Frage zum BuyIn

    • Nash089
      Nash089
      Bronze
      Dabei seit: 01.12.2009 Beiträge: 23
      Servus zusammen,

      laut dem SSS-Sheet soll man sich zB an einem NL10 Tisch mit 2 Dollar einkaufen (bei 2,50 Tisch wechseln und bei weniger als 1,50 nachschiessen)

      Hat sich schonmal jemand Gedanken darüber gemacht, wie es sich auswirkt, wenn man sich zum Beispiel mit 2,10 Dollar einkauft? (Tischwechsel bei 2,60 und Nachkauf bei 1,60)

      Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas bei einem Winning-Player durchaus Sinn macht, da er immer noch noch nicht zuviel besitzt um vermeintliche Caller zu vergraulen.

      Thx 4 help
  • 4 Antworten
    • Tessia
      Tessia
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2009 Beiträge: 111
      Das mathematische Optimum der SSS liegt irgendwo zwischen 16 und 18 Big Blinds.

      Was die Gründe dafür angeht ... hm, da können dir andere besser weiterhelfen. ;)
    • NiceToMeetYou
      NiceToMeetYou
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2007 Beiträge: 5.833
      Also ich geh teilweise sogar schon mit 24bb vom Tisch, weil mir der Stack zu groß wird und kaufe oft erst nach wenn ich auf 14bb runter bin. Ohne das jetzt genau mathematisch herzueiten, ist der Grund einfach folgender:

      Umso kleiner mein Stack, desto schneller committe ich mich. Wenn ich also am Flop schon einen guten Teil meines Stacks drin hab, benötige ich viel weniger Equity, als wenn ich immernoch einen großen Stack hab. Jetzt vielleicht doch mal ein kleines Beispiel.


      Ich hab A:heart: J:heart: im Cutoff. vor mir ein Limper. Ich raise auf 4,5bb. Der Button callt mich, die Blinds und der Limper folden. Der Pot ist jetzt 11,5bb groß.

      Flop: 5:heart: Q:club: 8:heart:

      Situation 1:
      Mein Stack war 14bb groß. Am flop hab ich noch 9,5bb, also weniger als Potsize. Ich kann also easy einfach pushen mit Flushdraw und einer Overcard. Callt mich der BU nun, ist der Pot 30,5bb groß. Ich benötige also nur ca. 31 % Euqity, damit der Push für mich profitabel ist, es muss also nur ungefähr jedes 3. Mal klappen. Dazu kommt noch die Foldequity, denn er callt ja nicht immer.
      Hab leider mal wieder keinen Equilator zur Hand, aber die 31% haben wir locker mit FD + OC.

      Situation 2:
      Mein Stack war 26bb groß. Am flop hab ich also jetzt noch 21,5bb, also fast doppelte Potsize. Das kann ich jetzt unmöglich einfach pushen. Callt der BU, ist der Pot 54,5bb groß (Rake vernachlässigen wir jetzt mal). Jetzt haben wir zwei Problem: 1. benötigen wir weit mehr Equity als vorher (knapp 40%) und ob wir die haben ist schon fraglich. 2. kannst du in einen 11,5bb Pot nicht einfach 21,5bb pushen. Du müsstest normal Contibetten und stehst dann wieder vor einer Entscheidung wenn der BU drüber pusht oder callt und du den Turn wieder verfehlst. Nicht umsonst wird Anfängern empfohlen, mit großem Stack nur noch KK und AA zu spielen...

      Man kann schon durchaus mit etwas größerem Stack spielen, aber dann braucht man bessere Postflop skills und irgendwann ist es dann eben keine Shortstack Strategy mehr. Mit kleinem Stack macht man sich das Leben einfach leichter als Shorty. Und irgendwo da liegt auch die Begründung für die theoretisch optimale Stacksize von 16-18bb.

      Zu klein sollte der Stack halt auch nicht werden, man will ja noch ein bisschen was gewinnen. Es gibt allerdings auch eine "Ultra Shortstack Strategy", aber davon hab ich keinen Plan. =)
    • Cyberisda
      Cyberisda
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2007 Beiträge: 1.517
      Original von NiceToMeetYou
      Also ich geh teilweise sogar schon mit 24bb vom Tisch, weil mir der Stack zu groß wird und kaufe oft erst nach wenn ich auf 14bb runter bin. Ohne das jetzt genau mathematisch herzueiten, ist der Grund einfach folgender:

      Umso kleiner mein Stack, desto schneller committe ich mich. Wenn ich also am Flop schon einen guten Teil meines Stacks drin hab, benötige ich viel weniger Equity, als wenn ich immernoch einen großen Stack hab. Jetzt vielleicht doch mal ein kleines Beispiel.


      Ich hab A:heart: J:heart: im Cutoff. vor mir ein Limper. Ich raise auf 4,5bb. Der Button callt mich, die Blinds und der Limper folden. Der Pot ist jetzt 11,5bb groß.

      Flop: 5:heart: Q:club: 8:heart:

      Situation 1:
      Mein Stack war 14bb groß. Am flop hab ich noch 9,5bb, also weniger als Potsize. Ich kann also easy einfach pushen mit Flushdraw und einer Overcard. Callt mich der BU nun, ist der Pot 30,5bb groß. Ich benötige also nur ca. 31 % Euqity, damit der Push für mich profitabel ist, es muss also nur ungefähr jedes 3. Mal klappen. Dazu kommt noch die Foldequity, denn er callt ja nicht immer.
      Hab leider mal wieder keinen Equilator zur Hand, aber die 31% haben wir locker mit FD + OC.

      Situation 2:
      Mein Stack war 26bb groß. Am flop hab ich also jetzt noch 21,5bb, also fast doppelte Potsize. Das kann ich jetzt unmöglich einfach pushen. Callt der BU, ist der Pot 54,5bb groß (Rake vernachlässigen wir jetzt mal). Jetzt haben wir zwei Problem: 1. benötigen wir weit mehr Equity als vorher (knapp 40%) und ob wir die haben ist schon fraglich. 2. kannst du in einen 11,5bb Pot nicht einfach 21,5bb pushen. Du müsstest normal Contibetten und stehst dann wieder vor einer Entscheidung wenn der BU drüber pusht oder callt und du den Turn wieder verfehlst. Nicht umsonst wird Anfängern empfohlen, mit großem Stack nur noch KK und AA zu spielen...

      Man kann schon durchaus mit etwas größerem Stack spielen, aber dann braucht man bessere Postflop skills und irgendwann ist es dann eben keine Shortstack Strategy mehr. Mit kleinem Stack macht man sich das Leben einfach leichter als Shorty. Und irgendwo da liegt auch die Begründung für die theoretisch optimale Stacksize von 16-18bb.

      Zu klein sollte der Stack halt auch nicht werden, man will ja noch ein bisschen was gewinnen. Es gibt allerdings auch eine "Ultra Shortstack Strategy", aber davon hab ich keinen Plan. =)
      this

      mit nem kleinen Stack biste wesentlich leichter all in.Ich gehe sogar schon bei 22 BB vom Tisch
    • Nash089
      Nash089
      Bronze
      Dabei seit: 01.12.2009 Beiträge: 23
      Original von Tessia
      Das mathematische Optimum der SSS liegt irgendwo zwischen 16 und 18 Big Blinds.

      Was die Gründe dafür angeht ... hm, da können dir andere besser weiterhelfen. ;)

      Das wollte ich wissen!

      Danke für Eure Antworten