Varianz und bankrollmanagement

    • oettinger4
      oettinger4
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 1.690
      Hi.....ich spiele zurzeit nl50 shorthanded, 6 tische mit einer bankroll von 15 stacks.

      Eigentlich fühle ich mich auf dem Limit ziemlich wohl und hab auch das gefühl,dass ich es recht locker schlagen kann.
      Jedoch weiß ich das mein Bankrollmanagement ziemlich schlecht ist.

      In der letzten Session, über 850 händen, habe ich gute vier stacks verloren.

      Hier kurz die wichtigsten Stats: Vpip 21,2% ; Pfr 17% ; Af 3,3 ; 3bet 5%;

      on 3bet fold 89% ; Open-Raise-late position 30,3% ; W$wsF 33,3;

      W$@SD 21,4%.

      Mich würde mal interessieren, was ihr von diesen Stats in dieser Session haltet.

      Liegt der Verlust darin, dass meine Stats zu tight sind?

      Oder, sind meine Verluste so gut wie vollständig durch die Varianz zu erklären?

      Und wenn ja, kann man die allgemeine Varianz, also die Wahrscheinlichkeit, dass sich z.B. der W$@SD-Wert sich um den Faktor 2,5 verringert, irgendwie berechnen, also auf eine bestimmte Anzahl an Händen.

      Bin gespannt auf Antworten.
  • 4 Antworten
    • dmars
      dmars
      Bronze
      Dabei seit: 12.05.2008 Beiträge: 1.075
      850 hands sind keine samplesize wenn du schon nl50 sh spielst sollte dir das klar sein.

      und 15 stacks? vieeeeel zu wenig... SH sind mal varianzmässig locker 10 stacks swings drinne.

      Stats sehen für das limit doch ganz solide aus erstmal muss nicht gleich mega aufgeloosed sein nur weil SH.

      würde dir raten mit dem BRM nicht zu spielen, drehst ja schon hier mit nem Thread am Rad obwohl nichtmal annähernd samplesize vorhanden ist und du nur 4 stacks gedroppt bist.

      Wenn das ma nicht Scared Money verhalten ist weis ich auch nicht.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Gerade zum Thema Bankrollmanagement und Varianz haben wir diesen Thread aktuell am laufen.

      Dort wirst du auch sehen, dass 4 Stacks nichts sind. Und gerade das Thema "15 Stacks" wird darin behandelt. Lies es dir mal durch.

      Deine Stats sagen natürlich nicht viel nach 850 Händen, aber grundsätzlich kann man an

      Hier kurz die wichtigsten Stats: Vpip 21,2% ; Pfr 17% ; Af 3,3 ; 3bet 5%

      nicht viel aussetzen.

      Die anderen Werte sind einfach nicht aussagekräftig, wobei das hier

      on 3bet fold 89%

      nicht dauerhaft seien sollte. Da foldet du einfach zu viel, kannst aber in 850 Händen auch einfach mies Spots erwischt haben. ;)
    • oettinger4
      oettinger4
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 1.690
      "850 hands sind keine samplesize wenn du schon nl50 sh spielst sollte dir das klar sein."

      Das ist mir schon klar, habe auch schon deutlich mehr hände gespielt, wobei sich die Stats auch etwas verschieben (Vpip 24%; Pfr 19,8%; 3bet 7,5%).


      " drehst ja schon hier mit nem Thread am Rad obwohl nichtmal annähernd samplesize vorhanden ist und du nur 4 stacks gedroppt bist.

      Wenn das ma nicht Scared Money verhalten ist weis ich auch nicht."

      Das stimmt überhaupt nicht- ist absolut kein scared Money. Im Gegenteil ich fühle ich mich ja auf diesem Limit ziemlich wohl, weswegen ich auch das BRM etwas missachte, weil denke, dass ich in soweit besser als die anderen spiele, dass swings von 10 stacks nicht vorkommen.

      Und jetzt noch mal zu meiner ursprünglichen Frage....
      Ich wollte von euch mal wissen, wie man solch eine Session interpretiert, also bei der ich relativ tight spiele (deutlich tighter als sonst, und das nicht bewusst darauf angelegt) mit einem hohen fold to 3bet, der normalerweise bei ca.60% liegt, und einem extrem niedrigen WdollaraSD- wert von 21%.

      Hat dabei die Varianz voll zugeschlagen und ich habe extrem schlechte Karten bekommen und bin in blöde Situationen gekommen, oder soll ich eher den Fehler bei mir suchen.

      Also meiner Meinung nach liegts an der Varianz, und ich denke eigentlich auch, dass ich recht gut gespielt habe, bei nur 4 stacks down mit einem WdollaraSD-wert von 21 %.....ihr könnt mir gerne widersprechen.

      Achso, noch, was mich noch interessiert, kann man die Varianz ausrechnen???
    • uriel2k3
      uriel2k3
      Bronze
      Dabei seit: 30.12.2007 Beiträge: 4.790
      Bitte nicht falsch verstehen, aber dein Post zeugt nicht grade von Mathematischem Verständnis.

      Im SH Bereich sind teilweise extreme Swings möglich, die kann man auch nicht durch Skill unterdrücken. Durch die ziemlich loose Spielweise kann es einfach passieren, dass man halt auch mehrmals hintereinander als Favorit die Chips verliert, dass kann man eben nicht umgehen. Deswegen ist ein 15 Stack BRM halt auch sehr riskant.

      Natürlich kann das extrem gut klappen, wenn man Glück hat und nach oben swingt. Aber in einer Session sind 5-7 Stacks Swings ganz normal und sagen gar nichts darüber aus, ob man gut oder schlecht spielt. Umso looser der eigenen Spielstil ist, umso größer werden auch die Swings die man durchmachen muss. Und bei 15 Stacks BRM direkt mal 7 droppen reduziert die eigene BR halt direkt mal auf 50%, das da ist man halt relativ nahe am Broke, man kann dann ja kaum noch das Limit darunter vernünftig spielen.

      Man muss zwar kein zu tightes BRM haben, wenn man auch absteigen kann, aber zu aggressiv schadet auch mehr, als das es hilft.