[non-poker] RL doown/sucht

    • puqi
      puqi
      Bronze
      Dabei seit: 13.01.2009 Beiträge: 376
      Hi Pokerfreunde,
      ich befinde mich momentan in einer Phase bzw. einem Punkt an dem ich total fertig bin und einfach nicht weiß wie es weiter gehen kann/soll. Und natürlich ist eine Droge (THC) mit im Spiel...

      Ich denke zur Veranschaulichung erzähl ich erstmal grob meine Geschichte:
      Ich bin 20 Jahre alt und hatte mit derartigen Schwierigkeiten bisher überhaupt keine Probleme. Ich habe ein Gymnasium besucht, eine Ausbildung mit 18 begonnen, alles lief recht wunderbar. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nie Probleme mit mir selber, mit Drogen oder ähnlichem.
      Leider (muss ich im Nachhinein sagen) habe ich das "Glück" gehabt, zu Beginn meiner Ausbildung einige Kiffer kennen zu lernen. Bis dato war ich sowieso immer ein Mittelpunktstyp, hatte 1000 Freunde, habe Fußball und Tischtennis gespielt.
      Zunächst ging es los, dass man hier und da mal abends zusammen saß und geraucht hat. Bis ich mich immer und immer mehr daran gewöhnt habe und nun seit gut 1 1/2 bereits jeden Tag kiffe und mich scheinbar gar nicht mehr darin erinnern kann, wie es ohne eigentlich war. Das ich ein Suchtgefährdeter Mensch bin, das weiß ich. Mit Zigaretten habe ich bereits frühangefangen. Die Sachen ist nur. Ich möchte das nicht mehr. Er bereitet mir nur Probleme. Ich habe mich in der Zeit so extrem isoliert, dass ich mich höchstens ab und zu mit den Kiffern nochmal treffe.
      Ich weiß, dass in mir aber auch eine Kraft oder vllt auch Intelligenz steckt, die sagt, man du willst das nicht!! Es geht soweit, dass ich morgens aufwache, direkt ans kiffen denke und mich dann auch ganz gerne mal krank schreibe, weil ich lieber jetzt einen schönen Kopf rauche statt zur Arbeit zu gehen. In diesem Moment sitze ich hier und hatte heute morgen wieder die Entscheidung. Und ich bin zu Hause geblieben, obwohl ich wusste, dass ich das nachher bereuen würde. Mich macht das krank. Ich habe in diesem Moment auch gar nicht da und könnte halb durchdrehen.

      Das Interessante ist, ich habe am Mittwoch nächster Woche meine Abschlussprüfung und möchte anschließend gerne im Konzern anfangen zu arbeiten. Beworben habe ich mich schon aber was, wenn jemand heute anruft und ein Vorstellungsgespräch verabreden möchte, ich wäre wohl so breit, dass ich mich nur verquatschen würde.
      Ich denke es ist der extreme Unterschied zu mir vor3 Jahren, der mich fertig macht. Ein kaputes Selbstbewusstsein, kein Vertrauen und kein Durchhaltevermögen. Und dann immer die Frage, wie läufts wenns ohne jegliche Droge läuft. Ich könnte so viel aus mir machen und tief in mir WILL ich das auch. Doch funkt mir mein Kopf immer dazwischen. Ich weiß nicht recht weiter und denk ich hab meine Verwirrung und mein Problem schon irgendwie dargestellt. Sicher habe ich einiges vergessen zu erzählen, aber falls sich jemand für mich interessieren sollte, kann er gerne fragen, ich beantworte es gerne. Heute, am 19.11.2009 um 11:57 Uhr werde ich mit dem Scheiß aufhören und mein Leben beginnen. Möglicherweise werde ich diesen Thread als zunächst als Blog nutzen, da ich davon ausgehe das heute noch so einige bittere Minuten kommen werden. Und die Nacht wird sowieso spannend.
      Das eigentliche Schwierige ist, dass ich seit etwa 6 Monaten bereits jeden Abend mit dem Gedanken ins Bett gehe, morgen hörst du auf. Und sobald ich die Augen aufmache, bin ich ein schwaches Wrack. Das kann doch nicht sein. :(

