Frohe Weihnachten mit den beiden Klassikern

    • Colucci
      Colucci
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 334
      Hallo Community,
      Aus dem sonnigen Australien wuensche ich euch frohe und sinnliche Weihnachten.
      Nahezu jedem duerften die beiden "Weihnachtsgeschichten" bekannt sein. Jedes Jahr werden (wurden) beide Geschichten im Radio ( Energy Muenchen) auf eine herzliche Art und Weise vorgelesen.
      Durch einen Systemabsturz hab ich leider beide Audio Files verloren und wuerde mich freuen wenn jemand zufaellig sie hat und mir geben kann.
      Was ich weiss:

      Geschichte 1: "Die Weihnachtsgeschichte der Times", sie wird von einem Mann vorgelesen mit unglaublich sympatischer Stimme. Im Hintergrund wird glaub ich ein Lied von Raemon ( keine Ahnung wie man den Kuenstler oder die Band schreibt).

      Geschichte 2: "Existiert der Weihnachtsmann?", soweit ich mich erinnern kann wird sie vom gleichen Mann vorgelesen. Im Hintergrund werden immer wieder sehr lustige Soundeffekte eingebaut und auch sonst ist eine nette musikalische untermalung am Start.

      Ich habe mir beide Files vor ein paar Jahren von der Muenchner Energy 93.3 Homepage runtergeladen. Ich hab heute danach oberflaechlich gesucht aber leider nichts gefunden (Ich bin auch nicht gut im suchen)
      Vieleicht weiss jemand wo ich fuendig werden kann oder hat es selbst sogar.

      Anyway:
      Hier sind beide Textformen:
      Geschichte 1:


      Die Weihnachtsgeschichte der Times
      Vor über 100 Jahren schrieb die achtjährige Virginia O'Hanlon aus New York an die Tageszeitung "Sun" folgenden Brief:

      Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der "Sun" steht, ist immer wahr. Bitte, sagen sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?

      Die Sache war dem Chefredakteur Francis P. Church so wichtig, dass er selbst antwortete, und zwar
      auf der Titelseite der „Sun“:

      Liebe Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht Recht. Sie glauben nur, was sie
      sehen. Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist
      nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem
      Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein
      winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze
      Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. Ja, Virginia, es gibt einen
      Weihnachtsmann.

      Es gibt ihn so gewiss wie Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das
      gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn
      es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen
      Glauben, keine Poesie, gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein
      Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit,
      das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann.
      Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen
      Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den
      Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu
      Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das
      beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die
      Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie.

      All die Wunder zu denken, geschweige sie zu sehen, das vermag nicht der
      Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst. Du siehst nie alles. Du kannst ein
      Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen.

      Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen
      Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal
      alle Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe
      können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf
      einmal zu erkennen sein. "Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen.
      Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist beständiger. Der Weihnachtsmann
      lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er
      da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

      Frohe Weihnacht, Virginia.

      Dein Francis P. Church

      Der Briefwechsel zwischen Virginia O'Hanlon und Francis P. Church stammt aus
      dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert bis zur Einstellung der
      "Sun" 1950 alle Jahre zur Weihnachtszeit auf der Titelseite abgedruckt.


      Geschichte 2:

      Existiert der Weihnachtsmann?

      Auf Grund der überwältigenden fehlenden Nachfrage präsentiere ich Ihnen voller Stolz die jährliche wissenschaftliche Untersuchung über die Existenz des Weihnachtsmannes.

      1. Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. Aber es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei haupsächlich Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.
      2. Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. Aber da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, daß in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.
      3. Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, daß jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muß, plus Essen usw.
      Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses Space Probe, fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km pro Stunde.
      4. Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird.
      Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, daß ein "fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth (das Schiff, nicht der Person!).
      5. 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphaere eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt.
      Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muß) würde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.

      Damit kommen wir zu dem Schluß: Wenn der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht hat, ist er heute tot.
  • 10 Antworten
    • Ajezz
      Ajezz
      Black
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 10.245
      Es gibt eh keinen Weihnachtsmann, die Geschenke bringt das Christkind.
    • Ridcully
      Ridcully
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2006 Beiträge: 271
      Original von Ajezz
      Es gibt eh keinen Weihnachtsmann, die Geschenke bringt das Christkind.
      oh.. da schliest sich doch folgenden philosophische frage an ? wer oder was ist das christkind.


      mal so theoretisch in den raum gestellt ist christkind ne ableitung von christuskind und wer bitte glaubt den wirklich, das jesus kurz nach der geburt geschenke verteilt hat? und wenns wirklich vom christuskind abgeleitet wurde, warum wird das christkind meist als kleines mädchen dargestellt mit flügeln und so. oder war da etwa alice schwarzer unterwegs?
      also müsste ja die moderne variante ein typ um die 30 sein mit löchern in händen und füssen der in nem nachthemd rummrent.. zumindest wird er halt oft so dargestellt.




      andere theorien??
    • JayBeeee
      JayBeeee
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2009 Beiträge: 2.418
      du zerstörst mir nicht mein weihnachtsfest! nicht dieses jahr!

