SH Openraisesizes für diverse Limits?

    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      da ich ja heute dank der Weihnachtsaktion in den Genuss dieses Cyde Videos gekommen bin (ist glaube ich normalerweise Diamond)

      http://de.pokerstrategy.com/video/5972

      und er darin ab Minute 10:35 was zu seinen Openraisesizes sagt habe ich dazu eine Frage.

      Cyde sagt, dass er aus UTG auf 4bb raist und dann je Position einen 1/2 bb weniger, vom BU nur minraise, wenn ein SSSler im BB sitzt.

      Also:

      UTG 4bb
      MP 3,5bb
      CO 3bb
      BU 2,5bb (Abweichung: 2bb wenn SSSler im BB / 4bb wenn ein Fisch im BB sitzt :P )
      SB 3,5bb (sagt er nicht, aber macht er ;) )

      Dieses Openraisemuster gefällt mir sehr und macht auch sehr viel Sinn denke ich, allerdings - und daher auch dieser Thread hier - stellt sich mir die Frage für welche Limits das gilt.
      Was meinen die erfahreneren Spieler hier? Ist das auf allen Limits sinnvoll oder sollte man so halt auf NL1k+ spielen, aber nicht auf z.B. NL10 oder NL50 NL100 etc. - und wenn man hier anders Openraisen sollte, wie? und warum?

      merci =)
  • 36 Antworten
    • R4ph4
      R4ph4
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2007 Beiträge: 1.933
      ab 100+ machts Sinn imo - dh werden die raisegrößen respektiet und gibt auh einige die das machen...
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von R4ph4
      ab 100+ machts Sinn imo - dh werden die raisegrößen respektiet und gibt auh einige die das machen...
      Er macht definitiv keine variablen Raisesizes, weil seine Raises mehr oder weniger respektiert werden, sondern macht das von den Gegnern und seinen Händen bzw. von seiner Position abhängig. Sagt er auch im Video.
    • raek123
      raek123
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 14.288
      baluga sagt, dass man mit kleinen openraises auf den micros value liegen lässt. in nem ghost vid openraiset er immer auf 5bb, damit er nen großen pot am flop hat. bin mir aber grad nich sicher, wie er das mit buttonsteals macht.
    • Loosar
      Loosar
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2006 Beiträge: 1.511
      ferguson sagt übrigens auf ftp academy das genaue gegenteil: er raist utg nur 2-3 bb aber bu 3-4bb, weil ein raise aus utg mehr respektiert wird, als ein raise aus BU. daher muss der BU raise höher sein. bei seiner tighten spielweise und seinen qualifizierten gegnern funzt das sicher. sonst würde er es nicht tun.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      lol und nu? ?(

      alle Möglichkeiten dabei, vielleicht sollte ich einfach nen Würfel nehmen...

      1 = fold
      2 = limp/call
      3 = minraise
      4 = 3bb
      5 = 4bb
      6 = 5bb

      ;)
    • Insaniac
      Insaniac
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 3.398
      gegen die meißten fishe wirds keinen unterschied machen, wenn sie callen wollen, dann isses egal ob 3 oder 5bb

      bei regs siehts anders aus, ich mach eigentlich immer 3bb
    • MathesBo
      MathesBo
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2006 Beiträge: 961
      Original von Insaniac
      gegen die meißten fishe wirds keinen unterschied machen, wenn sie callen wollen, dann isses egal ob 3 oder 5bb

      this!

      Zumindest auf den unteren Limits dürfte das ziemlich egal sein, hab da noch keinen großen Unterschied bemerkt.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ja ok, setzen wir einfach mal fest, dass die Fische keinen Unterschied zwischen 2bb und 5bb Openraises sehen und halt callen oder nicht, egal wie hoch die Bet innerhalb dieses Rahmens ist.

      Was ist unter dieser Annahme die beste Line für Openraises?

      a) 2bb um mit gringstem Risiko die Blinds zu attackieren?

      b) 5bb um mit der guten Hand die ich spiele, + meinen (obv.) überlegenen Skills ;) einen großen Pot zu spielen?

      Und wenn eins von beidem aus allen Positionen dieselbe betsize?
      Oder halt aus UTG höher, weil ja auch meine Range tighter ist und die postflop Position ziemlich bescheiden und vom BU halt geringer weil die Range weit ist, ich aber postflop Position habe?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Welche Potgröße willst du mit starken Händen spielen? (im Verhältnis zur gegnerischen Range?)

      Welche Potgröße willst du mit mittelstarken Händen spielen? (im Verhältnis zur gegnerischen Range?)

      Welche Potgröße willst du mit marginalen Händen spielen? (im Verhältnis zur gegnerischen Range?)


      Von Stark -- Mittel -- Schwach will man Große Pötte - Mittelgroße Pötte - kleine Pötte spielen.