      Gibt es evtl. wen mit ähnlichen Erfahrung? Helft mir pls Leute, noch bin ich nicht verloren.. :(
  • 20 Antworten
    • kaubi
      kaubi
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2007 Beiträge: 1.692
      he pugi,

      ich hab damals auch von einem zum anderen Tag mit mit kiffen aufgehört. Für mich persönlich war es damals rel. einfach, weil ich ohne kiffen Schlafstörungen usw. bekommen habe und das einfach nicht mehr wollte. Bei dir kann es ja gut und gern schwieriger sein.
      Such dir am besten eine Beratungsstelle in deinem Ort, oder lass dir bei Bedarf eine Überweisung zum Psychologen geben, das ist nichts für das du dich schämen müsstest.
      Wenn du Lust bekommst zu kiffen, versuch dich produktiv abzulenken: Mach in der Zeit Sport, such dir eine neue Beschäftigung (lern kochen oder irgendwas das dich interessiert).
      Wichtig ist auch das du jemanden hast mit dem du offen über das Problem sprechen kannst. Reden ist oft eine wichtige Heilung für die Seele.
      Schreib am besten ein Tagebuch, in dem du festhältst, wie wann und warum du ans Kiffen denkst und was du dir erhoffst, wenn du zum Gras greifst.
      Schlussendlich musst du dir aber die Frage stellen, warum das Kiffen so einen großen Stellenwert in deinem Leben erlangt hat, denn das hat oft mit dem Leben zu tun, das man geführt hat, bevor man gekifft hat.
      Dabei wird dir aber sicher ein Therapeut helfen können.
      viel glück von mir und Alles Gute für die zukunft. Kaubi
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Hallo puqi!

      Also an deiner Stelle würde ich einfach mal zur örtlichen Drogenberatungsstelle gehen, ganz unverbindlich. Die können dich auf jeden Fall unterstützen und dir Tipps geben. Dafür sind sie da! ;) Kostet vielleicht etwas Überwindung, aber wird dir bestimmt helfen können. Und aus dem, was du schreibst, kann man ganz klar erkennen, dass du diese Hilfe unbedingt in Anspruch nehmen solltest. Und wenn du dich ändern möchtest, du dies auch wirklich willst, wirst du eine Beratungsstelle aufsuchen!

      Von deinen Kiffer Freunden würde ich mich dann heute auch mal verabschieden. Such dir Menschen, die auch ohne Drogen deine Nähe schätzen oder gerade deswegen. Das hat ja damals auch schon funktioniert und du hast bestimmt immer noch genug in dir, was andere mögen.

      Wie es ohne Drogen weiter geht? So wie das Leben nunmal ist! Es gibt schwierige Zeiten, Dinge, die einem das Herz zerreißen. Und es gibt Dinge, die wunderschön sind und dich glücklich machen. Für die allein es sich zu leben lohnt. Nimm das Leben einfach so an, wie es ist, nicht wie du es haben möchtest. Da hätte ich auch viele Änderungsvorschläge, aber ich weiss, es ist nicht im großen Stile machbar. So konzentriere ich mich auf all die kleinen Dinge, die ich positiv verändern kann. An meiner Situation und im Umgang mit den Menschen, die mir auf meinem Wege begegnen.

      Alles Gute,
      funmaker
    • puqi
      puqi
      Bronze
      Dabei seit: 13.01.2009 Beiträge: 376
      hi kaubi,
      danke zunächst für deine Tipps, die auch sehr gut sind. Theoretisch hätte ich keine Probleme mit solchen Beartungsstellen oder einem Psychologen, nur dauert das auch alles seine Zeit. Mein Problem ist eher das hier und jetzt. Das Überwinden der Unruhe beim Entzug. Jemanden suchen mit dem man reden kann, Sport anfangen, etwas neues lernen sind alles Sachen die mir helfen werden in Zukunft, nur stehe ich jetzt in diesem Moment irgendwie alleine da. :/ Und das obwohl ich bis Mittwoch Zeit habe wieder klar zu werden, da ich diese Prüfung einfach bestehen muss.
      Das Problem ist auch, dieses sich selbst belügen und belügen von anderen. Ich habe das Gefühl man ist nur noch eine einzige Lüge insich.
      Ich tu das hier auch ein wenig mit dem Ziel, sich einfach nur zu unterhalten und Erfahrungen zu lesen, da das einen meist schon erleichtert. Ach wenn ich das selber lese, merke ich, wie verwirrt alles nur klingt. Es ist wirklich an der Zeit. Nur sage ich das seit 6 Monaten und irgendwann werde ich so unruhig, dass ich nichts produktives oder ablenkendes mehr anfangen kann. Sicher sind die ersten 1-2 Tage am schwersten, die habe ich bisher aber noch nie überwinden können. :/

