Mit nut-low-draw callen? PLO hi/lo FR

    • Dixie
      Dixie
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 201
      Hallo,

      ich habe eine grundsätzliche Frage zum Spiel mit einem reinen nut-lo-draw:

      Ist es vertretbar, am turn eine ca. halbe potsizebet zu callen? (HU bzw. mit einem zweiten Spieler hinter mir, der evtl. auch called)

      Und wie ist es, wenn die bet potsize wäre?
  • 6 Antworten
    • Xagon1
      Xagon1
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2008 Beiträge: 131
      Für erfahrene Spieler gibt es da sicher verschiedene (zB mögliche bluff-)lines die es rechtfertigen in der Hand zu bleiben, aber im Grundsatz und ganz besonders für Anfänger gilt: Wenn du keine scoop Chance hast dann sind nut low draws nichts womit du irgendwelche raises (außer vielleicht sowas wie minraises) callen solltest. Nach meiner Erfahrung ist das nicht profitabel.

      edit: Wobei, es kommt aber auch auf die Art des low draws an: A2 ist der riskanteste. 23 ist schon weniger riskant weil man häufiger der einzige ist der es hat. Und zb A4 oder24 ist ja schon ein wenn auch schwacher straight draw. Würde aber auch damit in den allermeisten Fällen höchstens ne 1/2 potsize bet oder leicht darüber callen.
    • Dixie
      Dixie
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 201
      Erst mal danke für die Antwort!

      Aber es ist ja kein raise zu callen, sondern einfach nur eine bet in einem unraised pot, flop wurde auch gechecked. Falls am river der low ankommt, hätte ich ja auf jeden Fall den halben pot sicher.

      Ich folde so etwas meist, aber ich fürchte halt, da ich sowieso extrem tight spiele, verpasse ich dann auch noch eine der wenigen Chancen, wenn ich doch mal in einer Hand bin. Wenn ich bei den showdowns sehe, wie oft ich gewonnen hätte (auch in anderen Situationen), dann könnte ich mich schon mal ärgern. :rolleyes:
    • Xagon1
      Xagon1
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2008 Beiträge: 131
      Original von Dixie
      Erst mal danke für die Antwort!

      Aber es ist ja kein raise zu callen, sondern einfach nur eine bet in einem unraised pot, flop wurde auch gechecked. Falls am river der low ankommt, hätte ich ja auf jeden Fall den halben pot sicher.
      Nein, sicher wäre das nicht. Kann ja durchaus sein dass du gequartert wirst weil einer der Gegner ebenfalls das nut low hat.

      Von daher, ich persönlich folde da fast immer. Bei nem potsize raise stehts sowieso außer Frage dass man da nicht callen darf. Auch ne 1/2 sollte man eigentlich folden. Du musst ja zB in nem 1$ pot dann 50 cent callen um maximal 50 cent zu gewinnen. Ist insofern ja eigentlich gleichbedeutend mit einer potsize bet für dich, da du ja auch nur um maximal den halben pot spielst. Natürlich hängt es auch von den Gegnern ab: Wenn ich mit 1-2 Vollfischen im pot bin calle ich manchmal, weil die teilweise auch auf second nut low drawen. Ab und zu calle ich auch einfach nur um eben nicht immer dasselbe zu machen mein Spiel für die anderen nicht zu vorhersehbar wird und die mich nicht für ne extrem nit halten die nur mit guten Händen im pot bleibt.

      ABER: Besser ist es aus meiner Sicht da in so nem unraised pot immer wieder mal selber zu betten, durchaus auch nicht nur aus LP (natürlich nicht zu oft, das ist schlecht fürs image wenn mans zu oft macht.), da folden oft dann alle. Und wenn doch einer callt und der low am river nicht ankommt, naja, dann eben von Fall zu Fall entscheiden ob der caller seinen low verpasst hat und auf nen weitere bet am river foldet, ob er mittelmäßige Hände auf ne bet foldet, oder ob er zu callfreudig ist und du lieber nur checkst. Da eben auch viel variieren damit die Leute dich schlechter einschätzen können in zukünftigen Händen.

      Original von DixieIch folde so etwas meist, aber ich fürchte halt, da ich sowieso extrem tight spiele, verpasse ich dann auch noch eine der wenigen Chancen, wenn ich doch mal in einer Hand bin. Wenn ich bei den showdowns sehe, wie oft ich gewonnen hätte (auch in anderen Situationen), dann könnte ich mich schon mal ärgern. :rolleyes:
      Naja, bei unraised pots würde ich persönlich mich da nicht ärgern, so viel verpasst du da ja nu nicht wenn dir der halbe pot durch den fold entgehen sollte.

      Vielleicht ist das Problem eher das "extrem tight"?! Ich persönlich bin so bei ca. 25-30% vpip und habe festgestellt dass ich damit und in Kombination mit einer Verbesserung meiner post flop skills inzwischen deutlich besser abschneide als in den Zeiten wo ich da als Meganit am Tisch saß.
    • Dixie
      Dixie
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 201
      Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung!

      Du hast absolut recht - besonders auch mit dem zu tighten Spiel. Ich weiß, dass da mein wirkliches Problem liegt, bei jeder Pokervariante. Aber da kann ich irgendwie nicht aus meiner Haut, trotz BRM.

      Allerdings habe ich jetzt - nachdem ich dein "edit" gesehen habe - noch eine Frage: Irgendwie begreife ich nicht, wieso der low draw mit A2 der riskanteste ist (ich dachte, das wäre der Beste). Tut mir leid, wenn das jetzt 'ne blöde Frage ist, aber ich habe gerade erst mit diesem Spiel angefangen und das bringt mich nun doch etwas durcheinander.
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
      Er meint, daß es am wahrscheinlichsten ist, gequartert zu werden wenn man mit A2 auf das Nutlow drawt, da A2-Hände am öftesten gespielt werden. Auf einem 239 Flop hat man mit A4 dagegen sehr oft als Einziger den Nutlow-Draw. Natürlich ist auf einem 887 Flop A2 besser als A3, A4 etc
    • Dixie
      Dixie
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 201
      Ah so, dann bin ich beruhigt - ich habe schon befürchtet, dass ich womöglich etwas Grundsätzliches völlig falsch verstanden hätte ... :f_p: