Wie rappel ich mich wieder auf?

    • ThisRiverIsWild
      ThisRiverIsWild
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2008 Beiträge: 2.159
      Hallo,

      irgendwie bin ich gerade zum Losingplayer verdammt. Habe vorher bis zu NL200 gespielt, dann ging es aus diversen Gründen gründlich down, und nun dümpel ich auf NL50 rum. Ich darf nun sogar bald auf NL25 absteigen.

      Zu mir: Ich investiere seit ein paar Wochen täglich >4h in Theorie. (Nicht gelogen, habe mir nen Tagesplan erstellt und halte den auch ganz gut durch) Die meiste Zeit geht dabei fürs Hände bewerten drauf. Ich kriege auch in den meisten Fällen die Zustimmung von den professionellen Handbewertern. Videos schau ich auch und U2UC's mache ich auch öfters. Theoriemäßig fühle ich mich also besser als je zu vor.

      Dennoch fahr ich zur Zeit einfach 80% losingsessions. Ich respektiere sogar die Beträge auf diesem Limit, kann behaupten nicht zu tilten (Habe noch keine Hand in nem Review gesehen die das vermuten lassen könnte) und bin trotz jedem deprimierenden Tag am Nächsten wieder topmotiviert.

      Ich bin zwar sehr selbstkritisch meinem eigenem Spiel gegenüber, aber ich denke, dass ich das Limit egtl. sehr sehr gut schlagen müsste. Werde jetzt jedenfalls diszipliniert auf NL25 zurück gehen und versuchen meine BR endlich wieder zu rebuilden.


      Wie erholt ihr euch von solchen Phasen? Habe ich vllt. schon das richtige Mindset und muss einfach nur die samplesize abwarten? Bin langsam echt verzweifelt, weil ich denke, dass ich alles richtig mache aber einfach nicht dafür belohnt werde. Danke für Antworten... :f_cry:
  • 12 Antworten
    • Aerox88
      Aerox88
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2007 Beiträge: 2.906
      hatte das gleiche problem bin von NL200 und 400 auf NL50 runtergefallen. ich hab auch dort immer looses gehabt, biss ich mein spiel komplett umgestellt hab. Ich hab es einfach nicht auf die reihe bekommen dort nen LAG style durch zu ziehen, da die homos nie folden und keinen plan haben auf welchem bord man Ahigh runtercallenn kan und auf welchem nicht (am besten bin ich dann mit nem 19/15 style gerunnt). Dann ist mir auch noch aufgefallen das potkontroll oder spielzüge mit bluff induce keinen sinn machen. oop hab ich dann öffter b/f am Turn gespielt statt c/c (da floatet fast niemand). auch check behind am Turn macht nicht all zu viel sinn, da noch extrem viele gut shots dich am Turn callen (lieber bet Turn for free showdown). du kannst auserdem viel mehr valuebetten. Handreading macht gegen viele gegner nicht alzu viel sinn da die einfach nur murx machen und selber nicht wissen was sie spielen. auserdem hab ich viel bewusster isoliert. ich hab nur noch die spieler light isoliert die entweder viel preflop folden oder viel postflop auf cbets (vorallem 2tes ist sehr profitabel). Auserdem kannst du viele 2nd barrels weglassen, da es oft so ist wenn sie den Flop callen werden sie auch den Turn callen. Dann bin ich natürlich preflop noch mit viel weniger broke gegangen. das war erst mal das gröbste was ich verändert hab . vlt kanns dir ja helfen
    • Jobivan
      Jobivan
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2007 Beiträge: 216
      Ich habe mal folgendes gelesen:

      "Poker ist eine Kombination aus Glück und Können. Die Leute denken, dass es hart ist, das Können zu meistern, aber das ist falsch. Der Trick beim Pokern ist es das Glück zu meistern!"

      was soviel heißt wie:

      Egal wie gut Deine Theorie auch ist, egal wie diszipliniert Du auch spielen magst - letztlich kommt es auch aufs Glück an. Wenn Du in deinen Händen pech hast, dann ist das eben so, du wirst es nicht ändern können. Entweder steht man das durch oder man geht daran Broke. Und wenn Du, wie Du sagst, alles korrekt spielst, bringt Dir auch eine Änderung des Spielstyles nix.