      edit: danke funmaker, nur heißt das ich soll jetzt die Sachen packen und dort hin gehen? mhh meint ihr nicht, ich kann das auch so schaffen sobald ich zunächst mal die 2-3Tage überwunden habe? Vllt denke ich dann auch schon anders und bin viel gefestigter. Wie schaff ich nur diese extreme erste Unruhezeit. Ich bins scheinbar nichtmal mehr gewohnt fleißig zu sein, bzw. sich überhaupt mal ein wenig anzustrengen.

      Interessant ist, dass ich ohne Anstrengung, meine Ausbildung auf 2 1/2 Jahre verkürzt habe (was aber wirklich nicht schwer war und sein konnte, wieman merkt)
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Original von puqi
      Es ist wirklich an der Zeit. Nur sage ich das seit 6 Monaten...
      Ich glaube, das sagt halt alles. Ruf doch einfach mal dort an und sag denen, du hast ein ganz akutes Problem, ob sie dir da helfen können. Ist doch kein Problem, tut noch nicht mal weh! ;)

      Aber das ist deine Entscheidung. Du bist verantwortlich für dich und dein Leben. Es gibt vlt. auch Leute, die schaffen es aus sich heraus. Vielleicht muss der Leidensdruck auch erst noch größer werden bei dir. Ich möchte halt nur nicht, dass du den Zeitpunkt verpasst, an dem man dir wirklich noch mit vlt. einfachen Mitteln helfen kann.

      Gruß
      funmaker
    • phobelycs
      phobelycs
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2006 Beiträge: 31
      moin,
      ich denke du hast da einen guten entschluss getroffen und auch gute gründe für dich selbst gefunden. ich war in ähnlicher lage und kann für mich sagen, wenn ich nicht gekifft hätte hätte ich vieles wohl anders gemacht und sicher auch mehr erreicht, allerdings hätte ich mit sicherheit viel weniger erlebt.

      bei mir hat es eines abends als ich total satt auf der couch beim kumpel saß klick gemacht und irgendwie hat irgendwas in meinem kopf zu mir gesagt, "alter, der zustand indem du dich gerade befindest ist unangenehm, der gefällt mir nicht"

      und auf dem heimweg hab ich dann für mich mit dem thema kiffen abgeschlossen weil mir der rauschzustand nicht mehr gefallen hat.

      in den letzten 13 jahren hab ich dann insgesammt nicht mehr als 4 tüten geraucht und jedes mal wenn ich satt war bin ich zu dem entschluss gekommen dass der rauschzustand seltsam war und ich keine lust habe diesen zustand jemals wieder zu erreichen.

      das hat für mich gut geklappt.

      was mir sicher auch immer geholfen hat und auch immer noch hilft ist meine eigene vernunft und mein verantwortungsbewusstsein.

      mein führerschein ist mir so wichtig, dass ich ihn nie verlieren möchte, deshalb kommt kiffen für mich nicht mehr in frage weil die modernen testmethoden (die gabs damals noch nicht) thc bis zu 3 wochen im urin nachweisen können (ich muss jedes mal pissen wenn ich angehalten werde) und man damit auf jeden fall nach einem schnelltest der anschlägt blut abgezapft bekommt um festzustellen ob man sich noch im rauschzustand befindet oder nicht. das muss für mich persönlich nicht sein und.

      zu der zeit als ich aufgehört hatte hab ich an meinem leben nicht wirklich viel geändert, ich hab einfach das kiffen nur weggelassen und war weniger auf der couch meines kumpels gehockt.

