Frage zum ICM-Basis-Artikel

    • deduktion
      deduktion
      Gold
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 423
      Hallo Leute,

      ich eigne mir gerade erneut die Grundlagen des ICM an:

      Gewinnt z.B. Klaus mit 3000 Chips in einem 10+1$ SNG den 1., 2. und 3. Platz zu 15%, 17% bzw. 20%, so beträgt sein $EV:

      $EV = 0.15*50$ + 0.17*30$ + 0.20*20$ = 16,6$

      Das ist aus dem Artikel. Muss in der Rechnung nicht noch der Summand -(0.48*11) auftauchen?

      Gruß, deduktion
  • 9 Antworten
    • 00Visor
      00Visor
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 14.438
      Nein, hier wurde nur der Gewinn ausgerechnet.

      Wenn du den Netto-EV ausrechnen willst, musst du das Buyin einfach komplett abziehen (nicht in 48% der Fälle, wir bezahlen immer das Buyin ...).

      Also 16,6$ - 11$.
    • deduktion
      deduktion
      Gold
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 423
      OK, das der Faktor dann 1 ist ist klar.

      Ich würde, wenn ich Gewinn und Netto-Profit unterscheide, auf das $EV vor der Rechnung verzichten.
    • deduktion
      deduktion
      Gold
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 423
      Das $EV zeichen bedeutet ja "Dollar bzw. GeldEV" und in Anlehnung an den Begriff Erwartungswert in der Stochastik muss man hier dann auch über alle Ereignisse, die eintreten können - wovon Verlust ja auch eins ist -, gehen.
    • Unam
      Unam
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 8.999
      Ich bin mir nicht sicher ob ich dich richtig verstehe.

      Also wie oft und wie viel du gewinnst hast du ja oben errechnet, mit der Gegenwahrscheinlichkeit zu den ersten drei Platzierungen wirst du dann nicht im Geld landen, und einen Gewinn von 0 erzielen.

      Mit einem Verlust von 11$ zu Rechnen macht keinen Sinn imho, da du ja wenn du ihn einmal bezahlt hast deinen BI nicht wieder bekommen kannst. Deswegen macht der Rechenweg aus dem Beispiel auch mehr Sinn. Wenn du es aber unbedingt möchtest, wenn ich auch nicht ganz genau weiß warum, dann kannst du ja von jedem "ICM Ergebnis" wie Visor schon geschrieben hat deinen BI abziehen und hast dann deine Verluste eingerechnet.
    • deduktion
      deduktion
      Gold
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 423
      Hallo Unam,

      erstmal vielen Dank für die Bemühungen. Ich komme wie schon gesagt aufgrund des Erwartungswertbegriffs der Stochastik darauf. Ohne jetzt ganz abstrakt auf Zufallsvariablen etc einzugehen, nun ein einfaches Beispiel:

      Jemand würfelt einen 6 seitigen ungezinkten Würfel. Bei 1-4 erhält er 10 Dollar. Bei 5 und 6 muss er 5 zahlen. Die Ereignisse, die eintreten können sind A = {1,2,3,4} und B = {5,6}. Die entsprechenden Wahrscheinlichkeiten sind p(A)=4/6 und p(B) = 2/6. Die den Ereignissen zugeordneten Geldwerte sind für A plus 10 Dollar und für B minus 5 Dollar.

      Der EV berechnet sich nun wie folgt: EV = p(A)*Geld(A) + p(B)*Geld(B)
      = 4/6 * 10 + 2/6 * (-5)

      Alle meine Überlegungen beruhen auf diesem Begriff vom Erwartungswert.

      Gruß, deduktion
    • Unam
      Unam
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 8.999
      Und wo unterscheidet sich das jetzt von dem was das ICM macht?
      Bzw. was ist dir noch unklar?
    • deduktion
      deduktion
      Gold
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 423
      das versuchte ich ja zu erläutern anhand des Beispiels:

      mir ist unklar, dass es nicht:

      $EV = 0.15*39$ + 0.17*19$ + 0.20*9$ - 0.48*11$ = ... heißt,

      worauf mir 00Visior geantwortet hatte, dass es hier nicht um den Nettowert gehe und ich sagte, dass es mich dann aber überrascht, dass am ANFANG der Gleichung das Zeichen für den EV steht.
    • 00Visor
      00Visor
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 14.438
      Hier ist eben nur der Erwartunsgwert für unsere Winnings gemeint. Wenn wir nicht ITM kommen, sind diese 0$. Also könntest du in der Rechnung nur + 0.48 * 0$ anfügen, was keinen Einfluss hat.
    • praktikant3
      praktikant3
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2007 Beiträge: 552
      Original von deduktion
      das versuchte ich ja zu erläutern anhand des Beispiels:

      mir ist unklar, dass es nicht:

      $EV = 0.15*39$ + 0.17*19$ + 0.20*9$ - 0.48*11$ = ... heißt,

      worauf mir 00Visior geantwortet hatte, dass es hier nicht um den Nettowert gehe und ich sagte, dass es mich dann aber überrascht, dass am ANFANG der Gleichung das Zeichen für den EV steht.
      Also imho kannst du es deswegen nicht einrechnen weil du den Buyin nur einmal zahlst aber die EV Berechung ja öfters machen kannst. Im Prinzip müsste man doch alle $EVs (von jedem Zug) addieren (-$EVs von den Folds) und am Ende einmal den Buyin abziehen um den Gesamterwartungswert auf das SNG zu haben?

      Um auf dein Würfelbesipiel zurück zu kommen wenn du einmal Eintritt zahlst um 3 mal zu würfeln kannst du es ja auch nicht jedesmal rausrechnen sondern nur einmal.