agressives Bankrollmanagement wenn man das Limit schlägt

    • t181241
      t181241
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2009 Beiträge: 693
      Ich habe folgendes Problem: Ich habe vor Kurzem noch nl100 gespielt und auch geschlagen, bekam leider einen down und musste auscashen. Meine Bankroll ist jetzt nur noch ein 1/4 so groß wie zuvor und ich musste zwei limits absteigen. Deshalb hab ich mir etwas ausgedacht, möglichst schnell wieder auf mein Stammlimit zu kommen.

      Vorsicht: Das Ganze hier ist nur eine Idee und ich hoffe auf eine konstruktive Diskussion. Weder halte ich mich für toll, noch denke ich, dass das System gut ist. Ich habe nur meine bisherigen Gedanken aufgeschrieben. Wer meint flamen und spammen zu müssen, kann hier aufhören zu lesen.

      Im Grunde genommen geht es bei diesem Ansatz um ein Bankrollmanagement, bei dem sehr früh auf und auch wieder abgestiegen wird. Die Idee dabei ist, dass man auf einem "Fundament-Limit" eine solide Grundlage hat, mindestens 20 Stacks und mehr und von diesem Limit aus sehr schnell auf und wenn nötig auch wieder absteigt.

      Folgendes Beispiel:

      Bankroll: 500$
      Limit: nl25

      Sobald man 10 Stacks, also 250$ erspielt hat, steigt man auf

      Bankroll: 750$
      Limit: nl50

      Wir spielen also von nun an mit 750$ nl50. Erspielen wir erneut 10 Stacks, also 500$ und haben eine Bankroll von 1250$, steigen wir auf.

      Bankroll: 1250$
      Limit: nl100

      Im Grunde ist das nichts anderes, wie das herkömmliche System, bei denen man mit 20, bzw. 30 Stacks aufsteigt. Der wichtige Unterschied ist aber, zum richtigen Zeitpunkt wieder abzusteigen. Sollten wir nun auf nl100 mit 1250$ angelangt sein und wir verlieren 300$, steigen wir ab.

      Bankroll: 950$
      Limit: nl50

      Wir haben jetzt 6 von unseren 10 nl50 Stacks, bzw. 3 von 5 nl100 Stacks verloren und spielen wieder nl50, aber nicht bis wir 6 Stacks gewonnen haben, sondern bis wir erneut 10 Stacks gewinnen:

      Bankroll: 1450$
      Limit: nl100

      Sollten wir dann erneut 3 Stacks nl100, bzw. 300$, bzw. 6 Stacks nl50 verloren haben, gehts wieder runter auf nl50.

      Bankroll: 1150$
      Limit: nl50

      Auch hier kann es leider sein, dass wir 6 Stacks auf nl50 verlieren. Dann geht es runter auf das erste Limit nl25.

      Bankroll: 850$
      Limit: nl25

      Resultat des obigen Beispiels:
      Winnings nl25 250$
      Winnings auf nl50 500 + 500 - 300 = 700
      Winnings nl100 -600
      -------------
      Winnings: 350$

      Wir haben also insgesamt 350$ winnings und spielen wieder nl25 mit 850$ Bankroll. An dieser Stelle würde ich dann keine 10 Stacks mehr erspielen, sondern nur 6, also bis 1000$ Bankroll, und dann nl50 zu meinem neuen "Fundament-Limit" machen.



      Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich, was ich meine.

      kurz zusammengefasst:

      Vorraussetzungen:
      # Man schlägt die Limits, in denen man auf und absteigt
      # Man hat auf einem Limit, auf dem man beginnt, eine solide Bankroll (20 Stacks+)
      # Man hält es aus, auf und ab zusteigen

      Vorteile:
      # Schnelles hochkommen in den Limit
      # Ausnutzen von Upswings
      # Verminderung von Downswings
      # Mitnehmen von Gewinnen trotz Absteigen
      # ...
      Edit:
      # mehr Rakeback, da es möglich wird, ohne größere Bankroll ein höheres Limit zu spielen

      Nachteile:
      # Psychisch bestimm nicht leicht wegzustecken wegen der großen Swings
      # ...