      Ein Downswing hat aber auch keine feste größe, theoretisch kannst Du 3 Jahre Pech haben oder auch nur 3 Stunden ... es gibt kein Naturgesetz welches sagt, nach 2 Wochen Pech kommen 2 Wochen Glück. Daher ist auch fraglich, ob es einfach nur über die Samplesize auszusitzen ist. Am Ende entscheidet Deine Bankroll und Dein Umgang mit der Situation, wie es für dich endet.

      Ich setzte mir Stop-Loss Punkte, wenn ich 3 Stacks mit guten Händen versenkt hab, dann höre ich auf zu spielen und versuche am nächsten Tag einen neuen Anlauf. Viele Spieler spielen leider längere Sessions wenn Sie verlieren, weil sie hoffen das Glück wendet sich wieder ... meist verlieren diese Spieler alleine dadurch mehr Geld als nötig, weil sie die Samplesize erhöhen wollen, um wieder Glück zu haben, bzw. Glück neutral zu spielen.

      Man kann auch einfach sagen, ich spiele heute 1 Stunde ... unabhängig vom monitären Ergebnis.
    • ThisRiverIsWild
      ThisRiverIsWild
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2008 Beiträge: 2.159
      Original von Aerox88
      hatte das gleiche problem bin von NL200 und 400 auf NL50 runtergefallen. ich hab auch dort immer looses gehabt, biss ich mein spiel komplett umgestellt hab. Ich hab es einfach nicht auf die reihe bekommen dort nen LAG style durch zu ziehen, da die homos nie folden und keinen plan haben auf welchem bord man Ahigh runtercallenn kan und auf welchem nicht (am besten bin ich dann mit nem 19/15 style gerunnt). Dann ist mir auch noch aufgefallen das potkontroll oder spielzüge mit bluff induce keinen sinn machen. oop hab ich dann öffter b/f am Turn gespielt statt c/c (da floatet fast niemand). auch check behind am Turn macht nicht all zu viel sinn, da noch extrem viele gut shots dich am Turn callen (lieber bet Turn for free showdown). du kannst auserdem viel mehr valuebetten. Handreading macht gegen viele gegner nicht alzu viel sinn da die einfach nur murx machen und selber nicht wissen was sie spielen. auserdem hab ich viel bewusster isoliert. ich hab nur noch die spieler light isoliert die entweder viel preflop folden oder viel postflop auf cbets (vorallem 2tes ist sehr profitabel). Auserdem kannst du viele 2nd barrels weglassen, da es oft so ist wenn sie den Flop callen werden sie auch den Turn callen. Dann bin ich natürlich preflop noch mit viel weniger broke gegangen. das war erst mal das gröbste was ich verändert hab . vlt kanns dir ja helfen
      Ich spiele schon sehr ABC-Style. 18/15 sogar nur. Besonders viel auf bluffinduce spiele ich auch nicht. Ich weiß wann ich meine vbets machen muss, und die fallen dann auch reichlich groß gegen die entsprechenden Gegner aus. Ich spiele ja auch bewusst die meisten Hände gegen die Fische und gehe den "Regs" aus dem weg. Nur leider gewinne bzw. verliere ich irgendwie nur Geld, wenn ich mal ein setup erwische. Könnte jetzt die standardwhines auspacken, dass ich mit meinen made hands 0 payout bekomme, aber ich denke das kennt ihr selber gut genug. :) Bluff 2nd barrels mache ich fast garnicht, nur gegen Regs die halt mal unproportinale call Flop cbet und call Turn cbet Werte haben. Ansonsten ist mein Spiel auf dem Limit halt egtl. nur auf valuebets ausgelegt. Größere exploitversuche, wo ich mir denke, dass ich gegen eine sehr polarisierte range laufen müsste lasse ich auch komplett sein, weil auf dem Limit die lines und dementsprechend die ranges oft einfach kaum reasonable sind. Das also erstmal zu meinem Spiel...