      ich hab einfach keinen bock mehr gehabt zu kiffen, und was macht man wenn man keine lust hat irgendwas zu machen dass nicht zwingend sein muss? - man lässt es bleiben.

      ich drück dir auf jeden fall die daumen.

      grüße
      phobelycs
    • paulfelzpp
      paulfelzpp
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 7.262
      Meiner Meinung nach suchst du dir genau den falschen Zeitpunkt für den Entzug aus. Du hast nächste Woche eine wichtige Prüfung und solltest bis zu diesem Zeitpunkt dein Leben genauso leben wie die Monate vorher.
      Wenn du dir jetzt den Entzugsstress antust kann es gut sein das sich in deinem Kopf alles nur noch darum dreht. Dann hast du einfach kein mindset für ne Abschlussprüfung.

      Diesen ersten Teil schreibe ich irgendwie sehr ungerne! Aber was bringt es dir wenn du eine Woche eher clean bist und dafür die Prüfung verhaust.

      Da du jetzt gerade so ein Momentum zu haben scheinst wo du wirklich mit der Scheiße aufhören willst:

      Erzähle jetzt SOFORT jemandem von deinen Problemen. Nicht uns - auch wenn das ein erster guter Schritt war - sondern Leuten die du kennst, denen du vertraust! Gute Freunde, Familie. Leute die dich lieben, werden sich dir annehmen und dich nicht übermäßig kritisieren. So lastet auch ein gewisser Druck auf dir weil du weißt, das Menschen da sind die jetzt wissen das du Kiffer bist, die wissen das du eigentlich aufhören willst und dich ein Stück weit dazu zwingen werden.

      Du hast es leider nicht mehr alleine im Griff. Das sieht man daran das du abends im Bett liegst und aufhören willst - wenn du den Tag schon hinter dir hast. Liegt der Tag vor dir denkst du an nichts anderes!

      -Du warst ein Mittelpunktstyp mit 1000 Freunden
      -Du hast dich isoliert
      -Du triffst dich nur noch manchmal mit den Kiffern die du erst seit 2-3 Jahren kennst

      Daraus schließe ich leider einfach das du eigentlich gar keine GUTEN Freunde hast. Weder jetzt noch vor 3 Jahren. Denn die hätten nicht zugelassen das dir das passiert weil sie sich für dich und dein Leben interessieren.

      Also ruf jetzt direkt deine Mutter, Vater, Schwester, Bruder an und erzähle ihnen alles!!! Mach nen Termin bei einer entsprechenden Beratungsstelle für einen Tag nach der Prüfung. Zieh deine Prüfung durch, änder dein Leben und schöpf vor allem dein Potenzial aus. Treffe dich nicht mehr mit den Kifferfreunden. Sag ihnen du willst aufhören und kannst dich deshalb nicht mehr mit ihnen treffen. Das ist nicht einfach, muss aber sein.

      Ich wünsche dir viel Erfolg!

