Erkenntnis: Ich brauche Hilfe

    • Klot
      Klot
      Silber
      Dabei seit: 26.11.2006 Beiträge: 212
      Hi Leute,

      bin hier schon mehr oder weniger seit Ewigkeiten dabei, aber nicht wirklich sehr aktiv, was auch meine Postanzahl leider verdeutlicht.
      Meine "ernsthaft(ere)* Pokerkarriere ging vor 2 Jahren los, als ich aufhoeren wollte nur sinnlos rumzudonken und auch etwas Geld mit der Sache zu machen.
      Seitdem ist leider, im Verhaeltnis zu anderen hier, nicht sehr viel draus geworden. Spielen macht mir immernoch Spass und ich konnte, dank Poker, auch ohne Nebenjob ueber die Runden kommen (ca 20k$ earnings incl rakeback) , aber das wars dann auch. Winrates gehen gegen 1PTBB/100 auf NL100 bzw vielleicht etwas mehr auf NL50. Seit Februar studiere ich nun BWL und Sozialwissenschaften in Perth (Westaustralien) und mein Leben hier ist wirklich geil. Kriege viel Unterstuetzung von Eltern und habe so gesehen keinen Druck wenn es dadrum geht zu "ueberleben". Problem ist, dass ich immer etwas mehr will (Auto, Reisen, Party machen) , sodass das Geld immer knapp ist und dann die Bankroll herhalten muss, um irgendwelche unerwarteten Rechnungen zu bezahlen.

      Ich habe kein Problem damit, bei etwas nicht gut zu sein. Ich bin es allerdings nicht gewohnt, bei etwas nicht gut zu sein, in das ich viel Zeit und Energie reinstecke und mir ueber weite Strecken hin auch noch Spass macht. Dementsprechend nervt es mich tierisch, wenn ich seit 2 Jahren auf small stakes rumgammel, immer mit halb shorter br, (2x musste ich mich staken lassen, um wieder auf die Beine zu kommen) und dann Graphen hier sehe von jemandem der es in der halben Zeit auf NL1k schafft. Bilde mir einfach immernoch ein, dass es bei mir an Intelligenz nicht mangelt, emotionale Intelligenz ausgeschlossen (aber die kann man sich ja irgendwie aneignen oder?)

      Dies gesagt, denke ich, dass mein Pokerwissen gar nicht mal so uebel ist und mein Agame NL200 locker crushen wuerde. Wenn ich in ein Handbewertungsforum kucke, teste ich mich selbst oft und liege mit meinen Begruendungen und Lines schon oft sehr gut. Natuerlich weiss ich auch, dass das trotzdem noch weit ausbaufaehig ist. Ich denke aber, dass mein wirkliches Problem im Poker selbst C-F Game ist, was durch Tilt und Unkonzentriertheit (Zocken mit Kater, waehrend Inet surfen, Film/Serie schaun oder whatever) zustande kommt. Hier mache ich oft Plays die ich 2Sekunden danach nicht mehr erklaeren kann, aber das kennt ja hier fast jeder zumindest ansatzweise.

      Ich finde mich immer wieder in dem Kreis wieder in dem ich wieder anfange, sehr gut spiele und die Limits zusammen mit nem Upswing crushe. Dann laeuft es schlechter und mein Spiel wird auch mieser, weil ich die selben Winnings weiterhin haben will und dann mehr rummove, wenn die Karten schon nicht stimmen. Ich cashe Geld aus, es geht weiter runter. Ich habe dann keine Lust mehr und lege wieder ne Pause ein und es geht von vorne los. Das Ganze natuerlich schoen mit Rationalisierungen wie, "es gibt nichts geileres als Poker, easy money und Freiheit" und dann ein paar Wochen spaeter wieder :"Theorie lernen macht mir einfach nicht genug Spass" oder "Ich sollte etwas finden zum Geld machen ohne Varianz" etc...