      Wann ist der erste Zeitpunkt um die Potgröße zu gestalten, die ein Pot bis zum SD annehmen wird?

      => Preflop.

      Wieso raisen wir UTG/SB groß, in MP kleiner und in late Position noch kleiner?

      => weil sich die Stärke UNSERER Range schwer von stark (UTG/SB) nach schwach (Late Position) verschiebt.


      Wieso ist das auf NL25 irrelevant?

      1. Unsere Openingrange ist aufgrund unseres beschränkten Postflopskills nicht so hoch wie auf NL1k => eine Differenzierung nach Position ist nicht notwendig, da unsere Gegner sowieso kaum/gar nicht adapten

      2. Die Spieler sind EXTREM schlecht Postflop. (selbst die meisten 18/16 Spieler etc.)
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      also votierst du für 5bb openraise aus any position auf den Micros, wie eben balugaWhale?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Baluga hat nen anderen Postflopskill als wir, ergo sind für ihn marginale Hände teilweise mittelstarke Hände. Ich würde daher empfehlen 3.5BB aus jeder Position zu openraisen (4BB aus dem SB), weil man damit eine gute Mittellinie fährt.

      Wenn man weiss das man gut genug Postflop ist, dann wird man erkennen ab wann es Sinn macht mit variablen Preflopraisesizes zu spielen.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von Ghostmaster
      Baluga hat nen anderen Postflopskill als wir, ergo sind für ihn marginale Hände teilweise mittelstarke Hände. Ich würde daher empfehlen 3.5BB aus jeder Position zu openraisen (4BB aus dem SB), weil man damit eine gute Mittellinie fährt.

      Wenn man weiss das man gut genug Postflop ist, dann wird man erkennen ab wann es Sinn macht mit variablen Preflopraisesizes zu spielen.
      merci, werde es umsetzen :P
    • winkiac
      winkiac
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2007 Beiträge: 879
      auf nl 1k openraise ich 2,5 bb und minraise nur aus co und bu wenn shortys hinter mir sitzen, fahr da ganz gut mit.

      im allgemeinen macht es sinn als tighter spieler ehr was höher zu raisen , und als looser etwas kleiner. bzw seiner range entsprechend, daher auch die positionsbezogenen unterschiede.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ich habe nochmal nachgedacht...

      letztens einen sehr tighten SH Tisch gespielt. Die ersten 50 Hände gab es an dem Tisch keinen einzigen showdown und ich selbst habe keinen einzigen Turn gesehen...
      Also supertighter table irgendwie. Alle am Tisch haben 3,5bb geopenraist und den raises wurde fast immer Respekt entgegengebracht, 3bets obv. noch viel mehr.

      Wenn man also an so einem Tisch sitzt, sollte man dann nicht insta auf 2bb openraise umstellen, denn wenn die Leute weiterhin so einfach die Blinds aufgeben ist's ja ein einziger Traum da so günstig stehlen zu können. Wenn sie dann anfangen sollten mich looser zu callen (wobei ich weiterhin tight/solid openraise was die range angeht) habe ich ja eigentlich auch was ich will, weil ich eben mit Equityvorteilen einen Flop sehe.

      Höher Openraisen würde ich hingegen erst an einem Tisch an dem extrem viel gecallt wird preflop, am besten andauernd multiwaypötte entstehen. Hier macht 3,5 oder 4 oder sogar noch höher durchaus Sinn denke ich.

      Also ganz knapp:

      wenn keiner callt, so billig wie möglich openraisen (2bb). Sollten die Leute adjusten und mir zu viel callen kann ich ja wieder höher raisen.

      wenn hingegen andauernd alle callen (fischiger Tisch) höher setzen bis sie anfangen zu viel zu folden.


      (Wobei ich meine Openraiserange jetzt wie gesagt immer stabil bei tight/solid gelassen habe, hier kann man sicher auch dran drehen, aber ich wollte es erstmal einfach halten und nur an der betsize schrauben)

      ist das eine gute Idee / openraisesize Strategie? :f_p:
    • larqez
      larqez
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2008 Beiträge: 986
      Ich habe gestern ein Video auf Stoxpoker gesehen, mir fällt leider grad der Name des Coaches nicht ein.
      Er hat empfohlen, vom BU nur Minraises zu machen, wenn man stealen möchte.
      Es wurde auch recht ausführlich begründet, zusammengefasst:

      1.)
      Spieler folden, wenn sie folden wollen. Wenn jemand in den Blinds sitzt, und seine Hand schwach findet, foldet er sie in Gedanken schon. Er wird nicht sagen: Oh, 1BB/1,5BB calle ich mit der Hand noch, bei 2BB hätte ich gefoldet. Das sieht man besonders gut an den ganzen Leuten, die im SB schon den Haken bei "Fold" gesetzt haben. Die FE ist mit Sicherheit geringer, aber nur unwesentlich (laut Coach).

