Wie kann ich mein Leak finden?

    • nocomment0815
      nocomment0815
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 61
      Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Thema vielleicht ins Frustabbau-Forum gehört hätte, aber da ich nicht nur meckern wollte, sondern Ratschläge suche, poste ich es mal hier...

      Ich spiele jetzt seit ca. 2 Monaten und hab bisher ca. 5500 Hände gespielt. Die Menge ist vielleicht noch nicht besonders aussagekräftig, aber trotzdem schiebe ich grad den Megafrust, weil ich jetzt mittlerweile schon fast die Hälfte meiner Bankroll verdonkt hab und nicht weiß, wie ich mein Spiel verbessern kann.

      Ich nutze jede freie Minute, um voranzukommen, immer brav 2/3 Praxis und 1/3 Theorie. Ich schau mir Videos an, habe die Bronze-Strategie-Themen alle schon zigmal durchgelesen und poste Hände.

      Ich erwarte ja nicht, dass ich nach 2 Monaten schon zum Profi werde, aber ich wäre schon zufrieden, wenn meine Kurve sich mal langsam in Richtung Waagerechte bewegen würde. Stattdessen gehts kontinuierlich bergab. Komme ich mal 4$ rauf, gehts kurz darauf 6$ runter. Was alleine an Blinds bei mir draufgeht, ist der Wahnsinn.

      Das liegt sicherlich kaum daran, dass ich zu blöd bin für die Materie. Nicht dass ich mich für den Topspieler halte, aber auf NL2 hätte ich bei dem theoretischen Wissen, das ich mir mittlerweile angeeignet habe, eigentlich bessere Ergebnisse erwartet.

      Ich spiele auch nie mehr als 2 Tische, bin konzentriert und suche mir immer Tische mit wenig Blättern/Std und vernünftigen Stacksizes raus.

      Da sitze ich dann, treffe Ewigkeiten nix, folde wie ein Roboter ein Blatt ums Andere, und wenn ich dann mal PocketAces treffe, greif ich gerade mal die Blinds ab, oder verliere meinen Stack gegen Villain, der 57s UTG1 raised, Reraise callt und die Straight trifft :( Da krieg ich die Krise!

      Läuft das alles noch unter Varianz und soll ich einfach weitermachen wie bisher, oder hab ich da wirklich ein fettes Leak und wenn ja, wie kann ich es finden?
  • 10 Antworten
    • Senderson
      Senderson
      Bronze
      Dabei seit: 22.07.2008 Beiträge: 4.365
      Leaks hast du mit Sicherheit, aber abgesehen davon solltest du auch noch mit einigen Leaks Nl2 schlagen können.

      Nur wie du schon richtig selbst erkannt hast, 5500 Hände sind mal gar nichts. Wenn du dich relativ sicher in deinem Spiel fühlst, kannst du die Tischanzahl erhöhen und mehr pokern. So bekommst du einiges an Händen zusammen.

      Nach 20k Händen kannst du ja dann mal berichten wie es läuft.

      GL!
    • Chaka069
      Chaka069
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2009 Beiträge: 91
      wenn du sagst das du auf bankroll achtest und sonst alles tust, dann is das einzige was mir einfällt und ich schon bei anderen anfängern gesehen hab :

      problem pot control, hatte es selbst !

      meistens verballerst du mehr als du schnappst, weil auch wenn dein spiel gut is du nich genug value aus den gegnern kriegst aber möglicherweise zu viel in "nicht - nuts hände" investierst.

      vlt hilft dir das
      einfach drauf achten kleine hände mit kleinen pots zu schmücken und nuts hände nich gleich nach pokerschulen art zu offenbaren, denn auch auf niedrigen lvls werden hände gelesen!

      causen
    • NumbSchiller
      NumbSchiller
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2008 Beiträge: 900
      Du spielst seit 2 Monaten und hast ca. 5500 Hände

      und investierst 1/3 deiner Zeit in Theorie... sorry aber das kann innerhalb dieser 2 Monate nicht viel gewesen

      Ich kann dir nur empfehlen dich massiv mit deinem Spiel auseinanderzusetzen bevor du deine BR komplett geschrottet hast. Das heißt alte Hände aufarbeiten und das HBF nutzen.
      Auf die minimale Handzahl kann es auch einfach nur Varianz sein, aber allein die Tatsache, dass du nach so wenigen Händen schon einen Thread aufmachst zeigt, dass du massive Leaks in der Theorie hast.
    • Theorist
      Theorist
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2009 Beiträge: 349
      Schon mal über einen wechsel zu SSS nachgedacht?
      Die ist zum BRB super geeignet, und du kannst einfach LÄNGST nicht so viele Fehler machen.

      Klar denkt man sich auch wenn man anfängt, dass man lieber BSS spielen will, um die dicken pötte zu holen, aber es ist definitiv der schwierigere und riskantere Einstieg...
    • Chesspower
      Chesspower
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 92
      Original von nocomment0815


      Da sitze ich dann, treffe Ewigkeiten nix, folde wie ein Roboter ein Blatt ums Andere, und wenn ich dann mal PocketAces treffe, greif ich gerade mal die Blinds ab, oder verliere meinen Stack gegen Villain, der 57s UTG1 raised, Reraise callt und die Straight trifft :( Da krieg ich die Krise!