      Dieses Problem ist mir schon laenger bewusst und ich habe auf eigene Faust auch schon viel verbessert. Nur ist das Ergebnis einfach immernoch unbefriedigend. Ich habe leider die Tendenz, dass ich unterbewusst fast lieber ein schlechteres Ergebnis hinnehme als mich von anderen Leuten korrigieren zu lassen. (Anderes Beispiel ist, dass ich hier sehr ungerne jemand anderen ueber meine Hausarbeiten fuer die Uni drueber schaun lasse, auch wenn das wohl extra %te geben wuerde) Kommt wohl davon, wenn man so hohe Ansprueche an sich selbst hat und dann etwas Angst davor hat fest zu stellen, dass man noch viel weiter von seinem Ziel, welches mehr eine Erwartung ist, weg ist, als man 5Minuten zuvor noch dachte.

      Aber, ich lerne hier zumindest dazu und der Thread hier ist zumindest ein Start. Bin mir nicht so ganz sicher, was fuer Vorschlaege kommen koennten, die ich nicht schon in anderen Threads gelesen habe, aber man weiss ja nie:) . Eine Hoffnung waere, dass vielleicht jemand Lust darauf hat, sich gegenseitig ueber die Schulter zu schauen und sich gegenseitig zu zwingen, einen bestimmten Ratio zwischen Spielen und Theorie einzuhalten, aufzuhoeren wenn Tilt kommt, ueber Haende unterhalten (denke, dass ich viel besser spielen wuerde, wenn ich weiss, dass ich meine Plays vor jemand anderem rechtfertigen muss) oder so.

      Was denkt ihr? Quit Poker und zu McD gehen oder gibts was, was ich noch machen kann? (btw, sorry wenn irgendwas mitlerweile Undeutsch klingt, war scho laenger nicht mehr im Lande)
  • 9 Antworten
    • AGGROFORST
      AGGROFORST
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2008 Beiträge: 3.805
      Original von Klot
      ... Bilde mir einfach immernoch ein, dass es bei mir an Intelligenz nicht mangelt, emotionale Intelligenz ausgeschlossen (aber die kann man sich ja irgendwie aneignen oder?)

      In dieser Einschätzung hab ich mich dermaßen wiedererkannt :heart: :heart: :heart:

      ..., ueber Haende unterhalten (denke, dass ich viel besser spielen wuerde, wenn ich weiss, dass ich meine Plays vor jemand anderem rechtfertigen muss) oder so.

      Was denkt ihr? Quit Poker und zu McD gehen oder gibts was, was ich noch machen kann? (btw, sorry wenn irgendwas mitlerweile Undeutsch klingt, war scho laenger nicht mehr im Lande)
      Zu Deinem letzten Punkt ein Vorschlag nehm doch mal beim Spielen ein Vid auf und kommentiere es als ob es ein coaching Vid sein soll. Das hat den Effekt, dass Du deine Gedanken verbalisieren musst und es so eigentlich in keiner Situation dazu kommt, dass Du unüberlegt handelst.

      Und der zweite Vorteil ist, dass Du bei der Nachanalyse (die ich mir seit Wochen vornehme....) immer die Gedanken in diesem Moment (Image/Tableflow/...) zur Verfügung hast.

      Viel Erfolg und lass Deine Hausarbeiten querlesen Stolz ist da kein guter Berater.....
    • NoBoGeR
      NoBoGeR
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 3.401
      du bezeichnest 20k winnings als nicht viel.
      du gehst nicht objektiv an die sache ran, nicht jeder ambitionierte spieler wird sich auf den midstakes/highstakes etablieren können (zum glück).
      es ist doch offensichtlich das diese graphen die du ansprichst meist upswinger sind. daraus folge ich das du das prinzip der varianz noch nicht verstanden hast. poker ist eben zu einem gewissen teil glücksspiel.
    • AGGROFORST
      AGGROFORST
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2008 Beiträge: 3.805
      denke mal das er meint 20k winnings in 3 jahren bei dem aufwand sind nicht viel

      und lol@ jedem zu unterstellen er hätte varianz/das spiel nicht verstanden :rolleyes:
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Hallo Klot,

      als ich den Anfang deines Beitrags gelesen habe, dachte ich spontan, der hat's gut!

      Versteh mich nicht falsch, aber alles in allem ist dein Leben doch ganz komfortabel. Vielleicht ist gerade das Teil deines Problems?

