Ist Poker "unmoralisch"?

    • Tahigwa
      Tahigwa
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2008 Beiträge: 87
      Stelle die Frage mal so in den Raum.
      Habe dazu für mich noch keine Antwort gefunden und frage mich wie ihr darüber denkt.

      Ist es nicht so dass man beim Pokern ständig den Gegner in die Irre
      führt und täuscht (Deception)? Fördert Poker damit nicht gerade diese
      niedrigen Absichten?

      Ausserdem:
      Es wird beim Pokern kein Reichtum geschaffen. Der Gewinn des einen
      ist der Verlust des anderen. Das Geld wird also nur umverteilt.
      Wenn hingegen ein Schreiner aus einem Stück Holz einen Tisch baut
      hat er damit einen Mehrwert erschaffen und das nützt sowohl ihm, als auch
      dem Käufer der dadurch einen schönen Tisch bekommt.

      Natürlich ist es schön, wenn jemand gut pokern kann, aber ist es nicht
      doch zumindest moralisch bedenklich wenn man schlechteren Spielern
      damit ihr Geld abnimmt?
  • 84 Antworten
    • Face12
      Face12
      Black
      Dabei seit: 27.07.2006 Beiträge: 4.756
      wenn ichs ihm nicht wegnehm, tuts jemand anders

      eaz game
    • Pokerfu
      Pokerfu
      Global
      Dabei seit: 11.02.2008 Beiträge: 7.523
      Findest du einen Boxkampf oder ein Schachspiel unmoralisch?

      Ansonsten versuche mal die sufu. Gibt schon riesige threads zu dem thema.

      edit: das Geld sind nur die Spielfiguren imo. Oder sowas wie Gesundheit bei einem Sportler. Es schützt dich ja auch keiner davor als Untrainierterbei einem freefight Turnier mitzumachen.(Behaupte ich mal jedenfalls in den ehemaligen Ostblockstaaten) Genauso wird niemand gezwungen an einem Pokerspiel teilzunehmen.

      Außerdem eignet sich Poker imo schlecht als klassisches Spiel für einen Glücksspielsüchtigen. Weil bei dem heutigen Niveau ist man sein Geld doch so schnell los. Da müsste man schon sehr bekloppt sein da Unsummen reinzustecken und longterm mit minus 10bb zu laufen. Diese klassischen Fische gibts doch heute kaum noch.

      Ich will damit nicht sagen das es keine Spielsüchtigen beim Pokern gibt. Das Forum ist voll ihnen behaupte ich mal. Ich wollte nur sagen wenn man dem Spiel verfallen ist tut man auch für sein Spiel etwas um jedenfalls kein Minusgeschäft draus zu machen. Also wer langfristig Poker spielt und spielsüchtig ist müsste doch irgendwann bemerken, daß immer die anderen gewinnen und es halt kein Glücksspiel ist und sich dementsprechend fortbilden.

      Sorry aber wer so dämlich ist und das nicht bemerkt und sein Leben berimn Pokern verzockt hätte sich wahrscheinlich auch anders ruiniert. In staatlichen Casinos beim Roulette am Spielautomaten in der Wirtschaft usw

      Man kann die Leute ja nicht vor ihrer eigenen Unfähigkeit
      schützen. Jeder kann was für sein Spiel tun und fast jeder Pokeranbieter hat mittlewrweile eine eigen Pokerschule, also sollte eigentlich der letzte Depp begreifen, daß es sowas wie Strategie beim Pokern gibt und sich damit vielleicht auseinandersetzen wenn er viel Geld verliert.
    • FlyingSheep
      FlyingSheep
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 4.009
      ist es moralisch korrekt, krebskranken zigaretten zu verkaufen oder als barkeeper ienem alkoholiker drinks auszuschenken?
    • gottigott
      gottigott
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2009 Beiträge: 224
      Evolution-Nur die Starken überleben!
    • Areacodes18
      Areacodes18
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2008 Beiträge: 551
      moral? whats that? ?(
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.677
      ich finde die Frage durchaus berechtigt. Nur weil andere genauso schlimme oder schlimmere Dinge tun, rechtfertigt dies doch nicht das eigene schlechte Handeln. Mein Problem ist vor allem folgendes: Nimmt man nicht am ehesten den nicht so intelligenten Leuten das GTeld weg,m die eh schon wenig haben?
    • Insaniac
      Insaniac
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 3.398
      die zwingt doch keiner zum spielen
    • Tahigwa
      Tahigwa
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2008 Beiträge: 87
      Original von FlyingSheep
      ist es moralisch korrekt, krebskranken zigaretten zu verkaufen oder als barkeeper ienem alkoholiker drinks auszuschenken?
      Gut, die meisten von uns sind Erwachsen und damit selbst verantwortlich
      für ihr handeln. Und wenn jemand Poker, trinken oder rauchen will dann
      wird er es tun.

      Trotzdem frage ich mich ob es nicht gemein ist wenn ich schwächeren
      Spielern die kaum eine chance haben ihr geld abluchse indem ich bluffe,
      slowplay betreibe. Und fördert Poker nicht genau diese Tugenden des
      Verstellens und Fallen stellens.
    • 3jersey3
      3jersey3
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2005 Beiträge: 5.387
      die welt ist unmoralisch
    • b10w
      b10w
      Bronze
      Dabei seit: 04.04.2007 Beiträge: 2.645
      Es wird bei abhängiger Beschäftigung kein Reichtum geschaffen. Der Gewinn des einen ist der Verlust des anderen. Das Geld wird also nur umverteilt.