      ?
      Wenn du wie ein Roboter spielst ist das schon ein Leak.
      Auch wenn du nicht an einer Hand beteiligt bist schau dir das Spiel deiner
      Gegner an.
      Wenn dann der Villian aus UTG1 raist, dein reraise callt,schau dir die Flop-Texture an.
      Wenn der Villian alles spielt must dir z.b. überlegen ob deine Asse auf
      dem Flop vorne liegen. (Aktionen des Gegners, wie spielt er seine
      Hände,etc)

      Evtl. eine Trial-Version von Pokertracker laden (60Tage free)/Holdemanager (14 Tage free) und deine Hände analysieren.
      Wie spiele ich gegen eine Rock, eine Callingstation,etc.
    • jigger1977
      jigger1977
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2009 Beiträge: 1.471
      Original von nocomment0815
      Da sitze ich dann, treffe Ewigkeiten nix
      Bei mir hat die Ungeduld bewirkt, dass ich schneller zum Gambler werde und Situationen eingehe, die klar -EV sind. Oder einem Blindstealer keine Hand zutraue und calle, obwohl ich gar nix hab... Das sind so Spots, wo viel Kohle liegen bleibt, auf lange Sicht. Was hilft ist besser werden im Handreading und im Valueplay. Lass dir deine guten Hände auszahlen, und lass alle anderen Situation. Und wenn Fisch mit 57 deine Asse schlägt, ja, das passiert. Bin auch schon mal mit K5o ausgesuckt worden, nicht nur einmal. Und schließlich: Asse kann man auch mal folden.
      Meine Empfehlung, versuche die Spots zu finden, wo du überdurchschnittlich viel verlierst, arbeite an deinem Valueplay, wende Handreading an und beschäftige dich mit mathematischen Wahrscheinlichkeiten.

      Außerdem habe ich dann mehr Tische gespielt. Da bin ich dann generell weniger Situationen eingegangen, pro Tisch, aber allem in allem hatte ich mehr Valuehände. Auf 2 Tischen auf gute Karten warten kann schon mal seeeehr lang dauern...
    • nocomment0815
      nocomment0815
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 61
      SSS habe ich ausprobiert, aber da habe ich keine Freude dran. Auch wenn SSS die sicherere Alternative wäre, würde ich vermutlich nach einem Monat das Pokern aufgeben weils mir keinen Spaß mehr macht. Gamblen tue ich eigentlich nie, außer wenn ich mal auf Tilt gehe, aber das merke ich glücklicherweise immer früh genug. Ansonsten spiele ich schon recht diszipliniert.

      @ NumbSchiller: Wahrscheinlich hast du Recht, und ich erwarte nach der kurzen Zeit einfach zuviel.

      Hab immer den Elephant laufen und beschäftige mich intensiv mit meinen alten Händen, nutze auch das HBF. Oft erkenne ich Fehler auch selbst, wenn ich mir die Hände später betrachte. Eine große Schwierigkeit für mich ist immer, die Theorie in die Praxis umzusetzen, wo ich unter Zeitdruck Entscheidungen treffen muss und in der Kürze der Zeit so viele Faktoren wie möglich in Betracht ziehen will.

      Was Handreading angeht, gibt es da Möglichkeiten, das zu trainieren? Ein Handreading-Übungsprogramm so wie den ICM-Trainer oder so?
    • jigger1977
      jigger1977
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2009 Beiträge: 1.471
      Original von nocomment0815
      Was Handreading angeht, gibt es da Möglichkeiten, das zu trainieren? Ein Handreading-Übungsprogramm so wie den ICM-Trainer oder so?
      Würde mich auch interessieren, vielleicht könnten wir uns gegenseitig da bisschen coachen?
    • nocomment0815
      nocomment0815
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 61
      Gute Idee! Bin ab morgen erstmal für eine Woche in Ägypten, aber hab dich mal in meine Buddylist aufgenommen und melde mich, wenn ich zurück bin!
    • Chesspower
      Chesspower
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 92
      Viele gehen hin und analysieren die Hände wo sie verloren haben.

      -----------

      Hier mal einen anderen Ansatz.
      Man sucht sich die Gegner aus seiner Datenbank von denen man viele
      Hände gespeichert hat.
      Diese Gegner "sortiert" man: VPIP,PFR,AF,etc

      z.b.

      Spieler VPIP PFR AF

      1 12 8 1,2
      2 23 3 3,1
      3 40 0 0,3

      Wie sieht meine Statistik gegen bestimmte Spielertypen aus ?

      Welche Handrange kann ich Spieler 1,2,3,usw geben ?
      Einschätzen der Handrange mit Hilfe der VPIP-,PFR-Stats.(Position beachten)
      "Überprüfen" der Einschätzung.(Replayer,Showdown-Karten,etc)
      Wie gross war meine Equity gegen diese Handrange ?
      Nicht nur die Hände analysieren wo man selbst an der Hand beteiligt
      war.
      ------------

      Beim spielen am Tisch eine Note machen wenn die Starthand von den Stats
      abweicht. z.b. VPIP 11 PFR 5 Note "r UTG1 54s"
      Manchmal spielen die Leute bestimmte Hände sehr gerne.