      Winrates gehen gegen 1PTBB/100 auf NL100 bzw vielleicht etwas mehr auf NL50.
      Das ist erst einmal weitaus mehr als nichts. Die meisten Spieler zahlen fürs Poker und holen nichts heraus.

      ...und dann Graphen hier sehe von jemandem der es in der halben Zeit auf NL1k schafft.
      Ist es möglich, dass dieser jemand mehr an sich und an seinem Spiel arbeitet als du?

      Ich denke aber, dass mein wirkliches Problem im Poker selbst C-F Game ist, was durch Tilt und Unkonzentriertheit (Zocken mit Kater, waehrend Inet surfen, Film/Serie schaun oder whatever) zustande kommt. Hier mache ich oft Plays die ich 2Sekunden danach nicht mehr erklaeren kann, aber das kennt ja hier fast jeder zumindest ansatzweise.
      Womit du ja einen wesentlichen Grund genannt hast, warum du nicht auf NL1k spielst und auch nicht spielen solltest.

      Du musst dir darüber klar werden, aus welchem Grund du pokern willst.

      Wenn du es wegen des Unterhaltungsfaktors machen möchtest, dann spiel die Limits, die du dir leisten kannst. Deine Ergebnisse werden suboptimal sein. Damit könntest du dich aber durchaus zufrieden geben. Schließlich hat auch mancher talentierte Fußballer keine Lust, an seiner Kondition zu arbeiten und bleibt deshalb freiwillig und gern in seiner Kreisligamannschaft.

      Wenn du aber ernsthaft erforschen willst, wie weit du mit deinen Fähigkeiten kommst, dann solltest du keine Entschuldigungen für deine mangelhafte Einstellung suchen.

      ...in dem ich wieder anfange, sehr gut spiele und die Limits zusammen mit nem Upswing crushe. Dann laeuft es schlechter und mein Spiel wird auch mieser, weil ich die selben Winnings weiterhin haben will und dann mehr rummove, wenn die Karten schon nicht stimmen.
      Dann könnte der Anfang deiner Schwierigkeiten schon darin liegen, dass du im Erfolg nachlässig wirst. Das ist imo ein häufiges psychisches Problem im Upswing, kenne ich auch persönlich.

      Ich habe leider die Tendenz, dass ich unterbewusst fast lieber ein schlechteres Ergebnis hinnehme als mich von anderen Leuten korrigieren zu lassen...
      Siehe oben. Dir ist das Ergebnis deiner Bemühungen weniger wichtig als das Bedürfnis, in deinem Trott bleiben zu können.

      Aber, ich lerne hier zumindest dazu und der Thread hier ist zumindest ein Start.
      Ja! Deswegen habe ich meine Schlussfolgerungen auch nicht diplomatisch verpackt. Dir ist am besten geholfen mit klaren Ansagen und klaren Entscheidungen.

      Gegenseitiges Coaching mit einem anderen Mitglied ist imo eine gute Line. Reviews sind gut, durchaus auch einmal von weiter zurückliegenden Sessions. Eine weiter Übung dabei: betrachte deine Hände einmal aus den Augen des Villain. Wie wirkst du auf deine Gegner?

