Wie hoch ist euer Scared Money Factor?

    • chessmasterD
      chessmasterD
      Black
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 2.385
      Ich habe mir überlegt, wie man am besten objektiv messen könnte, wie scared money jemand ist. Dazu habe ich den Scared Money Factor SMF eingeführt. Und so berechnet man ihn:

      Der Proband des Gedankenexperiments hat die Wahl eine Summe A mit 100%-ger Sicherheit zu erhalten oder einen Coinflip einzugehen. Der kleinste EV, bei dem er den Coinflip dem Geld vorzieht, sei B.

      SMF = B/A

      Beispiel 1: Man hat die Wahl 20k$ zu bekommen oder um eine Summe zu flippen. Der Befragte gibt an, dass 60k$ die Mindestsumme sei, für die er bereit wäre, auf die sicheren 20k$ zu verzichten und einen Flip einzugehen. Bei jeder Summe darunter nimmt er lieber das sichere Geld. Der EV dieses Flips (B) ist 30k$. Daraus folgt:

      SMF = 30k$/20k$ = 1,5

      Jetzt ist aber der SMF nicht immer gleich, sondern von der eigenen Bankroll und von der Summe, um die es geht, abhängig. Ein Multimillionär wird einen niedrigeren SMF haben bei einem Flip um 100k$ als jemand, der 1k$ auf dem Konto hat. Deshalb ist der relative SMF – SMF(x) – wichtiger als der absolute.

      X = A / Bankroll .

      Beispiel 2: Der Proband aus Beispiel 2 hat eine BR von 10k$. Die ihm angebotene Summe ist 20k$, also ist x = 2. Sein SMF(2) = 1,5.

      Nun wird ihm 100k$ sicher angeboten. Jetzt ist er erst ab einer Summe von 500k$ bereit zu flippen.

      SMF(10) = 2,5 .

      Also: Was sind eure relatives SMFs bei:
      X = 0,1:
      X = 1
      X = 10


      Bei mir wäre es z.B.
      SMF(0,1) = 1,2
      SMF(1) = 1,5
      SMF(10) = 2


      Modifizierter SMF: Man kann das ganze auch modifizieren, in dem man anstatt einer 50-50 Chance bei B eine andere Gewinnwahrscheinlichkeit einsetzt, z.B. 10%. Dann wäre bei mir bei SMF(0,1) die Risikobereitschaft wesentlich höher und bei SMF(10) wesentlich niedriger.

      EDIT: Ich schreibe die Frage mal um: Ihr habt ein Vermögen von 100k$. Ihr bekommt
      1) 10k$
      2) 100k$
      3) 1 Mio $
      auf die Hand ODER flippt um einen bestimmte Geldsumme. Wie hoch muss diese Summe mindestens sein, damit ihr bereit seid zu flippen?
  • 52 Antworten
    • jekuff
      jekuff
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2006 Beiträge: 3.818
      raff ich nicht, aber ich würde die sicheren 20k$ und um gar nichts flippen
    • Topgamer
      Topgamer
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2008 Beiträge: 254
      Original von jekuff
      raff ich nicht, aber ich würde die sicheren 20k$ und um gar nichts flippen
      #2
    • chessmasterD
      chessmasterD
      Black
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 2.385
      Original von jekuff
      raff ich nicht, aber ich würde die sicheren 20k$ und um gar nichts flippen
      Auch nicht um drölf Millionen?
    • mcashraf
      mcashraf
      Silber
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 12.352
      Original von chessmasterD
      Original von jekuff
      raff ich nicht, aber ich würde die sicheren 20k$ und um gar nichts flippen
      Auch nicht um drölf Millionen?
      nö, lieber die sicheren 20k
    • NeSsino
      NeSsino
      Bronze
      Dabei seit: 12.10.2007 Beiträge: 2.316
      Ick nehme die 20k und er Poker mir die drölf Millionen ;)
    • Glorstaxus
      Glorstaxus
      Black
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 2.763
      wäre es nicht sinnvoller zu schauen mit wievielen BuyIns ( welcher BR) für ein Limit, dieses jene Limit bis zu welchem Ausmaß bereit ist zu shotten, betrachtet im Tilt-zustand -/- sowie ohne Tilt, wenn man Fische auf den jeweiligen Limits bermerkt, oder zumindest spieler auf die man einen so großen Edge hat, dass sich das Risiko/Nutzen Verhältnis nach eigener Meinung aufjedenfall auszahlen würde.

      Flippen sagt finde ich nichts über scaredmoney aus, sondern lediglich ob man gambler ist, hier ist nämlich kein eigener Skillfaktor gefragt, d.h. man muss nicht wirklich "Verantwortung" übernehmen, die Belastung ist beim Flippen minimal.
    • 2bad4nick
      2bad4nick
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2008 Beiträge: 2.753
      Original von chessmasterD
      Ich habe mir überlegt, wie man am besten objektiv messen könnte, wie scared money jemand ist. Dazu habe ich den Scared Money Factor SMF eingeführt. Und so berechnet man ihn:

      Der Proband des Gedankenexperiments hat die Wahl eine Summe A mit 100%-ger Sicherheit zu erhalten oder einen Coinflip einzugehen. Der kleinste EV, bei dem er den Coinflip dem Geld vorzieht, sei B.

