Raisesize Preflop an Fischtisch

    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.683
      Ich wüsste gerne eure meinung zu folgenden überlegungen. ich spiele seit einiger zeit an einem NL200 homegame in dem die spieler durch die bank weg schelcht bis sehr schlecht spielen. manche spieler sind etwas solider, aber wirklich JEDER hat exploitable leaks. die meisten haben leicht bis stark passive tendenzen. soviel zum allgemeinen.
      auch noch zu erwähnen: es wird MASSIV gelimpt. riesiger family pots sind keine rarität. preflop raises werden so gut wie immer gecallt, wenn sie nicht außergewöhnlich hoch sind. man kommt selten nach einen preflop raise headsup (vllt max 50% der fälle, das aber schon eher hoch geschätzt)

      anfangs habe ich also meinen standard 3,5BB+2BB pro limper preflop raise gespielt. auch gerne zwei limper gegen die blinds isolieren mit händen wie K8s+ und KTo oder A7s+ A8o+.

      contibets werden recht wenig respektiert, sind aber nicht aussichtlos. selbst die loosesten spieler folden schon mal gegen die cbet.

      nun gehen mir hauptsächlich zwei fragen durch den kopf:

      1) macht es sinn die raises auf 5BB+1BB/limper zu erhöhen, da ich gegen die sehr schwache limp/calling range so meinen value erhöhe?

      2) sollte ich überhaupt isoraises machen mit so marginalen händen oder preflop wirklich super-tightes ABC raising spielen?
      zu dieser frage ist halt zu beachten, dass die cbet weniger als auf den micro online respektiert wird. ich habe jedoch sehr den eindruck, dass meine postflop edge auf die fische sehr hoch ist


      eine andere überlegung, die mich beschäftigt, ist auch mein aggressions verhalten. INSBESODERE bezüglich eines speziellen spielers.
      dieser ist ganz besonders erpicht darauf zu versuchen meine cbet verhalten zu exploiten. wie ihm das bisher gelingt is schwer zu sagen, da wir eine noch vergleichbar kleine samplesize miteinander haben. wir spielen zwar beide immer mit bei den bisher 7-8 session, die sich bis zu 10std erstrecken, doch aufgrund fehlender tracking tools kann ich schwer einschätzen, wie genau unsere konfrontaionen verlaufen.
      er teilt mir jedenfalls regelmäßig am tisch mit, für wie viel zu aggressiv er mein flop play befindet, ist selbst jedoch kein sonderlich guter und zu passiver spieler.
      er callt meine cbets zu geschätzen 70%. darin sind "slowplays" von TPTK und besser inbegriffen, sowie auch calls mit mid und bottom/underpairs. auch er hat eine sehr weite preflop range und ist somit schwer auf eine enge range zu reduzieren, nach seinen cbet calls.
      acuh floats sind im ein begriff, auch wenn er die fachsprache dazu nicht beherrscht. er ist eienr der "ich bring mir alles selbst bei" sorte
      gelgentlich c/r er auch mit schwachen top pair und auch einige bluffs streut er ein. auf jeden falls der trickieste und am schwersten zu spielende spieler am tisch. aufgrund seines sehr loosen preflop play und eher geringer aggression, aber dennoch ein schwächerer spieler in meinen augen.

      wie würdet ihr euch gegen solchen spieler anpassen?

      bisher spiele ich weiterhin sehr aggressiv gegen ihn, auch noch auf dem turn, da er mit second bis underpairs halt noch dabei ist am turn. jedoch laufe ich auch öfter mal in preflop coldgecallte AK, AQ,... hände mit denen er mich nun dominiert.

      nur um ein kleines beispiel zu nennen. 4-5way unraised pot: flop kommt KQ3. ich habe aus dem BB K4o und bette mein toppair. wir komemn headsup zum turn und ich möchte nicht c/f, da er auch in der lage ist mit mit einer Q rauszubetten. um dem float entgegen zu wirken setze ich (turn ist ein J) und er callt erneut. river kommt eine scarecard A mit nun drei clubs und wir checken die hand runter. er zeigt mi top2 mit AKo.
      nur um euch einen kurzen einblick in seine spielweise zu verschaffen, auch wenns nicht ein raised und cbet pot ist.



      so das war nun viel text. freue mich auf möglichst ausführliche antworten.
  • 7 Antworten
    • YoBaByYo
      YoBaByYo
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.040
      Naja eine Trainingsmöglichkeit wäre schon mal ein Playmoney-Tisch.