      Ich wünsche dir viel Erfolg!
    • Klot
      Klot
      Silber
      Dabei seit: 26.11.2006 Beiträge: 212
      Hi,
      danke schonmal fuer die Antworten.
      Muss mir denke ich manchmal klar machen, dass 20k$ ein Haufen Geld ist und ich damit schon in den top x%(wird wohl fast einstellig sein oder?) aller Spieler bin. Bin mir schon bewusst, dass man hier mit selektiver Wahrnehmung wie ich sie habe, schnell ein Bild bekommt, dass jeder NL200+ crushing winner ist. Muss ich mir wohl oefter wieder bewusst machen und mein Bild "adjusten". ( btw Varianz habe ich verstanden und ich meine auch nicht irgendwelche Monatsgraphen sondern longterm (wirklich longterm) Geschichten. )
      Das mit dem Video fuer mich selbst ist eine gute Idee, werde ich auf jeden Fall in Erwaegung ziehen.
      Und ja, es stimmt, ich habs wirklich gut:) Meine "Sorge" ist auch nicht mein Leben an sich, sondern einfach meine "Verpeiltheit". Ich kriege mein Leben sicherlich noch auf die Reihe, aber komme halt in manchen Bereichen deswegen nicht an meine Erwartungen heran.
      Du hast Recht, dass ich eine Entscheidung treffen muss und dann aber keine duemmlichen Entschuldigungen mehr zulassen darf. Ich denke, dass ich dir zu stimmen muss, wenn du sagst, dass ich einfach vor einem Punkt der Entscheidung stehe und entweder mit dem zufrieden bin was ich habe, oder, mehr will aber dann auch wirklich longterm was dafuer tun muss und nicht beim ersten 10Stack "upswingtag" wieder in das Muster verfalle und mir denke, dass es doch auch so geht.
      Das Problem ist, dass ich eigentlich nicht in meinem Trott bleiben will. Im Grunde trifft eben nicht Faulheit auf mich zu, sondern, um wieder das Anti-Verpeil-How-To zu zitieren, ich verpeile. Kriege also manchmal einfach bestimmte Sachen nicht auf die Reihe, auch wenn das heisst, dass ich mid und longterm damit ungluecklicher bin.

      Das Problem ist, dass ich schon oft Versuche gestartet habe aus diesem Verpeilen rauszukommen. Nicht nur im Poker, aber auch wenn es nur um etwas gesteigerte Sauberkeit im Zimmer ging. Ich denke als naechsten Schritt werde ich mir dieses How-to nochmal zu Gemuete fuehren, das dann auf Poker und mich runterbrechen und dann klare Schritte formulieren (werde ich hier posten und bitte wieder um Feedback, ob mich das in die von mir gewuenschte Richtung bringt) um dann klar eine Entscheidung treffen zu koennen, was Poker fuer mich in der Zukunft sein wird.

      Was mir etwas Sorge aber auch gleichzeitig Mut macht ist folgendes:Wenn ich es im Poker nicht schaffe (ein Hobby, welches ich normalerweise extrem gerne ausuebe), diszipliniert zu werden und die noetigen Schritte zum Erfolg zu gehen, in welchem anderen Lebensbereich werde ich es dann auf einmal schaffen? Gleichzeitig bedeutet es natuerlich auch, dass wenn ich es im Poker hinbekomme, habe ich nicht nur mein Ziel in dem Bereich erreicht, sondern auch einen Weg gefunden in anderen Bereichen meinen Zielen deutlich naeher zu kommen. Seht ihr das aehnlich, oder setze ich hier etwas kleines in einen viel zu weiten und grossen Kontext und mache mir einfach nur unnoetig viel Druck?

      Achja, bitte jeder undiplomatisch sein/bleiben:) Wenn ich mich schon "stelle", kann und will ich auch die volle Ladung ertragen!
    • Fruechte
      Fruechte
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2009 Beiträge: 1.549
      Interessanter Bericht, Klot.

      Man sieht, dass du dir viel Mühe gegeben hast das so zu formulieren.

      Ich kann dir leider nicht helfen, da ich noch nicht so lang spiele, aber ich wünsche dir viel Glück.

      Eines nur: bei aller Ambition, mach dir auch klar, dass alles (nicht nur Poker, sondern dein ganzes Leben) auch immer schlechter laufen könnte ;-)
    • dezi
      dezi
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 2.022
      Original von Klot

      Was mir etwas Sorge aber auch gleichzeitig Mut macht ist folgendes:Wenn ich es im Poker nicht schaffe (ein Hobby, welches ich normalerweise extrem gerne ausuebe), diszipliniert zu werden und die noetigen Schritte zum Erfolg zu gehen, in welchem anderen Lebensbereich werde ich es dann auf einmal schaffen? Gleichzeitig bedeutet es natuerlich auch, dass wenn ich es im Poker hinbekomme, habe ich nicht nur mein Ziel in dem Bereich erreicht, sondern auch einen Weg gefunden in anderen Bereichen meinen Zielen deutlich naeher zu kommen. Seht ihr das aehnlich, oder setze ich hier etwas kleines in einen viel zu weiten und grossen Kontext und mache mir einfach nur unnoetig viel Druck?

