PT Richtwerte?

  • 5 Antworten
    • firsttsunami
      firsttsunami
      Black
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 32.997
      Wenn du den Openraising-Chart benutzt, kommst du auf 24 VPIP und 19 PFR. Die AF-Grenzwerte sind ca 1.8 - 2.2, wobei du auch immer das Limit und die Aggression deiner Gegner berücksichtigen musst. Auf den unteren Limits spielt man eher etwas tighter, weil die Gegner auch tighter sind und der AF ist tendenziell etwas höher, weil sich aggressives Spiel noch eher auszahlt, weil die Gegner mehr folden.

      Tighter bedeutet, man spielt stärkere Hände und wenn man trifft, hat man häufiger die bessere Hand und spielt deswegen auch aggressiver.

      Ich selber spiele fast 30/24, was auf Limits wie 1/2 sicher etwas zu loose ist, auch weil der Rake auf den kleineren Limits noch höher ist und man deswegen eher etwas tighter spielen sollte. Auf den höheren Limits ab 2/4 3/6+, evtl auch erst ab 5/10, sind die Stats aber relativ normal.

      Alle Fragen beantwortet? :)

      Gruß
      Börries
    • WhiskyJim
      WhiskyJim
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2007 Beiträge: 285
      Danke bin damit zufrieden.
      Stelle gerade fest das ich etwas weniger aggro aber dafür looser spielen muss.
    • Tijfg
      Tijfg
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2009 Beiträge: 7.327
      Da die Frage ja beantwortet wurde möchte ich noch kurz eine einwerfen. Ich kann mit dem W$SD Wert nicht viel anfangen. Wie hängt der mit dem WTS zusammen und wie erkenne ich dann ob ein Spieler eher mit schwachen oder mit starken Händen zum showdown geht?
    • ronnie7277
      ronnie7277
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 2.360
      Original von Tijfg
      Da die Frage ja beantwortet wurde möchte ich noch kurz eine einwerfen. Ich kann mit dem W$SD Wert nicht viel anfangen. Wie hängt der mit dem WTS zusammen und wie erkenne ich dann ob ein Spieler eher mit schwachen oder mit starken Händen zum showdown geht?
      Je hoeher der WTS desto hoeher die Warscheinlichkeit, dass dein Gegner auch mit schlechteren Händen zum Showdown geht, der W$SD hat damit eher weniger zu tun, Spieler mit niedrigerem WTS haben meist einen hoeheren W$SD als Spieler mit hohem WTS, hinzu kommt noch ob ein Spieler agressiver oder passiver spielt, denn ein agressiver Spieler gewinnt den Pott oft auch ohne zum Showdown zu müssen, ein passiver Spieler hingegen sucht häufiger die Entscheidung über den Showdown was dann zu einem hoeheren WTS und einem niedrigeren W$SD führt.
      Da der WTS vom VPIP hergeleitet wird, kannst du dir ja sicher vorstellen dass ein VPIP 50 Spieler mit einem WTS von 50 sehr oft mit schlechten Händen zum Showdown geht, ein Tag hingegen mit einem VPIP von 25 und einem WTS zwischen 37 und 40 meistens nur mit guten Händen zum Showdown.
      Angenommen beide Spieler spielen zusammen 1000 Hände an einem Tisch, dann sieht der Fisch 500 mal den Flop und geht 250 mal zum Showdown und der Tag sieht gerade mal 250 mal den Flop und geht zwischen 95 und 100 mal zum Showdown.
      Fazit: WTS immer in verbindung mit dem VPIP und Agressionfactor betrachten, denn sehr tighte Spieler auch Rocks genannt koennen durchaus einen sehr hohen WTS haben, da sie Preflop aber nur die allerbesten Karten spielen haben sie logischerweise auch meist eine starke Hand am Showdown
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Beide Statistiken bedingen sich gegenseitig, aber W$SD ist letztendlich die auschlaggebende Statistik, die bestimmt, wie gut jemand seine Handstärke beurteilen kann. Ist W$SD über 50%, dann kann er es. Ab 57% und höher ist anzunehmen, dass er sogar eher etwas zu tight ist. Man muss aber beachten, dass diese Statistik sehr viele Hände benötigt, um aussagefähig zu werden. Unter 1000 Hände ist das nur ein grober Richtwert.

      Der WtS wird auch von der Aggression beeinflusst. Je aggressiver ein Spieler ist, desto häufiger folden die Gegner und desto niedriger ist der WtS bei gleichem W$SD.