      @Jobivan:

      Ich kenne mich auch gut aus mit der Varianz, aber danke für die Aufmunterung. (Falls es eine ist ;) ) Ich höre immer auf, sobald es scheiße läuft und ich merke, dass ich angespannt bin. Das ist wohl der Grund wieso ich kein Geld vertilte. Ich spiele einfach eine Session, wenn ich motiviert bin und ein gutes Gefühl habe. Das ist halt auch immer wieder der Fall bei mir, weil ich mir einfach eine große Edge gebe gegen die Leute.


      Ich werde wohl einfach mal den Anbieter wechseln und die samplesize über meinen Erfolg richten lassen. Ist halt nach den Sessions immer sehr deprimierend auf diesen Limits so verprügelt zu werden. (Auch wenns nur setups sind, Verluste sind Verluste) :(
    • Moenogle
      Moenogle
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2008 Beiträge: 263
      Original von Jobivan
      Ich habe mal folgendes gelesen:

      "Poker ist eine Kombination aus Glück und Können. Die Leute denken, dass es hart ist, das Können zu meistern, aber das ist falsch. Der Trick beim Pokern ist es das Glück zu meistern!"

      also ich Interpretier diese Aussage anders....

      Glück passiert, oder es passiert eben nicht. Ich habe da keinen Einfluss drauf. (wenn man mal karma-geschichten weglässt ;) )

      Wenn hier also die Rede von "Glück meistern" ist, gehts imo darum, in phasen eines upswings, bedingt durch das ein oder andere glück, sein gutes spiel beizubehalten bzw. weiterhin sein spiel selbstkritisch zu beurteilen.
    • Jobivan
      Jobivan
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2007 Beiträge: 216
      Die Aussage hab ich aus einem Kapitel über Tilt, daher gehe ich stark davon aus, dass mit "Glück meistern!" gemeint ist, dass man das Glück anderer gegen die eigenen Karten (Bad Beat) eben verkraften muss!

      Meist hat man mit einem Upswing ja wenig Probleme, mit einem Downswing allerdings viele :D

      @ ThisRiverIsWild

      Nochwas zur Motivation ... rechne Dein Bankroll doch einfach in BB um. Wenn Du also ein Limit runter gehst, dann sind es mehr BB die Du auf dem Bankroll hast und mehr ist doch schön ... (ist sehr schwer, ist mir auch klar)

      Nicht umsonst gibts auch den Tip:
      Distanziere Dich vom Geld in Deiner Bankroll und sieh Dir nur Long-Term Charts an.

      Samplesize wird übrigens auch gerne mit 5 Mio. gespielter Hände angegeben. Ich hab keine Ahnung, ob ich bei einem laaannggen Downswing mit meinen $50 auf dem Limit 0.01/0.02 No-Limit wirklich 5 Mio. Hände erleben würde :f_confused:
    • backspin55
      backspin55
      Black
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 3.004
      Original von Jobivan


      Ein Downswing hat aber auch keine feste größe, theoretisch kannst Du 3 Jahre Pech haben oder auch nur 3 Stunden ... es gibt kein Naturgesetz welches sagt, nach 2 Wochen Pech kommen 2 Wochen Glück. Daher ist auch fraglich, ob es einfach nur über die Samplesize auszusitzen ist. Am Ende entscheidet Deine Bankroll und Dein Umgang mit der Situation, wie es für dich endet.

      stimmt nicht ganz, es gibt sehr wohl naturgesetze (mathematik) die besagen dass sich die varianz (kurzfristige varianz auch "glück" genannt) bei einer grossen samlplesize annähernd +-0 bewegt. würde sagen man kann 1 mio hände als gross bezeichnen.

