[RL] Angststörungen Panikattacken Depressionen

    • jemencham
      jemencham
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2009 Beiträge: 559
      Hey meine Name ist Timo bin 23 und Erzähle mal über Depris und Co.
      wenn Ihr so was habt lasst euch Helfen!!!!!

      also ich bin vor 3 Jahren an Panik und Angstzuständen erkrankt.
      Und ich muss sagen es war die Hölle, ich musste auch mit Depressionen kämpfen, weil mir keiner Helfen konnte, die Ärzte wusste nicht was ich habe, und dachten ich spiel denen was vor. Oder würde Drogen nehmen. Was ich natürlich nicht mache und auch nie gemacht habe.
      Nach etlichen Untersuchungen im Krankenhaus kam das heraus das ich Panikattacken habe. Ich wollte es eigentlich zuerst nicht glauben, ???Panikattacken??? mhhh deshalb wies ich mich selbst in Krankenhäuser ein, damit die was finden, ein Tumor oder so, aber keine Panikattacken verdammt...
      Naja ich bekam ne Magenspiegelung, Darmspiegelung, MRT, CT, EKG, EEG Blut ohne ende wurde abgezapft, und die konnten nichts finden...
      Das konnte ich natürlich nicht glauben..
      Mhhh vieleicht hätte DR House ja was gefunden :P
      Dann bleib mir ja nichts andres übrig zu glauben das ich an Angststörungen Panikattacken Depressionen Erkrankt bin., Und dann fing alles an.....

      Durch die Krankheit habe ich alles verloren was man nur verlieren kann.
      Meinen Job ( war gerade in ner Ausbildung zum Anlagenmechaniker 3 Wochen vor der Gesellenprüfung wurde ich Krank), meine 2 Sponsoren ( war Skater ) meine Wohnung meine Chamäleon Zucht, und meine Freundin.

      Die Depressionen wurden immer schlimmer und die Attacken auch.
      Ich konnte kein Auto mehr fahren, konnte nicht mehr vor die Tür gehen, noch nicht mal Einkaufen, praktisch gesehen schien mein Leben einfach nur kaputt zu gehen.
      Ich Isolierte mich von der Außenwelt.
      Durch die Krankheit musste ich wieder zu meiner Mom ziehen den alleine hab ich es nicht ausgehalten, den ich musste fast jeden Tag den Notdienst rufen,
      Ich bekam immer und immer wieder Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Hitzewallungen, und war kurz davor durchzudrehen.

      Und Zuhause wurde es noch schlimmer da ich vorher nur stress mit meinen Eltern hatte.
      Ich hab echt jeden Tag über Selbstmord nachgedacht, aber zum Glück nicht ausgeführt!!!

      Dann bekam ich endlich von meinem Hausarzt eine Überweisung für eine Tagesklinik.
      Dort habe ich gemerkt das ich wieder ein bisschen runterkomme, und mein Leben wieder in den Griff bekommen muss, und auch will...
      Wären aber nur nicht diese Panikattacken.
      Das schlimme ist das das keiner Verstehen kann wie es dir geht, oder immer bekommt man gehört, stell dich nicht so an...blablabla

      Na ja ich war fast 4 Monate in der Tagesklinik und es hat mir gut getan, mit Leuten darüber zu reden die mich verstanden und auch das selbe haben wie ich es hab.
      Mir wurde vom Behandelten Arzt der Tagesklinik "Lyrika" ( Epeleptisches Mittel, aber auch gut für Angstzustände ) angedreht, obwohl ich eigentlich keine Medis nehmen wurde. Aber ich muss sagen es war gut, die Medis haben mir auch sehr geholfen Runter zu kommen, und zum Glück war es kein Psychopharmaka.

      Ich hatte ein Ziel vor Augen:
      Wieder so schnell es geht Ausziehen^^
      Und das geschah dann auch nach der Therapie, ich lernte eine schöne Frau kennen, wir Verliebten uns, Zogen zusammen. Verliebten uns noch mehr^^ und haben auch Geheiratet und nun bin ich auch Stolzer Papa von einen gewünschten Sohn der jetzt 3 Monate ist. Und mein Arzt hatte Recht er sagte " wenn man so tief in die scheiße fällt, kann es irgendwann nur noch bergauf gehen" das passierte dann auch.

      Ich bin im Moment total Glücklich kann FAST wieder alles machen, den die Attacken bleiben ein Leben lang. Aber ich weiß wie ich damit umgehen kann und auch soll.
      Man soll das Leben wie ein Geschenk sehen und sich nicht unterkriegen lassen.
      Auch wenn man Depris oder ähnliches hat.
      Ich will damit nur sagen genießt das Leben und macht das beste daraus.


      "Lass die Angst nicht dein Leben bestimmen"
  • 7 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Sehr schön zu lesen, was aus einer einzigen richtigen Entscheidung (den Weg in die Tagesklinik anzutreten) erwachsen kann.

