SSS Neuling!

    • Mariodaman
      Mariodaman
      Bronze
      Dabei seit: 18.11.2009 Beiträge: 345
      Hallo Leute!

      Ich bin jetzt mal von der BSS auf die SSS umgestiegen, weil ich ein kleines Down hatte. Habe bis auf 50$ ausgecasht und will mit der SSS nochmal von vorn anfangen.
      Als ich das 1. mal einen Blick ins SSS-Forum warf, war ich echt überrascht das auch so viele erfahrene und gute Spieler, auch auf sehr hohen Limits die SSS spielen!

      Meine Frage ist:
      Gibt es in der Anwendung der SSS auf den verschiedenen Limits Unterschiede? Ich denke mal es gibt da nicht viel zu variieren, da man ja eh meisstens am Flop All-in oder raus ist. Sehe ich das richtig?
  • 10 Antworten
    • Karli666
      Karli666
      Bronze
      Dabei seit: 26.09.2008 Beiträge: 13
      Hi Mariodaman,

      meiner Meinung nach siehst du das sehr Falsch.
      Die SSS variiert sehr stark auf den verschiedenen Limits!
      [Denn der Skill der Gegner variiert auch sehr stark (besonders werden sie nach oben hin aggressiver)]

      Regards, Karli
    • Mariodaman
      Mariodaman
      Bronze
      Dabei seit: 18.11.2009 Beiträge: 345
      Naja wenn die Gegner agressiver werden, kann das ja für einen SSSler nur von Vorteil sein....
    • funoxeyh
      funoxeyh
      Bronze
      Dabei seit: 23.03.2005 Beiträge: 87
      wenn du durch die limits mit SSS aufsteigst, wirst du ganz schnell feststellen, dass sich die leute langsam auf dich einstellen werden - während auf den unteren limits teilweise ohne stats einfach drauf los gespiel wird, werden spieler auf den höheren limits ("hoch" ist hier relativ, selbstverständlich gibts auch gute spieler ab NL25+) versuchen, die SSS GEGEN dich einzusetzen, da sie ziemlich genau nachvollziehen können, wie du spielst und welche ranges du von wo nur spielen wirst

      deshalb ist es wichtig, sich beim limitaufstieg auch über die starting hand charts hinaus weiterzubilden (angefangen mit steals und resteals und natürlich das einstellen auf die gegner mittels stats)

      je weiter du mit der SSS im limit aufsteigst, desto kleiner wird deine edge gegen erfahrenere spieler wenn du dich nicht weiterhin fortbildest und in das ausbauen deiner edge investierst

      ein paar posts weiter unten (und in einem buch das ich gerade zufällig lese) wird auch mal so über den daumen gepeilt erwähnt, dass selbst ein guter SSS spieler auf den höheren limits meist nur breakeven (gern auch +1BB/100) auf masstable für's rakeback spielt
    • Mariodaman
      Mariodaman
      Bronze
      Dabei seit: 18.11.2009 Beiträge: 345
      Okay ich verstehe...
      Naja dann will ich mich erstmal auf NL25 hocharbeiten, und dann meld ich mich wieder ;)
    • ThinkTank80
      ThinkTank80
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2007 Beiträge: 14.528
      einfach fleissig in den HB Foren rumtreiben, Videos gucken und ab und an mal die Coachings besuchen dann wird das schon

      ich würde soweit gehen und sagen das Spiel auf hohen stakes mit den micros nicht viel mehr als die 20bb gemein hat


      am Anfang (nach chart) wirst du so was wie 6/6 spielen
      später bist du mit dem doppelten schon fast ein nit
    • Mariodaman
      Mariodaman
      Bronze
      Dabei seit: 18.11.2009 Beiträge: 345
      Fullring mit 12/12 fast ein nit?? Hmm jetzt werde ich echt neugierig ^^
    • becketh5
      becketh5
      Bronze
      Dabei seit: 13.10.2009 Beiträge: 359
      Original von Mariodaman
      Fullring mit 12/12 fast ein nit?? Hmm jetzt werde ich echt neugierig ^^
      probier das bloß nicht auf den unteren limits aus... das wird gründlich in die hose gehen.
      da ist shc mit das beste, aufloosen kostet dich da nur.

      du kriegst deien starken hände auf nl 10/25 noch brav ausgezahlt. da wäre pocket 77 utg raisen oder so nihct ratsam. ;)

      Edit: da die gegner sich verändern musst du dein spiel eben auch anpassen und das ist auf höheren limits eben aufloosen als sssler. mit 6/6 bist du eifnach nichjt in der lage auch nur breakeven zu spielen da deine gegner deien ranges kennen und dich mit 6/6 oder so kaum auszahlen werden. da wirste hauptsächlich in coinflips kommen oder so also nicht +ev ;)
    • DerIrreIvan
      DerIrreIvan
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2009 Beiträge: 654
      Original von Mariodaman
      Gibt es in der Anwendung der SSS auf den verschiedenen Limits Unterschiede? Ich denke mal es gibt da nicht viel zu variieren, da man ja eh meisstens am Flop All-in oder raus ist.

