Randomizing Play / Balancing Lines

    • SunTzu81
      SunTzu81
      Black
      Dabei seit: 08.08.2006 Beiträge: 1.646
      Folgendes Problem: Ich würde gerne, um gegen gute Gegner nicht zu predictable zu sein, ein Zufallselement in mein Spiel bringen, um meine Lines zu balancen. Jedoch fehlt mir irgendwie der Ansatz, um die ideale Mischung zu finden. Nehmen wir mal als beliebiges Beispiel eine gute Made Hand HU in einer Blind Defense Situation: CO (TAG) raises, 2 folds, Hero calls with K:diamond: 8:diamond: Flop: K:heart: 9:club: 5:diamond: Ich hab jetzt die Wahl zwischen A) C/R Flop, Bet Turn B) C/C Flop, C/R Turn C) C/C Flop, Donk Turn D) Donk Flop, Bet Turn E) Donk Flop, C/R Turn Fest steht, da ich ja nicht predictable sein will, dass ich keine der oben genannten Lines in 100% der Fälle so spielen will. Wie finde ich jetzt aber auf analytischem Wege die richtige Mischung? Dabei muss ich natürlich berücksichtigen, dass die Unpredictability aus dem Wechselspiel der Lines mit verschiedenen Handkategorien entsteht, das heisst, ich kann keine optimale Balance finden, ohne die Spielweise mit anderen Handkategorien zu berücksichtigen. Hier fühle ich mich aber ein bisschen verloren, da mir hier einfach jeglicher Ansatz fehlt. Als Ergebnis dieser Operation hätte ich am Ende beispielsweise gerne einen Chart "Blind Defense vs. TAG", wo ich meine Hand in verschiedene Kategorien einstufe (Monster Made Hand, Solid Made Hand, Weak Made Hand, Monster Draw, Solid Draw, Weak Draw, Junk) und dazu noch die Floptextur (vereinfacht mit einer 5-Punkt Skala oder so) beurteile und zu jeder sich ergebenden Kombination eine Verteilung der Lines in 5%-Schritten (W20-kompatibel) habe. (Weitere Charts für ähnliche Situationen später optional) Jetzt ist die Frage, ganz praktisch, wie gehe ich das analytisch korrekt an? Müsste ich mich hierfür mit Spieltheorie auseinandersetzen? Welche weiteren Einflussparameter sollte ich berücksichtigen? PS: Ich gehe hierbei davon aus, dass ich die Range meines Gegners zumindest prozentual kenne und folglich meine Equity berechnen kann.
  • 4 Antworten
    • patrikskjold
      patrikskjold
      Black
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 891
      bevor du highstakes spielst wuerde ich mir darueber nicht so viele gedanken machen...
    • SunTzu81
      SunTzu81
      Black
      Dabei seit: 08.08.2006 Beiträge: 1.646
      Original von patrikskjold bevor du highstakes spielst wuerde ich mir darueber nicht so viele gedanken machen...
      Hast du wahrscheinlich recht, aber mich würd trotzdem allein schonmal interessieren, mit was für nem Ansatz man da überhaupt rangehen würde. Und isses wirklich so, dass mir sowas auf den Low to Mid Stakes noch nix bringt? Es mag vielleicht nich so essentiell sein, aber es kann doch prinzipiell nix schaden, was den langfristigen EV erhöht. Ich will einfach einen besseren Ansatz haben als sowas nach Gefühl zu entscheiden, weil ich denke, dass man dabei immer unbewusst irgendwelche Patterns reinbringt.
    • patrikskjold
      patrikskjold
      Black
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 891
      Wenn der gegner viel cont bettet und du auf so nem board deine gutshots am flop c/c und deine mid/lowpairs c/r und der gegner das weiss, wuerde ich c/c flop c/r turn und c/r flop bet turn ca 50-50 mischen. Wenn der gegner weniger cont bettet kannst du anfangen zu donken...
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Ich bin kein Fan von true-random mixing sondern eher vom "smart mixing", d.h. mixing basierend auf konkreten Informationen (reads, meta-reads und boards) Wichtig ist dabei: - Wie spielt der Gegner als default? - Readet der Gegner dich? Wenn ja wie? D.h. was denkt er was du hast wenn du Line X spielst? Wie spielt der Gegner, wenn er sieht, dass du Line X spielst? - Die meisten guten Gegner readen deine "default lines" oft recht schnell. Dies kannst du exploiten. Z.b. ist eine gute default Line auf einem A rag rag board mit einer starken oder sehr starken Hand c/c c/r oop zu spielen (wenn du z.b. in der BB warst und pre-flop gecallt hast). Willst du hingegen bluffen, so ist c/r bet oft besser. Wenn ein Gegner dies aber readet (und gerade das ist leicht zu readen!) kann man durch Umkehrung der Logik extrem mehr value rausholen. check-call bluff und bluff river nach check-check turn mit nichts (bluff call oop) und c/r bet bet mit made Hands. Das wirkt gegen einen Gegner, der euch readet ware wunder - und ist deutlich effektiver als true-random mixing. - Diese "Mixing" wird auch erst dann interessant, wenn eure Lines überhaupt signifikante Informationen über eure Hand preisgeben. Bei einem K:heart: 8:diamond: 2:spade: Board spiele ich z.b. als default entweder c/r (mit made hands oder als bluff) oder c/f am flop. Hier ist mixing absolut unnötig (außer vielleicht an späteren streets)