      somit musst du was an deinem spiel ändern bzw. dran arbeiten solltest du auf eine grosse samplesize verluste machen. btw kann man immer an seinem spiel arbeiten wie schon erwähnt wurde =)
    • Moenogle
      Moenogle
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2008 Beiträge: 263
      @Jobivan

      nen Upswing ist natürlich schön :-)

      aber Problem dabei ist, dass man dazu verleitet wird, sein spiel nicht mehr so genau zu prüfen, getreu dem motto: es läuft ja!

      darum die Herausforderung an sich selbst: auch in phasen mit viel Glückskomponente, trotzdem diszipliniert zu spielen....


      Tilt bedeutet ja nicht nur: ich call oder pushe mit allem, um meinen Frust auszuleben, sondern einfach jede Abweichung vom A-Game.

      hervorgerufen durch was auch immer: Straight losses, straight winnings, allgm. schlechtes mindset, unaufmerksamkeit....etc...

      Ein Tilt, hervorgerufen durch eine Glückssträhne, kann auch bedeuten, dass man nicht sein A-Game spielt, da man sein spiel zu wenig überprüft, auf Grund der winnings.

      Somit passt so eine Aussage auch gut in einen tilt- Artikel



      -
    • ThisRiverIsWild
      ThisRiverIsWild
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2008 Beiträge: 2.159
      Die Herausforderung an mich selbst habe ich inzwischen schon länger laufen. ;) Ich muss sagen, dass ich sie an sich auch ganz gut meistere, sonst würde ich nicht vor jeder Session erneut wieder motiviert und mit einer guten Einstellung an die Tische gehen. Bin mir also irgendwie nichtmal sicher ob ich überhaupt ein problem habe. Das Geld was verloren geht ist mir nicht so wichtig, da bin ich härteres gewöhnt. Mich kotzt halt nur an, dass meine Bemühungen nicht "belohnt" werden. Aber eine 20k samplesize ist halt an sich noch nicht viel. Kann wohl nur abwarten.
    • ThisRiverIsWild
      ThisRiverIsWild
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2008 Beiträge: 2.159
      Und wieder mal eine Standardsession. 3 Setups und ein Suckout. - 4 Stacks in 10min und gleich wieder die Session beendet. Ich habe echt keine Ahnung wie es weitergehen soll...
    • Jobivan
      Jobivan
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2007 Beiträge: 216
      Ok, nach heute Mittag bin ich bei Dir :D

      Kaum auf einem guten Weg gewesen mein Bankroll aufzubauen, da hauen mir die Fische auch Ihren Müll um die Ohren ... :s_frown:

      3 Tage gewinne sind in 2 Sessions verblaßen ... nochmal oben in meinem Post lesen ... *ruhig Atmen* ... "Ist nur Geld!" denken ... "Oooohhhmmm"
    • JDaniels
      JDaniels
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 1.382
      Hi River

      schade, dass das neue Jahr so schlecht bei dir losgeht.
      Am meisten hat mir bei Downs dieser Art (hatte ich zu beginn mehrfach) ein zwischenzeitlicher Variantenwechsel geholfen. Meistens habe ich dann 50$ auf stars eingezahlt und mal wieder die 3.4$ Turbo SnGs gezockt. Die habe zu Beginn recht solide geschlagen und sind daher immer wieder gut zum Vertrauen aufbauen.
      Durch den Variantenwechsel hat man gleichzeitig aber nciht ganz so das Gefühl extrem abgestiegen zu sein, da man sich erst mal wieder auf die neue Variante konzentriert.

      Ich hoffe aber, du kommst bald wieder zurück!
    • ThisRiverIsWild
      ThisRiverIsWild
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2008 Beiträge: 2.159
      Dankeschön. ;) Ich ergrinde mir nun wieder per NL50 SH 9tabling eine NL100 roll. Mindset ist gut und ich hoffe, dass ich spätestens in nem Monat wieder ordentlich NL100 grinden kann.