      Obwohl ich mich meinen Vorrednern im Prinzip anschließe, will ich betonen, dass es zwei recht unterschiedliche Gründe gibt, weshalb du dich irrst:

      Erstens, wie Karli schon sagte, variiert das Spiel der Gegner auf verschiedenen Limits sehr stark, woran du dich anpassen musst um erfolgreich zu spielen. Das kennst du von der BSS mit Sicherheit auch; ein sehr typisches Beispiel ist, dass auf niedrigen Limits die Gegner oft marginale Hände nicht folden (bedeutet für dich: nicht bluffen, viel valuebetten), während du auf höheren Limits seltener Calls von dominierten Händen bekommst, weil die Leute KJ nicht mehr spielen ;-)
      Davon kann man wenige Eigenarten einem einzelnen Limit zuordnen, aber zwischen NL 50 und NL 200 ist der Unterschied schon gigantisch!


      Aber zweitens, was funoxeyh meinte, gibt es viele profitable Abweichungen von der SSS, die du durch das Handbewertungsforum oder Videos von Coaches und Sesionreviews lernst, die auf jedem limit funktionieren. Diese sind nicht Teil der orginalen SSS-Artikel, weil sie einen Anfänger überfordern würden.
      Steals und Resteals sind inzwischen mit drin (waren sie letzes Jahr noch nicht), aber nehmen wir zB Anpassen deines Spiel an die Stats der Gegner, Anpassen der Contibetsize an die Drawlastigkeit des Boards, Spiel gegen andere SSSler, Spots um die Contibet wegzulassen, Spots für direkte Pushs statt Raises bis hin zur "Ultra-Shortstack-Strategie".


      Es gibt also ne Menge Lesestoff und noch mehr Raum für eigenes nachdenken, keine Sorge! :s_grin:
    • Mariodaman
      Mariodaman
      Bronze
      Dabei seit: 18.11.2009 Beiträge: 345
      Hört sich ja alles sehr plausibel an was ihr da erzählt und jetzt leuchtet es mir auch ein. Habe jetzt schon knappe 6k hände NL10 SSS gespielt und liege leicht im Plus ( BB/100: 1,57 ) . Ich hoffe mal das es mit höherer Samplesize ein wenig besser wird. Ist eigentlich die Gewinnerwartung in BB/100 bei guten winningplayern mit der SSS kleiner als mit der BSS? Bisher dachte ich nämlich, dass die SSS eher so zum grinden gut ist.

      Naja also ich muss sagen ich spiele nicht ganz nach SHC und den Einsteigerartikeln der SSS weil ich ja schon ein wenig Erfahrung habe.
      Doch frage ich mich, ob ich nicht wirklich nochmal von 0 anfangen sollte und lieber nicht von der "Einsteiger-Strategie" abweichen sollte...

      Edit:
      Achso noch eine Frage: Wie viele Tische spielt ihr gleichzeitig?
    • DerIrreIvan
      DerIrreIvan
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2009 Beiträge: 654
      Am Anfang habe ich vier Tische gleichzeitig gespielt, und dann schrittweise welche dazugenommen. Inzwischen spiel ich 14.


      Auf 75k Hände habe ich +4BB/100 gespielt, mit Rakeback warens dann +6,5/100. Allerdings auch bei nem sehr fishigen Anbieter :s_biggrin:
      (auf NL$50/NL$100)



      Du musst beachten, dass als SSSler 1BB/100 viel mehr Geld ist, weil du mit gleicher Bankroll auf höheren Limits spielst.
      Mit $50 zB spielst du BSS mit $2 Buy-in, also 2cent BBs; als SSSler auch mit $2 Buy-in, also 10cent BBs.

      Außerdem hast du vom Rakeback als Shortstack mehr, wenn der Anbieter delt rake berechnet. Dann profitierst du nämlich anteilig mit $2 stack von dem Rake, den Bickstacks mit $10 stack produzieren.



      Zum Thema SHC: Das merkst du selbst. Mach 8immer brav Sessionreviews und schau dir die gespielten Hände an; poste alle abweichend gespielten im Handbewertungsforum und stell sie zur Diskussion.
      Ich selber bin immer dann, wenns länger nicht gut lief, ein paar Schritt Richtung strengem SHC zurückgegangen.