      Als Knecht deines Chefs machst du auch nur deinen Chef "reicher" und deine Kunden i.d.R. ärmer.. ;)
    • FlyingSheep
      FlyingSheep
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 4.009
      Original von 3jersey3
      die welt ist unmoralisch

      this. in südamerika wird dir wegen einer uhr die halbe hand abgehackt, in afrika werden kleine kinder geraped und dann verstümmelt
      und du machst dir sorgen ob poker eventuell unmoralisch sein könnte. sicher ist es das - so what?

      wayne
    • playboychess
      playboychess
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 1.127
      Original von Tahigwa

      Es wird beim Pokern kein Reichtum geschaffen. Der Gewinn des einen
      ist der Verlust des anderen. Das Geld wird also nur umverteilt.
      Wenn hingegen ein Schreiner aus einem Stück Holz einen Tisch baut
      hat er damit einen Mehrwert erschaffen und das nützt sowohl ihm, als auch
      dem Käufer der dadurch einen schönen Tisch bekommt.
      Manche Spieler die Geld verlieren, werden dabei was lernen und in der Zukunft wieder Geld verlieren (an dieselbe Limit). Man kann also Mehrwert beim Spieler schaffen wenn man gegen ihn gewinnt und er seriös genug um sich zu fragen "warum habe ich verloren?".
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Hab mich das auch schon mal gefragt.

      Meine Antworten die ich mir geistig zurecht legte um es zu "rechtfertigen":

      - Wenn ichs nicht tue tun es andere (kam schon)
      -Poker einfach als Sport sehen -- die Besten gewinnen halt am meisten (auf Dauer)
      -Es gibt weitaus unmoralischere Sachen auf der Welt (Die Leute, ausser die Spielsüchtigen vielleicht, sitzen doch freiwillig am Tisch...)
    • Tahigwa
      Tahigwa
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2008 Beiträge: 87
      Original von b10w
      Es wird bei abhängiger Beschäftigung kein Reichtum geschaffen. Der Gewinn des einen ist der Verlust des anderen. Das Geld wird also nur umverteilt.

      Als Knecht deines Chefs machst du auch nur deinen Chef "reicher" und deine Kunden i.d.R. ärmer.. ;)
      Firmen erwirtschaften doch im idealfall Gewinn und das nützt sowohl
      dem Angestellten der dadurch Lohn beziehen kann und auch dem Käufer
      der hergestellten Waren der dadurch einen z.B. schönnen Tisch bekommt.

      Also im Idealfall profitieren davon viele, während beim Pokern
      das Geld nur umgeschichtet wird und das Rake die Spieler langsam auffrisst.
    • RantanplanBK
      RantanplanBK
      Bronze
      Dabei seit: 12.06.2006 Beiträge: 3.185
      Wayne Moral?
      Wayne Geld?
    • Pokerfu
      Pokerfu
      Global
      Dabei seit: 11.02.2008 Beiträge: 7.523
      hatte oben schon editiert. Ich sehe es als Wettkampf und ich suche mir schlechte Gegner um Mana zu generieren. Imo ist es okay so. Wenn ein Fisch gegen jmd besseren spielt hat er die chance besser zu werden und was zu lernen.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich sehe das von zwei Seiten:

      1. Spiele ich gegen Spieler die sich darüber bewusst sind wie Poker funktioniert, dann sehe ich das ganze als Wettkampf an. In Poker gewinnt zwangsläufig der bessere und ich kann mit meinem Hobby auch noch Geld gewinnen. Mit anderen E-Games gab es bisher halt meistens nur den Wettkampf + kleinen Boni. Mit Poker kann ich mein ganzes Leben finanzieren.

      2. Spiele ich gegen Spieler die sich nicht darüber bewusst sind wie Poker funktioniert, dann bereite ich ihnen Spaß. Niemand setzt sich an ein Glücksspiel mit der Erwartung das er verliert. Für den sogenannten Fisch ist es halt ein riesiger Gewinn, wenn er mal einen Suckout landet oder sein schlechtes Spiel belohnt wird. Langfristig ist es meiner Meinung nach sogar besser, wenn ich sein Geld bekomme. Ich kann es schliesslich im Supermarkt wieder ausgeben oder den NL1k Regs abgeben :-D
    • magkes
      magkes
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2009 Beiträge: 221
      Jeder Pokerspieler hat Gewinnabsichten, auch der gegen den Du spielst und gegen den Du gewinnst. Spielst DU schlecht, nimmt er die Geld ab.
      Ist wie in einem Haifischbecken - survival of the fittest.

      K.A. was da moralisch verwerflich sein sollte. Jeder der am Spiel teilnimmt will gewinnen und nimmt Verluste in Kauf.
    • Tahigwa
      Tahigwa
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2008 Beiträge: 87
      Original von Pokerfu
      hatte oben schon editiert. Ich sehe es als Wettkampf und ich suche mir schlechte Gegner um Mana zu generieren. Imo ist es okay so. Wenn ein Fisch gegen jmd besseren spielt hat er die chance besser zu werden und was zu lernen.
      Gut, da ist was dran...
      Habe letzends viele Spieler gegen die ich spielte bei "Pokertablerating"
      überprüft und festgestellt dass enorm viele Spieler oft deutlich im Minus
      sind. Ich vermute dass lediglich max. 5 (eher 2-3%) Prozent der Spieler
      überhaupt dauerhaft einen Gewinn einstreichen. Lediglich der Pokeranbieter
      gewinnt ständig..