      Ansätze zum Preflop-Play: ich würde als ersten Schritt tighter werden und höher openraisen. Versuch mal die Schmerzgrenze zu finden. Ich würde mir dabei erst mal zu nutze machen, dass du kaum große Beträge verlierst, wenn du preflop mal ne Hand zu viel foldest. Wenns dir also nicht zu langweilig ist, würde ich erst mal sehr tight spielen. Dann auch ruhig mal 10BB openraisen. Irgendwann werden sie folden, vor allem wenn sie mitkriegen, dass du nur gute Hände spielst. Wenns dann langsam jedem aufgefallen ist, natürlich wieder in die andere Richtung. Also etwas looser werden, kleiner raisen. Prinzipiell würde ich MASSIV wert auf Positionsvorteil legen!!

      Postflop: Wenn du preflop entsprechend tight bist, kriegst du auch postflop mehr credit. Prinzipiell gilt natürlich, "never bluff a fish", aber homegame NL200... da sind doch sicher welche scared money (ich hoffe du nicht). Erst mal die guten Hände durchballern, und dann auch mal anfangen die Leute auch am River rauszubluffen. Den Fishen fällt halt wahrscheinlich auf, dass du (Vorsicht Vermutung) zwar am Flop moch recht aggro bist, aber da wo es teuer wird nicht mehr bluffst.

      Naja soviel Tipps vom Fish,
      Marc
    • DaMas187
      DaMas187
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2008 Beiträge: 1.509
      Setz dich grundsätzlich in position von dem "schwer zu spielenden Spieler". Der Rest sollte dann wie von selbst gehn. Und bei nem so fishigen Tisch eher tight openraisen, wobei 10BB denke ich zu viel des guten ist, du hast ja ein preflop equity edge UND bist besser postflop, dh an deiner Stelle würde ich wollen dass mich 1-2 preflop callen.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      einfach ma auf 8bb openraisen und gucken was passiert. Folden alle dann wars zuviel, dazu musste auch keine besondere hand benutzen.
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.683
      würdet ihr denn ein bis zwei fische denn mit marginalen händen isoraisen, die gegen ihre range vorne sind?

      wie sieht mit der anpassung gegen den einen spieler aus, der die cbet attackiert?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich würde an solchen Tischen wenn ihr nicht sonderlich deep sein kleine spekulative Hände einfach mitlimpen, je deeper ihr seid würde ich auch mal raisen, da du natürlich mehr Druck ausüben kannst (auch Fische werden bei großen Geldbeträgen zittriger, ausserdem wird es schwer 400BB oder so mit den Nuts zu gewinnen, wenn der Pot am Flop 4BB groß ist)
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.683
      wie siehts denn mit isoraises gegen die fische mit so hnden wie KT oder A9 aus?

      was macht ihr gegen sonen cbet hater? einfach weniger cbetten?
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von MrFister
      wie siehts denn mit isoraises gegen die fische mit so hnden wie KT oder A9 aus?

      was macht ihr gegen sonen cbet hater? einfach weniger cbetten?
      Wenn du glaubst er zahlt dich leicht aus bzw. er glaubt dir eh nix kann man das sicherlich mal machen. Da hat man lieber mal nen Toppair als auf einen Draw mit 67s zu warten den du eh kaum semi-bluffen kannst dank mangelnder Foldequity.

      Preflop-Raisesize ist bei solchen spielen tricky, da nach 1-2 Std. eh die Stacksizes varrieren, irgendwer ist da doch immer deep. Daher kannst du auch höher openraisen.

      Wenn jmd. weiß dass du (zu) viel cbettest und darauf hin nix folden, vermehrt for Value betten (aber light) und viele Hände einfach mal aufgeben.