      gruß Paul Felz
    • puqi
      puqi
      Bronze
      Dabei seit: 13.01.2009 Beiträge: 376
      Danke für die postings.
      Ich bin tatsächlich auch der Mensch, sobald es kritisch wird, oder mal so richtig scheitern kann, zieh ich die Notbremse und bin plötzlich klar bei Verstand. Nur stehe ich unter keinen Kontrollen, so überschreite ich jedes mal die Grenzen. Ich lebe inzwischen auch alleine (wegen Ausbildung) und werde hier 0 kontrolliert. Irgendwie verarsch ich mich damit selber. Als hätte ich noch nicht gelernt ICH zu sein, aber 18 Jahre vorher hat es auch geklappt? Ich denke es ist einfach nur die aktue Entzugsphase und das Neuangewöhnen an altbekannte Ideale und Prinzipien. Ich bins ja net mal gewohnt zu frühstücken inzwischen. oO Ich werd aufhören, keine Frage.
    • puqi
      puqi
      Bronze
      Dabei seit: 13.01.2009 Beiträge: 376
      Mit den Freunden muss ich dir vermutlich Recht geben paul. Nur zu meiner Mutter könnte ich nicht. Ihre Enttäuschung ist die Größte Angst die ich habe.
      Ich dokumentiere heute definitiv meinen Tag und denke über die Sachen mal nach.
      Vorallem in Bezug auf die Beratungsstelle. Nur vor Prüfung oder nach Prüfung? Ich bin meist so vercheckt wenn ich geraucht habe, dass ich auf diese weise die prüfung nicht schaffen würde. ich gehe davon aus, dass ich schon recht klar sein muss an dem tag. ich MUSS es einfach schaffen.
    • paulfelzpp
      paulfelzpp
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 7.262
      Original von puqi
      Mit den Freunden muss ich dir vermutlich Recht geben paul. Nur zu meiner Mutter könnte ich nicht. Ihre Enttäuschung ist die Größte Angst die ich habe.
      Ich dokumentiere heute definitiv meinen Tag und denke über die Sachen mal nach.
      Vorallem in Bezug auf die Beratungsstelle. Nur vor Prüfung oder nach Prüfung? Ich bin meist so vercheckt wenn ich geraucht habe, dass ich auf diese weise die prüfung nicht schaffen würde. ich gehe davon aus, dass ich schon recht klar sein muss an dem tag. ich MUSS es einfach schaffen.
      Ja du schreibst ja oben das du keine Kontrolle hast, die brauchst du aber unbeding.
      Sags dann deinem Vater oder Onkel oder irgendeinem halbwegs vernünftigen Familienmitglied. Nur du musst es jetzt tun. Kann ja sein das du dich morgen schon wieder für das Köpfchen entscheidest anstatt mit Köpfchen vorzugehen. Und dann kiffe am Tag der Prüfung besser nicht - damit hast du natürlich recht!

      Und noch was:
      Sicherlich wird deine Mutter enttäuscht sein. Von dir, aber auch von sich selber weil sie nichts davon gemerkt hat. Ist allerdings auch schwierig wenn du nicht mehr Zuhause wohnst.

      Nur, was würde sie wohl mehr enttäuschen?
      Das du ein vercheckter Kiffer bist der sich ihr nicht anvertraut.
      Oder das du ein vercheckter Kiffer bist der sich seiner Mutter anvertraut.

      Schwierige Entscheidung auf jeden Fall.
      Ich kann es nachvollziehen das du es ihr nicht sagen willst.
      Vor deiner Mutter schämst du dich am meisten - das würde den meisten genauso gehen.

      Aber jeder Mensch macht Fehler. Und jeder Mensch darf auch Fehler machen. Erst recht wenn sie einen weiterbringen.
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Original von puqi
      Vorallem in Bezug auf die Beratungsstelle. Nur vor Prüfung oder nach Prüfung?
      So schnell wie möglich...also davor! Vlt. können die dir auch ne Telefonnummer geben, wo jemand sich auch Zeit nimmt und dir zuhört!

      Was deine Mutter angeht: Was wird sie mehr enttäuschen? Wenn du ihr die Wahrheit sagst oder du sie verschweigst? ;)
    • puqi
      puqi
      Bronze
      Dabei seit: 13.01.2009 Beiträge: 376
      Das ist aber alles noch ein wenig schwieriger.
      Es gab mit meinem Bruder bereits ohne Ende Probleme als er im Alter von 15-18 war.
      Meine Mutter ist geschiedenund hat sich alleine durchgekämpft und immer nur alles für uns getan. Ich bin einfach der kleine Bruder und will nicht meiner Mutter noch ein Wrack präsentieren, was sie dann die nächsten Jahre zur Weiglut treibt. Es gibt noch viiiel viel mehr Schwierigkeiten. Z.b. das ich eine chronisch kranke Leber seit meiner Geburt habe und meine Mutter bereits seit 10 Jahre davon ausgeht, dass ich nicht rauche, nicht trinke und keine sonstigen Drogen nehme. Wenn ich ihr das alles plötzlich erzähle, hab ich eher Angst, dass sie komplet kaput geht weil sie den Glauben verliert. Sie hat nur gearbeitet (teilweise 3 Jobs mit Nachtdienst glz) nur damit es mein Bruder und ich gut hatten. Das ist der Dank.. :( :( Aus dem Grund ists mir auch viel lieber, jetzt alleine bzw. mit Hilfe von Freunden und auch Erfahrungen im Netz wie hier, durchzustarten, denn immerhin ist man im Leben doch sowieso auf sich gestellt. Und wie kann ich es lernen zu tun was ICH sage und was ICH möchte, ohne dass ich jedes mal jemanden habe der mich kontrolliert.
      Ich danke euch schon vielmals für die vielen vielen Meinungen, das hilft schonmal enorm. Ich habe noch so viele viele Fragen, nur ist alles so chaotisch einfach. Dieses Sortieren der Gedanken ist vermutlich das was einen psychisch komplett zerschießt. :s_confused: :s_confused:
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Du kannst ja auch zur Beratungsstelle und dort deine bevorstehende Prüfung erwähnen. Wäre doch vielleicht in pkto. Prüfung keine so schlechte Ausgangssituation, wenn du dir sagen könntest: ich kriege mein Leben in den Griff. Ein Anfang ist gemacht.

