Insolvenz des Arbeitgebers

    • scubamaggo
      scubamaggo
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 517
      Hi,

      mein Bruder macht zur Zeit eine Handwerkliche Ausbildung. Jedoch ist nun leider der Betrieb pleite gegangen und wird vorraussichtlich Insolvenz anmelden. Das alleine ist schon mal relativ blöde, allerdings schuldet ihm sein Arbeitgeber auch noch eine nicht unerhebliche Summe an Lohn. Meine Frage ist nun was man am Besten unternehmen könnte um das Geld oder jedenfalls ein Teil davon wieder zu sehen. Sollte man einen Anwalt einschalten? Wie hoch stehen überhaupt die Chancen, dass man noch was bekommt? Können die Schulden auch in Form von Materialien bezahlt werden? Der Betrieb hat offensichtlich ne Menge Geräte, werden die nun alle zwangsverkauft um Schulden zu bezahlen oder kann mein Bruder davon was erhalten um die Schulden zu mindern?

      Schonmal danke für Antworten.
  • 7 Antworten
    • incomplete_05
      incomplete_05
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2005 Beiträge: 726
      so hart es auch klingt,
      dein bruder wird 100% leer ausgehen, wenn der Arbeitgeber Insolvenz anmeldet.

      Die Geraete etc. werden gepfaendet, damit die glaeubiger noch "etwas" bekommen koennen bzw. das geld geht fuer das Insolvenzverfahren drauf.

      Anwalt etc. bringt da gar nichts,
      wie will er denn Geld von jemandem der
      kein Geld hat (eher minus Geld , also selber Schulden hat)

      Miese Geschichte, aber so ist es nun mal.
    • Coletrader
      Coletrader
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2008 Beiträge: 2.164
      Zumal er sich Gedanken darüber machen sollte wo er seine Ausbildung zu Ende bringen kann..

      In welchem Lehrjahr ist er denn? Ruft unbedingt mal bei der IHK an, die vermitteln Betriebe bei denen dein Bruder zumindestens seine Ausbildung zu Ende bringen kann.

      Viel Glück!
    • Egozocker
      Egozocker
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2006 Beiträge: 7.017
      Original von incomplete_05
      so hart es auch klingt,
      dein bruder wird 100% leer ausgehen, wenn der Arbeitgeber Insolvenz anmeldet.(...)
      Miese Geschichte, aber so ist es nun mal.
      Bullshit. Für maximal drei Monate rückständigen Lohn gibt es Insolvenzausfallgeld, welches von der Bundesagentur für Arbeit ausgezahlt wird. Er soll sich dort mal schlau machen.
    • ThirstyToni
      ThirstyToni
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 434
      Original von incomplete_05

      Die Geraete etc. werden gepfaendet, damit die glaeubiger noch "etwas" bekommen koennen bzw. das geld geht fuer das Insolvenzverfahren drauf.

      Genau deshalb hat dein Bruder auch eine Chance noch etwas zu bekommen, da er ebenfalls ein Gläubiger ist.
    • Joop1986
      Joop1986
      Bronze
      Dabei seit: 15.03.2009 Beiträge: 1.232
      Insolvenzgeld gibt es zu 100%!
      Ob die rückständigen Lohnzahlungen damit auch abgedeckt werden, kann ich net bestätigen!
      Den Tipp mit der IHK würde ich auch wahrnehmen!
      Es bestehen gute Chancen dadurch nen Paltz bei nem anderen Betriben zu bekommen , wo er dann seine Ausbildung beenden kann!
    • jasonbourne33
      jasonbourne33
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 1.974
      Hi, Fachkundige Meinung: Nach anmeldung der Insolvenz kann Insolvenzausfallgeld von der Arbeitsargenturfür bis zu 3 Monate erhalten werden. Antrag muss gestellt werden.

      Davor sollte, um rechtlich sicher zu gehen, der ausstehende Lohn beim Arbeitgeber angemahnt werden und eine Zahlungsfrist gesetzt werden. Sollte der Arbeitgeber dann nicht Insolvenz anmelden, macht er sich nämlich strafbar.

      Um Insolvenzausfallgeld beantragen zu können, muss die Firma erst Insolvenz beantragen.


      Um das Geld würd ich mir nciht soviel sorgen machen, eher um die Ausbildungstelle.
    • Mave34
      Mave34
      Global
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 5.948
      ausstehender Lohn ist eine Vorrangforderung, d.h. wird aus der Insolvenzmasse bedient bevor jeder andere Gläubiger drankommt (Banken etc..)

      forderung muss jedoch in jedem fall beim Insolvenzverwalter angemeldet werden.