      Achja, bitte jeder undiplomatisch sein/bleiben:) Wenn ich mich schon "stelle", kann und will ich auch die volle Ladung ertragen!
      Denke, das ist der Knackpunkt. Bein anderen Sachen schmeißt du ja wahrscheinlich auch nicht alles hin, wenn etwas mal nicht klappt, sondern du suchst halt Wege wie du es besser machen kannst und dein Ziel letztendlich erreichen kannst.

      Beim Poker ist es halt imo die Mischung aus Geld, Varianz und skill (inkl. dem Aufwand skill zu erlangen), die das Ganze schwieriger macht als bei vielen anderen Dingen.
      Denn in den meisten Fällen (Schule, Uni, Sport, teilw. auch Freundeskreis...) ist halt Erfolg fast immer direkt abhängig, davon in wie weit du dich anstrengst.
      Beim Poker hast du diesen Zusammenhang allenfalls über eine "große samplesize", wobei niemand weiß, wie groß groß ist.

      Man muss einfach akzeptieren dass im Poker Lernaufwand =/= Erfolg ist bzw. sich der Lernaufwand nicht direkt im Erfolg niederschlägt (konnte ich lange nicht und ich glaube, dass genau dies bei mir der einzige Grund für tilt u B-/C- and worse game war).

      Imo solltest du dir überlegen, was du im Poker erreichen willst/wofür du Pokern willst und danach dann planen.

      Ich studiere auch u bekomm eigentlich genug Geld von meinen Eltern u verdien mit nem anderen "Hobby" noch was dazu, also ähnliche Voraussetzungen.

      Daher hab ich mir folgendes überlegt:
      - mit xxx€ mehr im Monat scheint mir mein Leben angenehmer, also cash ich die Summe jeden Monat aus
      - daneben versuche ich einen kometenhaften Pokeraufstieg in die hohen midstakes über ein rel. aggressives BRM mit ganz klaren Auf- u ggf. Abstiegsgrenzen zu realisieren.

      Imo knackt man damit am besten das shizophrene am Poker. Ich erreiche mein Ziel (xxx€ auszucashen) immer u arbeite sonst wie in jedem anderen Lebensbereich einfach daran besser zu werden.
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Original von Klot
      Das Problem ist, dass ich schon oft Versuche gestartet habe aus diesem Verpeilen rauszukommen. Nicht nur im Poker,

      ...in welchem anderen Lebensbereich werde ich es dann auf einmal schaffen? Gleichzeitig bedeutet es natuerlich auch, dass wenn ich es im Poker hinbekomme, habe ich nicht nur mein Ziel in dem Bereich erreicht, sondern auch einen Weg gefunden in anderen Bereichen meinen Zielen deutlich naeher zu kommen. Seht ihr das aehnlich, oder setze ich hier etwas kleines in einen viel zu weiten und grossen Kontext und mache mir einfach nur unnoetig viel Druck?
      Ach ja, die verpeilte Jugend!
      [:D ] Sorry, ich habe erwachsene Kinder, da gehört der Seufzer einfach zum Standardprogramm.[/ :D ]

      Also, imo kannst du durch das Pokern schon einige Dinge lernen, die dir auch sonst im Leben nützen können. Aber es besteht kein direkter Zusammenhang zwischen Erfolg im Poker und Erfolg im Leben!

      Was das Sich-unter-Druck-Setzen geht, so gibt es eine einfache Regel: Sieh gelegentlich in die Ferne auf dein Ziel, aber dann achte auf den nächsten Schritt.
    • AGGROFORST
      AGGROFORST
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2008 Beiträge: 3.805
      Problem bei den meisten Verpeilten -und ja ich bin auch verpeilt und das obwohl Ü30- ist, dass meistens versucht wird alle Probleme auf einmal abzustellen. Und wenn dann erwartungsgemäß etwas nicht so hinhaut wieder aufgegeben wird.

      Setzte Dir kleine angemessene Ziele! Und ein fail im Poker induziert keinen fail im RL :D