      Das Gespräch mit deiner Mutter muss irgendwann kommen. Ich kann mir aber vorstellen, dass das nicht die erste Priorität hat. Möglicherweise ist deine Familiengeschichte ein Teil dessen, was du in einer Therapie aufarbeiten musst, kannst und sollst. Dabei geht es nicht darum, jemanden eine Schuld zuzuweisen (weder dir, noch deiner Mutter oder deinem Bruder). Dein Lebenszweck besteht aber auch nicht darin, das auszubügeln, was andere zerknittert haben.

      Du musst das alles aber mal für dich sortiert kriegen. Und dafür wirst du schon jemanden brauchen, der so eine Hilfestellung richtig professionell gelernt hat. Schließlich hättest du von einem Coaching von kobeyard auch mehr, als wenn dir so ein Semifisch wie ich über die Schulter schaut... :f_grin:
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Ruf morgen Vormittag mal in der Beratungsstelle an und schildere denen deine Situation. Und nicht irgendwie auf später vertrösten lassen, falls die nicht sofort Zeit haben, sondern die Sache dringlich machen! Ich denke, du stehst am Anfang eines Weges, hast aber schon erkannt, dass du dich nicht drücken kannst, sondern die Probleme angehen musst und willst. Das ist doch schon mal fein! Die Situation mit deiner Mutter ist ein Teil, der auch bearbeitet werden muss, aber jetzt ist erstmal DEINE Situation vorrangig.
    • puqi
      puqi
      Bronze
      Dabei seit: 13.01.2009 Beiträge: 376
      Original von funmaker
      Ruf morgen Vormittag mal in der Beratungsstelle an und schildere denen deine Situation. Und nicht irgendwie auf später vertrösten lassen, falls die nicht sofort Zeit haben, sondern die Sache dringlich machen! Ich denke, du stehst am Anfang eines Weges, hast aber schon erkannt, dass du dich nicht drücken kannst, sondern die Probleme angehen musst und willst. Das ist doch schon mal fein! Die Situation mit deiner Mutter ist ein Teil, der auch bearbeitet werden muss, aber jetzt ist erstmal DEINE Situation vorrangig.
      das klingt sehr gut. Aber inwiefern läuft das bei solch einer Beratungsstelle ab? Enstehen da Kosten? Ichhab da ehrlich noch gar keine Ahnung von.
      Jetzt habe ich gerade erfahren, das ein Mitazubi schon zich Antworten auf seine Bewerbungen in der Jobbörse unseres Konzerns (Telek**) bekommen hat und bei mir ist immer noch nichts im Postfach. Das wirft einen irgendwie noch weiter zurück. Vorallem wenn ich dran denke: Wie präsentier ich mich überhaupt im Vorstellungsgespräch? Durch das tägliche gebuffe ist man jeden tag auch irgendwo total vercheckt (total zum tollpatsch mit langer leitung geworden). Ich hab dann schon Probleme einfache Sätze zu bilden, weil ich mich in meinen Gedanken verrenne. Ich will aber unbedingt zurück. Aber habe ehrlich auch ein wenig Angst vor der Hilfe. Durch die chronische Erkrankung musste ich bereits mal zur Therapie, nur hatte ich immer das Gefühl doch sehr gut klar zu kommen und mich gut zu entwickeln. Das war ein riesiger Fehler überhaupt angefangen zu haben. -.- Die Therapie war damals eher eine Betreuung zu einer spezielle Kur. Oder machen wir es noch ein wenig genauer... ich hatte/habe eine Art Leberkrebs wodurch ich eine Chemotherapie vergleichbare Studie mitgemacht habe. Und da war die Therapie halt als Betreuung geplant worden. Leute ich danke euch schonmal vielmals, vllt können das einige die das hier lesen überhaupt nicht verstehen, bis zu meinem 18. Lebensjahr hätte ich es auch nicht, das könnt ihr mir glauben. ;) Aber Danke an diejenigen die sich überhaupt hier die Zeit nehmen, sich Probleme Fremder anzunehmen, und wirklich wertvolle Tipps zu geben. Mir tut es schon unheimlich gut, in dem Moment das erste mal wieder das Gefühl absoluter Ehrlichkeit zu haben. Es hat sich einfach so eine Fassade entwickelt...
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Original von puqi
      Ich will aber unbedingt zurück. Aber habe ehrlich auch ein wenig Angst vor der Hilfe...
      Den zweiten zitierten Satz kann ich gut verstehen. Hat ja auch niemand behauptet, dass so eine Therapie ein Spaziergang wäre. Ich weiß schon, dass das mit ein paar Stunden dummes Zeug labern nicht getan ist.

