[Non-Poker] probleme mit problemen

    • p00s88
      p00s88
      Bronze
      Dabei seit: 08.09.2007 Beiträge: 8.954
      hi
      seit einigen jahren hab ich ein riesen problem
      ich kann einfach mit niemandem über meine probleme reden, früher war das alles kein problem, ich hatte nen besten freund mit dem ich über alles reden konnte ohne probleme ganz einfach
      leider haben wir uns auseinander gelebt, er hatte riesen stress in der schule, war dann im zi und iwie ist dann der kontakt relativ schnell zum erliegen gekommen, obwohl ich ihn des öfteren besucht hat
      iwie hat er dann noch drogenprobleme und iwie hab ich dann auch das vertrauen in ihn verloren, weil er sich doch sehr verändert hat
      naja und seit dem fress ich meine probleme im wahrsten sinne des wortes in mich rein (ich hab in 2 jahren knapp 20kg zugenommen)
      also des problem ist für mich net, dass ich keine vertrauenspersonen hätte, die auch auf mich zukommen, wenn ich probleme hab, aber immer wenn mich jemand fragt wies mir geht und so (wenn ich zb in meine icqaw schreib: alles scheiße usw) denk ich mir immer: es macht keinen sinn andere mit deinen problemen zu belasten, dann sag ich einfach: ajo alles gut
      zu meinen geschwistern und eltern hab ich auch net wirklich so ne tolle vertrauensbeziehung, von klein auf hab ich eigntl nie wirklich gelernt mit ihnen über meine probleme zu reden
      zu mir:
      eigntl bin ich ein recht extrovertierter fröhlicher typ (zumindest nach aussen), auch wenn ich ab und zu mal den angepissten raushängen lasse, aber ich sag eigntl nie was mit mir los is (ausser manchmal wenn ich betrunken bin anscheind)
      ich hab eigntl ziemlich tolle freunde, die sich auch um mich sorgen aber iwie kann ich mich net überwinden mit denen über meine probelme zu reden
      auch, dass ich den text hier schreib hat mich einige überwindung gekostet, aber ich hab mir gedacht dass es bstimmt ein paar kompetente leute gibt die mir helfen können :)
      naja in erster linie sind die probleme femininer natur, ansonsten hab ich eigntl net soooo große probleme
      ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich keine kommas gemacht hab aber iwie kann ich die taste net automatisch drücken
      danke schonmal im vorraus für die tips :)
  • 6 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Hi p00s88,

      ich will mal versuchen, Dich ein wenig zu unterstützen. Schön wäre es allerdings, wenn Du Deinen Post mit ein wenig Interpunktion garnieren könntest. So ist der Text ziemlich schwierig zu lesen. Denk immer daran, dass DU ja Hilfe von jemanden in Anspruch nehmen möchtest, also tu auch was dafür :)

      Wenn man Probleme hat und kann mit niemandem darüber sprechen, kann das sehr schlimme Folgen haben. Damit es nicht soweit kommt, sollte man natürlich versuchen, die Ursachen zu bekämpfen.

      Da Du Dich doch recht vage ausdrückst, kann ich nur Vermutungen anstellen, aber ich lese zwischen den Zeilen, dass Du Dich nach einer Freundin und dazu einem männlichen Vertrauten sehnst.
      Das Dumme an Vertrauen ist, dass es sich erst dann entwickeln kann, wenn man sich öffnet und überwindet, etwas von sich preiszugeben. Das macht allerdings gleichzeitig verletzlich. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Das Vertrauen wird belohnt und es entwickelt sich eine Beziehung (z.B. eine Freundschaft) oder aber dieses Vertrauen wird nicht belohnt und man bereut, dass man demjenigen gegenüber offen gewesen ist. Dadurch wird die Barriere, die es zu überwinden gilt, natürlich eher größer als kleiner - bis man sich irgendwann gar nicht mehr traut, sich jemandem gegenüber zu öffnen.

      Bevor ich nun eine epische Abhandlung schreibe: Treffe ich so ungefähr den Nerv bei Dir oder bin ich völlig auf dem Holzweg...?

      Gruß,
      michimanni
    • p00s88
      p00s88
      Bronze
      Dabei seit: 08.09.2007 Beiträge: 8.954
      ja du hast wohl vollkommen den richtigen nerv getroffen
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Dann trau Dich. Trau Dich, offenherziger mit anderen und vor allem Dir selbst umzugehen.

      Wenn Du anderen Menschen vertrauen möchtest, dann ist es an Dir, den ersten Schritt zu machen. Die Gefahr, dass Du verletzt wirst, wird immer vorhanden sein, aber wenn Du es gar nicht erst versuchst, wirst Du das Gefühl von Vertrauen gar nicht mehr erleben.

      Es ist natürlich, dass da auch immer eine gute Portion Angst mitspielt. Jeder, der mal von seiner Angebeteten einen Korb bekommen hat, weiß, wieviel Schiß man vor diesem Korb hat, weil es einfach sehr, sehr weh tut. Da bricht ggf. eine ganze Welt zusammen. Und dennoch: Wenn man es gar nicht erst versucht, wird man auch nie erfahren, ob es überhaupt zu dem Korb gekommen wäre oder die Angebetete nicht vielleicht genauso viel Angst hat.

