Übermässige Agression auf den 5$ern (FTP)?

    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Servus

      Ich bin vor einigen Tagen auf FTP von den 2ern auf die 5er SNGs aufgestiegen (Normal).
      Das erste was mir aufgefallen ist; die Leute scheinen extrem agressiv zu spielen. Habt ihr damit auch schon Erfahrungen gemacht? Ich habe schon SNGs gehabt da wurde in den ersten 20 Händen ständig auf 4BB preflop geraised und das teilweise mit totalem crap. Stellt ihr Spiel daraufhin generell um oder macht ihr dies von den Gegner die ihr loose spielend "erwischt" abhängig?

      Ich ifnds auch recht krass was da an der Bubble so alles gecallt wird, da called der CL schonmal mit K6o. :rolleyes:
  • 10 Antworten
    • OliOlsen11
      OliOlsen11
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2008 Beiträge: 1.572
      Befass dich mal mit ICM, da kann der call gerechtfertigt sein, wenn dadurch die bubble platzt.
    • GAbruzzi
      GAbruzzi
      Global
      Dabei seit: 16.08.2008 Beiträge: 1.103
      Da kann man sich nur schlecht anpassen, außer man hat zu dem Spieler Notizen und weiß, dass er auch mit K6 re-raised oder so.
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Original von OliOlsen11
      Befass dich mal mit ICM, da kann der call gerechtfertigt sein, wenn dadurch die bubble platzt.
      Ich habe mich schon mit ICM beschäftigt. Dennoch; weshalb soll es für den Chipleader interessant sein, dass die Bubble so früh wie möglich platzt? Da hat er ja am wenigsten von. Solange er an der Bubble der dominante CL ist, kann er seine FE extrem maximieren.

      Gestern habe ich einen CL gesehen, der hatte an der Bubble 9k Chips (13500 Chips im Spiel) und als die Bubble weg war, hatte er auf Grund seiner Idioten-Calls noch 4 und war 3rd in Chips.
      Nur weil er CL ist, ist das doch kein Grund mit any 2 zu callen? :rolleyes:
    • couchcoach
      couchcoach
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2009 Beiträge: 1.072
      Subjektiv finde ich auch, dass die $6 turbo SNGs einfacher zu spielen sind als die $2, da die Spieler looser werden. Ich glaube die Wahrheit ist, dass bei den Limits die Unterschiede noch sehr gering sind, also beides ziemlich fishig.
    • exe203
      exe203
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2008 Beiträge: 8.111
      versteh immer noch nicht, wie man sich über schlechte gegner beschweren kann
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Original von exe203
      versteh immer noch nicht, wie man sich über schlechte gegner beschweren kann
      Ich beschwer mich ja nicht darüber, dass der Gegner schlecht ist. Nur darüber wie der Gegner spielt. :D
      Natürlich, will ich nicht, dass er "korrekt" spielt, aber ich spiele nunmal lieber gegen loose-passive-gegner als gegen loose-agressive-gegner. Gerade bei den 2ern (um nochmals auf das Beispiel zurückzukommen) gibt es im ITM extrem viele loose-passive gegner. Gegen diese kann man besser spielen, weil sie leichter eine Hand loslassen. Gegen den LAG kann ich zwar mit der besseren Hand All-In kommen, aber dazu benötige ich diese auch zu einem geeigneten Zeitpunkt. Ferner spielen diese ITM auch sehr agressiv, was ja gerade im HU tendentielle richtig ist. Der loose-passive-gegner welcher auf den Minraise dann halt foldet prügelst du so halt einfach mal 20% der inital-chips nieder.
    • 00Visor
      00Visor
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 14.438
      Es stimmt schon, dass loose-aggresive nicht unbedingt schlecht sein muss. Loose calls an der Bubble sind es natürlich schon.
      Als Adaption gegen loose raisende Gegner würde ich auf 5$ SnGs eher noch reagieren, indem ich meine Value-3Bet-Range vergrößere. Bluff-3Bets machen da eher wenig Sinn, wenn man zuviel gecallt wird. Man kann es darauf beschränken mit kleinen Pocket Pairs und evtl. Suited Aces auch zu restealen.
      In frühen Blindleveln sollte man gegen loose raisende Gegner Hände wie AQ, KQ, AJ passiv defenden (außer sie raisen UTG).
      Gegen loose Bubblecalls kann man natürlich nur adapten, indem man selber um einiges tighter openpusht und wartet, bis sich die anderen die Köpfe einschlagen.