      Idee:
      # Mindestesn 20 Stacks auf einem Limit als Fundament, welches man möglichst nicht unterschreitet
      # Bei 10 Stacks + aufsteigen
      # Bei 6 Stacks - absteigen
      # Wieder aufsteigen bei erneuten Gewinn von 10 Stacks
      # Bei genug Gewinnen vielleicht ein neues Fundament-Limit definieren
  • 35 Antworten
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.798
      schon mal dran gedacht dich evtl. staken zu lassen?
    • s0me
      s0me
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2007 Beiträge: 135
      Deine Idee ist es bei -6 Stacks absteigen, aber in deinem Beispiel steigst du bei 3 Stacks schon ab. Warum?
    • Hugger
      Hugger
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2005 Beiträge: 1.093
      Deine Idee ist gut,ich kenne das in etwas abgewandelter Form.

      Wenn du NL100 solide geschlagen hast spricht doch absolut nichts dagegen deinen Plan auch umzusetzen.Den einzigen Nachteil den ich sehe,ist,das evtl. Swings dich psychisch belasten könnten und das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

      Es muss dir einfach klar sein das du,bedingt durch Swings eine Zeitlang Fahrstuhlpoker spielst.Wenn du damit ein Problem hast lass es sein.Falls nicht,good luck!
    • t181241
      t181241
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2009 Beiträge: 693
      Original von SteveWarris
      schon mal dran gedacht dich evtl. staken zu lassen?
      jap, hab ich ne zeit lange gemacht, wurde mit 2k gestackt, aber von meinem bruder. Das mochte ich nicht, da ich nicht gerne mit Geld von anderen spiele, darum gehts hier auch nicht

      Deine Idee ist es bei -6 Stacks absteigen, aber in deinem Beispiel steigst du bei 3 Stacks schon ab. Warum?


      weil 6 Stacks = 3 Stacks sind, also natürlich nicht, aber die 6 Stacks nl50 sind praktisch die 3 Stacks nl100

      "Wir haben jetzt 6 von unseren 10 nl50 Stacks, bzw. 3 von 5 nl100 Stacks"
    • jerky
      jerky
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 2.957
      wenn du keine probs hast abzusteigen isses gut so, im endeffekt isses ja quasi nur ein konstantes shotten, und wenn du die disziplin zum absteigen hast hab ich da eigentlich keine bedenken
    • mcontact
      mcontact
      Bronze
      Dabei seit: 12.12.2006 Beiträge: 1.495
      wenn du dann auch wirklich immer absteigst, könntest du es so machen
    • t181241
      t181241
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2009 Beiträge: 693
      Original von mcontact
      wenn du dann auch wirklich immer absteigst, könntest du es so machen
      würde ich in jedem fall machen. KAnn es denn noch schlimmer kommen? Ich mein, ich hab jetzt schon 10k hands nl25 gespielt und habe praktisch bewiesen von nl100 auf nl25 abzsteigen zu können
    • t181241
      t181241
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2009 Beiträge: 693
      Habe gerade noch mal ein Vorteil reineditiert: Mehr Rakeback, dadurch dass man höher Limits spielen kann (auch wenn manchmal nur kurzweilig)
    • shibbyx1
      shibbyx1
      Bronze
      Dabei seit: 18.11.2008 Beiträge: 1.292
      Original von Hugger
      Deine Idee ist gut,ich kenne das in etwas abgewandelter Form.

      Wenn du NL100 solide geschlagen hast spricht doch absolut nichts dagegen deinen Plan auch umzusetzen.Den einzigen Nachteil den ich sehe,ist,das evtl. Swings dich psychisch belasten könnten und das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

      Es muss dir einfach klar sein das du,bedingt durch Swings eine Zeitlang Fahrstuhlpoker spielst.Wenn du damit ein Problem hast lass es sein.Falls nicht,good luck!
      this!
      Genau das habe ich gerade durchgemacht... habe gedacht ich schlage mein limit sehr sehr solide, ausgecashed, und mit 30 stacks wieder weitergemacht -> bamm downswing -> typisches denken '' ach das war nur ein down...nächste session gehts wieder hoch'' und nicht abgestiegen -> BR durch setups usw weiter minimiert -> back to the roots :(

      Die psychische Belastung für mich war enorm und mein Ego war zu groß um abzusteigen... naja..zum glück habe ich es noch kapiert und bin dann runter! Habe mir jetzt vorgenommen lieber mit 100Stack BRM zu spielen und diesen Stress dafür nicht mehr zu haben!
    • partylion
      partylion
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 2.906
      Warum nicht einfach ein 15 oder 20 Stacks BRM (natürlich muss man auch hier absteigen können)
    • SpiCy51
      SpiCy51
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2008 Beiträge: 2.010
      Ja und wieviele tables magst dann spielen bitte? 4?:D
    • Finally
      Finally
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 3.889
      was spricht gegen 4 tabling?
    • t181241
      t181241
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2009 Beiträge: 693
      Original von SpiCy51
      Ja und wieviele tables magst dann spielen bitte? 4?:D
      Hast dir das fettgedruckte oben durchgelesen?