      2.)
      Sollte der Steal doch gecallt werden, stehen wir folgender Situation am Flop gegenüber:
      Wir spielen ip. Wir haben die Initiative. Wir sind meist HU.
      Es ist die perfekte Ausgangssituation (abgesehen von den Karten, die wir nicht beeinflussen können).
      Der Gegner wird spätestens hier am Flop die meisten Hände folden.

      3.)
      Wenn wir vom BU nur minraisen, und ge3bettet werden, fällt die 3bet in der Regel geringer aus. Wir können also mehr mit spekulativen Händen callen, da wir:
      -in Position spielen
      -genügend BB left haben (bei vollen Stacks); es bleibt einfach mehr Raum, postflop zu spielen, da das Verhältnis Pot:Reststack besser ist

      4.)
      Wenn Villain 3bettet, und wir keine allzu gute Hand zum weiterspielen haben, können wir easy folden. Ein Fold ist hier nie schlimm. Es weiß sowieso fast jeder am Tisch, was wir machen.
      Es wird unsere FE nicht großartig schmälern, weil die Spieler, zumindest in den unteren Limits, ohnehin kaum Adapten und es einige Zeit dauern wird bis sie auf die Idee kommen looser zu restealen, und wir zudem bei jedem weiteren Steal den Positionsvorteil behalten. Auch wenn die Leute wissen, was wir machen, müssen sie oop gegen uns spielen.

      5.)
      Durch die Minraises wird das Stealen noch günstiger. Es muss in noch weniger Fällen klappen. Deshalb: viel stealen, immer nur kleine Beträge setzen.


      _____

      Soweit erstmal. Das müssten die Kernpunkte sein; hoffe es ist verständlich.

      Habe es erst in einer Session ausprobiert und kann es daher noch nicht richtig beurteilen.
      Was sind eure Meinungen dazu?
    • ThisIsNotHere
      ThisIsNotHere
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2008 Beiträge: 480
      Hängt doch immer vom Gegner ab. Hatte gestern einen 95/10 Typen am Tisch. Wenn der im Big Blind war hab ich Sachen wie K4s auf 10bb UTG geraist. Dazu mit allem was halbwegs High Card Value hatte ge3bettet auf 20-30bb. Das gute war, dass alle anderen brav gefoldet haben, und ich so gut wie immer Heads Up gegen den Fisch spielen konnte.
    • ThisIsNotHere
      ThisIsNotHere
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2008 Beiträge: 480
      Original von Ghostmaster

      Wieso ist das auf NL25 irrelevant?

      1. Unsere Openingrange ist aufgrund unseres beschränkten Postflopskills nicht so hoch wie auf NL1k => eine Differenzierung nach Position ist nicht notwendig, da unsere Gegner sowieso kaum/gar nicht adapten

      2. Die Spieler sind EXTREM schlecht Postflop. (selbst die meisten 18/16 Spieler etc.)

      Dem kann ich so nicht zustimmen. Auf NL25 bin ich der beste Spieler am Tisch, und kann deshalb viel mehr Hände profitabel spielen. Mein VPIP auf den Micros liegt meistens so um die 30-35. Auf höheren Limits ist das schwerer, weil die Gegner besser sind, und viele Hände an Wert verlieren (zB ist A5o die Nuts UTG wenn ein loose-passive Fisch in den Blinds sitzt währenddessen ich an einem toughen Tisch vielleicht sogar AJo folden würde)

      Du sagst es in Punkt 2 ja selber. Deshalb sollte unsere Openingrange auf NL25 viel höher sein, als auf NL1k.
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      Original von ThisIsNotHere
      Hängt doch immer vom Gegner ab. Hatte gestern einen 95/10 Typen am Tisch. Wenn der im Big Blind war hab ich Sachen wie K4s auf 10bb UTG geraist. Dazu mit allem was halbwegs High Card Value hatte ge3bettet auf 20-30bb. Das gute war, dass alle anderen brav gefoldet haben, und ich so gut wie immer Heads Up gegen den Fisch spielen konnte.
      lvl?
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von vandaalen
      Original von ThisIsNotHere
      Hängt doch immer vom Gegner ab. Hatte gestern einen 95/10 Typen am Tisch. Wenn der im Big Blind war hab ich Sachen wie K4s auf 10bb UTG geraist. Dazu mit allem was halbwegs High Card Value hatte ge3bettet auf 20-30bb. Das gute war, dass alle anderen brav gefoldet haben, und ich so gut wie immer Heads Up gegen den Fisch spielen konnte.
      lvl?
      #2

      wenn das dein Ernst ist und dann dazu der Satz "ich bin auf NL25 der beste Spieler am Tisch" - dann sag mal deinen Nicknamen und die Seite auf der du spielst... :s_biggrin:
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