Betsizes mit mittelstarken und sehr starken Händen am Turn

    • Analyst
      Analyst
      Bronze
      Dabei seit: 23.07.2006 Beiträge: 498
      No Limit Hold'em - 6 players

      100-BB-Stacks

      Small Blind = TAG

      Pre Flop: (1,5 BB) Hero is MP with XY
      Hero raises to 3 BB, Small Blind calls

      Flop: (7 BB) A :spade: 4 :club: 6 :spade: (2 players)
      Small Blind checks, Hero bets 5 BB, Small Blind calls

      Turn: (17 BB) 2 :club: (2 players)
      Small Blind checks, Hero bets ?


      a) Wie viel setzt Hero hier mit 6 :club: 6 :heart: ?

      b) Wie viel setzt Hero hier mit A :diamond: Q :diamond: ?


      Mit Pocket-6ern würde man am liebsten möglichst viel setzen, um eine große River-Value-Bet vorzubereiten.

      Mit Top Pair, Good Kicker will man schlechtere Hände noch um eine Value-Bet bringen und sie nicht vertreiben.

      Es gibt im Wesentlichen zwei Optionen:

      - eine Betsize in Höhe von halbem bis 2/3 Pot, die nicht zu stark aussieht

      - eine Betsize in Höhe von 3/4 bis vollem Pot, mit der man seine Range in den Augen des Gegners unter Umständen polarisiert

      Beides kann Vor- und Nachteile haben.

      Welche Betsize favorisiert ihr? Wählt ihr unterschiedliche Betsizes abhängig von eurer Handstärke?
  • 7 Antworten
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.802
      Wenn der Gegner dich Exploiten kann solltest du imo mit beiden Handstärken den gleichen Betrag betten. Wenn der Gegner es eh nicht kappiert das deine Handstärke vom Betbetrag abhängig ist, Pottest du halt dein Monster und könntest AQ 1/2 Pot betten.
      Wenn dein Gegner aber schon so schlecht ist und dich nicht exploitet wird er wohl auch noch andere leaks haben und eine Potsizebet mit AQ wird wahrscheinlich auch da max ev sein.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Denk doch mal lieber darüber nach welche Handrange dein Gegner called am Flop.

      Also ich würde mich am Turn freuen, wenn du nur halben Pot setzt ;)
    • IronPumper
      IronPumper
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.843
      Original von Ghostmaster
      Denk doch mal lieber darüber nach welche Handrange dein Gegner called am Flop.

      Also ich würde mich am Turn freuen, wenn du nur halben Pot setzt ;)
      So generell wird ein TAG oft sowas wie 88-TT (ab und an JJ) gegen MP-Openraises aus dem SB flatten und ev. KQs/o+, AJs/o+
      Range kann nat. etwas varrieren...

      Warum soll man hier kleiner betten?
      Ich mein die mittleren Pockets aus seiner C/Callingrange am Flop sind nicht so viele Combos wie TPs, die wohl auch eine hoeere bet callen.
    • Xenomystus
      Xenomystus
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.040
      wenn du dich vorne siehst immer schön dick Geld reinpumpen, also mit 66 und AQ gleichdick... kann evtl anfangs etwas nach hinten losgehen wenn die Gegner auf dicke Bets zuviel folden wenn du was hast, aber die meisten callen quasi any betsize solange du nich pottest oder overpottest... und sobald die merken dass du eh immer soviel bettest am Turn is dann ja eh egal ;)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Für mich sind das beides ganz normale Valuebets, die hier wieder bei min. 2/3 Ps angesetzt werden. Auf dem Board evtl. noch einen kleinen Tick höher.

      Die Betsizes soltlen sich an Gegner und Board orientieren, nicht zwanghaft an der Handstärke. Sonst kannst du irgendwann lesbar werden. ;)

      (Auch 5:s7 würde ich gleich groß betten, wenn ich denn bette).
    • Analyst
      Analyst
      Bronze
      Dabei seit: 23.07.2006 Beiträge: 498
      Original von MiiWiin
      Die Betsizes soltlen sich an Gegner und Board orientieren, nicht zwanghaft an der Handstärke. Sonst kannst du irgendwann lesbar werden. ;)
      Schon klar, darauf bezieht sich die Frage auch eigentlich. Ich meine nämlich, dass sich die Betsizes viel zu sehr an der eigenen Handstärke orientieren.

      Marginale Winning-Player lassen mit ihren starken Händen oft eine Menge Value liegen. Wenn man sich mal Hände von guten Spielern anschaut, sieht man, dass eine ihrer Stärken das Valuebetten ist. Ihre Turn-Betsize ist meist groß, um am River eine weitere große Valuebet platzieren zu können. Natürlich spielen sie ihre Bluffs genauso. Und eben auch ihre Top-Pair-Hände.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Analyst
      Original von MiiWiin
      Die Betsizes soltlen sich an Gegner und Board orientieren, nicht zwanghaft an der Handstärke. Sonst kannst du irgendwann lesbar werden. ;)
      Schon klar, darauf bezieht sich die Frage auch eigentlich. Ich meine nämlich, dass sich die Betsizes viel zu sehr an der eigenen Handstärke orientieren.

      Marginale Winning-Player lassen mit ihren starken Händen oft eine Menge Value liegen. Wenn man sich mal Hände von guten Spielern anschaut, sieht man, dass eine ihrer Stärken das Valuebetten ist. Ihre Turn-Betsize ist meist groß, um am River eine weitere große Valuebet platzieren zu können. Natürlich spielen sie ihre Bluffs genauso. Und eben auch ihre Top-Pair-Hände.
      Gegen schwache Gegner kannst du halt einfach so etzen dass du am meisten Kohle kriegst. Die schlechten Gegner achten kaum drauf und balancen musst du da auch nix.

      Gegen thinking Gegner sehen meine Betsizes meisten gleich aus, egal ob pure Bluff, Semi-Bluff, marginaler bet/fold oder for Value.

      Orientierung ist immer 2/3 PS, im 3-bettet Pot weniger, auf drawy Board im unraised Pot mehr etc. pp.

      Was man da wirklich hält ist halt egal, das ist der wichtige Punkt um wie erwähnt nicht lesbar zu werden.