      Die Frage ist halt, was sind die Alternativen? Als Pokerspieler wählst du doch auch den Zug mit der größten Gewinnerwartung. Und wenn's der Push ist, dann machst du ihn doch.

      Deshalb: bei allem Bammel, den du hast: der erste zitierte Satz ist der entscheidende!

      Ich will aber unbedingt zurück. Den drucken wir jetzt fett.
    • puqi
      puqi
      Bronze
      Dabei seit: 13.01.2009 Beiträge: 376
      So ich habe nun ordentlich mal gekocht und seit langem erstmal wieder den Bauch vollgeschlagen. Und ich muss mir unbedingt wieder zum Hobby machen, also habe ich mal gestöbert. Ich mag eher die actionreichen Sachen (bisher Wellenreiten und Kitesurfen z.T.) und schau mir jetzt einige fallschirmsprünge an. ;D Hat das schonmal jemand gemacht? :P Trinke immer wenn ich dran denke einen Tee und werde mich vermutlich früh hinlegen. Melde mich zwischendurch sicher.
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Also, mach dir mal nicht so viele Gedanken wegen der Kontaktaufnahme bei der Beratungsstelle. Ruf einfach an, du brauchst noch nicht mal deinen Namen nennen und den Mitarbeitern kannst du auch vertrauen und alle deine Fragen stellen. Einfach locker rangehen! :f_p: Du bist ja auch zu nix verpflichtet. Und du kannst ja (mit) entscheiden, ob und wie es weiter gehen soll.
    • Pelegrina
      Pelegrina
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2007 Beiträge: 29
      [quote]Original von puqi
      Das ist aber alles noch ein wenig schwieriger.
      Es gab mit meinem Bruder bereits ohne Ende Probleme als er im Alter von 15-18 war.
      Meine Mutter ist geschiedenund hat sich alleine durchgekämpft und immer nur alles für uns getan. Ich bin einfach der kleine Bruder und will nicht meiner Mutter noch ein Wrack präsentieren, was sie dann die nächsten Jahre zur Weiglut treibt. Es gibt noch viiiel viel mehr Schwierigkeiten. Z.b. das ich eine chronisch kranke Leber seit meiner Geburt habe und meine Mutter bereits seit 10 Jahre davon ausgeht, dass ich nicht rauche, nicht trinke und keine sonstigen Drogen nehme. Wenn ich ihr das alles plötzlich erzähle, hab ich eher Angst, dass sie komplet kaput geht weil sie den Glauben verliert. Sie hat nur gearbeitet (teilweise 3 Jobs mit Nachtdienst glz) nur damit es mein Bruder und ich gut hatten. Das ist der Dank.. :( :(


      ok, ich schreib hier wirklich nicht oft, aber diesmal muss es sein.