      Jede Art von Beziehung ist ein Miteinander auf die eine oder andere Art, egal, ob es eine Ehe, eine Freundschaft oder ein kollegiales Verhältnis ist. Und jede Art von Beziehung bringt es auch mit sich, dass sie nur dann gut funktioniert, wenn beide Seiten bereit sind, aufeinander zuzugehen und vertrauen können und wollen. Man muss eben bereit sein, den ersten Schritt zu wagen, daher schließe ich wie ich anfing: Trau Dich :)
    • AkDisorder
      AkDisorder
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2006 Beiträge: 290
      Hi,

      den OP hätte ich vor zweieinhalb Jahren selber schreiben können. Mir gings damals exakt genau so. Selbst in den meisten Details die du ansprichst. Ich war immer einer, der für jeden das Beste wollte und auch alles dafür getan hat, dass jeder mich mochte und viel von mir hielt (also zuhören, wenn jemand Probleme hatte usw.). Als ich dann meine Ausbildung angefangen hab, das war 2006, gings mit mir selber abwärts (mein damaliger Chef hat mich fertig gemacht, ich war drauf und dran in extreme Spielsucht zu rutschen, habe massive Depressionen bekommen). Ich konnte mich niemandem öffnen und so wurde alles noch schlimmer. Ich hatte damals drei sehr gute Freundinnen (sowas wie beste Kumpels, nur halt Mädels), die mir alles bedeuteten. Durch die ganze Sache ist das Verhältnis zu den dreien fast kaputt gegangen, weil die sich natürlich auch auf den Schlips getreten fühlten, weil ich ihnen nicht sagen wollte/konnte, was mich so fertig machte.

      Bevor alles zu spät war (ich war kurz davor, mit 200 gegen nen Brückenpfeiler zu fahren), bin ich zu einem Psychologen gegangen. Ich wurde knapp eineinhalb Jahre mit Antidepressiva behandelt. Die haben mir einiges gebracht. Und nun zu dem Punkt, den du übertreten musst (Michimanni hats schon erwähnt):

      Trau dich.

      Das ist es, was ich dir aus eigener Erfahrung raten kann. Trau dich, dich zu öffnen. Du wirst sonst nie das Gefühl echten Vertrauens erfahren. Ich hab mich getraut, und ich habe gute Erfahrungen gemacht. Eigentlich fällts mir jetzt noch schwer, ehrlich und offen zu sein, aber ich habe jetzt zwei Personen, bei denen ich das kann (das sind zwei der eben erwähnten drei Freundinnen). Und ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht. Je offener ich zu ihnen war, desto offener waren sie zu mir. Sie sind jetzt mindestens genauso verletzlich wie ich es bin, aber niemand käme jemals auf die Idee das gegen den anderen auszuspielen.

      Professionelle Hilfe kann auch nicht schaden. Es muss ja nicht gleich eine langjährige Therapie sein, aber einen Ersttermin bei einem Psychologen kannst du ruhig mal machen, der wird dir dann sagen können, ob es sinn macht, das längerfristig zu behandeln oder ob du es selber in den Griff bekommen kannst.

      Ich hoffe ich konnte in irgendeiner Form helfen und wünsch dir alles Gute. :)
    • p00s88
      p00s88
      Bronze
      Dabei seit: 08.09.2007 Beiträge: 8.954
      danke für den Tip

      naja einfach net den glauben in die menschen verlieren :)
    • Bartenvinck
      Bartenvinck
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2006 Beiträge: 301
      Hi!

      Kann deinen Post auch gut verstehen.

      Hatte zum Ende der Schulzeit zwei Freundeskreise. Schule und Sport. Mein bester Freund ging dann nach Heidelberg zum studieren und so ist der Freundeskreis Schule nach dem Abi relativ schnell weggebrochen.

      Meine "Sport-Freunde" sind bis heute gute Freunde geblieben, jedoch wurde und wird nur sehr selten offen über Probleme gesprochen. So fand ich mich also in einer ähnlichen Situation wie du, ich stand ohne wirkliche Vertrauensperson da.

      Ich hab mich dann während des Studiums in das Partyleben gestürzt und wurde immer unglücklicher. Als dann mein Studium in die Binsen gegangen war hab ich eine Ausbildung zum Logistiker begonnen. Nach einer Zeit merkte ich, dass viele Kollegen positiv auf mich reagierten wenn ich mich fröhlich und offen gab. Nach und nach wurde ich etwas offener und nahm an After-Work-Aktionen teil. So konnte ich erste neue Freunde gewinnen und neuen Mut schöpfen.

      Gleichzeitig löste ich mich etwas vom alten Sport-Freundeskreis. Z.B. wenn die Jungs mal wieder am Freitag Abend "gemütlich" zocken wollten und in einer Wohnung blieben, bin ich mit einem anderen Freund in die Stadt. Über diesen Freund hab ich dann Kontakt zu vielen neuen Leuten bekommen. So lernte ich dann auch meine damalige Freundin kennen.

      Ich weiß, dass alles nur möglich war, weil ich in mir den Schritt gemacht hab. Ich hab mir vorgenommen, den Kreis zu durchbrechen und Schritt für Schritt etwas zu öffnen.
      So konnte ich dann auch vor einem Jahr den Hauptgewinn einfahren. Ich lenrte meine aktuelle Freundin und künftige Ehefrau kennen :P

      Also, auch hier der Rat. Trau dich. Schritt für Schritt oder der Sprung ins kalte Wasser, wie es für dich besser ist.
      Professionelle Hilfe ist keine Schande! Wenn du keinen Ausweg siehst, nütze dieses Angebot und lass dir Helfen.

      Es geht bergauf, wenn du nur dran glaubst!

      Hoffe hab nicht zu weit am Thema vorbei geschrieben und konnte dir etwas helfen.

      Gruß