      SMF = B/A

      Beispiel 1: Man hat die Wahl 20k$ zu bekommen oder um eine Summe zu flippen. Der Befragte gibt an, dass 60k$ die Mindestsumme sei, für die er bereit wäre, auf die sicheren 20k$ zu verzichten und einen Flip einzugehen. Bei jeder Summe darunter nimmt er lieber das sichere Geld. Der EV dieses Flips (B) ist 30k$. Daraus folgt:

      SMF = 30k$/20k$ = 1,5

      Jetzt ist aber der SMF nicht immer gleich, sondern von der eigenen Bankroll und von der Summe, um die es geht, abhängig. Ein Multimillionär wird einen niedrigeren SMF haben bei einem Flip um 100k$ als jemand, der 1k$ auf dem Konto hat. Deshalb ist der relative SMF – SMF(x) – wichtiger als der absolute.

      X = A / Bankroll .

      Beispiel 2: Der Proband aus Beispiel 2 hat eine BR von 10k$. Die ihm angebotene Summe ist 20k$, also ist x = 2. Sein SMF(2) = 1,5.

      Nun wird ihm 100k$ sicher angeboten. Jetzt ist er erst ab einer Summe von 500k$ bereit zu flippen.

      SMF(10) = 2,5 .

      Also: Was sind eure relatives SMFs bei:
      X = 0,1:
      X = 1
      X = 10


      Bei mir wäre es z.B.
      SMF(0,1) = 1,2
      SMF(1) = 1,5
      SMF(10) = 2


      Modifizierter SMF: Man kann das ganze auch modifizieren, in dem man anstatt einer 50-50 Chance bei B eine andere Gewinnwahrscheinlichkeit einsetzt, z.B. 10%. Dann wäre bei mir bei SMF(0,1) die Risikobereitschaft wesentlich höher und bei SMF(10) wesentlich niedriger.
      Was geschenkt zu bekommen ist ja schön und gut, aber ich würde immer den Coinflip nehmen, wenn es um mehr als das Doppelte des Einsatzes geht --> Also +EV für mich ist.
    • justspoon
      justspoon
      Black
      Dabei seit: 19.04.2007 Beiträge: 25.767
      hoch
    • chessmasterD
      chessmasterD
      Black
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 2.385
      Hier geht es mir nicht um Poker-Skills oder sonst was, wenn man so will, besteht der Skill den höheren EV der Situation zu erkennen. Ein Computer würde einen Flip um 2000001$ dem sicheren Gewinn von 1000000$ vorziehen, weil der Flip einen höheren EV hat. Menschen sind aber keine Computer und das spielt eben der Scared Money Factor eine große Rolle. nd mich interessiert eben, wie hoch dieser ist.
    • bibersuperstar
      bibersuperstar
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 15.235
      drölf millionen sind viel :s_grin:
    • ChrisA3
      ChrisA3
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2005 Beiträge: 6.481
      Find ich eine gute Überlegung, nur X = A / BR gefällt mir nicht, es sei den BR meint den "Net-Worth" dieser Person. Viele Leute haben mehr Geld auf dem Konto als ihre BR groß ist und das ändert einiges.
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.481
      es geht nicht um den EV, sondern um den nutzen. wenn 20k für mich nichts sind, dann flippen ich auch um 40k.
      wenn es stattdessen 10 mio sind, dann flippe ich auch nicht um 1 milliarde, da der unterschied zwischen 0 und 10 millionen für mich größer ist als der unterschied zwischen 10 mio und 1 milliarde. warum eine finanziell gesichertes leben riskieren für eine summe, die man eh nie ausgeben kann?

      bei 20k flippe ich vermutlich für etwa 50k.
    • garak2406
      garak2406
      Bronze
      Dabei seit: 20.04.2005 Beiträge: 1.283
      Original von 2bad4nick
      Was geschenkt zu bekommen ist ja schön und gut, aber ich würde immer den Coinflip nehmen, wenn es um mehr als das Doppelte des Einsatzes geht --> Also +EV für mich ist.
      Ich gebe dir 77 als Holecards und mir AKs. Du würdest ein Angebot bei dem es um deine ganze Bankroll geht annehmen, da es +EV ist?
    • eichi87
      eichi87
      Bronze
      Dabei seit: 23.05.2007 Beiträge: 487
      So lang ich nichts von meinem eigenen Geld einsetzten muss nehm ich immer den Flip
    • chessmasterD
      chessmasterD
      Black
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 2.385
      Original von ChrisA3
      Find ich eine gute Überlegung, nur X = A / BR gefällt mir nicht, es sei den BR meint den "Net-Worth" dieser Person. Viele Leute haben mehr Geld auf dem Konto als ihre BR groß ist und das ändert einiges.
      Ja mit der BR meine ich das gesamte Geld, das eine Person besitzt, war vlt etwas missverständlich formuliert.
    • Tijfg
      Tijfg
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2009 Beiträge: 7.327
      Original von 2bad4nick
      Was geschenkt zu bekommen ist ja schön und gut, aber ich würde immer den Coinflip nehmen, wenn es um mehr als das Doppelte des Einsatzes geht --> Also +EV für mich ist.
      Angenommen es geht unm 5Millionen$ oder 11 Millionen$.
      Da nehme ich doch sicherlich die 5M$ auch wenn ich mehr als doppelte gewinnen könnte.
    • Tunnelblicker
      Tunnelblicker
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2007 Beiträge: 5.260
      http://en.wikipedia.org/wiki/Loss_aversion :rolleyes:
    • xeNN
      xeNN
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2007 Beiträge: 1.456
      ONE TIME!
      Rein mathematisch gesehen natürlich den Flip, sobald der EV > geschenktes Geld. Real gesehen sollte der EV das geschenkte Geld natürlich möglichst weit übersteigen.
    • Kneggelol
      Kneggelol
      Bronze
      Dabei seit: 21.08.2009 Beiträge: 4.889
      ich heul schon wenn ich nen smallblind verlier