      Man kann so immer noch bis zu 10 tische spielen, oft auch mehr
    • Noonien
      Noonien
      Bronze
      Dabei seit: 01.01.2007 Beiträge: 4.616
      Weis nicht recht. Finde an ein Limit muss man sich auch "gewöhnen" .
      Teils spielen sich die Limits doch sehr verschieden.
      Zudem sehe ich als Problem das wenn du zB mal in 2 Tagen 2 Limits absteigen musst (nur als Beispiel, aber kann ja locker passieren) das du dann dort nicht mehr vernünftig spielst da ein Allin plötzlich keine 100$ mehr sondern nur noch 25$ sind und dich der Beteag einfach langweilt.
      Ob du damit zurecht kommst so unterschiedlich hohe Stacks zu haben ?
      Auch nicht unterschätzen würde ich die nicht vorhandenen Reads auf Gegner, oder willst du für jedes Limit Hands kaufen (wo ja nix dagegen spricht) ?
      Ich denke einfach das ein Downswing bei dieser Methode katastrophale Auswirkungen auf deine Bankroll hat.
    • qaymko
      qaymko
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2008 Beiträge: 1.653
      Erscheint mir insgesamt unlogisch:

      1. Dein BRM wird mit steigendem Limit aggressiver, wenn alles glatt geht.

      2. Warum sollte die Grenze fürs höhere Limit nach einem Abstieg denn höher als vor dem Abstieg? Erscheint mir unbegründet.


      Ich glaub, für das was du vorhast ist es am besten, wenn du dir sagst, alles was mehr als 20 stacks da ist wird fürs nächst höhere limit verwendet.
    • Theford
      Theford
      Global
      Dabei seit: 26.02.2008 Beiträge: 788
      Der Nachteil daran ist, dass du die Regs auf den jeweiligen Levels meist erst später erkennst, da es sein kann das du nur sehr wenige Hände auf einem Limit haben kannst. Steigst du nun auf und hälst dich ne Weile und müsstest dann wieder absteigen sind die Daten teilweise schon wieder veraltet bzw. die Spieler gar nicht mehr da.

      --> Fakto bist du auf jedem Limit immer wieder sozusagen zum ersten Mal.

      Auch möchte ich dich nicht sehen,wenn du deine Aces gegen 65o reinstellst und natürlich...verlierst. Es ärgert einen, man ist der Ansicht das Limit zu schlagen und alles andere wäre Verminderung seiner persönlichen Effizienz und bleibst auf dem Limit.

      --> Fakto du bleibst nur einmal zu lange auf einem Limit hängen und du hast dir selbst bewiesen das du die psychische Stärke nicht besitzt und es geht dir noch schlechter.

      Ich persönlich finde es allerdings okay bis NL50 ein sehr aggressives BRM zu fahren, gerade wenn man schon Erfahrung hat. Poker wird zum verdienen erst ab dann wirklich profitabel und sollte das nichts werden dann ist meine persönliche Meinung das der Stress und Aufwand Poker ernsthaft zu betreiben in keinem Verhältnis zu dem steht was man einnimmt.
    • Zerdeboe
      Zerdeboe
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2007 Beiträge: 2.602
      Wenn mann die Limits schlägt und auch absteigen kann ist dagegen nix einzuwenden.

      Allerdings muss man es imo nicht so genau definieren.
      Ab und an shotet man und dann ist man auch recht schnell wieder oben..
    • stoniboni
      stoniboni
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2008 Beiträge: 73
      Mehr Rakeback = Vorteil ?

      Also wenn du auf einer Seite spielst, wo man für jedes Limit gleich hohen PROZENTUELLEN Rakeback bekommt dann würd ich eher sagen:

      Mehr Rake = Mehr Rakeback = kein Vorteil
    • JimmyPoke
      JimmyPoke
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 3.050
      hatte im prinzip die gleiche idee und finde sie auch nicht schlecht. wenn man glück hat und einen kleinen upswing beim shotten bekommt ist man eben schneller oben. aber die swings gehen halt in beide richtungen...
      man muss dabei extrem diszipliniert sein. wenn du das bist, dann mach es. aber die varianz kann einfach fies sein bei sowas und das belastet, zumindest mich, nochmal ein stück mehr, wenn man andauernd wieder runter muss.
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