    • trackiehackie
      trackiehackie
      Bronze
      Dabei seit: 06.04.2009 Beiträge: 1.093
      die antwort des redakteurs finde ich sehr atemberaubend.
    • eppmor
      eppmor
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 504
      Das hier ist die 1. Geschichte. Wird aber von jemand anderem vorgelesen:

      http://www.radiogong.de/artikel/Mike-Thiel-Show/Mike-Thiel-Show/Die+Weihnachtsgeschichte/4107/
    • JackWraith
      JackWraith
      Global
      Dabei seit: 27.11.2007 Beiträge: 640
      Es gibt ihn so gewiss wie Liebe und Großherzigkeit und Treue.


      Geile Weltansicht... Denke mal das Kind wird noch entsetzter sein, wenn es rausfindet, dass es ihn nicht gibt, weil dann Liebe, Großherzigkeit und Treue auch gleich mit weggewischt werden.
      Naja evtl. erspart das dem armen Mädchen einige andere schwere Momente im Leben wenn sie alle Hoffnungen auf einen Schlag verliert.

      Zeitungen sollten kein Forum für den Pathos von Redakteuren bilden, von daher bin ich mal nicht so wirklich bewegt von dem text sondern eher erschüttert.
    • DrMindtrap
      DrMindtrap
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2006 Beiträge: 2.914
      Original von JackWraith
      Es gibt ihn so gewiss wie Liebe und Großherzigkeit und Treue.


      Geile Weltansicht... Denke mal das Kind wird noch entsetzter sein, wenn es rausfindet, dass es ihn nicht gibt, weil dann Liebe, Großherzigkeit und Treue auch gleich mit weggewischt werden.
      Naja evtl. erspart das dem armen Mädchen einige andere schwere Momente im Leben wenn sie alle Hoffnungen auf einen Schlag verliert.

      Zeitungen sollten kein Forum für den Pathos von Redakteuren bilden, von daher bin ich mal nicht so wirklich bewegt von dem text sondern eher erschüttert.
      Du bist offensichtlich der "Klügste auf der Welt", von dem der Redakteur geschrieben hat.
    • MfGOne
      MfGOne
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 9.204
      amerikaner halt, erzählen ihren kindern bis 8 vom weihnachtsmann, die mädels werden mit 14 schwanger und die jungs gehn mit 18 in den irak


      good job


      doppelmoral ftw
    • Colucci
      Colucci
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 334
      Original von eppmor
      Das hier ist die 1. Geschichte. Wird aber von jemand anderem vorgelesen:

      http://www.radiogong.de/artikel/Mike-Thiel-Show/Mike-Thiel-Show/Die+Weihnachtsgeschichte/4107/



      Du bist mein Weihnachtsheld =)
      Genau das ist es. Mein Fehler dass ich irgendwie den Radiosender Energy im Kopf hatte. Wie kann ich das File runterladen?
      Kennt jemand das Lied im Hintergrund? Also Songtitel oder Band
      Vielen Dank fuer dieses Geschenk. Ich finde diese Geschichte richtig schoen. Am besten gefaellt mir der Teil mit dem Kaleidoskop.

      Evtl ist es ja moeglich dass diese Mike-Thiel-Show die zweite Geschichte vorgelesen hat.
      Ich glaub ich schreib denen mal ne Email...

      Merry Christmas to all of you from Down Under
      Colucci
    • BayesLaw
      BayesLaw
      Global
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 2.626
      Original von Ridcully
      Original von Ajezz
      Es gibt eh keinen Weihnachtsmann, die Geschenke bringt das Christkind.
      oh.. da schliest sich doch folgenden philosophische frage an ? wer oder was ist das christkind.


      mal so theoretisch in den raum gestellt ist christkind ne ableitung von christuskind und wer bitte glaubt den wirklich, das jesus kurz nach der geburt geschenke verteilt hat? und wenns wirklich vom christuskind abgeleitet wurde, warum wird das christkind meist als kleines mädchen dargestellt mit flügeln und so. oder war da etwa alice schwarzer unterwegs?
      also müsste ja die moderne variante ein typ um die 30 sein mit löchern in händen und füssen der in nem nachthemd rummrent.. zumindest wird er halt oft so dargestellt.


      andere theorien??
      Eines (bzw. jedes einzelne) dieser Engelchen, die über der Scheune schweben oder den Hirten das Geschenk "Geburt des Heilands" verkünden. Christkind weil sie zum Glauben der Christen gehören und selbst Christen sind - das andere ist imo das Jesukind.