      Viel Erfolg für Deinen weiteren Weg mit Frau und Sohnemann, jemencham :)

      Gruß,
      michimanni
    • jemencham
      jemencham
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2009 Beiträge: 559
      Danke schön michimanni

      und es war definitiv die Richtige Entscheidung .
      Wenn du nichts dagegen tust frisst es dich auf und kontrolliert dein Leben...
    • AGGROFORST
      AGGROFORST
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2008 Beiträge: 3.805
      Hast Du gut gemacht! Und danke fürs posten!!

      Alles Gute für Dich und Deine Famillie.
    • zufallsname
      zufallsname
      Global
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 917
      schöne sache. macht mut. weiter so und ganz viel glückwunsch!
    • jemencham
      jemencham
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2009 Beiträge: 559
      ich danke euch allen. is schön zu hören =)
    • Buzibaer
      Buzibaer
      Black
      Dabei seit: 07.06.2006 Beiträge: 3.315
      Hatte vor paar Jahren Panikattacken (anfangs geglaubt, ich krieg n Herzinfarkt oder so) , und bin draufgekommen, dass die bei mir direkt mitm Alkoholkonsum zusammenhängen.

      Also hab das heute noch ab und zu nachm Saufen, wenn ich verkatert bin, es ist dann so, dass ich einfach nicht mehr stillsitzen kann, (gescheige denn liegen), und ich quasi glaube, völlig die Kontrolle über mein Handeln zu verlieren. Kriege dann auch Riesenangst vor sozialen Kontakten bzw genauer gesagt davor, dass die das merken könnten.

      Es war bei mir einfach ein wahnsinnig starkes Angstgefühl ohne wirklichen auslöser, also mit Schwitzen, Herzrasen, Zittern, etc, aber halt ohne "wirklichen Grund". So als ob sich der Körper in einem "Fight or FLight" Mode befindet.

      War dann (vor 3 Jahren) auch al in der Psychatrie nach der 1. Panikattacke, aber dort konnte man mir auch ned wirklich helfen.

      Da ich selber auch Psycho studier und einfach viel über das Thema gelesen bzw. mit Ärzten gesprchen hab, sind das die ansätze, die mir geholfen haben (was keine univerelle Gültigkeit beansrpuchen sollte):


      - ALkohol bzw. sämtliche "depressing Drugs" vermeiden. Durch den Gewöhnungseffekt ensteht oft sowas wie eine "paradoxe Reaktion" d.h. dass dich Drogen bzwe. Medikamente mit beruhigender Wirkung nach deren Absetzen/Nachlassen der Wirkung in Panik versetzen.

      -verhaltenstherapeutisch ist der häufigste ansatz jener der KONFRONTATION, also der bewussten Beschäftigung mit der Angst bzw der angstauslösenden Situation. D.h. die angstauslösenden Situation wird keinesfalls vermieden, sonder- schrittweise- bewusst "heraufbeschworen".

      - medikametnöse Therapie is in dem Fall nur eine Übergangslösung bzw. Symptombekämpfung


      Bei mir isses so, dass ich- seidem ich fast nix mehr trink- die PA weg sind, ganz selten nur noch tauchen sie vereinzelt auf (wenn ich wenig Schlaf hab/zuviel Koffein).

      Wünsch dir alles Gute, hoffe, meine Ansätze konnten dir etwas weiterhelfen.

      Mfg
      Buzibaer
    • jms68
      jms68
      Bronze
      Dabei seit: 12.12.2007 Beiträge: 578
      ich weiß nich, ob ich meinem vorredner da zustimmen kann. psychologisch hast du zwar recht, aber neurologisch resp. neruochemisch definitiv nicht.

      wenn die ursachen keine psychologische grundlage haben, dürfte es sich also um ne physiche erkrankung handeln, ergo haut mit der hirnchemie irgednwas nich hin. zuviel adrenalin, zuwenig endorphin, oder was auch immer, jedenfalls hat man da rein psychologisch/verhaltenstherapeutisch null handhabe gegen.
      sind die ursachen defacto physisch ist die psychobetreueung nur als begleitende massnahme zu gebrauchen.
      allerdings sollte zweifelsfrei abgeklärt werden ob die ursachen nicht doch ne psychologische wurzel haben.

      bei den exponentiellen fortschritten in der medizin, gibts vielleicht schon vglw. bald möglichkeiten bestimmte areale des angszentrums exakt zu blockieren, aber bis dahin, kommt man dem wohl nur auf chemischen wege bei.

      in leichten fällen reicht da uU vielleicht schon die körpereigene fabrik: viel sport kann die endorphin-produktion massig ankurbeln und gesunde ernährung und viel sonnenlicht tragen auch ihre prozentchen mit zu.
      in harten fällen sind solche ratschläge, vor allem in combo mit der "reiß dich mal zusammen" aufforderung natürlich murks.

      ich würd die medikamention auf keinen fall eigenmächtig absetzen, mich aber so schlau wie möglich machen (das netz is nich zum pokern gut) und sowohl mit nem psychologen als auch neurologen rücksprache halten.


      ich wünsch dir jedenfalls alles gute