stop and go bei PLO

    • bauti
      bauti
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2006 Beiträge: 115
      da ich hin und wieder plo turniere spiele und oft short im HU stehe habe ich mich etwas mit der stop and go taktik beschäftigt. Bei stop and go callt man den rais des sb bloß anstatt gleich all in zu gehen und pusht dann jeden flop da man sich so mehr foldequity erhofft. stop and go kann natürlich auch beim caschgame gegen shortis angewendet werden

      das größte problem war für mich abzuschätzen wie sich die folds des gegners auf die equity der restlichen pötte auswirkt
      habe das ganze mit nem graph von propokertools gelöst bei dem ich zwei 80% ranges gegeneinander antreten lies. (wie die ranges genau liegen hat glaube ich nicht so große auswirkungen auf das ergebnis)
      http://www.propokertools.com/simulator/flopalyzerChart?g=oh&h1=80%25&h2=80%25&p=1
      bei 10% foldequity schätzt man die kästchen ab 90% der flops (ca 0,7) es bleiben also 49,3 übrig bei 90 gesamt. multipliziert man die beiden zahlen und teilt sie durch 100 müsste unsre equity bei einem call des gegner rauskommen (44,37)
      gegner foldet 10% der flops= 50-0,7=49,3x0,9=44,37%
      gegner foldet 20% der flops= 50-3,5=46,5x0,8=37,2%
      gegner foldet 30% der flops= 50-5,5=44,5x0,7=31,15%
      gegner foldet 40% der flops= 50-9,0=41,0x0,6=24,6%
      gegner foldet 50% der flops= 50-13,5=36,5x0,5=18,25%

      vergleicht man jetzt die 3 möglichkeiten bei 50% equity preflop wenn einer von uns 10BB deep ist
      fold=9BB
      allin=10BB

      stop and go
      wenn der gegner foldet ist das ergebnis leicht ausgerechnet der pott von 6BB+ unser restlicher stack von 7BB=13BBx0,1 da der gegner nur jedes 10 mal foldet=1,3. die restlichen 90% sind wir allin und haben 44,37% equity also 0,9x44,37x20BB
      10%x13=1,3BB
      0,9x44,37%=0,3993x20BB=7,986BB
      9,29BB

      20%=2,6BB
      0,8x37,2%=0,2976x20BB=5,95
      8,552BB

      30%=3,8BB
      0,7x31,15%=0,2181x20BB=4,36
      8,16BB


      40%=5BB
      0,6x24,6=14,76x20BB=2,95
      7,95BB

      50%=6,5
      0,5x18,25=8,325x20BB=1,65
      8,17BB



      5BB deep
      fold 4BB
      allin 5BB

      stop and go
      10%=0,8
      0,3993x10BB=3,99BB
      4,79BB

      20%= 1,6
      0,2976x10BB=2,97
      4,75BB

      30%=2,8BB
      0,2181x10BB=2,18BB
      4,9 BB

      40%=3,2BB
      0,14,76x10BB=1,4
      4,6BB



      4BB depp
      fold 3BB
      allin 4BB
      Stop and go
      10%=3,89BB
      20%=3,78

      es gibt also keine spots wo man mit stop and go besser fährt als mit einem direktem all in egal wie viel % der flops der gegner foldet. Da aber niemand perfekt abschätzen kann wie gut ein flop jetzt genau ist muss man davon ausgehen das ein gegner der zb 10% foldet auch einige flops foldet wo er gegen unsere range besser runnt und einige callt wo er zu wenig equity besitzt.

      Fazit: bei schlechten gegnern und ca. 4-6BB deep macht stop and go durchaus sinn da die mathematischen nachteile durch fehler der gegner wahrscheinlich ausgeglichen werden

      würde mich interessieren was ihr von meinen überlegungen haltet, ob ich einen groben fehler darin habe oder ob das so stimmt.
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