      Auf jeden Fall sollte man aber gegnerabhängig spielen. Also nicht einfach generell looser restealen, defenden und tighter openpushen auf 5$ SnGs (vielleicht die Tendenz etwas in die Richtung verschieben). Aber in erster Linie gegen die Gegner adapten, wo man die entsprechenden Reads aufgepickt hat.
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Original von 00Visor
      Es stimmt schon, dass loose-aggresive nicht unbedingt schlecht sein muss. Loose calls an der Bubble sind es natürlich schon.
      Als Adaption gegen loose raisende Gegner würde ich auf 5$ SnGs eher noch reagieren, indem ich meine Value-3Bet-Range vergrößere. Bluff-3Bets machen da eher wenig Sinn, wenn man zuviel gecallt wird. Man kann es darauf beschränken mit kleinen Pocket Pairs und evtl. Suited Aces auch zu restealen.
      In frühen Blindleveln sollte man gegen loose raisende Gegner Hände wie AQ, KQ, AJ passiv defenden (außer sie raisen UTG).
      Gegen loose Bubblecalls kann man natürlich nur adapten, indem man selber um einiges tighter openpusht und wartet, bis sich die anderen die Köpfe einschlagen.

      Auf jeden Fall sollte man aber gegnerabhängig spielen. Also nicht einfach generell looser restealen, defenden und tighter openpushen auf 5$ SnGs (vielleicht die Tendenz etwas in die Richtung verschieben). Aber in erster Linie gegen die Gegner adapten, wo man die entsprechenden Reads aufgepickt hat.
      Danke. Sowas meinte ich ;)
      Ekelig ist halt einfach, dass einer der LAGs meist noch an der Bubble übrig bleibt und dann nen extremen Chip-Lead hat. Wenn die anderen 3 Spieler an der Bubble, nun also eben so spielen wie du es ja, korrekterweise, beschreibst verstärkt dies die eigen-dynamik seines Spiels natürlich nochmals. Aber klar, einfach nur All-In zu gehen damit die Chips in der Mitte sind bringt uns ja auch nichts ;)

      Noch etwas anderes: gerade bei Videos von FES sehe ich oft, dass er als CL an der Bubble extrem viele Hände All-In pusht der FE wegen. Da müssen wir uns ja gegen LAGs auch extrem anpassen oder zieht ihr das dennoch durch?
    • Jakoebchen
      Jakoebchen
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2008 Beiträge: 2.836
      Nein, da musst du dich natürlich auch anpassen. Die Calls sind nämlich leider nicht nur für den LAG, sondern auch für dich dann ziemlich -EV.
    • 00Visor
      00Visor
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 14.438
      Original von Th0m4sBC
      Noch etwas anderes: gerade bei Videos von FES sehe ich oft, dass er als CL an der Bubble extrem viele Hände All-In pusht der FE wegen. Da müssen wir uns ja gegen LAGs auch extrem anpassen oder zieht ihr das dennoch durch?
      Ich denke, es passt nicht, den Begriff LAG für loose callende Gegner zu verwenden. Bei nem LAG setzt man doch ein gewisses Spielverständnis vorraus, er raist nicht sinnlos irgendwelche Hände, sonst wär es ein Maniac. Außerdem müssen loose raisende Gegner überhaupt nicht loose callen und umgekehrt. (davon sollte man auch nicht ausgehen)

      Wenn jemand loose an der Bubble callt, muss man - auch als Chipleader - tighter pushen.