Schenkung und Offenbarungseid...

    • Tarantel
      Tarantel
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2007 Beiträge: 770
      Hallo,
      ich hab mir bereits die Finger wundgegoogelt, finde aber einfach nichts, was meine Frage umfassend beantworten könnte...

      Versuchen wir es mal hier :)

      Der Vater meiner Frau hat vor zig Jahren einen Offenbarungseid geleistet
      und im Moment wird gerade das Haus seines vor kurzem verstorbenen Vaters verkauft.

      Ca. 30K Eus werden wohl für den Vater dabei rausspringen.
      Um dieses Geld irgendwie behalten zu können ist nun vorgesehen, seinen Erbteil per Schenkung an meine Frau abzugeben, welche ihm das Geld dann bar geben soll...

      Soweit so gut, ABER wie sieht es da eigentlich rechtlich aus? Ich bin ja der Meinung, dass meine Frau sich mit der Aktion strafbar macht, für mich kommt das irgendwie auf Betrug raus...

      Kennt jemand eine ähnliche Situation und weiß wie man das am besten lösen kann, oder ist die Schenkung an sich eine undurchführbare Idee?
  • 13 Antworten
    • Atkin
      Atkin
      Silber
      Dabei seit: 07.07.2008 Beiträge: 665
      Ist Betrug!

      Ich glaube auch nicht das das funktioniert. Gläubiger sind in sowas immer relativ fix, zudem muss man einen Offenbahrungseid alle 3 Jahre wiederholen so weit ich weiß.
      Das bedeutet er macht sich zusätzlich auch noch strafbar.
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      Original von Atkin
      Ist Betrug!
      warum
    • Tarantel
      Tarantel
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2007 Beiträge: 770
      Ganz ehrlich, wie genau das mit seinem OE läuft weiß ich nicht.


      Ich hab hier auch gerade einen Geschäftskollegen zu dem Thema gefragt, und der meint dass der Verkauf ja über einen Notar abgewickelt wird und dieser sowieso Meldung an den Fiskus machen muß und die Gläubiger wohl auch informiert werden. Von daher könne er das Geld nirgends vorbeischleusen...

      Kann das jemand so bestätigen?


      Esel, erklär doch mal, wieso das KEIN Betrug ist, wenn du es bezweifelst?
    • Tarantel
      Tarantel
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2007 Beiträge: 770
      Ach, und bevor ich hier falsch verstanden werde und deshalb keiner was schreibt...

      Ich suche hier nicht nach Möglichkeiten die Gläubiger zu bescheissen, sondern will nur abgesichert wissen, dass sich meine Frau nicht in Schwierigkeiten bringt!

      Sollte also jemand belegen können, dass dies illegal ist wird die Sache natürlich nicht durchgeführt!
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Für Deutschland gilt:

      Das mit der Schenkung ist zunächst einmal problematisch, weil Schenkungssteuer anfallen könnte.

      Die Schenkung ist außerdem nutzlos, wenn die Gläubiger deinem Vater noch auf den Fersen sein sollten. Sie können die Schenkung dann nach den Regeln des Anfechtungsgesetzes anfechten.

      Sind die Gläubiger aber überhaupt noch aktiv? In der Tat könnten sie alle 3 Jahre die Wiederholung der EV verlangen. In einer solchen EV müsste dein Vater den Erbfall und die Schenkung in jedem Fall angeben.
    • alexanderhirth
      alexanderhirth
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 2.353
      Wäre es nicht einfacher das Erbe abzuschlagen und der andere Erbe zeigt sich dafür in angemessenem Maße erkenntlich... ?


      Hab zwar keine Ahnung von sowas, aber ich kann mir absolut nicht vorstellen dass man damit durchkommt.

      Google am besten mal ne Runde, es gibt im Netz eine Website bei der eine Rechtsauskunft nur einen € kostet.
    • DrMindtrap
      DrMindtrap
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2006 Beiträge: 2.914
      Original von Tarantel
      Ich suche hier nicht nach Möglichkeiten die Gläubiger zu bescheissen, sondern will nur abgesichert wissen, dass sich meine Frau nicht in Schwierigkeiten bringt!
      Widerspruch in sich.
      Wenn ihr das so macht, wie du schreibst, dass ihr es vorhabt, wie ist das dann bitte nicht Betrug an den Gläubigern?
    • Tarantel
      Tarantel
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2007 Beiträge: 770
      Original von wespetrev
      Für Deutschland gilt:

      Das mit der Schenkung ist zunächst einmal problematisch, weil Schenkungssteuer anfallen könnte.

