Drawing- vs Equity Hands OOP gg TAGs(joosP's-Quotes inside)

    • backdoorgushot
      backdoorgushot
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2007 Beiträge: 2.811
      Hier eine Hand die wir im Handbewerteforum diskutiert und wo letztendlich eine Strategiedisskusion draus wurde. Also diese Situation schränkt unsere Optionen ein, und es läuft letztendlich darauf hinaus den größten Teil unserer Range passiv zu defenden. Jetzt stellt sich nur die Frage: Welche Hände wären am besten dafür geeignet? Drawing- vs Equity Hands. Sowas wie A6o gg J9s


      NL Holdem $2(BB) Replayer
      SB ($200)
      Hero ($200)
      UTG ($324)
      CO ($214)
      BTN ($215)______55%f23b; ATS >45%; Guter Tag

      Dealt to Hero J :diamond: 9 :diamond:

      fold, fold, BTN raises to $5, Hero im BB???





      edit:Esel nenn... und so :rolleyes:
      Hier noch mal die letzten Beiträge aus der Disskusion zwischen joosP und mir:

      MY:
      Aber auch ne Preflop call ist ganz interessant, da er mit der kleinen oR-Size viel Stealen kann und somit seine Range am Flop sher weak ist. Von daher kannst je nach cbet und cb-Frequenzies mehr c/r oder donken und somit gg seine kleinen opens adapten


      joosP:

      falsch. je weaker seine range, desto schlechter werden hands die von implieds und position leben und desto stärker werden valuehands.

      ein call ist schon ok preflop, aber eben nicht mit dieser begründung.

      MY:
      Hab doch garnix von Implieds gesagt, die hast du ja obv nicht, viel mehr profitieren wir von der FEQ. Und mit J9s lässt sich mMn mehr FEQ aufbauen als mit A6o, da man einfach über mehere Streets mit FEQ+EQ (semi)bluffen kann.
      Ich defende da gg einen aggro auch eher J9s als A6o, da ich mein Ace high eh so gut wie nie zum SD bringe. Und was will man mit nem K8,A5 oder solchen guten Equity Händen OOP gg nen aggressiven Gegner ausrichten. Wenn Villain postflop eher weak ist und/oder man seine bet/bluff frequenzen besser kennt und somit einen Plan hat wie man billig zum SD kommt oder man auch mal TP folden kann usw. dann spricht es eher dafür eine Hand mit guten Equtiy, aber schlechter playbility OOP zu spielen.


      Also ich bin jetzt davon augegangen das wir gg einen aggro unserer A high fast nie zum SD bringen können(und pair auf 6 nur schwer), somit sind wir gezwungen unsere Hand in bluffen zu turnen, damit der Spot profitable wird. Und mit J9 und GS+,backdoors haben wir gg eine zb.C/r-Calling Range eine bessere Equity plus Implieds als wenn wir nur auf unser A high drawen und reverse Implieds besitzen.



      joosP:

      - fast alle deine annahmen sind komplett falsch, denk nochmal drüber nach. btw kannst du ooP nicht gegen ein c/r spielen

      - das ist schon lange eine strategiediskussion und keine handbewertung mehr, bitte im strategieforum oder ohne mich weiter diskutieren


      klar, du sollst mitdiskutieren. ich bin doch lernbereit;)
  • 6 Antworten
    • backdoorgushot
      backdoorgushot
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2007 Beiträge: 2.811
      - fast alle deine annahmen sind komplett falsch, denk nochmal drüber nach. btw kannst du ooP nicht gegen ein c/r spielen



      Welche Annahmen sind falsch?

      Ich habe geschrieben das ich mit J9s+(DrawingKram) gg eine Range die meinen c/r callt besser da stehe als mit A6o, wo ich bestenfalls mit A high 3 Outs habe. Und somit auf weniger Turns weiter feuern kann als mit Drawing Hands. (mehr cleaneOuts-weniger FEQ)

      Bedingung für das Konzept:
      Villain sollte keine große Turn-shoving Range haben, sondern eher eine große calling und folding Range, da unsere Outs und Implieds an Bedeutung verlieren
    • Dodadodadodada
      Dodadodadodada
      Black
      Dabei seit: 25.02.2006 Beiträge: 4.747
      Kommt auf die Aggressivität Villain´s an.
      Als Default sollte man sone Hand defenden, ob jetzt mit nem Call, oder mit nem Raise.
      Unsere Odds sind gut für den Call, Villain wird ne recht loose Openingraisingrange haben, wenn er in der Lage ist 2,5x zu eröffnen, sodass wir auch noch Einiges dominieren, bzw. wir nicht mit unserem MP dauernd gegen TP´s laufen, sondern auch oft gegen passiv gespielte BP´s sowie A-highs.
      Wenn wir viel cr am Flop, wird Villain auch irgendwann öfters am Flop behind checken, sodass wir Freecards erhalten.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Die Frage ist halt welche Optionen dir Postflop zur Verfügung stehen. Davon ausgehend musst du ja schon dein Preflop-Spiel betrachten.