      Vertrau Dich Deiner Mutter an. Auch ich bin Mutter, auch ich bin alleinerziehend , ohne je Hilfe gehabt zu haben. Ich weiß also wovon ich rede. Eines haben wir alleinerziehenden Mütter wohl gemeinsam. Wir sind es gewohnt mit Schwierigkeiten zurechtzukommen, wir sind es auch gewohnt, daß unsere Kinder uns beizeiten zur Weißglut treiben.

      Das schlimmste für eine Mutter die sehr viel für Ihre Kinder getan hat, ist die Angst, daß sich ihr Kind ihr NICHT anvertraut, wenn es Schwierigkeiten hat.

      Dein Problem ist lösbar, und anscheinend brauchst Du die Kontrolle und die Gewissheit, das Dich ab und an mal jemand in den Allerwertesten tritt.

      Ich kenne Deine Mutter nicht und kann nur für mich als Mutter sprechen,aber wenn Deine Mutter nicht über eine gewisse innere Stärke verfügen würde, hätte Sie es mit den Jobs ect ect wohl kaum hinbekommen.

      Falsche Rücksichtnahme ist hier fehl am Platz, und das mein ich ganz ernst.

      Ich wünsche Dir alles alles Gute, und denk mal in Ruhe drüber nach.


      LG

      PS. Eine Beratungsstelle ist trotz allem wichtig. Die können Dir die Wege und die Möglichkeiten die es gibt aufzeigen. Die Rückendeckung und der Halt, kommt dann von den Menschen die Dich lieben.
    • Bennsen
      Bennsen
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2008 Beiträge: 1.851
      hab etwa sechs jahre verschieden kontinuirlich gekifft und von einem tag auf den anderen aufgehört. das ist kein problem. das problem ist, dass mein gehirn sich die gewohnheit eingespeichert hatte "wenn es stress gibt, bau dir einen". im prinzip gibt es bei thc keine wirklichen entzugserscheinungen auf körperlicher ebene, d.h. ich musste einen ersatz finden, wie ich mit stress-situationen umging. außerdem erkannte ich, dass das kiffen mir nichts brachte außer den kopf in den sand zu stecken. als ersatz ging ich joggen, kaute kaugummi und versuchte eine wirkliche lösung des problems zu finden.

      ich musste damals einem großen freundeskreis adieu sagen, da ich nicht mehr kiffen wollte und ich wusste, dass es für mich leichter werden würde, wenn die gelegenheit erst gar nicht da ist. außerdem merkte ich, dass der einzige zusammenhalt der drogenkonsum war.

      falls du noch drogen besitzen solltest: schmeiss sämtliches gras und hasch ins klo, atme dreimal durch und spül es runter! damit ziehst du schonmal einen rituellen schlussstrich.

      wer waren davor deine freunde? was machen die jetzt? hier kannst du sicherlich jemanden finden, der dir nahe stand und dem du auch heute noch wichtig bist.

      übrigens: wenn du jetzt aufhörst und aus der suchtspirale rauskommst, dann brauchst du dich auch vor deiner mutter nicht schämen. was war, kannst du nicht mehr ändern. was du heute und morgen machst dagegen ganz leicht!

      zum thema clean-werden: wenn es schnell gehen muss, trinke jeden tag auf jeden fall zwei bis drei liter wasser, tee etc (kein alkohol ;) ) und iss zu festen zeiten. das regt den stoffwechsel an und spült vorhandenes thc schneller aus dem körper. regelmäßiger sport hilft dir, das thc abzubauen, dass in deinen fettzellen langzeitgespeichert ist. außerdem schüttet sportliche betätigung endorphine aus, du belohnst also deinen körper auch ohne tüte.

      wegen der bevorstehenden prüfung kannst du immer noch schadensbegrenzung betreiben und so gut wie möglich dich darauf vorbereiten. dass das für dich früher kein problem war, weisst du jetzt, dass du es jetzt nicht schaffst, liegt jedoch nicht am kiffen, sondern an deiner faulheit, die du ganz einfach überwinden musst. mach dir einen konkreten und realistischen lernplan, wann du was abarbeitest und dann kontrolliere dich auch! ich weiß, es ist scheisse-schwer, aus einer solchen gewohnheit des nichtstuns herauszukommen, aber es liegt alles an dir! fang JETZT an!
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