      Die Schenkung ist außerdem nutzlos, wenn die Gläubiger deinem Vater noch auf den Fersen sein sollten. Sie können die Schenkung dann nach den Regeln des Anfechtungsgesetzes anfechten.

      Sind die Gläubiger aber überhaupt noch aktiv? In der Tat könnten sie alle 3 Jahre die Wiederholung der EV verlangen. In einer solchen EV müsste dein Vater den Erbfall und die Schenkung in jedem Fall angeben.

      Ich dachte mir auch, das dies nicht so einfach sein kann :)
      Hörte sich in der Theorie halt gut an^^

      Ob die Gläubiger noch aktiv sind kann ich nicht sagen, ich weiß nur, dass der Vater seinen OE laut meiner Frau bereits laufen hat "seit sie denken kann". (Sie ist jetzt 22)
    • Tarantel
      Tarantel
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2007 Beiträge: 770
      Original von DrMindtrap
      Original von Tarantel
      Ich suche hier nicht nach Möglichkeiten die Gläubiger zu bescheissen, sondern will nur abgesichert wissen, dass sich meine Frau nicht in Schwierigkeiten bringt!
      Widerspruch in sich.
      Wenn ihr das so macht, wie du schreibst, dass ihr es vorhabt, wie ist das dann bitte nicht Betrug an den Gläubigern?

      Langsam, wir machen das ja nicht so. Das war der Plan des Vaters um an sein Erbe zu kommen, da er nun lange genug warten mußte bis SEIN Vater den Löffel abgibt. Meine Frau soll dabei das Mittel zum Zweck sein, denn er glaubt dass er damit durchkommt. Deshalb versuche ich hier rauszufinden ob er Recht hat (ich und meine Frau glauben das nicht).

      Da es wohl so nicht geht möchten wir Argumente haben um ihm zu sagen WARUM es nicht geht.
      Glaubt mir einfach, wenn ich euch sage dass der Vater kein leichter Umgang ist und gerne mal explodiert wenn man ihm sagt dass er falsch liegt. Deshalb brauche ich was hieb- und stichfestes um es ihm verständlich zu machen.
    • Spielstephan
      Spielstephan
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2008 Beiträge: 1.182
      Wenn es um 30 k Euro geht investiert bissel Geld in Rechtsberatung bei nem Anwalt- so teuer ist dat nicht. Er haftet auch für seine Aussagen. Im Netz findest du nur Halbwissen.
    • Tarantel
      Tarantel
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2007 Beiträge: 770
      Original von Spielstephan
      Wenn es um 30 k Euro geht investiert bissel Geld in Rechtsberatung bei nem Anwalt- so teuer ist dat nicht. Er haftet auch für seine Aussagen. Im Netz findest du nur Halbwissen.

      Das wäre ne Option, wenn es UNSERE 30K wären, meine Frau soll ja nur als Schleuse fungieren :)
    • Tarantel
      Tarantel
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2007 Beiträge: 770
      Leute, vergesst das ganze Thema wieder, meine Frau hat mich gerade angerufen und mir mitgeteilt dass sie wegen des Themas gerade Streit mit ihrem Vater hatte und nun keinen Vater mehr hat...

      Also hat sich das wohl endgültig erledigt^^...
    • BayesLaw
      BayesLaw
      Global
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 2.626
      Original von alexanderhirth
      Wäre es nicht einfacher das Erbe abzuschlagen und der andere Erbe zeigt sich dafür in angemessenem Maße erkenntlich... ?
      Diese Frage finde ich eigentlich auch interessanter als die des OP. Und auch die Frage wer das ausgeschlagene Erbe bekommt. Geht das an die Tochter? Die anderen Erben, oder zu mindestens der Pflichtteil an die Gläubiger? Oder ist es gar verboten weil man so den Gläubigern bewusst schadet?