QJT-543 die Flops sind die alle möglichen fertigen straights und draws bieten ist klar, aber sollte man diese dann noch mal gesondert klassifzieren als very very drawheavy oder wie? ;) )

      während ein Flop wie: 8 :diamond: 9 :heart: 2 :spade: hingegen nur unter b) "drawheavy" fällt. Ich bin aber nicht sicher ob das sinnvoll ist, weil halt JT,76 aber auch T6 einen OESD hätten hier.


      Ich hoffe mein Problem ist klar - ist meine Klassifizierung sinnvoll oder hat jemand Vorschläge für eine bessere Klassifizierung für diese Fälle?
  • 11 Antworten
    • Mephisto89
      Mephisto89
      Black
      Dabei seit: 15.08.2007 Beiträge: 4.860
      ein AKTr flop is nicht sehr drawy, weil obv nur ein gutshot einen draw hat. die boards in deinen genannten beispielen sind alle recht dry.
      drawy heißt für mich, dass straight und flushdraws möglich sind
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      flush draws wollte ich halt gesondert klassifizieren.

      denn was die suites der Karten angeht ist's ja nun supereasy: entweder monochrome, suited, oder eben rainbow. Wobei klar ist, dass monochrome >suited > rainbow ist was die Drawlastigkeit in Sachen Flushdraws angeht, aber was Straightmöglichkeiten angeht ist das ja unwichtig.

      Und hier weiß ich halt nicht welche boards gefährlicher sind - welche die fertige straight zulassen oder welche die besonders viele straightdraws zulassen... :s_confused:
    • w3cRaY
      w3cRaY
      Silber
      Dabei seit: 12.06.2007 Beiträge: 5.252
      Der Flop AKT ist wohl eher überhaupt nicht drawheavy... QJ macht hier die straight (drawt also auf nischt), und sonst sind nur gutshots möglich, was ich mal nicht als drawheavy verbuche...

      Drawheavy wäre

      Q:heart: J:heart: T:heart:

      oder

      7:club: 8:club: 5:diamond:

      Finde auch die Kategorisierung in 4 unterschiedliche Strärkegrade der Drawlastigkeit des Boards zu feingliedrig. Entweder es ist drawheavy, oder halt nicht... ich würde hier maximal in 3 Graden unterscheiden:

      - drawheavy (s.o.)
      - drawy (flush oder straightdraw möglich, beim straighdraw allerdings auch nur, wenn sowas wie T9, QJ, 98, 87 draußen liegt; bei 56 mach ich mir jetzt nach nen pre-raise nicht so Gedanken...)
      - dry (weder noch)
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      um nochmal den Sinn dieser Überlegungen klar zu machen:

      Folgendes Beispiel: wenn ich KK habe vor welchem board habe ich dann mehr Angst?

      467 oder J97 oder QJ5

      und wieso?! =)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich kategorisier da nicht sonderlich. Bei mir gibts dry boards und wet boards.

      Dry Boards sind Boards wie K72r
      Wet Boards sind Boards wie 67hhAc oder 567hh

      Folgendes Beispiel: wenn ich KK habe vor welchem board habe ich dann mehr Angst? 467 oder J97 oder QJ5


      Solange ich nicht geraised werde auf gar keinem. Werde ich geraised sind alle 3 Boards unangenehm.
    • Mekan
      Mekan
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2007 Beiträge: 356
      ich finde, man kann da keine festen grenzen ziehen zwischen dry und wet, sondern der übergang ist eher fließend und der eigenen einschätzung überlassen Oo
    • Kalzino
      Kalzino
      Bronze
      Dabei seit: 10.09.2008 Beiträge: 449
      Naja, würde mal behaupten K72 rainbow is dry,mir fallen da wirklich nicht viele draw Möglichkeiten ein. Würde einfach überlegen welche Hände denn einen draw halten könnten und dementsprechend respekt vor dem Board haben, oder eben nicht.

      P.s. Es gibt doch soviel Spiel entscheidende Situationen die man analysieren kann und unzählige mathematische Berechnungen im Poker (mit denen ich mich hoffentlich nie herum plagen werde), muss man sich da wirklich noch irgendwelche zichfach verschachtelten Kategorien für Boards ausdenken ?
    • RicFlair
      RicFlair
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2006 Beiträge: 2.865
      wieso isses denn so wichtig so eine kategorisierung mit 4 kategorien vorzunehmen?
      willst nen bot bauen?


      zum thema ist glaube ich alles gesagt
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von RicFlair
      wieso isses denn so wichtig so eine kategorisierung mit 4 kategorien vorzunehmen?
      willst nen bot bauen?


      zum thema ist glaube ich alles gesagt
      Wenn ich ne UTG openraiserange habe und die CC Range von Villain im BU ziemlich genau (oder ganz genau) kenne, dann kann ich doch ausrechnen auf welchen Flops eine C-Bet Sinn macht und auf welchen nicht.

      Jeden denkbaren Flop durchzugehen ist sehr aufwendig und würde sehr umfangreiche Tabellen erzeugen, die nicht gerade übersichtlich sind.
      Wenn ich aber bestimmte Floptexturen zusammenfasse, die sich Equitymäßig alle sehr ähnlich verhalten, dann kann ich die Informationsmenge stark reduzieren ohne einen sehr großen Genauigkeitsverlust in Kauf nehmen zu müssen.
      Das war jedenfalls meine Idee, daher mein Versuch Floptexturen so zu klassifizieren.
    • LinusCaldwell
      LinusCaldwell
      Bronze
      Dabei seit: 26.09.2007 Beiträge: 1.095
      du gehst da ein bisschen falsch an die sache heran

      zuerst mal ist es schon in ordnung gewisse floptexturen einzuordnen
      was in dem zusammenhang allerdings noch nicht genannt wurde: es kommt nicht nur auf das board an, sondern auch auf villains range; d.h. ein board kann drawheavy sein wie es will, wenn villain kaum oder nicht damit conected, dann kann uns das (in der hinsicht!) erstmal egal sein



      was jetzt wichtig ist:

      - die checking range deines gegners ist erstmal nicht das, was dich am meisten interessieren sollte (ein BU hat übrigens auch keine c/c range), sondern die teile seiner range, die er auf eine cbet foldet, callt, raist; du willst ja wissen, ob es sich lohnt zu cbetten

      - die checking range wird erst interessant, wenn du dir überlegst zu c/r oder eine freecard zu nehmen

      - die herangehensweise, um die frage cbet oder nicht beantworten zu können ist, dass du dich fragen musst, wie er mit welchem teil seiner range auf diese oder jene aktion von dir reagieren wird
      und zwar auf genau dem board, das vorliegt; deswegen machts auch wenig sinn in diesem zusammenhang irgendwie boards zusammen zu fassen, um rechnungen zu erleichtern
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      klingt logisch, danke Linus =)


      allerdings meinte ich mit cc Range nicht check/call Range, sondern die coldcall Range, also die Range die mein openraise callt. Aber es stimmt, dass diese Range alleine nicht ausreicht, entscheidend ist mit welchen Teilen der Range er am Flop in Verbindung mit dem Board auf meine Aktion reagiert...

      ganz schön komplex :P