Der ständige Blick auf den Graphen

    • Mc8
      Mc8
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2008 Beiträge: 7.697
      Hallo Jungs,

      ich hab ein kleines Problem. Und zwar hab ich den Zwang dauernd auf meinen Graphen schauen zu müssen, ob er steigt oder fällt und ob meine Rote linie auch ja gerade bleibt. Damit hängt auch einwenig dieses Problem zusammen: Der ständige Drang Regs moven zu müssen Wenn ich beim Spielen das Gefühl habe dass es gut läuft oder dass ich mindestens BE bin dann schaff ich es den Graph bis zum Ende völlig ungeachtet zu lassen. Aber wenn ich merke dass es bergab geht dann muss ich den wieder rausholen, anschauen und vergleichen ob er z.B schon mal so gefallen ist, wenn ja wann er das letzte mal wieder gestiegen ist. Vor allem die rote linie macht mich immer verrückt. Sobald ein etwas größerer Bluff (bspw so 20-30bb) misslungen ist muss ich sofort wieder schaun um wieviel meine Rote linie gefallen ist (was wieder zu diesem Prob führt Der ständige Drang Regs moven zu müssen)

      Nun mal meine Frage an euch:
      Wie schafft ihr es das Geld und vorallem die Varianz beim Pokern ungeachtet zu lassen ? Hab ihr vll auch das Problem dauernd euren Graphen begutachten zu müssen ?

      Ich weiß dass mir der Graph und die Winnigs eigentlich egal sein müssen und dass das einzigste was beim Pokern zählt ein gutes Spiel ist. Aber wie kann ich das mir selber klar machen. Ich rede mir das dauernd ein, jede session, bei jedem Suckout aber das hilft nicht viel denn im Hinterkopf ist immer der Gedanke "scheiße mein graph fällt"
  • 6 Antworten
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.057
      Schonmal ohne Stats gespielt? Nein? mach das mal je nach Variante halt die Tische runterschrauben und nur nach Sessions reads spielen, das könnte dir helfen...
    • Mc8
      Mc8
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2008 Beiträge: 7.697
      Original von habeichja
      Schonmal ohne Stats gespielt? Nein? mach das mal je nach Variante halt die Tische runterschrauben und nur nach Sessions reads spielen, das könnte dir helfen...
      ja das hab ich schon und mach ich auch hinunwieder, ich spiele nur 4 Tische und schreibe massig notes
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.057
      ok bist du vielleicht auf scared money oder hast du dir ne feste Winrate als Ziel gesetzt? Sowas kann einen auch negativ beeinflussen bzw. vom A-Game abhalten.
    • Mc8
      Mc8
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2008 Beiträge: 7.697
      Original von habeichja
      ok bist du vielleicht auf scared money oder hast du dir ne feste Winrate als Ziel gesetzt? Sowas kann einen auch negativ beeinflussen bzw. vom A-Game abhalten.
      Nein absolut nicht, hab ich nicht und hatte ich auch noch nie, das einzigste Ziel von mir ist überhaupt ein Winrate zu haben
    • Malente
      Malente
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2009 Beiträge: 2.479
      Original von Mc8
      Original von habeichja
      Schonmal ohne Stats gespielt? Nein? mach das mal je nach Variante halt die Tische runterschrauben und nur nach Sessions reads spielen, das könnte dir helfen...
      ja das hab ich schon und mach ich auch hinunwieder, ich spiele nur 4 Tische und schreibe massig notes
      Und hats was gebracht?

      Hatte genau dasselbe Problem, also unnötige Moves gegen Unknown usw.
      Auf PP haben meine Moves oft geklappt, weil ich dort oft Samplesizes von mehreren 1000 Händen hatte. Als ich aber zu Stars ging war das halt nicht mehr gegeben (datamining verboten). Ich habe mich zu sehr auf die Stats verlassen und zu viel hinein interpretiert trotz einer Samplesize von unter 100 Händen. "ah hoher af der beted schlechtere Hände", solche Gedanken hatte ich auch zu hauf.

      Die Lösung meines Problems lag einfach darin auf einen anderen Pokerraum zu wechseln, der den Elephant nicht unterstützt. Ergo kein Hud, keine Graphen mehr. Ich mache nun keine unnötigen Moves mehr und spiel auch viel konzentrierter.
      Nur noch reines ABC Poker. Und das reicht vollkommen, glaube mir!
      Das bedeutet allerdings nicht, dass du überhaupt keine Moves mehr machen sollst. Das Stichwort ist hier imo. Adaption. Was das ist brauch ich dir sicherlich nicht zu sagen.
    • UncleTonyBob
      UncleTonyBob
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2008 Beiträge: 86
      Dein Problem ist mir selbst auch gut bekannt. Ich versuch das bei mir auch nach wie vor in den Griff zu kriegen.
      Das Begutachten der Graphen ist bei mir auch ein Zeichen, dass es ungewöhnlich schlecht läuft. Ich nehm mir immer vor gar nicht nachzuschauen.
      Ein Trick, der bei mir gut klappt ist, mir ein Stop-Loss-Limit zu setzen. Soll heißen, ich setze mir ein Limit des Bankrollstands, ab dem ich für die Session aufhöre. Wenn ich dieses Limit erreiche, ist das ein Zeichen, dass die Umstände (Tischauswahl, Position, ...) eh nicht gut sind. Und wenn ich das (Negativ-)Limit nicht erreiche, hab ich den Drang gar nicht die Graphen zu begutachten. Natürlich muss ich bei dem Verfahren halbwegs regelmäßig den Bankrollstand checken - sonst sehe ich ja nicht ob ich das Negativlimit schon unterboten hab ;-)
      (Spiel momentan FL FR. Das Limit, was ich mir setze, ist in der Regel 30-40 Big Blinds Verlust.)