      Einen suited-one-gapper OOP zu spielen ist halt selten leicht. Natürlich ist es möglich, nur möchtest du drawing hands grundsätzlich lieber in Position oder aber mit Initiative spielen. Du hast hier also mMn keinen Vorteil "einer guten Playbility".

      Solltest du nun 3-betten hast du die Initiative, Preflop wirst du nix mehr falsch machen können. Wenn Villain foldet, ist das dennoch häufig eine bessere Hand, wenn er 4-bettet kannst du die schlechteste Hand folden. Sollte er callen stehst du zwar dennoch OOp da, aber immerhin mit Iniative. Und da ist die Playbility meistens besser.

      Wenn du Preflop nur callst hast du ein weiteres Problem: Solltest du check/raisen und Villain pushen, reicht deine Equity kaum aus um mit einem reinen 9-Outer (FDraw) das Geld reinzubringen. Du musst also deine tolle drawing hand, die eigentlich eine gute Playbility haben sollte, fast schon in einen Bluff verwandeln.

      Wenn Villain im 10$ Pot 7$ cbettet, du c/raist auf 31$ und Villain pusht, müsstest du noch 164 nachlegen, bräuchtest also 41% Equity (164/400). Das hast du mit einem reinen FDraw nicht.

      Bliebe also nur der c/call...und dann die Frage was am Turn zu tun ist.

      Wie Dodaxxx vor mir schon sagte, da kommts auf Villain an, wie gut du ihn einschätzen kannst und wie aggressiv er ist. Da muss die Edge schon vorhanden sein um das gut und profitabel spielen zu können, und das kann nicht jeder. Mir fällt das auch recht schwer, weswegen ich OOP hier lieber 3-bette oder folde wenn ich weiß dass es zu HU Situationen gegen loose Spieler kommen kann.

      Mag aber natürlich nicht das perfekte Spiel sein, aber man muss Preflop schon seine Postflop-Edge einschätzen.
    • Crustacean
      Crustacean
      Black
      Dabei seit: 27.04.2006 Beiträge: 2.214
      was spricht gegen donk/push am flop?
    • Nussknacker
      Nussknacker
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 16.276
      Original von Crustacean
      was spricht gegen donk/push am flop?
      Dass du toast gg seine calling Range bist und deine line sicher unbalanced ist
    • cYde
      cYde
      Black
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 12.690
      Gegen fast jeden Gegner würde ich diese Hand zu 100% spielen bei dem angegebenen Szenario. Bei einem 2,5 BB Raise würde ich eher callen. Wenn der Gegner IP sehr gut spielt eher 3-betten aber auch nicht zu 100%.

      Die von MiiWiin beschriebene Initiative ist eine Illusion. Niemand sagt, dass der PFA auch das Recht hat als erster zu betten. Wenn du dir Gedanken zu einem guten Donkingverhalten machst musst du nicht zwangsläufig check/x spielen.

      Ebenso ist die Argumentation die gegen check/raises spricht so nicht richtig. Es ist bei weitem nicht so, dass wir auf einen check/raise immer nur einen Shove oder einen Fold bekommen. Sollte der Gegner tatsächlich so ein stumpfsinniges Reaktionsmuster vorweisen ist einer sehr weiten PF Callingrange Tür und Tor geöffnet weil uns Villain einen riesigen Hebel in die Hand drückt. Wir gewinnen einen riesigen Pot mit unseren Monster und haben enorme FEQ gegen den großen Airteil seiner weiten Cbettingrange.

      So ein Villain wird als Adjustment darauf anfangen viele Flops mit seinen mittelstarken Händen behind zu checken et voila. Wir sehen einen Turn for free und halten den Pot klein. Das ist dann übrigens ein guter Zeitpunkt um mehr zu donken.